Monthly Archives: November 2019

St. Marien fest in Jagdbläser-Hand

Die 12. Landeshubertusmesse lockte etwa 1000 Zuhörer in das Gotteshaus.

Die 12. Landeshubertusmesse lockte etwa 1000 Zuhörer in das Gotteshaus. Von Rüdiger Jacob

Innenstadt. Was für ein stimmungsvoller Gottesdienst: Bei der 12. Landeshubertusmesse des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein – dem Erntedankfest der Jäger – hatten die Jagdhörner am Sonnabend in der Marienkirche das Sagen. Etwa 1000 Besucher kamen in den Genuss einer ganz besonderen Messe.

Schon die Uniformen der 80 Bläser, das „Tenue“ genannte Outfit ließ einen außergewöhnlichen Anlass erahnen. „Alle Geschöpfe göttlichen Ursprungs gilt es zu hegen und zu pflegen“, sagte Marienpastor Robert Pfeifer. „Diese Achtung vor den Geschöpfen zählt zu den Verhaltensregeln der Jägerschaft“, so der Geistliche, der die Bläser und Jäger begrüßte, und zum Gebet der Jäger lud. Die musikalische Leitung der Messe hatte Michael Mull, die Bläser und die Gemeinde begleitete Marienorganist Johannes Unger. Zuvor gab es Kostproben der Jagdmusik der Bläsergruppe Herzogtum Lauenburg Nord hören. „Jagd ist Achtung vor der Schöpfung. Jagd dient heute nicht alleine dem Selbstzweck, sondern ist ein Dienst an der Natur mit weitreichender Verantwortung, wie dem Erhalt eines gesunden artenreichen Wildbestandes, sowie deren Lebensräume, Prävention von Wildseuchen und vielem mehr“, erklärt Landesbläser-Obfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn, die am Sonnabend auch in traditioneller Kluft erschien. Auch die Musik gehöre dazu: „Der Hörnerklang ist ein wichtiger Teil der Jagd und im jagdlichen Brauchtum fest verankert. Die Musikstücke der Hubertusmesse sind Ton und Melodie gewordenen Empfindung für die Schönheit der Natur, der Freude an der Jagd und der Dankbarkeit für die Schöpfung“, so die Bläserin.

Die Gestaltung der Messe ist außergewöhnlich. Die musikalischen Elemente werden vorrangig von Parforcejagdhörnern getragen, die früher als Signalinstrumente, vor der Jagdgesellschaft her reitend, geblasen wurden. Die Messteile entstammen der französischen „Grand Messe de St. Hubert“. Seit 1997 gibt es in Schleswig-Holstein als einzigem Bundesland die überregional bekannte Landeshubertusmesse. Inzwischen hat sie in anderen Bundesländern und im Ausland viele Freunde gefunden, die sich entweder als aktive Bläserinnen und Bläser oder als Zuhörerinnen und Zuhörer an ihr beteiligen. Alle zwei Jahre wechselt die Messe in eine andere Kreisjägerschaft – jetzt zum zweiten Mal in Lübeck.

„Halali“ und „Horidoo“ – die Begriffe sind schnell erklärt: Das sind schlicht Worte aus der Jägersprache. So wird sich bei der Jagd begrüßt, oder werden die Jagdhunde angefeuert. Aber auch Hörner werden geblasen, wenn Wild geschossen wird. Es sind Jagdsignale, mit denen sich die Jäger verständigen.

Die Technik, mit dem Jagdhorn Nachrichten zu übertragen, erfreute sich schon im 17. und 18. Jahrhundert großer Beliebtheit bei den Jägern. Auch heute noch werden die Hörner eingesetzt, um sich über weite Instanzen zu verständigen. Michael Mull ist kein Jäger, aber er kennt sich aus mit der Jägersprache. Und beherrscht das Jagdhorn: „Ins Horn wird zu Beginn einer Jagd geblasen, oder dann, wenn etwa ein Schwarzwild erlegt wurde. Aus hoher Achtung“, wie Mull sagt.

Von Wald und Flur zurück in die Kirche: In St. Marien war es der fast raue Klang der Hörner, der durch die Kirchenorgel zu einem wahren Raum- und Klangerlebnis wurde. Das Wechselspiel von Wort und Klang versetzte viele Zuhörer in Erstaunen und hinterließ bei vielen einen sichtlich tiefen, nachhaltigen Eindruck.

Lübecker Nachrichten, 17.11.2019 von Rüdiger Jacob

 

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Erster Nachweis der ASP bei einem Wildschwein in Westpolen

Aufgrund des aktuellen Nachweises der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein, das bei einem Verkehrsunfall in der polnischen Woiwodschaft Lebus (Kreis Wschowski), 80 km von der deutschen Grenze getötet wurde, weist das MELUND auf die Bedeutung des Monitorings von Fallwild und Unfallwild hin. Zudem wird auf die Gefahr der Einschleppung durch Jagdreisen aufmerksam gemacht.

Jäger werden dringend gebeten, jedes tot aufgefundene Wildschwein zu beproben und dem zuständigen Veterinäramt zu melden. In das Monitoring soll echtes Fallwild und Unfallwild gleichermaßen einbezogen werden. Die Ausgabe von Material zur Probennahme und die Weiterleitung der Proben an das Landeslabor erfolgt durch das zuständige Veterinäramt.

Zudem wird von Jagdreisen in die betroffene Gegend und andere ASP-Gebiete dringend abgeraten. Werden dennoch Reisen durchgeführt, so sollten Jagdreisende sich besonders vorsichtig und verantwortungsvoll verhalten. Das Mitbringen von Jagdtrophäen und Schwarzwildprodukten (insbesondere Wurst-/Fleischwaren) von solchen Reisen ist in jedem Fall zu unterlassen. Bei der Jagd genutzte Fahrzeuge, Geräte und Gegenstände sollten entsprechend gereinigt und desinfiziert werden.

Bitte beachten Sie diese Hinweise und helfen Sie damit, unsere Schwarzwild- und Hausschweinbestände zu schützen.

Quelle (MELUND)
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Wolf GW924m in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen

Datum 18.11.2019

KIEL. Der Wolf GW924m, der innerhalb eines festgelegten Entnahmegebietes in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg im Rahmen einer Allgemeinverfügung von registrierten Jagdausübungsberichtigten geschossen werden darf, hält sich derzeit sehr wahrscheinlich nicht mehr im Entnahmegebiet auf. Eine DNA-Probe hat am 15. November bestätigt, dass GW924m am 26. Oktober bei Grambow/Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern Nutztiere gerissen hat. Bereits am 21. Oktober konnte GW924m mittels DNA-Probe nach Nutztierrissen in Schwochel/Ostholstein nachgewiesen werden.

„GW924m hat den Bereich Südwestholstein offenbar verlassen und ist nach Osten weitergezogen“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Wir stehen in engem Austausch mit den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern und werden seine weiteren Bewegungen so genau wie möglich nachverfolgen.“ Das spezielle Verhalten von GW924m, der immer wieder auch Herdenschutzzäune überwindet, sei eine große Herausforderung für die Nutztierhalterinnen und -halter sowie für das Wolfsmanagement.

Die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m ist bis 31.12.2019 befristet und bleibt vorerst in Kraft. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Albrecht: „In der Vergangenheit hat der Wolf immer wieder einmal das Entnahmegebiet verlassen und ist nach einiger Zeit zurückgekehrt. Ob dies auch in diesem Fall eintreten wird oder der Wolf das Gebiet ganz verlässt, kann gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden.“

Die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt – Veröffentlichung im nächsten Amtsblatt am 2. Dezember – außer Kraft gesetzt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt sie formal gültig. Die Jagdausübungsberechtigten werden jedoch darauf hingewiesen, dass sich der Wolf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit derzeit nicht im Entnahmegebiet aufhält  und sie ab sofort die Bemühungen zur Entnahmen von GW924m einstellen sollten.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede, Joschka Touré, Julia Marre | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

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Hubertus-Cup 2020

Ausschreibung Wettbewerb um die beste Jugendarbeit im LJV SH

„In unserer Jugend liegt die Zukunft des Verbandes, darum wollen wir mehr darüber erfahren, was in unseren Revieren an ehrenamtlicher Jugendarbeit
geleistet wird. Es gibt unzählige Aktivitäten im ganzen Land und um dieses wertvolle Engagement unserer Jägerschaft zu ehren, rufen wir den Hubertus-Cup aus“, so Jörg Sticken, Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbands.

Bewerben können sich:

Reviere · Hegeringe · Kreisjägerschaften · Einzelne Jäger/innen, die Workshops, Camps, Freizeiten, Fahrten oder andere Aktionen für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Naturschutz und Jagd anbieten. Die Bewerbung ist als formloses Schreiben zu verfassen und mit: Aktionsbeschreibung, Anzahl der erreichten Kinder in welcher Altersgruppe, Angaben zur Häufigkeit der Veranstaltung (jährlich, monatlich, einmalig), Fotos (nur für die Jury, nicht für die Veröffentlichung) zu belegen.

Einsendeschluss ist der 17. Januar 2020

Eine Jury wird die Gewinner ermitteln, die am Samstag, den 4. April 2020, auf dem Landesjägertag in Neumünster geehrt werden. Es warten 650,- Euro Preisgeld auf die ersten drei Gewinner.

Bewerbungen an:
LJV SH,
Böhnhusener Weg 6,
24220 Flintbek
oder per Mail: info@ljv-sh.de

Ausschreibung Hubertus-Cup

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70 Jahre LJV + Landesjägerball in Schleswig-Holstein 2020

Anlässlich seines im kommenden Jahr stattfindenden 70. Geburtstages feiert der Landesjagdverband Schleswig-Holstein ein großes Fest. „So ein Jubiläum muss gefeiert werden“, sagt der Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, Wolfgang Heins. Unter der Überschrift „Landesjägerball 2020“ sind nicht nur die Mitglieder des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein dazu eingeladen ihr Tanzbein zu schwingen. Die Veranstaltung findet im Maritim-Hotel Travemünde, also direkt an der Ostsee, statt. Während im großen Saal die bekannte Band „Tin Lizzy“ ihre Stücke zum Besten gibt, wird in einem weiteren Saal ein DJ für Stimmung sorgen. „Uns ist es wichtig, dass dieser Jubiläumsball ein Fest für Jung und Alt ist“, so Wolfgang Heins.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit Hörnerklängen – standesgemäß in der Kurmuschel im Brüggmannsgarten Travemünde. Von dort aus sind es nur wenige Gehminuten zum Maritim.

Neben einem netten Rahmenprogramm ist auch für das leibliche Wohl gesorgt: Der Küchenchef des Maritim-Hotels Travemünde plant ein ansprechendes Wild-Buffet, selbstverständlich kommt das dort verarbeitete Wild ausschließlich aus heimischen Revieren.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat sich anlässlich des Landesjägerballs noch eine kleine Besonderheit ausgedacht: Jede verkaufte Eintrittskarte ist nummeriert. Somit kann jeder Ball-Gast an einer Verlosung teilnehmen. Die Gewinner werden im Laufe des Abends ermittelt und noch auf der Veranstaltung bekannt gegeben. Außerdem wird für jede verkaufte Karte ein Baum im Hege-Lehrrevier-Grönwohld gepflanzt.

Der Landesjägerball Schleswig-Holstein findet am Sonnabend, 27. Juni 2020 im Maritim-Hotel Travemünde statt. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Das Eröffnungskonzert findet um 17.30 Uhr im Brüggmannsgarten Travemünde statt.

Ein Sitzplatz für den Landesjägerball Schleswig-Holstein kostet im Vorverkauf 40,00 Euro, ein Stehplatz 30,00 Euro. Die Teilnahme am Jägerbuffet kostet 35,00 Euro pro Person.

Wer sein Wochenende in Travemünde verbringen möchte, kann dieses natürlich auch tun. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat für Übernachtungen an dem Landesjägerball-Wochenende Sonderkonditionen mit den Hotels Maritim Travemünde und Aja Travemünde, ausgehandelt.

Online-Buchung: TICKETS

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Erbschaften

Sie wollen (Pirsch-)Zeichen setzen, Fährten und Spuren hinterlassen über Ihr Leben hinaus? Dann unterstützen Sie den Deutschen Jagdverband und seine Landesjagdverbände bei ihrem Einsatz für Wild, Jagd und Natur. Mit Ihrem Testament, einem Nachlass oder Vermächtnis bestimmen Sie selbst, was mit Ihrem Vermögen geschieht. Die Informationsmappe „Erbschaften“ gibt einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen und zeigt Beispiele für das Engagement der Landesjagdverbände und des DJV.

Die Informationsmappe „Erbschaften“ des Deutschen Jagdverbandes (DJV) enthält den Erbrechtsleitfaden „Nach dem letzten Halali“ sowie die Broschüre „Ihr Beitrag für Wild, Jagd und Natur“.

Im Erbrechtsleitfaden „Nach dem letzten Halali“ für Jäger und Naturfreunde werden fachkundig und verständlich erbrechtliche Fragen für Jäger und ihre Familien erörtert. Eigene Kapitel sind den Jagdwaffen und der Situation bei Pachtverträgen im Todesfall gewidmet. Zusätzlich enthält der Erbrechtsratgeber verschiedene Mustertexte.

Die Informationsmappe enthält zudem die etwa 30 Seiten starke Broschüre „Ihr Beitrag für Wild, Jagd und Natur“ mit verschiedenen Projekten des DJV und der 15 Landesjagdverbände. Sie soll Jägern und Naturfreunden Möglichkeiten aufzeigen, durch Schenkungen und Vermächtnisse konkrete Einzelprojekte der deutschen Jagdverbände zu unterstützen.

Die Projekte jagdlichen Engagements sind vielfältig: etwa die neu gegründete Norddeutsche Wildtierrettung e. V., die Naturlandgesellschaft der Baden-Württemberger, das brandenburgische Schreiadlerprojekt, ProNatur Schleswig-Holstein oder die Stiftung Lebensraum Thüringen.

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Naturschutztag Schleswig-Holstein 2019

Unter dem Motto „Zukunft trotz Klimawandel“ fand am 24. Oktober 2019 der Naturschutztag Schleswig-Holstein in Neumünster statt. Referentinnen und Referenten aus sozioökonomischer, ökologischer und politischer Sicht beleuchteten die aktuellen Anstrengungen im Kampf um den Klimaschutz.

Während Dietrich Habbe die Veranstaltung mit einer Serie aus Naturfotografien eröffnete, forderte Jessica Strefler (Institut für Klimaforschung, Potsdam) vor dem klimatologischen Hintergrund einen sofortigen CO2-Stopp. Gleichzeitig unterstrich der Minister Jan Philipp Albrecht die Notwendigkeit, die Effizienz erneuerbarer Energien zu fördern.

Obwohl die Salzwiesen, laut Dr. Peter Müller (Aquatische Biologie, Universität Århus) gegenüber dem Klimawandel relativ stabil zu sein scheinen, verdeutlichten die Ergebnisse von Dr. Ommo Hüppop (Vogelwarte Helgoland), dass sich nicht nur die Brutareale diverser Vogelarten nach Norden verlagerten, sondern auch der „mismatch“ zwischen Bruterfolg und Nahrungsangebot besonders für Langstreckenzieher kritisch sei.

Dass Stickstoffüberschüsse in der Landwirtschaft ein großes Problem darstellen, ist bekannt. Aber was die Landwirtschaft dahingehend leisten kann, stellte Prof. Dr. Friedhelm Taube (Grünland und Ackerbau, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) vor. Ein Einhalten der Schutzziele in Deutschland sei langfristig nur möglich, wenn eine Diversifizierung in der Agrarwirtschaft sowie ein Umdenken hin zu „regional statt global“ stattfinde.

Von Ökonomen schon in diesem Zusammenhang lange gefordert, sei eine CO2-Steuer auch in der Landwirtschaft, so Prof. Dr. Dr. Ulrich Schmidt (Institut für Weltwirtschaft). Dieses System habe sich bereits seit 19 Jahren in Schweden bewiesen und sei auch eine effiziente und effektive Lösung für Deutschland.

Auch auf Ebene der Naturschutzverbände wurde ein Wandel in den Schutzforderungen deutlich. Michael Schäfer (Klimachef, WWF Berlin) forderte eine einheitliche Handhabung in der Klimaschutzpolitik sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien.

So sei die Frage nicht „Rotmilan oder Eisbär?“, sondern vielmehr die Aussage Populationsschutz statt Individuenschutz. Hierbei seien neben der Energiewende insbesondere der Ausbau von Wildtierkorridoren, die Wiederansiedlung seltener und heimsicher Wildtierarten sowie die Verankerung im Gedächtnis der Bevölkerung von großer Bedeutung.

Zusammenfassend bot der Naturschutztag eine optimale Plattform für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um die „Zukunft trotz Klimawandel“ voranzutreiben.

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Barsbeker See – Wiesenvogelschutz statt Binsenzucht

Etwa ein Jahr nach den Mulcharbeiten am Barsbeker See fand am 30. Oktober die erste offizielle Begehung statt. Zusammen mit der unteren Naturschutzbehörde, der Stiftung Naturschutz, dem Deich- und Entwässerungsverband, dem LJV und den Betreuern Gerhard Sieck und Manfred Kamp kontrollierten die Beteiligten neben dem Barsbeker See mit seinen Schilf- und Röhrichtbeständen und den Orchideenwiesen ebenfalls die extensiv beweideten Flächen der Stiftung Naturschutz.

In den letzten Jahren hatten sich die Binsenbestände auf den Stiftungsflächen so stark ausgebreitet, dass an einen Rast- oder Brutplatz für Wiesenvögel kaum noch zu denken war. Aus diesem Grund wurden bestimmte Abschnitte dieser Flächen gemulcht.

Obwohl diese Maßnahme zum ersten Mal probeweise durchgeführt wurde, waren bereits deutliche Unterschiede zu erkennen. Die Binsengewächse waren deutlich kleiner, kümmerlicher und lichter im Bestand. Aufgrund dieser positiven Entwicklung ist eine Fortführung der Mulcharbeiten im kommenden Jahr geplant. Unter Berücksichtigung der Eigendynamik soll zukünftig der ursprüngliche Zustand einer häufig überfluteten Landschaft wiederhergestellt werden.

Eine nächste Begutachtung der Flächen ist im kommenden Frühjahr mit allen Beteiligten geplant.

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