Monthly Archives: August 2015

Könige im Liebesstress

Das Liebesgeflüster beim König der Wälder, dem Rothirsch, kann schon mal etwas lauter werden. Vor allem in kalten Nächten steigt der Hormonhaushalt des prächtigen Tieres dramatisch an.

In Schleswig-Holstein beginnt, etwas früher als in anderen Bundesländern, die Fortpflanzungszeit des westeuropäischen Rothirsches (Cervus elaphus elaphus). In dieser Zeit buhlen die Hirsche um die „Damen“. Dabei wird eine Gruppe weiblicher Tiere vom Platzhirsch gegenüber Rivalen verteidigt. Das sogenannte Röhren signalisiert Nebenbuhlern schon von weitem: „Das sind meine!“ In der Regel reichen das laute Brüllen und die Drohgebärden aus, um Kontrahenten auf Abstand zu halten. Doch bei gleichstarken Tieren kann es zu erbitterten Kämpfen kommen, die manchmal tödlich enden. Jäger können am Klang des Röhrens erkennen, ob es sich um einen jungen oder alten Hirsch handelt.


Rotwild kann bis zu 250 kg Gewicht auf die Waage bringen und in der Brunftzeit ¼ des eigenen Körpergewichtes verlieren. Ursprünglich bewohnte dieses imposante Tier offene und halboffene Landschaften, wie sie beispielsweise auf stillgelegten Truppenübungsplätzen noch zu finden sind. Dazu wandert es viele Kilometer zwischen dem Sommer- und Winterlebensraum und transportiert unbewusst Samen sowie Insekten und trägt somit zur biologischen Vielfalt bei. Oft sind jedoch seine uralten Wanderwege von Siedlungen oder Straßen unterbrochen. Damit dieses „Artentaxi“ trotzdem funktioniert, bedarf es störungsarmer Wanderkorridore und Grünbrücken zwischen den Schwerpunktlebensräumen. Erste positive Beispiele, wie die Grünbrücke bei Kiebitzholm (A21), zeigen, dass dies funktioniert.


Bis der Hirsch in der Brunft sein ausladendes Geweih zeigen kann, muss es unter einer flauschigen und mit Adern durchzogenen Haut heranwachsen. Denn zunächst wird das Geweih im Februar/März vollständig abgeworfen. Bis zum August/Oktober ist es dann wieder zu einem prächtigen Geweih herangewachsen und sogar noch ein kleinwenig größer geworden. Doch auch der prächtige Rothirsch wird mal alt. Dann schwinden die Verästelungen des Kopfschmucks jedes Jahr ein bisschen mehr.


Nach der Brunft stellt sich das Rotwild, wie alle anderen Wildarten auf den Winter um. Dabei wird der Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert, um lebensnotwendige Fettreserven zu sparen. Früher nutzte Rotwild vor allem die Begleitvegetation der Flüsse als Winternahrung. Heute befinden sich hier oft die Siedlungen der Menschen. Durch die intensive Flächenzerschneidung und –versieglung werden vielerorts die notwendigen Lebensräume dieser interessanten Wildarten zerstört.

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Aufruf zur Demo

FLAGGE zeigen 2Liebe Jägerinnen, liebe Jäger,

für den 1.9. hat der Bauernverband Schleswig-Holstein zu einer Demonstration vorm Kieler Landtag aufgerufen. An diesem Tag soll der Regierungsentwurf zum Landesnaturschutzgesetz, zum Landesjagdgesetz und zum Landeswaldgesetz vom Kabinett beschlossen werden.

Der Landesjagdverband hat ebenso, wie die anderen Verbände, die geplanten Änderungen zum Gesetzespaket mit einer Stellungnahme vom März 2015 kommentiert (Download unter: http://www.ljv-sh.de/downloads/func-startdown/183/). In den weiteren Gesprächen mit Politik, Verwaltung und Verbänden hat sich gezeigt, dass es bei den wesentlichen Kritikpunkten an den geplanten Änderungen des Landesjagdgesetzes und des Landesnaturschutzgesetzes keinerlei Entgegenkommen gibt.

Vor diesem Hintergrund bitten wir nun alles Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein gemeinsam mit den Landwirten, Waldbesitzern etc. auf die Straße zu gehen und Flagge zu bekennen für unsere Jagd und unsere Wildtiere.

Wir freuen uns Sie alle gemeinsam am 1.9. um 9:30 beim Landeshaus in Kiel begrüßen zu dürfen. Bitte leiten sie diese Information an ihre Jagdkollegen weiter, teilen Sie den Flyer im Anhang auf ihren Facebookseiten und- gruppen, via WhatsApp, Twitter, Xing, LinkedIn usw. – Gegeben Sie der Jagd ein STIMME!!!

Euer Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
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Könige im Liebesstress

Das Liebesgeflüster beim König der Wälder, dem Rothirsch, kann schon mal etwas lauter werden. Vor allem in kalten Nächten steigt der Hormonhaushalt des prächtigen Tieres dramatisch an.

Flintbek, 27.08.2015: In Schleswig-Holstein beginnt, etwas früher als in anderen Bundesländern, die Fortpflanzungszeit des westeuropäischen Rothirsches (Cervus elaphus elaphus). In dieser Zeit buhlen die Hirsche um die „Damen“. Dabei wird eine Gruppe weiblicher Tiere vom Platzhirsch gegenüber Rivalen verteidigt. Das sogenannte Röhren signalisiert Nebenbuhlern schon von weitem: „Das sind meine!“ In der Regel reichen das laute Brüllen und die Drohgebärden aus, um Kontrahenten auf Abstand zu halten. Doch bei gleichstarken Tieren kann es zu erbitterten Kämpfen kommen, die manchmal tödlich enden. Jäger können am Klang des Röhrens erkennen, ob es sich um einen jungen oder alten Hirsch handelt.

Rotwild kann bis zu 250 kg Gewicht auf die Waage bringen und in der Brunftzeit ¼ des eigenen Körpergewichtes verlieren. Ursprünglich bewohnte dieses imposante Tier offene und halboffene Landschaften, wie sie beispielsweise auf stillgelegten Truppenübungsplätzen noch zu finden sind. Dazu wandert es viele Kilometer zwischen dem Sommer- und Winterlebensraum und transportiert unbewusst Samen sowie Insekten und trägt somit zur biologischen Vielfalt bei. Oft sind jedoch seine uralten Wanderwege von Siedlungen oder Straßen unterbrochen. Damit dieses „Artentaxi“ trotzdem funktioniert, bedarf es störungsarmer Wanderkorridore und Grünbrücken zwischen den Schwerpunktlebensräumen. Erste positive Beispiele, wie die Grünbrücke bei Kiebitzholm (A21), zeigen, dass dies funktioniert.

Bis der Hirsch in der Brunft sein ausladendes Geweih zeigen kann, muss es unter einer flauschigen und mit Adern durchzogenen Haut heranwachsen. Denn zunächst wird das Geweih im Februar/März vollständig abgeworfen. Bis zum August/Oktober ist es dann wieder zu einem prächtigen Geweih herangewachsen und sogar noch ein kleinwenig größer geworden. Doch auch der prächtige Rothirsch wird mal alt. Dann schwinden die Verästelungen des Kopfschmucks jedes Jahr ein bisschen mehr.

Nach der Brunft stellt sich das Rotwild, wie alle anderen Wildarten auf den Winter um. Dabei wird der Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert, um lebensnotwendige Fettreserven zu sparen. Früher nutzte Rotwild vor allem die Begleitvegetation der Flüsse als Winternahrung. Heute befinden sich hier oft die Siedlungen der Menschen. Durch die intensive Flächenzerschneidung und –versieglung werden vielerorts die notwendigen Lebensräume dieser interessanten Wildarten zerstört.

Abb. Rothirsch in der Brunft (Foto: Karl-Heinz Volkmar)

Rothirsch in der Brunft

Rothirsch in der Brunft

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Nordwestdeutsche Meisterschaft

IMG-20150823-WA0011IMG-20150823-WA0016Bei besten Wetter und super Laune konnten die Teilnehmer der Nordwestdeutschen Meisterschaft in Waakhausen ihr Können unter Beweis stellen. Es wurde fair im jagdlichen Wettkampf mit guten und nicht so guten Ergebnissen gekämpft! Insgesamt sind alle gestärkt von Waakhausen zurückgekehrt und können nun letzte Vorkehrungen für die Deutsche Meisterschaft vornehmen.

  "Und wenn es mal nicht so läuft, dann einfach weiter schießen & treffen!"

Uwe Danger

 

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Für Menschen, die vom Weidwerk nicht sosehr die Beute als das innere Erleben erwarten.

8a SchmidtArkebekCro-Magnon RothirschDer Künstler Rainer Schmidt hat es verstanden, den Zwiespalt zwischen Vergangener und moderner Jagdpraxis in deinen Bildern zum Ausdruck zu bringen. Dabei zeigen die meisten seiner Bilder nicht die altbekannten jagdromantischen Szenen, sondern auch die Grausamkeit unserer Altvorderen. Die Pflege unserer Jagdkultur in Literatur, Kunst und Musik ist eine besondere Aufgabe für jeden Jäger. Deshalb finden wir auch heute noch zeitlose Bräuche aus der Vergangenheit. Dabei ist es nicht leicht die gegenwärtige Tendenz, die Jagd zu einer rationalen und rein funktionell gesehenen Wildbestandsregulierung abzuwerten, aufzuhalten. Der Künstler begegnet mit seiner Kunst dieser Tendenz und bietet spannende Einblicke in die Jagdkultur.

Gern können Teile seine Werke in unserer Geschäftsstelle besichtigt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Schnell noch letzte Plätze sichern – Junge-Jäger-Schießen 2015

Speziell für Jungjäger_innen haben wir den Schießstand zu einem jagdnahen Parcours umgestaltet. Die Bedingungen sind jagdlichen Situationen nachempfunden und speziell auf Euch zugeschnitten. Ein Rahmenprogramm sorgt für Abwechslung und erfreut auch die begleitende Nichtjäger. Wie auch in den letzten Jahren wird im Innen- und Außenbereich für ihr leibliches Wohl gesorgt. In der Startgebühr sind 10,00 € für ein Essen enthalten.

Bis zum 30.8.15 könnt ihr euch noch anmelden - noch sind einige Plätze frei!

Weitere Information und Onlineanmeldung unter: http://www.ljv-sh.de/veranstaltungen?task=3&cid=258

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Hundeeinsatz im Revier mal anders

Müssen (ik) – Jagdpächter Markus Räth (Müssen I, Hegering IX) hatte der Johanniter Rettungshundestaffel Stormarn die Möglichkeit geboten, in seinem Revier die Flächensuche zu trainieren. Räth sieht darin einen tiefen Sinn, denn „Schließlich kann es auch mal sein, dass ein Jäger gesucht wird.“ Acht Hunde verschiedenster Rassen und ihre Führer, sowie vier Helfer fanden ein interessantes Gelände vor: Nadelwald mit reichlich buschigen Unterbewuchs, Wasser, Getreidefelder und dank Landwirt Willi Elvers auch ein Maisfeld, das „genutzt“ werden durfte. Das versprach gute Übungsbedingungen. Das Prinzip ist einfach: eine Person versteckt sich, der Hundeführer bekommt eine Umgebungskarte und muss nun selber einteilen wo er seinen Hund ansetzt und suchen lässt. Hat der Hund gefunden muss er dies durch Lautgeben anzeigen. Dann gibt´s Leckerlie (ist ganz wichtig!) und die Übung ist beendet. Im Revier Müssen I mussten zunächst die „Anfänger“ – das sind nicht unbedingt junge Hunde, bei den Rettungshunden beginnt die Ausbildung oft erst mit vier Jahren – kurze Suchen von wenigen Metern üben. Wichtig ist dabei immer der Laut, denn es nützt nichts, wenn der Hund gefunden hat, es aber nicht „bekannt gibt“. Für die Führer, die allesamt ausgebildete Sanitäter sind, bedeutet jeder Hundeeinsatz auch viel Karten- und Kompassnutzung und natürlich Erste Hilfe. Für die Betreuung der Hundegruppe stand Mitjäger Hajo Tanck zur Verfügung.

Markus Räth und Hajo Tanck betreuten die Hundegruppe.

Markus Räth und Hajo Tanck betreuten die Hundegruppe.

Kurzes „Zwiegespräch“ und dann „Such!“

Kurzes „Zwiegespräch“ und dann „Such!“

Gefunden!

Gefunden!

Manchmal fällt das Warten bis zum Einsatz schwer

Manchmal fällt das Warten bis zum Einsatz schwer

Fotos: Inga Kronfeld

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Information zur Nord-West-Deutschen Meisterschaft und zur Bundesmeisterschaft 2015

Für die Nord-West-Deutsche Meisterschaft in Waakhausen am 22.-23. August 2015 wurden folgende Teilnehmer gemeldet:

Start am Samstag, 22. August 2015:

  • Damenmannschaft
  • Juniorenmannschaft

Start am Sonntag, 23. August 2015:

  • Mannschaft Offene Klasse
  • Mannschaft Altersklasse


Es sind folgende Einzelschützen gemeldet:

  • Hans-Jörg Faden
  • Gerhard Osterloh
  • Uwe Danger
  • Andreas Teiz
  • Wanja Ellerbrock
  • Ingwer (Malte) Breckling
  • Frank Schmidt
  • Hans Wörmcke

Das Startgeld für die Mannschaften übernimmt der Landesjagdverband Schöleswig-Holstein e.V..

Die vorläufige Startliste der Mannschaften und der Einzelschützen kommt per Post für die Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen in Bremgarten vom 02. bis 05. September 2015. Bitte beachten Sie, dass dies unter Vorbehalt geschieht.

 

Die Listen sind aufgrund der vom Bundesobmann für jagdliches Schießen versendeten Rottenpläne erstellt worden. Falls Sie an dem Ihnen zugewiesenen Termin nicht teilnehmen können, muss dies unverzüglich gemeldet werden, ansonsten gilt: Startgeld ist Reuegeld und wird in Rechnung gestellt.

Der Ablaufplan für die Bundesmeisterschaften gestaltet sich wie folgt:

Montag, 31. August 2015:            

  • Training

Dienstag, 01. September 2015:   

  • Training bis 13.00 Uhr
  • Einstellen der Maschinen etc. 13.00 bis 14.00 Uhr
  • Richterbesprechung 14.00 bis 15.00 Uhr
  • Schießen Richter, Gäste u. Offizielle ab 15.00 Uhr

Mittwoch, 02. September 2015:   

  • Eröffnung BM 9.00 Uhr (Begrüßung etc.)
  • Schießen Lang- und Kurzwaffe
  • Einzelschützen ab 9.40 Uhr

Donnerstag, 03. September 2015:

  • Schießen Lang- und Kurzwaffe
  • Damenmannschaft, Seniorenmannschaft und Einzelschützen
  • Siegerehrung DAMEN
  • SCHLESWIG-HOLSTEIN-ABEND in Münstertal, im Gasthaus Sonne ab 19.00 Uhr

Freitag, 04. September 2015:

  • Schießen Lang- und Kurzwaffe Juniorenmannschaft
  • und Mannschaft AK und Einzelschützen
  • Siegerehrung ALTERS-, SENIOREN- UND JUNIORENKLASSE

Sonnabend, 05. September 2015:

  • Schießen Lang- und Kurzwaffe Mannschaft
  • Offene Klasse u. Einzelschützen bis ca. 16.00 Uhr
  • Siegerehrung ca. 17.00 Uhr

Ich wünsche uns allen viel Erfolg und Spaß an den bevorstehenden Wettkämpfen

 

Frank Schmidt

Landesobmann jagdliches Schießen

im Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.

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Ausschreibung zur Brauchbarkeitsprüfung für die Nachsuche auf Niederwild

(außer Rehwild) mit lebender Ente am 03.10.2015 in Raum Mölln (max. 6 Hunde).

Nenngeld: Mitglieder 130,- €
Nennschluss: 20.09.2015

Schleppwild muss mitgebracht werden. Lebende Ente wird gestellt. Gerichtet wird nach geltender BPO. Führer müssen im Besitz eines gültigen Jagdscheines sein. Tollwutschutz beachten.

Nennung an den Prüfungsleiter:
Lars Krieger, Schweriner Str. 15, 23911 Mustin, Tel: 0 45 46 / 80 89 40

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Achtung Verwechslungsgefahr!

Um etwaige Verwechslungen zu vermeiden, gibt die Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg bekannt, dass sie nicht in Verbindung mit der Jagdschule Herzogtum Lauenburg steht – weder in Presseveröffentlichungen oder sonstiger Zusammenarbeit! Die Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg bietet einen eigenen Ausbildungslehrgang nach der Jägerprüfungsordnung-Schleswig-Holstein an. Der Lehrgang wird in kompakter und gut durchstrukturierter Form durchgeführt und beginnt im Januar 2016.
Anmeldungen und Informationen unter Ausbildung@kjs-herzogtum-lauenburg.de

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