Monthly Archives: Januar 2016

10 Jahre Bläser-Fortbildungsseminar in Rendsburg

Seminar2015Gruppe-klein

Hier zeigen die Bläser die Vielfalt der Hörner, die sie in dem Seminar benutzten – angefangen mit dem Alphorn, den großen Parforcehörnern in „B“ und “Es“, den kleinen Fürst-Plesshörnern mit und ohne Ventil und einer schwedischen Birkenholzlure.

Im Jahr des Hornes (2015) feiert das dreitägige Fortbildungsseminar für Jagdhornbläser in Rendsburg sein zehnjähriges Jubiläum. In den vergangenen Jahren war es immer voll besetzt. So auch in diesem Jahr, wo lange vor Meldeschluss die Listen für die über 80 Bewerber geschlossen werden mussten, weil keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr vorhanden waren und man schon in ein nahegelegenes Hotel ausweichen musste.

Damit nur in kleinen Gruppen gearbeitet wird, hatte die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn neun Übungsleiter eingeladen, darunter waren die Bundeswertungsrichter Günther Lunemann (NRW) und Olaf Hanspach (Sachsen), Therese Stoll (Sachsen) und Ludolf Ressmeyer (NDS). Sie trainierten die Pless- und Parfocehörner in „B“. Verantwortlich für den „Es“-Hornbereich waren Jan Haufe (Sachsen) und Ludger Holtmann (Hessen). Günther Raschke (NDS) hatte sich bei den „Es“-Hörnern besonders dem Bass verpflichtet, der einzige Ausbilder aus Schleswig-Holstein Dr. Gregor Steidle verfeinerte bei seinen Bläsern u.a. die Stopftechnik mit besonderem Feingefühl. In allen Gruppen wurde viel Wert auf die Basisarbeit gelegt. Denn ohne eine vernünftige Atemtechnik und Ansatzübungen nützt das Lernen der anspruchsvollsten Stücke nichts. Es klingt einfach nicht.

Uwe Bartels (NDS) hatte sich einem besonderen Instrument gewidmet – dem Alphorn. Für ihn ist das Alphorn die Königin der Blasinstrumente. In einem Schnupperkurs, für den sich sehr viele Bläser angemeldet hatten, brachte er es fertig, dass am Ende jeder ein paar schöne Töne dem Alphorn entlocken konnte, sodass die Lust auf „mehr“ gegeben war.

Die meisten Übungsleiter sind schon öfter beim Bläserseminar in der Jugendfeuerwehrschule am Nord-Ostsee-Kanal dabei gewesen, doch Uwe Bartels ist der Einzige, der bei allen zehn Seminaren beteiligt war. Von den teilnehmenden Bläsern kam Peter Kroll aus Hohenwestedt zum 10. Mal zum Seminar.

Die Teilnehmer reisten aus ganz Schleswig-Holstein an, aber auch aus Hamburg und Niedersachsen hatten sich Bläser angemeldet. Auffallend war, dass bei den „Es“ Hörnern zweidrittel der Teilnehmer aus nur drei Gruppen kamen, sodass zu hoffen ist, dass der Übungsgewinn direkt in die Gruppen zu Hause übertragen wird.

Neben nur bläserischem Training standen auch allgemeine Themen auf dem Programm. Die Corpsleiter trafen sich in einer Extragruppe, um sich Anregungen für ihre heimischen Ausbildungsabende zu holen und auch zu hören, welche Probleme es in anderen Gruppen gibt. Aufschlussreich war die Diskussion über die verschieden Aktionen, neue Mitglieder zu bekommen.   Prof. Bartels gab in seinem Seminar Anregungen zur Planung eines Konzertes – es muss spannend aufgebaut sein, die Zuschauer müssen auch ihnen schon bekannte Stücke zu hören bekommen – sein Motto: überlasse nichts dem Zufall!

Ein Instrumentenbauer war angereist, um Tipps zur Instrumentenpflege zu geben, wenn

z. B. ein Hornzug klemmt oder Ähnliches. Sehr gerne wurde eine Kurzmassage zur Entspannung angenommen, die den gesamten Sonnabend angeboten wurde und zu der die Bläser kurz aus ihrer Gruppe entschwinden durften. Am letzten Seminartag, dem Sonntag konnten die Bläser ihre Themen noch einmal frei wählen. Beliebt war das Angebot des Einzel- bzw. Duounterrichtes, bei dem der Referent sich natürlich ganz speziell den Problemen des einzelnen Bläsers widmen konnte. Neben dem erlernen neuer Stücke in „Es“ und „B“ wurde die Wettbewerbsvorbereitung – „Feinheiten“ der Jagdsignale angeboten, zu dem sich sehr viele entschieden. Das zeigt, dass die Basis und Gemeinsamkeit des jagdlichen Blasens nach wie vor die jagdlichen Signale sind, mit denen man sich in Wettbewerben messen kann.

Bei allem Lernen und Üben kam natürlich der Spaß nicht zu kurz. An dem „grünen Abend“ am Samstag brachten die Bläser in „B“ und „Es“ in vielen spontanen und launigen Kurzbeiträgen bläserisch und verbal ihre Dankbarkeit für den Einsatz und die Mühe zum Ausdruck, die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn und ihr Team in den letzten zehn Jahren in die Durchführung der Seminare gesteckt haben. Hier fand ein Vortrag der Übungsleiter auf ihren „Es“-Hörnern besonderen Beifall. Für die harmonische Stimmung sorgte nicht zuletzt das Team von Herrn Schlüter vom Jugendfeuerwehrzentrum mit der guten Verpflegung - wie in allen Jahren zuvor.

Auf zum 11. Fortbildungsseminar 2016 – vom 19. bis 21. Februar in Rendsburg!

Jörn Neupert

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Hegeringleitertagungen 2016

Die Hegeringleitertagung für die Kreisjägerschaften nördlich des Nord-Ostsee-Kanals, sowie die Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord, findet am 06. Februar 2016 in Lürschau bei Schleswig statt.

Die Hegeringleitertagung der Kreisjägerschaften südlich des Nord-Ostsee-Kanals, außer der Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord, findet am 13. Februar 2016 im Holsteinischen Haus in Nortorf statt.

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Schleswig-Holstein hat gewählt!

LJV Präsidium

Nach dem Rücktritt des gesamten LJV-Präsidiums wurde heute ein neues Präsidium gewählt. So haben 183 Delegierten aus 20 Kreisjägerschaften gewählt: v.l.n.r. Wolfgang Heins (Präsident), Andreas-Peter Ehlers (Vizepräsident), Axel Claußen (Vizepräsident), Peter Stodian (Schatzmeister), Jörg Sticken (Schriftführer), Henning Höper (Beisitzer), Herbert Häger (Beisitzer), Otto Witt (Beisitzer) und Hendrik Löffler (Beisitzer)

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Nachweis von Staupe bei Füchsen in Schleswig-Holstein: Auf Impfschutz bei Hunden achten

Anlässlich des Nachweises von Staupeinfektionen bei mehreren Füchsen in Schleswig-Holstein rät das Landwirtschaftsministerium Hundebesitzern, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten. Der lückenlose Schutz wird gewährleistet, wenn Welpen und Jungtiere im impffähigen Alter eine Grundimmunisierung erhalten und regelmäßig nachgeimpft werden. Dies teilte das Ministerium heute (11. Januar 2016) mit. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Seit Ende November 2015 waren bei Untersuchungen im Landeslabor bei fünf Füchsen aus dem südlichen Landesteil Staupeinfektionen nachgewiesen worden. Es handelte sich um tot aufgefundene oder verhaltensauffällige Tiere. Es sind die ersten Staupe-Nachweise in Schleswig-Holstein bei Füchsen seit 2009. 2012 wurde zuletzt bei einem Steinmarder Staupe nachgewiesen
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Staupeinfektionen auch in anderen Landesteilen auftreten.

In den letzten Jahren wurde in anderen Regionen eine Zunahme von Staupefällen beobachtet. Hier spielen Wildtiere als Virusreservoir, die Impfmüdigkeit von Hundehaltern und auch der Ankauf von infizierten Hunden aus dem Ausland eine Rolle.

Füchse werden als sogenanntes Virusreservoir des Staupevirus angesehen, d.h. ein Teil der Füchse ist infiziert, erkrankt aber nicht. Füchse finden sich durch das reichhaltige Nahrungsangebot und der schnellen Lern- und Anpassungsfähigkeit immer häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen an. Daher können sich Hunde durch Füchse in ihrer näheren Umgebung oder auch beim Waldspaziergang infizieren. Insbesondere Jagdhunde tragen ein höheres Risiko der Ansteckung; für sie gilt die Impf-Empfehlung besonders.

Die klinischen Symptome (Verlust der natürlichen Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder auch Aggressivität) der zentralnervösen Form der Staupevirusinfektion  können denen bei einer  Tollwutinfektion ähneln. Auch wenn Deutschland frei von Wildtollwut ist, sollte insbesondere bei den beschriebenen Veränderungen des  Verhaltens aber auch bei kranken oder tot aufgefundenen Füchsen eine diagnostische Abklärung durchgeführt werden.
Wer einen kranken oder toten Fuchs findet, sollte den Revierinhaber oder die örtlichen Jäger verständigen. Wie immer gilt für alle Laien: Weder lebende noch tote Wildtiere sollten angefasst werden.

Hintergrund

Die Staupe ist eine durch das Canine Staupevirus hervorgerufene hochansteckende Erkrankung bei Hunden, Füchsen, Waschbären, Marder, Wiesel, Frettchen, Dachsen und Wölfen. Das Virus ist eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt, aber für Menschen ungefährlich.
Übertragen wird das Virus durch Speichel, Nasen- und Augensekret, sowie Kot und Urin infizierter Tiere. Auf direktem Wege durch gegenseitiges Belecken oder Tröpfcheninfektion sowie indirekt über verunreinigtes Futter, Wasser oder die Umgebung.

Das Krankheitsbild der Staupe ist vielschichtig. Es können Erscheinungen einer Lungenentzündung (Husten, Atembeschwerden), einer Magen-Darmerkrankung (Durchfall, Erbrechen), zentralnervösen Ausfallserscheinungen (Verlust der Scheu, Krämpfe, Bewegungsstörungen) oder Hautveränderungen (Ausschläge, übermäßige Verhornung) auftreten. Diese können gleichzeitig oder zeitversetzt nacheinander vorkommen. Je nach Verlaufsform und Schwere des Krankheitsverlaufs liegt die Sterblichkeit zwischen 30 und 80 Prozent. Besonders gefährdet sind Jungtiere durch die Ansteckung an Alttieren, die das Virus in sich tragen und ausscheiden, aber nicht selbst erkrankt sind.

[MELUR]
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Jäger und Angler kaufen Westensee

Nach einer Vorbereitungszeit von zwei Jahren haben der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. (LJV), vertreten durch Herrn Hans-Werner Blöcker und Herrn Hans-Jürgen Langbehn sowie der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV), vertreten durch Herrn Peter Heldt und Herrn Matthias Winkelmann am 10.12.2015 gemeinsam als „Naturerlebnis Westensee“ Ge-sellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) eine 278 ha große Teilfläche des Westensees gekauft.

Ein Schwerpunkt der künftigen gemeinsamen Nutzung wird in der Umweltbildung für Jugendliche und Erwachsene bestehen. Selbstverständlich wird die Seefläche, wie schon seit Jahrzehnten, auch weiterhin zum Angeln und zur Aus- und Fortbildung von Mitgliedern genutzt.

Die Verbände sehen Umweltbildung und Kenntnisse über die Naturkreisläufe als grundlegend an, um sachgerecht die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie den Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer zu sichern. Hingegen sind Ideologien schädlich, die naturwissenschaftlichen Tatsachen entgegenstehen. Sie verunsichern die Menschen und bringen Naturinteressierte gegeneinander auf, die mehr für die Natur erreichen könnten, wenn sie zusammenarbeiteten.

LJV und LSFV haben sich seit langer Zeit für eine Zusammenarbeit entschieden. Ihre Mitglieder wissen, wie man die Natur verträglich nutzt und wie man sie zu ihrer Erhaltung schützt. Die 39.000 Mitglieder des LSFV, davon 4.500 Kinder und Jugendliche, sowie die 16.000 Mitglieder des LJV, davon 2.000 Kinder und Jugendliche, bilden nun über die neue Gesellschaft eine noch festere Ein-heit. Sie können voneinander lernen und profitieren. Anglern und Jägern ist es besonders wichtig, Kindern und Jugendlichen die heimische Natur wieder näherzubringen und ihnen aufzuzeigen, wie man die Lebensmittel Fisch und Wild sinnvoll nutzen kann.

Der Westensee, der zentral in Schleswig-Holstein und in einer reizvollen Landschaft liegt, bildet für diese Kooperation ein bestmögliches Umfeld.

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Jagd- und Artenschutzbericht 2015

Jagd- und Artenschutzbericht 2015 des Landes Schleswig-Holstein in Kiel vorgestellt. Der Bericht ist seit 1997 eine Sammlung von Daten und Fakten rund um die Jagd, den Natur- und den Artenschutz.  


Flintbek: Bereits seit 19 Jahren wird alljährlich der Jagd- und Artenschutzbericht des Landes Schleswig-Holstein vom zuständigen Ministerium (MELUR) unter Mitwirkung u.a. des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein erarbeitet und vorgestellt. Die diesjährige Bilanz zeigt nicht nur langfristige Trends und Entwicklungen bei den Wildtierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, sondern stellt auch neben den jagdlichen Themen einzelne Artenschutzprojekte und Bestandsentwicklungen vor.


Die Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ist ein wesentlicher Bestandteil nationaler und internationaler Biodiversitätsstrategien und damit ein Grundbestandteil der Naturschutzpolitik. „Die aktuellen Jagdstrecken vor allem bei den Schalenwildarten, zeigen deutlich, wie nachhaltig und umsichtig die Jagd im Land zwischen den Meeren ausgeübt wird. Unsere Jägerinnen und Jäger zählen unsere Wildbestände und entnehmen der Natur nicht mehr, als dort von selber nachwachsen kann“, erläutert Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.


Leider finden wir im Niederwildbereich auch negative Bestandsentwicklungen wie z. B. beim Wildkaninchen und auch regional bei den Fasanen.  „Hier muss der zuständige Minister mit gezielten Artenhilfsmaßnahmen bis hin zu Wiederansiedlungen die ehrenamtliche tätige Jägerschaft unterstützen“, fordert Baasch. Alleinige Maßnahmen wie eine Bejagungseinschränkung sind kontraproduktiv.


Neben vielen Erfolgen in der Jagd und beim Artenschutz offenbart der Bericht auch politische Fehlentwicklungen in der Landesregierung. Der Artikel zum Rotwild und die Ausbreitung dieser Art in den letzten 10 Jahren zeigen sehr deutlich, dass Wildtiere keine Grenzen kennen. „Die ministeriellen Vorgaben, wo Rotwild vorkommen darf und wo nicht, sind damit seit Jahren von der Realität überholt und gehören abgeschafft“, appelliert Baasch an Minister Habeck. Wild müsse sich in dieser enggewordenen Kulturlandschaft sein Lebensraum selbst suchen dürfen.


Bedauerlich ist, dass einzelne Tierarten nun aus der Statistik herausgenommen wurden, so dass das Ministerium bspw. keine Angaben mehr zur Bestandsentwicklung bei den Rebhühnern macht. Auch zu anderen jagdbaren Wildtierarten, die von den Jägerinnen und Jägern   ganzjährig geschont und betreut werden, sucht man nach verlässlichen Zahlen im Jagd- und Artenschutzbericht vergebens.    


Während die Verwendung der Jagdabgabemittel im Bericht transparent aufgeschlüsselt wird, hätten weitere Daten und Fakten zu den verwendeten Mitteln im Natur- und Artenschutz den Bericht sicherlich komplettiert und abgerundet.


Darüber hinaus werden im Bericht zahlreiche Artenschutzprojekte für bedrohte Tierarten vorgestellt. Zu nennen sind hier u.a. die Aktivitäten für den Rotmilan, die Seeadler und den Fischadler.  Diese störungsempfindlichen Tierarten werden nun aber durch das geplante freie Betretungsrecht der Wildtierlebensräume erneut gefährdet. Mit der aktuell im Landtag diskutierten Novelle des Landessnaturschutzgesetzes soll diese Regelung eingeführt werden und damit bestünde die deutliche Gefahr der Verschlechterung der Lebensräume.

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