Monthly Archives: März 2016

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Achtung, Zeitumstellung!

Wildunfälle SH


Eine Stunde entscheidet zwischen Leben und Tod

Am 27.03. werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt und der Berufsverkehr fällt plötzlich wieder in die Dämmerung. Damit steigt die Wildunfall-Gefahr rapide an, weil Reh, Hirsch und Co. besonders in den frühen Morgenstunden aktiv sind. Hinzu kommt: Nach der winterlichen Fastenzeit sind die Pflanzenfresser verstärkt auf Nahrungssuche. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein bittet Autofahrer, in den kommenden Wochen besonders vorsichtig zu fahren. Dies gilt insbesondere für Überlandstraßen im und am Wald.


"Wildtiere kennen keine Zeitumstellung oder Verkehrsregeln", erklärt Marcus Börner vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein. In den nächsten Wochen heißt es also gerade in der Dämmerungsphase: "Fuß vom Gas". Heimische Wildtiere benötigten im Frühjahr verstärkt Mineralien, insbesondere für den Fellwechsel, das Geweih-Wachstum und bevorstehende Geburten, so Börner. Wie ein Magnet wirkten deshalb Streusalzreste an Straßenrändern.Zudem seien junge, unerfahrene Rehböcke jetzt auf Reviersuche und überqueren dabei achtlos Straßen.


Die Wildunfallstatistik 2015 des Landes Schleswig-Holstein zeigt insgesamt einen Rückgang der Unfälle mit Paarhufern. 12.022 Rehe, Wildschweine und Hirsche ließen ihr Leben im Jagdjahr 2014/2015 auf schleswig-holsteinischen Straßen. Vor 10 Jahren waren es noch fast 16.000 Paarhufer.

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Jäger sammeln Müll

Jäger sammeln Müll

Mölln – Im Rahmen der Aktion “Unser sauberes Schleswig-Holstein” beteiligten sich auch die Jäger der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg e.V. an diesem Frühjahrsputz in Wald und Flur. Ihr „Revier“ war das Gelände rund um den Möllner Schießstand. Es hat sich gelohnt: neben vielen Säcken voller Müll wie Papier, Flaschen und sonstigen Dingen, die nicht in die Natur gehören, wurden auch zwei Kanister Altöl gefunden. Doch man findet nicht nur Müll, der sechsjährige Moritz fand es besonders spannend, einen verwitterten Tierschädel aufgespürt zu haben und Vorsitzender Andreas-Peter Ehlers konnte mit dem gefundenen defekten Regenschirm auch nicht so wirklich etwas anfangen…

Schiesstandmüll0003 - Kopie

Die „Reinigungstruppe Wald“

 

 

Schiesstandmüll0001 - Kopie

Diverser Tüten voller Müll

Fotos: Inga Kronfeld

 

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Osterhasen-Bestand seit 14 Jahren stabil

Im Frühjahr 2015 tummeln sich bundesweit etwa 11 Mümmelmänner pro Quadratkilometer. Trotz leichter Schwankungen sind die Bestände des Feldhasen seit Beginn der bundesweiten Erfassung im Jahr 2002 stabil geblieben. 

Durchschnittlich 11 Feldhasen haben Jäger und Wissenschaftler pro Quadratkilometer auf Deutschlands Feldern und Wiesen im Frühjahr 2015 gezählt. Dies geht aus aktuellen Monitoring-Daten hervor, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht hat. Ausgewertet haben Wissenschaftler die Daten aus rund 450 Referenzgebieten im Rahmen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD). Vorsichtige Hochrechnungen ergeben: In Deutschland leben derzeit rund 3 bis 3,5 Millionen Feldhasen - auf 25 Bundesbürger kommt also ein Osterhase. Die Bestände des Feldhasen sind seit Beginn der bundesweiten Erfassung im Jahr 2002 trotz leichter Schwankungen stabil. 

Zuwachsraten durchweg positiv

Um Entwicklungstrends besser einschätzen zu können, zählen Jäger und Wissenschaftler zwei mal jährlich auf denselben Flächen und ermitteln die Nettozuwachsrate. Erfreulich: Von Frühjahr bis Herbst 2015 lag diese im Bundesschnitt bei 16 Prozent und damit vergleichsweise hoch. Spitzenreiter waren das Südwestdeutsche Mittelgebirge und die Norddeutsche Tiefebene mit 21 Prozent Zuwachs. Auch die sonst eher mit geringen Feldhasenbesätzen ausgestatteten Mittelgebirgsregionen konnten Zuwächse von bis zu 15 Prozent erreichen. Die Auswertung der Herbst-Zählergebnisse ergibt eine Besiedlungsdichte von 12 Feldhasen pro Quadratkilometer Offenlandfläche.

Lebensraum verbessern

„Maßgeblich für den Feldhasen sind Lebensraum, Witterung und Fressfeinde“, sagte DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning. Nasskaltes Wetter im Frühjahr setze den Junghasen ebenso zu wie viele Fressfeinde oder mangelhafte Habitate. Dazu gehören auch Lebensräume mit stark befahrenen Straßen: Nach aktuellen DJV-Erhebungen beträgt der Anteil der Verkehrsopfer an der Jagdstatistik bundesweit mehr als ein Viertel. In Brandenburg werden sogar drei von vier Tieren, die in der Jagdstatistik erscheinen, im Straßenverkehr getötet. 

Arten- und strukturreiche Felder und Wiesen tragen zum Erhalt einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten bei. Leider ist der Anteil vielfältiger Brachflächen in den letzten Jahren stark zurückgegangen - unter anderem durch den Wegfall von Subventionen und den Boom nachwachsender Rohstoffe. Krautreiche Randstreifen fehlen zunehmend, da Felder zu größeren Flächen zusammengelegt werden. „Für Feldhase und Co. brauchen wir mehr produktionsintegrierte Maßnahmen in der landwirtschaftlichen Fläche, etwa Blühstreifen mit Wildkräutern“, so Dr. Böhning. Solche ökologischen Trittsteine müssten wirtschaftlich wesentlich attraktiver gestaltet werden für Landwirte. Hier sei die Politik gefragt.

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Bläserseminar 2016 -Jugendfeuerwehrzentrum "platzt aus den Nähten"

Bläserseminar2016 1

Das Seminar für Jagdhornbläser in Rendsburg erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Schon nach kurzer Zeit war es ausgebucht. Die knapp 100 Teilnehmer reisten aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen an. Zwei Drittel der Bläser hatten sich für Pless- und Parforcehörner in B und ein Drittel für die Es-Hörner angemeldet. Der Tagungsort – das Jugendfeuerwehrzentrum Rendsburg - war bei dieser Anzahl an seine Kapazitätsgrenze gestoßen. Viele Bläser mussten in ein nahegelegenes Hotel zur Übernachtung ausweichen.

Das Programm, das die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn zusammengestellt hatte und von neun Übungsleitern angeboten wurde, war vielfältig. Zum Einen stand die Basisarbeit im Focus. Erstmals gab es für „ES“- und Plesshörner einen Anfängerkurs und ebenfalls zum ersten Mal wurde für Ventilhörner ein Kurs eingerichtet, der sehr gut angenommen wurde. Schon nach kurzer Zeit konnten die „Ventilhörner“ das große Halali von Haydn zu Gehör bringen. Durch diese Basisarbeit erhoffte man sich eine Stärkung der heimischen Bläsercorps. Zum Anderen wurde natürlich für die Fortgeschrittenen eine breite Palette von Kursen angeboten, die alle mit der Basisarbeit – Atemtraining, Technik und Tonbildung – begannen. Diese Arbeit kommt in den Gruppen zu Hause meist zu kurz, denn sie ist mühevoll aber notwendig. Hier einige neue Anregungen zu erhalten, war sehr hilfreich. Es wurden neue Stücke erarbeitet, die dann in den heimischen Gruppen zu Innovationen führen sollten. Weil die Gruppestärke gering war, konnten die Übungsleiter speziell in den Kleinformationen auf die Schwächen der einzelnen Bläser eingehen. Besonders interessant war das Thema „Interpretation“: hier ging es in die Feinheiten – das Zusammenspiel und das Aufeinanderhören. Der einzelne Teilnehmer merkte selbst, dass das Stück am Ende einen „schönen“ Klang bekommen hatte. Bei den „Es“-hörnern durften u.a. natürlich die Themen „Bass“ und Stopfen, die viel Übung erfordern, nicht fehlen.

Damit das alles gelingen konnte, war eine große Zahl an qualifizierten Übungsleitern eingeladen. Bundesrichter im jagdlichen Blasen Günter Lunemann (NRW) und Orchestermusiker Michael Mull (SH) waren schon zum zehnten Mal dabei. Weiterhin kamen die Berufsmusiker Hans Rastetter (HH) und Ludolf Reßmeyer (NDS). Musikpädagogin Meike Unger (NDS) war mit ihrem Sohn Karl, der Waldhorn studiert, angereist. Klaus Vagt (NDS) beigeisterte die „B“-Hörner in seinem Unterricht. Die „ES“-Hörner wurden u.a. unterrichtet von dem langjährigen Bläsergruppenleiter Falk Porzig(NDS) und dem studierten Hornisten Dr. Gregor Steidle(SH) - ein begnadeter Bläser, was er auf dem „grünen Abend“ eindrucksvoll unter Beweis stellte.

In diesem Jahr waren die bläserischen Beiträge an dem schon erwähnten „grünen Abend“ am Samstag besonders beeindruckend. Die verschiedenen Seminargruppen gaben sehr gute Kostproben ihrer Arbeit zu Gehör. Der Höhepunkt war das Waldhornquartett der Übungsgruppenleiter Michael Mull, Hans Rastetter, Meike und Karl Unger. Sie spielten u.a. passend zum Abend „Fidele Grünröcke“.Um den Ruf nach Zugaben nicht ins uferlose laufen zu lassen und das Publikum zu beruhigen, bliesen sie zum Schluss sehr einfühlsam eine Hornvariation von „Der Mond ist aufgegangen“.

Wieder einmal sei ganz herzlich dem Team des Jugendfeuerwehrzentrums für hervorragende lukullische Betreuung gedankt. Dieses Zentrum ist „Gold wert“.

Der Seminartermin im nächsten Jahr steht schon fest: 17. – 19. Feb. 2017

Jörn Neupert
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Wildtier ohne Grenzen? – Rotwild in Schleswig-Holstein

RotwildseminarIm Rahmen der diesjährigen Outdoormesse in den Holstenhallen Neumünster vom 8.-10. April. Hat der Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein eine Veranstaltung rund um das Thema Rotwild in Schleswig-Holstein geplant.

Das Rotwild ist unsere größte heimische Schalenwildart. Traditionelle Einstandsreviere sind in Schleswig-Holstein die größeren Waldgebiete im Lauenburgischen und in der Segeberger Heide. Aber es gibt auch in Nordfriesland und Dithmarschen Rotwildvorkommen entlang alter Fernwechsel, sogar bis nach Dänemark findet genetischer Austausch statt. Welche aktuelle Entwicklung gibt es und welche Bedeutung hat das Rotwild für unsere Landschaft? Dieses Seminar beschäftigt sich mit dem Rotwild in Schleswig-Holstein. Von der Verbreitung, der Populationsentwicklung, dem Wildtiermanagement bis hin zur Entwicklung in Dänemark.

Das Seminar findet am 8. April von 9-10 Uhr in den Holstenhallen Neumünster statt. Die Seminarleitung hat der Vorsitzendes des Schalenwildausschusses, Hans-Albrecht Hewicker übernommen.

Weitere Details zum Programm entnehmen sie bitte der angefügten Datei.

Anmelden können sie sich unter:

Bildungszentrum für Natur

Hamburger Chaussee 25

24220 Flintbek

Telefon: 04347 704-787

Fax: 04347 704-790

E-Mail:  anmeldung@bnur.landsh.de

Oder direkt online unter  http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/BNUR/Service/Veranstaltungen/Anmeldung/anmeldung_node.html?cms_number=2016-09&cms_titel=2016-09%3A%20Wildtier%20ohne%20Grenzen%3F%20-%20Rotwild%20in%20Schleswig-Holstein&cms_date=08.04.2016

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Regierungskoalition macht sich stark für mehr Marder auf Dachböden und in Autos

Wolfgang Heins klGeplante Änderungen im Landesjagdgesetz sind praxisfern und nicht durchdacht. Naturschutzpraktiker fordern mehr Augenmaß bei der Gesetzesänderung von der Regierungskoalition.

Die Zerrspiele um das Landesnaturschutz-, Landeswald- und Landesjagdgesetz gehen weiter. Mit dem aktuellen Änderungsantrag der Regierungsfraktion - SPD, GRÜNEN und SSW - wird die Debatte um die von Minister Dr. Habeck (GRÜNE) eingebrachte Novellierung weiter angefacht. Zwar haben die drei Parteien mit ihrem Änderungsantrag wesentliche Forderungen von Naturschutz- und Nutzerverbänden umgesetzt und damit den Habeckschen Änderungswünschen eine Absage erteilt, dennoch sind einige neu eingebrachte Änderungen der Regierungskoalition wenig durchdacht und praxisfern.

Die Änderung von Landesnaturschutz-, Landeswald- und Landesjagdgesetz werden der Öffentlichkeit als modernes Naturschutzrecht präsentiert. Viele Naturschutzpraktiker und wertorientierte Naturnutzer, wie der Landesjagdverband sehen das allerdings differenzierter. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat lange und hart dafür gekämpft, dass ein allgemeines Betretungsrecht – wie vom Umweltministerium ursprünglich geplant – nicht realisiert wird. „Die Verhinderung des allgemeinen Betretungsrechtes in der freien Feldflur ist ein wichtiger Punkt zur Sicherung der Existenz unseres Niederwildes“, so Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes, der hierdurch eine starke Beunruhigung und Gefährdung der Lebensräume von Hasen, Fasanen, Rebhühnern und anderen Bodenbrütern gesehen hat.

Der Landesjagdverband ist aber im höchsten Maße empört über die nun beabsichtigte Herausnahme der völlig ungefährdeten Mauswiesel und Hermeline aus der Liste der jagdbaren Arten. „Durch diese Maßnahme würde der Einsatz bestimmter Fallen praktisch unmöglich gemacht“ so Wolfgang Heins. „Damit wird dem Artenschutz ein Bärendienst erwiesen!“ Gerade in Schutzgebieten ist die Fallenjagd unverzichtbar. Wer Bodenbrüter schützen will, benötige jede Möglichkeit, das Raubwild in Grenzen zu halten, so Heins weiter.

„Zwar wurden Mauswiesel und Hermelin von den meisten Jägern ohnehin seit vielen Jahren nicht mehr intensiv bejagt“, erläutert Andreas Schober, Geschäftsführer im LJV, „künftig wäre aber auch die Jagd auf Marder faktisch nicht mehr möglich“.

Hintergrund:

Beim Einsatz von Fallen kann nicht ausgeschlossen werden, dass in seltenen Fällen aufgrund der Bauart auch einmal ein Hermelin oder Mauswiesel gefangen wird. Bislang war dies kein Problem, da beide Arten als jagdbare Art galten. Nunmehr würde der Beifang eines Hermelins oder Mauswiesels für den Jäger ggf. eine Straftat bedeuten. „Dies hat weitreichende Konsequenzen“, meint Andreas Schober. Die Befürchtung des Landejagdverbandes: Das Einstellen der Jagd auf den Marder führt perspektivisch zwangsläufig zu einem steigenden Marderbesatz. Unter dem raffinierten Prädatoren leiden dann nicht nur die Kleinsäuger und bedrohte Singvogelbestände auch der Bürger wird unmittelbar betroffen sein, da dem allerseits bekannten Dachboden- und Automotorraumbewohner nicht mehr effektiv nachgestellt werden kann.

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Jäger unterstützen Wolfsmonitoring

 „Den Wölfen auf der Spur“ – Wolfsbetreuer des Landes Schleswig-Holstein starten Fotofallenprojekt

Die Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein starten ein neues Fotofallenprojekt, um mehr Kenntnisse über Wölfe im Land zu gewinnen und besser informieren zu können. Dazu sollen in den kommenden Monaten 114 Wildkameras oder Fotofallen aufgestellt werden. Der Datenschutz wurde dabei berücksichtigt und mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) im Rahmen abgestimmt.

„Die Debatte über Wölfe in Schleswig-Holstein wurde und wird intensiv geführt. Wir wollen mit dem Projekt möglichst umfangreiche Informationen über Wölfe im Lande erhalten, um die Öffentlichkeit mit Hilfe der Daten breit informieren zu können. Mit Kameras in Wäldern ist aber aus Datenschutzgründen sehr sensibel umzugehen – in der Natur sollen sich die Menschen ja frei bewegen können. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem ULD Leitlinien erarbeitet, die vollumfänglich berücksichtigt werden“, sagte Staatssekretärin Silke Schneider. Sie bedankte sich zugleich bei den ehrenamtlichen Wolfsbetreuern für ihr großes Engagement: „Es ist vorbildlich, mit wie viel Herz und Sachverstand sie dabei sind.“

Die Idee für das Wildkamera-Projekt kommt von den rund 70 ehrenamtlichen Wolfsbetreuern. Ziel ist es, dem gestiegenen Informationsbedürfnis gerecht zu werden. So äußerten vor allem die Halterinnen und Halter kleiner Nutztiere – insbesondere  von Schafen – den  Wunsch, zeitnah über das Auftreten von Wölfen in den verschiedenen Regionen des Landes informiert zu werden. Darüber hinaus sind auch die Berichtspflichten gegenüber der EU zur Entwicklung der Wolfsvorkommen im Lande gestiegen.

Um dem gerecht zu werden, entstand im Kreise der Wolfsbetreuer die Idee, nicht nur anhand eines sogenannten passiven Monitorings (z.B. Nachweise im Rahmen von Nutztierrissen, Kotproben usw.) Daten zur Besiedlung Schleswig-Holsteins durch den Wolf zu erarbeiten, sondern auch aktiv entsprechende Informationen zu gewinnen. Aufgrund der besonderen Mobilität des Wolfes und seiner speziellen Lebensweise eignen sich hierzu vor allem Wildkameras oder Fotofallen, die automatisch Fotos machen, wenn Tiere in den Bereich eines Sensors der Kamera gelangen.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens stellten die Wolfsbetreuer bei „Bingo! – die Umweltlotterie“ einen Antrag zur Beschaffung von Fotofallen der neuesten Generation. Damit die angeschafften Fotofallen möglichst effizient eingesetzt werden können, wurden die teilnehmenden Wolfsbetreuer im Februar diesen Jahres im Rahmen einer speziellen Schulung mit dem Umgang und der Aufstellung der Geräte vertraut gemacht.

Gemeinsam mit dem ULD wurden zu den datenschutzrechtlichen Fragen Leitlinien entwickelt, die einen rechtskonformen Einsatz der Fotokameras ermöglichen und den Rechten der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf den Datenschutz umfänglich Rechnung tragen:

     • Alle Fotofallen sollen so aufgehängt werden, dass eine Erfassung personenbezogener Daten vermieden wird. Fotofallen sollen bevorzugt in nicht-öffentlichen Bereichen aufgehängt werden, die nicht betreten werden dürfen (z.B. in Naturschutzgebieten oder an Querungshilfen wie Grünbrücken).

    • Da Wölfe bevorzugt nachts unterwegs sind, sollen die Fotofallen so eingestellt werden, dass Fotos möglichst nur nachts aufgenommen werden.

    • Im unmittelbaren Umfeld aller Fotofallen werden gut sichtbar Warnschilder angebracht, die vor den Kameras warnen. Alle Fotofallen und ihre Gehäuse sind mit dem Landeslogo, einer individueller Nummer, einer Kontakt-Telefonnummer und dem Einsatzzweck („Wildtiermonitoring“) beschriftet.

    • Alle Fotofallenstandorte werden auf der für jedermann zugänglichen Website www.wildkamera-sh.de lagegenau bekannt gegeben.

    • Die interessantesten Ergebnisse der Fotofallen und alle Wolfsbilder – soweit sie den Schutz des Wolfes nicht gefährden – werden zeitnah auf der oben genannten Website online gestellt.

    • Bilder von Personen, die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch noch erfasst werden, werden beim Auslesen der Speicherkarten sofort endgültig gelöscht.

Das ULD hat dem Projekt der Wolfsbetreuer mit dieser Verfahrensweise einen vorbildlichen Umgang mit Fotofallen bescheinigt. Es wurde mit dem ULD verabredet, regelmäßig über die gemachten Erfahrungen zu berichten und das oben genannte Prozedere gegebenenfalls anzupassen. Sollten einzelne Fotofallen trotz aller Bemühungen doch einmal als störend empfunden werden, wird gebeten, dies über die Wolfshotline des Landes (0151-40146585) mitzuteilen.

Jäger unterstützen das Wolfsmonitoring

Über 60% der anerkannten Wolfbetreuer in Schleswig-Holstein sind Jägerinnen und Jäger. Für ein möglichst umfassendes Monitoring sind sie aber auf die vielen Ohren und Augen der 22.000 Jagdscheininhaber im Lande angewiesen. Doch wie können wir die Wolfsbetreuer unterstützen?

  • Alle Hinweise (Sichtbeobachtungen, Losung- und Rissfunde etc.) an Wolfsbetreuer weitergeben, aber bitte keine Gerüchte streuen! 
  • Meldewege bei Hinweisen einhalten – nicht nur an den Hegeringleiter  melden, sondern immer auch an den Wolfsbetreuer (Wolfshotline 0151-40146585)!
  • Unterstützen sie das Fotofallenprojekt: Jäger haben vor Ort den Verdacht, dass ein Wolf vor Ort sein könnte. Da der Einsatz von Fotofallen ja datenschutzrechtlich immer heikel ist, keiner etwas falsch machen möchte, zudem die zielgerichtete Wolfserfassung nicht einfach ist und letztlich gute Kameras auch nicht bei jedem vorhanden sind, machen die Jäger vor Ort und die Wolfsbetreuer am besten gemeinsame Sache. Jäger ruft Wolfsbetreuer bei Verdacht an, der kommt raus und beide gemeinsam suchen den bestgeeigneten Platz für die Fotofalle. Die Betreuung und auch das Auslesen können dann am besten auch mal gemeinsam erfolgen. Davon profitieren beide und es werden keine zusätzlichen privaten Kameras eingesetzt (das wird das ULD gerne hören).

 

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Jagdveranstaltungsbörse – Austausch und Einladungen zur Jagd in Norddeutschland und in Dänemark

Treffpunkt: Jagdveranstaltungsbörse auf der OUTDOOR jagd & natur
vom 8.-10. April 2016 in den Holstenhallen Neumünster

Danmarks Jægerforbund und der Landesjagdverband Schleswig-Holstein haben angeregt den jagdlichen Austausch zwischen Dänemark und Norddeutschland noch stärker zu ermöglichen.

Dänischen Jägern wird angeboten, an Jagden in Norddeutschland teilzunehmen, und umgekehrt wird deutschen Jägern angeboten, an Jagden in Dänemark teilzunehmen. Auf Wunsch der beiden Verbände übernehmen wir im Rahmen der OUTDOOR 2016 für Dänemark und Norddeutschland gerne die Initiative der Jagdveranstaltungsbörse.

Wir bitten Jäger und Jagdveranstalter auf beigefügter Liste Jagden, die sie ihren deutschen bzw. dänischen Kollegen anbieten möchten, einzutragen. Gleichzeitig können die eigenen Wünsche für einen Jagdaustausch mit den Jagdkollegen aus dem Nachbarland genannt werden.

Auf der OUTDOOR 2016 in Neumünster wird es einen Treffpunkt zwischen den Ständen des Danmarks Jægerforbund und des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein geben. Dort können interessierte Jäger die Informationen der angebotenen Jagden ansehen und notieren und den Kontakt aufnehmen. Im besten Fall können im Gegenzug die eigenen Wünsche von Jagden im Austausch erfüllt werden. Während der Messe können auch weitere Jagdangebote eingetragen werden.

Kommen Sie zur Messe, lernen Sie Jäger aus Dänemark / Norddeutschland kennen und starten Sie den Austausch!

Bitte tragen Sie für den Aushang hier Ihre Veranstaltung(en) in bei beigefügte Liste ein.

Rückmeldungen bitte senden an:
Holstenhallen Neumünster GmbH
OUTDOOR 2016
Justus-von-Liebig-Straße 2-4
24537 Neumünster
outdoor-messe@holstenhallen.com

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