Monthly Archives: Juli 2018

Hegering V – Jagdlicher Waldspaziergang durch das Kehrsener Moor

Die Jäger des Hegerings V der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg hatten am 08. Juli 2018 wieder einmal zu einem der beliebten jagdlichen Waldspaziergänge eingeladen, um interessierten Bürgern die heimische Tier- und Pflanzenwelt sowie das Thema Jagd näher zu bringen.

In diesem Jahr führte der Spaziergang durch das Kehrsener Moor. Um 11 Uhr morgens versammelten sich etwa 120 interessierte Teilnehmer am vereinbarte Treffpunkt und wurden von dem Obmann für Öffentlichkeitsarbeit herzlich willkommen geheißen, der die Teilnehmer zudem an das absolute Rauchverbot im Wald erinnerte und zusätzlich darum bat, sich bei diesem Waldspaziergang besonders ruhig und rücksichtsvoll zu verhalten. Auch die Jäger verzichteten aus Rücksicht auf das Wild auf das sonst übliche Jagdhornblasen. Nach den einleitenden Worten gab Jens Rebien als Vertreters des leider unpässlichen Revierinhabers einige interessante Erläuterungen zu dem Revier, seinen Wildarten und Besonderheiten. Sodann ging es bei bestem Sonnenwetter los. Die gut 2,5 km lange Strecke führte auf einem alten Torfstecherdamm durch das wunderschöne Moorgebiet mit seiner einzigartigen Natur. Sogar Rotwild kam zur Ansicht und die jeweils Verantwortlichen führten zu der jagdlichen und forstlichen Bewirtschaftung dieses Kleinods aus. Auf halber Strecke fanden die Teilnehmer Getränke zur Stärkung. Am Feldrand führte der Weg dann zu einem gemütlichen Sammelplatz, wo der Spaziergang schon traditionell bei Wildschweinbratwurst und Getränken fröhlich ausklang.

 

Ein besonderes Dankeschön gilt dem Revierinhaber Peter Kossmann sowie Jens Rebien für die Bereitstellung  ihres herrlichen Jagdreviers und die perfekten Vorbereitungen sowie wie wieder einmal Joachim von Bülow für die großzügige Spende der Wildgrillwürstchen.

Christoph von Bülow
Öffentlichkeitsobmann Hegering V

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„Auf der Jagd“ nach einem Kinoticket

„Auf der Jagd“ nach einem Kinoticket

Kreisjägerschaft präsentiert erfolgreich einen Kinofilm, der Natur und Jagd differenziert behandelt

Mölln. Mit einem solch gewaltigen Andrang hatten weder Kinochef Dr. Marc Fiebig noch der Möllner Jäger und Mitinitiator Falko Fließbach gerechnet: Mehr als 170 Jäger und jagdinteressierte Kinogäste waren am Dienstag deren Einladung ins Augustinum zur letzten Möllner Kinovorstellung vor der Sommerpause gefolgt. Stimmungsvoll eingeleitet von der Jagdhornbläsergruppe Nord um den Hollenbeker Jäger Uwe Asmuß wurde der aktuelle deutsche Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ gezeigt. Regisseurin Alice Agneskirchner geht darin den historischen, ethischen und wirtschaftlichen Fragen rund um die Jagd auf den Grund. Dabei zeichnet sie ein überraschend differenziertes Bild des Jägers zwischen der Sorge um Wild und Natur einerseits und andererseits dem Zwang zur Erfüllung teils abstrus hoher gesetzlicher Abschussquoten.
Nach dem Film stellten sich Fließbach und der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Bernd Karsten den Fragen der Zuschauer, wobei die Sorge um den Respekt vor der Natur das beherrschende Thema war. Zur zentralen Frage des Films „Wem gehört die Natur“ gab sich Fließbach zerknirscht: „Ich würde gern sagen, dass die Natur uns allen gehört – aber für viele Eigentümer ländlicher Flächen stehen am Ende leider die wirtschaftlichen Aspekte im Vordergrund, und da müssen auch wir Jäger uns irgendwie einordnen“. Zur Frage, ob die hiesige Jägerschaft sich zum Beispiel aufgrund der Wolfs-Diskussion häufiger Vorurteilen ausgesetzt sieht als früher, gibt sich Bernd Karsten selbstkritisch: „Das ist tatsächlich so – aber wir haben unsere im Grunde sehr differenzierten Positionen zuletzt auch nicht gut verkauft“. Karsten bot daher allen Interessierten an, sich selbst ein Bild von der Jagd im Kreis zu machen, zum Beispiel beim begleiteten Ansitzen und weiteren Info-Veranstaltungen der Kreisjägerschaft
Die Kreisjägerschaft freut sich aber noch über weitere positive Resonanz. Auch in Schwarzenbek war der Film zu sehen und stieß auf großes Interesse. Für die musikalische Abrundung hatte hier die Bläsergruppe Süd gesorgt


Die Jagdhornbläsergruppe Nord stimmt das Publikum auf den Film ein. Foto: Kino Mölln


Der KJS-Vorsitzende Bernd Karsten, Kinomacher Marc Fiebig und der Möllner Jäger Falko Fließbach bei der Fragerunde nach dem Film. Foto: Marie Fließbach

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Ausgezeichnete „Uhlenkieker“!

Landesjagdverband würdigt Jugendarbeits-Projekt der Möllner Werkstätten des Lebenshilfewerk Kreis Herzogtum Lauenburg gGmbH

Mölln. Seit Jahren engagieren sich die „Uhlenkieker“ unermüdlich, um gehandicapten Menschen die Natur näher zu bringen – nun wurde diese Arbeit von „höherer Stelle“ gewürdigt. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein zeichnete die „Uhlenkieker“ mit dem Hubertuscup 2018 aus, dem Preis für die beste Jugendarbeit. Im Beisein von Ministerpräsident Daniel Günther wurde die Trophäe an Gruppenleiter Roger Stein übergeben.
Roger Stein ist Pädagoge und arbeitet in dieser Funktion in der Tischlerei der Möllner Werkstätten, in denen unter anderem der Bau von Nisthilfen Tradition hat. In seiner Freizeit engagiert er sich als Ausbilder für Jungjäger in der Kreisjägerschaft Herzogtum-Lauenburg – eine ideale Kombination!
Die Anfrage  eines Unternehmens nach dem Bau von Fledermauskästen für eine Ausgleichsmaßnahme bildete im Jahr 2012 den Anlass für die Werkstätten, die Arbeitsgruppe „Uhlenkieker“ einzurichten.   Später kamen Artenschutz-Aufgaben im Hegelehrrevier „Rehkuhle“ hinzu, ein Projekt, welches von der KJS zusammen mit der Stadtforst Mölln 2015 zur Fortbildung der Jungjäger ins Leben gerufen wurde und seitdem betrieben wird.
So können sich die „Uhlenkieker“ über Langeweile nicht beklagen. Fünf behinderte Menschen erledigen unter Steins Regie einen tollen Job. Sie bauen Bruthilfen und Nisthöhlen in den Werkstätten, bringen sie  ins Revier und betreuen und kontrollieren sie im Wochen-Rhythmus: Bei Bedarf werden sie gereinigt und repariert.  Mehr noch: Die „Uhlenkieker“ sind auch dabei, Wildkamera-Aufnahmen auszuwerten, um so das Monitoring des Landes zu unterstützen. Das hat gleich zwei hervorragende Effekte; Die Gruppenmitglieder leisten nicht nur wertvolle Naturschutzarbeit, auf die sie stolz sein können, sondern lernen auch die Natur in ihren Zusammenhängen Stück für Stück besser kennen.
Aber damit immer noch nicht genug: Mittlerweile entstand auch eine Partnerschaft zu einer Schule in Nusse. Schüler und „Uhlenkieker“ arbeiten zusammen, indem sie gemeinsam Nisthilfen und „Insektenhotels“ bauen, sowohl in den Werkstätten als auch in der Schule. Gemeinsam geht es auf Exkursion in die „Rehkuhle“, wo die Menschen mit Behinderungen unter fachlicher Anleitung durch Roger Stein den Schülerinnen und Schülern den  Wald und seine Besonderheiten näher bringen. Hierdurch wird sogar noch ein weiterer Pluspunkt gesetzt, denn behinderte und nicht-behinderte Menschen, lernen sich kennen und teilen gemeinsame Erlebnisse.
Auf Vorschlag von Sebastian Seeliger aus der Kreisjägerschaft wurde dieses Projekt in die Bewerbungsrunde um den „Hubertuscup“ eingebracht – und so wurde es von der Jury herausragend gewürdigt.  Durch die Auszeichnung auf Landesebene strahlen die „Uhlenkieker“-Aktivitäten nun weit über die Region hinaus.
Die Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Andreas-Peter Ehlers und Bernd Karsten sind dementsprechend begeistert und gratulieren den „Uhlenkieker“-Akteuren: „Wir sind alle mächtig stolz auf die Uhlenkieker, Roger Stein und alle anderen Beteiligten! Wir bedanken uns für ihre herausragenden Leistungen und werden die Gruppe unterstützen, wo wir können! Wir hoffen, dass die Auszeichnung Ansporn vielleicht auch für andere ist, solche wichtigen Aktivitäten anzupacken.“


Großer Moment für die „Uhlenkieker“: Preisverleihung des „Hubertuscup“-. Foto: : Marcus Börner/ LJV SH

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Fix was los auf dem Jäger-Flohmarkt in Müssen

Fix was los auf dem Jäger-Flohmarkt

Kunst und Jagd mit Hund – eine spannende Verbindung

Müssen. Gut besucht war einmal mehr der traditionelle Jäger-Flohmarkt in Müssen – die Gäste freuten sich über ein ganz besonderes Rahmenprogramm. Denn es wurde nicht nur an den Ständen der Flohmarktanbieter mit Freude gefeilscht und gekauft und manches Kleinod oder Kleidungsstück wechselte den Besitzer, sondern auch Künstler waren vertreten, deren Werke ins jagdliche Ambiente passten.
So hatte Alexis Haeselich aus Müssen, ein Kunsthandwerker der in Holz arbeitet, unter anderem Füchse, Igel, Wildschweine mitgebracht. Die etablierte Künstlerin Heike Landherr hingegen arbeitet nur in Bronze. Sie stellte Pferde, Hunde, Hirsche – zum Teil sogar in Lebensgröße! – aus. Ekaterina Klick aus Ratzeburg, malt wunderschöne Hunde in Öl und Mechthild Hempel aus Behlendorf steht ihr mit Naturbildern und Hundeportraits in nichts nach. Besonders schön fürs Publikum: Gern nahmen alle Künstler auch Arbeitsaufträge entgegen
Selbstverständlich kamen auch die Vierbeiner ganz groß heraus: Als Vertreter der Jagdhunde wurden die Teckel vom Deutschen Teckelklub, Gruppe Bad Oldesloe vorgestellt. Die Hundebesitzer zeigten den zahlreichen Gästen, dass auch ein Teckel sehr gut erzogen sein kann. Mensch und Hund hatten viel Spaß, als auch Teile der jagdlichen Arbeit gezeigt wurden. Der Verein Deutsch-Drahthaar, Gruppe Hamburg, informierte über die Rasse und veranstaltete eine Zuchtschau. Diese war für die Hunde sehr wichtig, denn ohne eine Bewertung gibt es für die Hunde keine Zuchtzulassung. Die Belohnungen für die Hunde wurden vom Futterhaus Schwarzenbek, Vertriebspatner S. Pramann Hubertusgold, Krüzen, vom Raiffeisenmarkt Müssen und Artschi’s Futterscheune, Schmilau spendiert. .

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine kombinierte Bläsergruppe aus allen drei Bläsergruppen der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg mit einem umfangreichen Programm aus Jagdsignalen und Jägermärschen. Der Hegering 8 war wieder mit seinem Schießstand präsent. Und verhungern und verdursten musste auch niemand: Es gab Wild-Spezialitäten, Kuchen und viel, viel mehr. Fazit: Im nächsten Jahr trifft man sich wieder.
Bildunterschriften:


Vorführung absolviert – dafür gab es für diesen kleinen Kerl erst mal eine Belohnung.


Stimmungsvoll: die Jagdhornbläsergruppe im Einsatz.


Wild Tiere in Holz: die Werke von Alexis Haeselich fanden große Aufmerksamkeit.

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