Monthly Archives: März 2017

Katrin Fedrowitz, MdL, jagdpolitische Sprecherin der SPD : Lob für Jäger und Sportschützen

Katrin Fedrowitz: Lob für Jäger und Sportschützen

Zum Bericht der Landesregierung zur freiwilligen Waffenabgabe und den Kontrollmaßnahmen von legalen Waffenbesitzern sagt die jagdpolitische Sprecherin und Sportschützin der SPD-Landtagsfraktion, Katrin Fedrowitz:

„Der Bericht macht deutlich, dass die legalen Waffenbesitzer in Schleswig-Holstein, wie Sportschützen und Jäger, sich verantwortungsvoll im Umgang mit ihren Waffen verhalten.“

Der Bericht gibt über die Erfahrungen der Waffenbehörden bei den Kontrollen von Waffenbesitzern in den letzten 5 Jahren Auskunft geben. Für die Kontrollen von Sportschützen und Jägern, die legale Waffen besitzen, sind die Waffenbehörden der Kreise und kreisfreien Städte zuständig. Die Behörden kontrollieren und überwachen die Einhaltung der Vorschriften über die sichere Aufbewahrung nach der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung.

Seit 2009 sind alle Altbesitzer von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition und verbotener Waffen verpflichtet, unaufgefordert bei der Waffenbehörde die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen Maßnahmen nachzuweisen. Vor 2009 handelte sich noch um eine „Holschuld“ der Behörde, was dazu führte, dass die Waffenbesitzer vor 2009 erst nach Aufforderung, die Nachweise zu erbringen hatten. „Werden die Nachweise nicht erbracht, wird die Waffenbesitzkarte eingezogen und das ist richtig so“, erklärt Fedrowitz. Mit diesem Verfahren konnte auch der Prozess zur Aufnahme der Daten für die Altbesitzer abgeschlossen werden. Die Ergebnisse sollen laut der Landesregierung voraussichtlich im laufenden Jahr 2017 evaluiert werden.

Katrin Fedrowitz weist ausdrücklich darauf hin, dass diejenigen, die eine Waffenbesitzkarte beantragen, um eine neue Waffe zu erwerben, von sich aus die sichere Aufbewahrung schriftlich glaubhaft machen müssen. Erst dann erhalten sie die beantragte Erlaubnis. Sollten berechtigte Zweifel an der sicheren Aufbewahrung vorliegen, werden anlassbezogene Aufbewahrungskontrollen von den Behörden durchgeführt. Dies gilt auch für die gemeinschaftliche Aufbewahrung von Waffen und Munition z.B. in Schützenvereinen.

Die Verwaltungskosten dieser Kontrollen werden den Waffenbesitzern in Rechnung gestellt. Die Waffenbehörden berichten, dass die überwiegende Mehrheit der Waffenbesitzerinnen und Waffenbesitzern sich bei den durchgeführten Aufbewahrungskontrollen kooperativ und einsichtig verhalten. Seit 2009 sind auch Kontrollen ohne Anlass oder Verdacht möglich. Die Waffenbehörden haben landesweit rund 3.300 Aufbewahrungskontrollen „vor Ort“ durchgeführt.

„Als positives Ergebnis der Arbeit der Kontrollbehörden ist festzustellen, dass eine große Zahl von Altbesitzern, ihren Waffenbesitz aufgegeben haben. Dies betrifft sowohl Erben als auch nicht mehr aktive Sportschützen und Jäger. Die Abfrage hat sich als ein effektives Instrument erwiesen, die Zahl der Waffenbesitzer und den Waffenbestand zu reduzieren“, sagte Fedrowitz. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Waffenbehörden eine intensive Kontrolle der legalen Waffenbesitzerinnen und Waffenbesitzer durchführen.

Katrin Fedrowitz weist in diesem Zusammenhang auf ein Problem des unerlaubten Waffenbesitzes hin. „Ich begrüße, dass auf Bundesebene ein Gesetz beschlossen werden soll, dass dem Bundesrat zur Stellungnahme zugeleitet wurde und eine erneute zeitlich befristete Strafverzichtsregelung („befristete Amnestie“) für die Dauer von einem Jahr vorsieht, für Personen, die eine unerlaubt besessene Waffe oder unerlaubt besessene Munition der zuständigen Behörde oder eine Polizeidienststelle übergibt.“

Hier würde dann auf eine Bestrafung wegen unerlaubten Erwerbs, unerlaubten Besitzes, unerlaubten Führens auf dem direkten Weg zur Übergabe an die Behörde verzichtet werden. Im Gegensatz zur früheren Regelung bezieht sich diese Amnestie auch auf Munition. „Vielen Menschen, die sich auf dem Weg machen, die unerlaubt besessene Waffe oder die unerlaubte besessene Munition bei der Polizei abzugeben, dürften sich nicht im Klaren darüber sein, dass schon dieser Weg zur Polizei strafbar ist.“

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Die jungen Jäger kochen

kochkursVerführerische Düfte dringen aus der Lehrküche des Fachzentrums für Hauswirtschaft. Alle Kojen sind belegt, es wird geschnippelt, gebraten und gerührt. Am Werke sind die zwölf Teilnehmer des Kochkurses, der von jugendPROnatur angeboten wird. In diesem Kurs bereiten die jungen Jägerinnen und Jäger das Wildbret vom Reh, Wildschein und Damwild zu. Abseits der Ausgetretenen Pfade von klassischem Wildschweinbraten und Rehrücken, sind die Hobbyköche unterwegs zu neuen Kreationen. So brutzelt ein Gyros vom Wildschein in einer Pfanne vor sich hin, während es im Backofen nebenan mit Hack gefüllte „Wilde Blätterteigschnecken“ aufgehen. Konzentriert werden die Rezepte abgearbeitet, alle geben ihr Bestes, keiner will sich die Blöße geben und etwas anbrennen lassen. Nach knapp zwei Stunden tischen die Teilnehmer ein köstlich aussehendes Buffet im Speiseraum auf. Hagen Billerbeek und David Lorenz stehen mit ihren Frauen davor und freuen sich über den leckeren Anblick. Sie haben das Wildbret aus ihren Jagden beigesteuert und stoßen mit einem Glas Rotwein auf ihre gelungenen Gerichte an. Auch Kochlehrerin Anja Lage ist zufrieden. „Ich bin selbst Jägerin und freu mich immer, wenn ich zeigen kann, was für leckere Variationen aus unserem heimischen und hochwertigen Wildbret gezaubert werden können“, sie schmunzelt und fügt an: „Ich bin wild auf Wild!“

Iris Comdühr
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Bläserseminar des LJV wieder voll ausgebucht

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Auch dieses Fortbildungsseminar war lange vor Anmeldeschluss voll ausgebucht und wie in den Vorjahren gab es viel Lob und Dankesworte der Bläser/innen. Immer beliebter wird dieses Wochenend-Seminar nicht nur bei den Schleswig-Holsteinern, auch andere Bundesländer haben davon gehört und so konnte der Landesbläservorstand Damen und Herren aus Berlin, NRW, Hamburg, Niedersachsen und Dänemark begrüßen; zeigt es den Organisatoren doch , einen richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Für die 40 „B“- und über 30 „ES“-Hörner standen acht Übungsleiter zur Verfügung, sodass die Gruppen relativ klein gehalten werden konnten; man konnte daher auf die speziellen Bedürfnisse und Schwächen der einzelnen Bläser sehr gut eingehen.

In allen Gruppen wurde sehr viel Wert auf die Basisarbeit gelegt, die in den heimischen Gruppen meist zu kurz kommt – denn ein guter Ansatz ist Voraussetzung für einen guten Bläser! Die Es-Horngruppen widmeten sich wieder speziellen Themen wie dem Bass, dem „Stopfen“ oder auch dem Dämpfen. Beim Bass lernten die Teilnehmer, wie man sich selbst eine eigene Stimme komponiert. Natürlich wurden auch wieder neue Stücke eingeübt und die Messestücke zu St. Hubertus verfeinert.

Die „B“-Hörner waren in Leistungsgruppen eingeteilt, sodass jeder seinem Können entsprechend neue Stücke einstudieren konnte.   Die Corpsleiter waren dieses Mal in einer eigenen Übungsgruppe zusammengefasst. Sie diskutierten, wie man eine Gruppe motiviert und ausbildet. In praktischen Übungen, lernten sie, worauf man beim Dirigieren zu achten hat. Sehr wichtig war auch, dass die Übungsleiter während des Seminars wechselten. So konnte jeder Teilnehmer die unterschiedlichen Übungsmethoden der Ausbilder kennenlernen. Einige Ausbilder hatten kleine Tricks parat. So hatte Ludolf Reßmeier kleine Pfeifen mitgebracht, mit denen man den Luftstrom beim Blasen erfahren konnte, in dem man eine kleine Holzkugel im Luftstrom halten musste – eine lustige Übung!

Das Seminarangebot beschränkte sich in diesem Jahr nicht allein aufs direkte Blasen. Der Instrumentenbaumeister Ertlmaier referierte ausführlich, wie man die Blasinstrumente richtig pflegt und stand mit Rat und Tat zur Seite.

Für die ES-Hörner kam ein Mundstückspezialist aus Hamburg. Er stellte ein neues Mundstück vor, das sehr leicht ansprach, weil eine Innenrille eingearbeitet war. Die ES-Hornbläser probierten es aus und siehe da – sie waren begeistert!!

Neu war auch eine Ausstellung von Bildern mit Wildmotiven. Vor allem sehr filigran gearbeiteter Jagdschmuck - meist aus Naturmaterialen von Teilnehmern aus Schleswig-Holstein gefertigt - begeisterte besonders die weiblichen Bläser.

Die Bläser kommen auch zusammen, weil sie Gleichgesinnte kennenlernen und sich mit ihnen austauschen wollen. Das konnte man besonders bei dem bunten Programm auf dem schon traditionellen grünen Abend erfahren. So erfreuten u.a. die Sülzer Bläser aus Niedersachsen , die aus einem gemeinsamen Chor stammten, die Zuhörer mit kleinen Vorträgen. Ein Ohrenschmauß waren die Darbietungen eines Waldhornquartetts von vier Übungsleitern, die alle Berufsmusiker sind. Ein Überraschungsgast brachte den Saal zum Bersten. Auf plattdeutsch unterhielt er auf unnachahmliche Weise seine Zuhören mit Geschichten aus dem “Leben“. Das lockerte die Atmosphäre erst richtig auf – das Gemeinschaftsgefühl wurde gestärkt.

Das abwechslungsreiche Programm und die gute Verpflegung machen schon Lust auf das nächste Seminar – Herzlich willkommen am 16. – 19. Febr. 2018.

Jörn Neupert
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Wolf im Kreis Herzogtum Lauenburg überfahren

Ein Wolf ist heute früh (6. März 2017) Kreis Herzogtum Lauenburg bei einem Verkehrsunfall getötet worden Das Tier war nordwestlich von Ratzeburg unvermittelt auf die B 207 geraten, so dass ein herankommendes Auto nicht mehr bremsen konnte und das Tier erfasste.

Der auf Bitten der Polizei herbeigerufene zuständige Wolfsbetreuer des Landes stellte fest, dass es sich bei dem getöteten Tier um einen etwa 35 Kilogramm schweren männlichen Wolf handelte. Der für die Beurteilung entsprechender Funde in Schleswig-Holstein zuständige Sachverständige geht davon aus, dass es ein junger Wolf war – entweder ein Welpe aus dem Jahr 2016 oder ein sogenannter Jährling (also aus dem Jahr 2015). Im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern hatte ein Wolfsrudel im Bereich der Lübtheener Heide im Jahr 2016 Welpen großgezogen. Dieses Gebiet liegt 30 bis 50 Kilometer vom Unfallort entfernt.

Das verunglückte Tier wird noch heute zur Untersuchung an das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht. Blutproben des verunglückten Tieres werden zur Klärung der Herkunft des Tieres an das Senckenberg-Institut nach Gelnhausen bei Frankfurt gegeben, dem nationalen Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf in Deutschland. Ebenfalls am heutigen Tage wurde bei Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern ein weiterer Wolf von einem Auto überfahren.

Bei dem aktuellen Fall in Schleswig-Holstein handelt es sich seit 2007 um den fünften Fall eines tödlich verunglückten Wolfes seit dem ersten Auftreten eines wildlebenden Wolfes nach fast zweihundert Jahren im Jahr 2007. Auch in diesem Fall war das Tier einen Verkehrsunfall zum Opfer gefallen. Verkehrsunfälle stellen in Deutschland eine der Hauptmortalitätsursachen für Wölfe in Deutschland dar. Insbesondere junge Tiere, die sich von ihren Heimatrudeln getrennt haben und auf der Suche nach geeigneten eigenen Revieren und Partnern umherstreifen, sind hiervon in besonderem Maße betroffen.


www.melur.schleswig-holstein.de

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Fuchsbesenderung im Hegelehrrevier Grönwohld

eix-fuchs1 1Seit zwei Jahren läuft an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ein Projekt, bei dem der Fuchs im Zentrum der Untersuchungen steht. Dazu werden Rotfüchse landesweit besendert. Als im Hegelehrrevier des Landesjagdverbandes eine junge Fähe in die Falle ging, zögerte Revieroberjäger Christopher von Dollen nicht lange und informierte die Biologen der TiHo: Kurze Zeit später waren Tierärzte und Biologen vor Ort, um das Tier mit einem Sender auszustatten.


Bei der morgendlichen Kontrolle der Fallen hatte von Dollen gesehen, dass ein Fuchs in der Lebendfalle saß. Unverzüglich informierte er die Biologen der TiHo am Standort in Büsum. Kurze Zeit später waren Steffen Mumme und Beate Zein sowie die Tierärzte Marco Roller und Jan Lakemeyer vor Ort im Grönwohlder Wald.


eix-fuchs2 1„Voraussetzung ist ein Mindestgewicht von vier Kilogramm“, erklärt Mumme während er eine Waage am Abfangkorb installiert. Es braucht etwas Geschick und viele helfenden Hände, um den Fuchs aus der abgedunkelten Falle in den Korb zu bugsieren. Von Dollen drückt quasi von hinten, vorne passen Mumme und Zein auf, dass das wendige Tier nicht doch noch ausbüxt. Doch dann geht alles ganz schnell, die Betäubung wird gesetzt und wirkt innerhalb von Minuten.


eix-fuchs3 1Während das Tier einschläft, geht die Arbeit der Biologen und Tierärzte los. „Die Narkose hält eigentlich 45 Minuten. In der Zeit sollten wir alles fertig bekommen“, sagt Roller, der seit knapp einem Jahr mitarbeitet. Ein kurzer Blick vom Fachmann: „Das ist eine junge Fähe, wahrscheinlich aus dem vergangenen Jahr“, ist von Dollen sicher. Doch das ist für die Tierärzte noch nicht wichtig, zuerst muss schnell und konzentriert gearbeitet werden. „Wir sind leise bei den Untersuchungen, da wir vermuten, dass die Tiere trotz der Narkose Lärm mitbekämen. Und den Stress wollen wir vermeiden.“
Während Roller mehrere Stellen an den Läufen rasiert, um besser Blutproben nehmen zu können, kümmert sich Lakemeyer um die Entnahme von Kot- und Haarproben. Später wird auch noch eine Urinprobe genommen. Mumme passt das Halsband an, Beate Zein hält die Arbeiten mit der Kamera fest.


Zu Dritt wird an der Fähe gearbeitet, die ruhig und gleichmäßig atmet. „Das ist der sechste Fuchs, der von uns mit einem Sender versehen wurde“, erklärt Mumme, während er mit dem Peilgerät den Sender am Hals aktiviert. „In den ersten Tagen komme ich ganz häufig, um das Tier zu orten. Danach meist ein Mal pro Woche.“ Dabei werden unter anderem die Lebensumstände, das Habitat, in dem der Fuchs sich aufhält oder auch, wie viel Zeit im Bau verbracht wird, recherchiert.


eix-fuchs4 1Nach 45 Minuten sind die Proben in kleine Röhrchen verpackt und die Gummihandschuhe werden beiseite gelegt. „Das Gegenmittel wird gespritzt, es dauert 15 bis 20 Minuten, bis das Tier wieder fit ist“, so Roller. Dabei wird die Fähe auf Handtücher gelegt, damit sie nicht zu sehr auskühlt. Langsam wird die Fähe wach, noch etwas benommen macht sie sich auf den Weg in den Wald – als neue Mitarbeiterin der TiHo.


Sorka Eixmann
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Wölfe im Liebesrausch

wolfVon Januar bis März ist Paarungszeit bei den Wölfen. Bis zu 80 Kilometer legen die Tiere in einer Nacht zurück auf der Suche nach einem geeigneten Partner.

Bei den Wölfen ist aktuell Fortpflanzungszeit. Deshalb ist auch in Schleswig-Holsteins Offenlandschaften und Wäldern mit einzelnen Großraubtieren zu rechnen. Die geschlechtsreifen Jungwölfe aus den Rudeln in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt entwickeln einen ausgeprägten Wandertrieb. Während weibliche Wölfe in der Nähe des Elternrudels nach einem Partner Ausschau halten, wandern männliche Wölfe großräumiger. Dabei dringen sie auch in bislang wolfsfreie Regionen vor und überqueren stark befahrene Straßen. In den vergangenen Jahren starben bei Verkehrsunfällen im Land Schleswig-Holstein 5 Wölfe. Seit 2007 wurden in Schleswig-Holstein 29mal Wölfe nachgewiesen. Dabei handelt es sich ausschließlich um wandernde Einzeltiere. Ein Rudel mit Nachwuchs hat es hier noch nicht gegeben.


Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein „Gerade jetzt kann jederzeit ein Wolf überall in Schleswig-Holstein auftauchen. Obwohl die Tiere in der Regel die Nähe zum Menschen meiden, ist dennoch Vorsicht geboten und alles zu unterlassen, was die Tiere anlocken könnte. Bei direktem Wolfskontakt rate ich Spaziergängern, sich bemerkbar zu machen und nicht in Panik zu verfallen. Hunde sollten zu deren Sicherheit angeleint bleiben.“


Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein ruft alle Jägerinnen und Jäger auf, Hinweise auf den Wolf in ihren Revieren unverzüglich zu melden. Die hierfür eingerichtete Wolfshotline ist rund um die Uhr unter 0174-6330335 erreichbar. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein unterstützt gemeinsam mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume das Monitoring-Programm des Landes Schleswig-Holstein mit seinen speziell ausgebildeten Wolfsbetreuern. Die Wolfbetreuer sind über das ganze Land verteiltet. Sie sind Ansprechpartner vor Ort und wissen, wie Wolfshinweise den strengen Monitoring-Vorgaben entsprechend protokolliert werden. Auf diese Weise sollen möglichst viele belastbare Hinweise gesammelt werden, um zu einer wissenschaftlich relevanten Bestandsermittlung zu gelangen, um daraus Schlüsse für das Wolfsmanagement ziehen zu können.


"Mit Blick auf die rasant steigende Wolfspopulation in Deutschland und der wachsenden Probleme daraus, muss künftig diskutiert werden, wie viele Wölfe Deutschland ertragen kann und will. Eine unbegrenzte Ausbreitung ist realitätsfern und sorgt im ländlichen Raum für eine rapide sinkende Toleranz gegenüber dem Großraubtier. Es ist an der Zeit, die Probleme gemeinsam zu lösen.“, erklärt Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

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