Monthly Archives: Juni 2020

Helfen & unterstützen: Artenschutzprojekt Wiesenweihe

Wiesenweihen sind Bodenbrüter (Foto LJV SH)

In Schleswig-Holstein brüten jährlich knapp vierzig Paare der Wiesenweihe, ein wichtiger Anteil des deutschen Brutbestands dieses seltenen Greifvogels. Das Wildtierkataster stellt seit mehr als zwanzig Jahren den Schutz und die Erfassung der Wiesenweihe in Schleswig-Holstein sicher.

Aktuell können Sie das Projekt unterstützen. Hierfür können Sie unter folgendem Link Ihre Stimme abgeben: Canada Life Spendenaktion 2020

Das Artenschutzprojekt Wiesenweihe soll zum einen dazu beitragen, den Erhaltungszustand der Wiesenweihe und anderer Weihenarten in Schleswig-Holstein wenigstens auf dem derzeitigen Stand zu halten. Dies wird durch die Minimierung landwirtschaftlicher Verluste erreicht und trägt dazu bei, den Reproduktionserfolg langfristig zu sichern. Aufgrund der Bruthabitatnutzung der Wiesenweihe ist die Art auch langfristig abhängig von menschlichen Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus können die erhobenen Daten als Indikatoren für die Beurteilung des Erhaltungszustands der Art herangezogen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie HIER

 

Der Beitrag Helfen & unterstützen: Artenschutzprojekt Wiesenweihe erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Allgemein, artenschutz, greifvogel, Landesjagdverband, Naturschutz, weihe, wiesenweihe, Wildtier-Kataster | Kommentare deaktiviert für Helfen & unterstützen: Artenschutzprojekt Wiesenweihe

Orchideenblüte im Naturschutzgebiet Barsbeker See

Das Naturschutzgebiet (NSG) Barsbeker See und Umgebung liegt direkt an der Ostseeküste im Kreis Plön. Als bedeutender Standort für heimische Orchideen freuen sich die Betreuer des Naturschutzgebietes auch in diesem Jahr wieder über die erfreuliche Blüte des Fleischfarbenen und des Breitblättrigen Knabenkrauts. Mit über 10.000 Exemplaren beherbergt das Schutzgebiet das größte bekannte Vorkommen in Schleswig-Holstein. Während einer spontanen Exkursion konnten die Schutzgebietsbetreuer sowohl Einheimischen als auch Naturinteressierten aus dem Schwabenland Wissenswertes über die Tierwelt, Botanik und die Bedeutung dieses Ökosystems vermitteln.

Alle Informationen zu den Naturschutzgebieten finden Sie HIER

Der Beitrag Orchideenblüte im Naturschutzgebiet Barsbeker See erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Barsbek, Landesjagdverband, Naturschutz, Naturschutzgebiet, See | Kommentare deaktiviert für Orchideenblüte im Naturschutzgebiet Barsbeker See

Jagdhorn: Aktuelle Informationen

Das Jagdhornblasen ist ein wesentlicher Bestandteil des Jagdlichen Brauchtums. Hier finden Sie aktuelle Informationen der Landesobfrau für das Jagdhornblasen:

Aktuelle Informationen

Der Beitrag Jagdhorn: Aktuelle Informationen erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Jagdhornblasen, Landesjagdverband | Kommentare deaktiviert für Jagdhorn: Aktuelle Informationen

Treffsicher trotz Corona

Das jagdliche Schießen auf den Schießständen dient der Übung und Förderung in der Fertigkeit beim Umgang mit den Jagdwaffen, die bei der Jagdausübung geführt werden. Es umfasst das Ausbildungs-, Übungs-, Leistungs- und Vergleichsschießen. Wenn wir unser Wild bejagen, haben wir die Pflicht, es mit einem guten, sauberen Schuss waidgerecht zu erlegen. Daher gehört das Üben mit der Büchse und der Flinte auf den Schießstand und nicht ins Revier! Vizepräsident Andreas-Peter Ehlers ist im Präsidium zuständig für das Schießwesen und wendet sich an alle schleswig-holsteinischen Jägerinnen und Jäger:

„Die derzeitige Situation im Rahmen der Corona-Pandemie schlägt sich auf alle Belange des öffentlichen Lebens nieder. Die Jagd bildet hier keine Ausnahme, wenngleich schon zu Beginn der Krise die Verbände frühzeitig auf die Bedeutung der Jagd mit all ihren Facetten hinwiesen. Und das auch erfolgreich, sodass auf Länder- und Bundesebene der relevante Beitrag der Jägerschaft mit dem Hinweis der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung der Jägerinnen und Jäger gewürdigt wurde. Unter den Corona bedingten Schließungen litt auch der Betrieb auf den Schießständen. Inzwischen sind die Schießstände in Schleswig-Holstein jedoch wieder geöffnet und warten auf ihr Kommen! Besuchen sie die schleswig-holsteinischen Schießstände und nutzen sie das kontaktarme Jagdliche Schießen, um ihre Fähigkeiten zu verbessern oder einfach um sich in freundlicher Atmosphäre mit Gleichgesinnten zu treffen. Beispielsweise geht am Sonnabend, den 1. August die Rabenkrähe auf. Nutzen Sie doch einmal die Gelegenheit, um sich auf dieses spannende jagdliche Ereignis vorzubereiten. Diese Jagdart ist eine der spannendsten überhaupt! Auch das Niederwild wird es ihnen danken! Haben sie schon einmal an das Ablegen eines Schießfertigkeitsnachweises gedacht? Auch der Herbst naht schneller als wir denken und somit beginnt bald wieder die Zeit der Gesellschaftsjagden. Das Ein- und Probeschießen von Jagdwaffen gehört zudem auf den Schießstand und nicht in das Jagdrevier. Nicht zuletzt müssen wir Jägerinnen und Jäger den weidgerechten Schuss immer wieder üben und sind schlussendlich selbst für den Erhalt unserer Schießstätten verantwortlich. Also nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Flinte, Büchse oder die verlässliche Kombinierte und freuen Sie sich auf die ausgezeichneten Möglichkeiten, die wir in unserem Land haben! Wir sehen uns!“

Andreas-Peter Ehlers, Vizepräsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Eine Übersicht der Schießstände in Schleswig-Holstein gibt es unter:

Schießstände ansehen

Erfahren Sie mehr über das jagdliche Schießen im Video:

Der Beitrag Treffsicher trotz Corona erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Jagdliches Schießen, Landesjagdverband | Kommentare deaktiviert für Treffsicher trotz Corona

Anerkannte Nachsuchegespanne aktualisiert

Der Landesjagdverband hat die Liste der anerkannten Nachsuchegespanne in Schleswig-Holstein aktualisiert. Gem. § 23 Abs. 3, 36 Abs. 3 Landesjagdgesetz i. V. m. dem öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 14. September 2001 hat der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. nachfolgend aufgeführte Hunde als anerkannte Fährtenhunde für die Dauer von vier Jahren bestätigt.

Liste: Anerkannte Nachsuchegespanne in Schleswig-Holstein

Der Beitrag Anerkannte Nachsuchegespanne aktualisiert erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Hundeführer, Jagdhundewesen, Landesjagdverband, Nachsuche, Nachsuchegespanne, Schweißhund | Kommentare deaktiviert für Anerkannte Nachsuchegespanne aktualisiert

Forst-Jagd-Konflikt lösen

DJV veröffentlicht Broschüre: Ganzheitlicher Ansatz für Waldumbau ist notwendig. Immer größerer Jagddruck kann hingegen Wildschäden verursachen. Der Lebensraum von Wildtieren muss verbessert werden. Die Raumplanung bietet Ansätze, Ansprüche von Mensch und Tier in Einklang zu bringen.

Lösungsansätze im Forst-Jagd-Konflikt: Auf 40 Seiten gibt die Broschüre des Deutschen Jagdverbands (DJV) einen Überblick über Wildschäden, deren Prävention und Ansprüche von Paarhufern an den Wald. Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigt der DJV, warum eindimensionale Lösungsversuche zum Scheitern verurteilt sind: Ein zeitlich und räumlich gesehen immer größerer Jagddruck provoziert Wildschäden sogar und verschärft den Konflikt. Die Broschüre ist ein Appell, waldbauliche und jagdliche Maßnahmen im Zuge des notwendigen Waldumbaus intelligent zu kombinieren. Beispielsweise muss auf notwendigen Aufforstungsflächen stärker bejagt werden, um gepflanzte Bäume zu schützen. Gleichzeitig sind andernorts Wildruhezonen notwendig. In diesen muss eine Nutzung zumindest saisonal unterbleiben – auch für Erholungssuchende.

Lösungsansätze bietet die wildökologische Raumplanung: Sie bezieht auch Felder und Wiesen mit ein, wichtige Teile des Wildtierlebensraumes. Notwendig ist eine ganzheitliche Betrachtung des Habitats für einzelne Tierarten. Um deren Nutzungsansprüchen mit denen des Menschen in Einklang zu bringen, müssen alle Akteure des ländlichen Raums zusammenarbeiten.

Der DJV fordert dazu auf, bestehende staatliche Fördermaßnahmen im Waldbau zu überdenken. Statt schwerpunktmäßig den Holzertrag zu fördern, sollten Auf- und Ausbau eines vielfältigen Lebensraums künftig mehr im Fokus stehen. Wildschäden und Lebensraum für Wildtiere sollten im Wald neu beurteilt werden. Dabei dürfen nicht nur Verbissprozente von Gehölzpflanzen im Fokus stehen. Vielmehr muss bewertet werden, wie viele Bäume pro Flächeneinheit unverbissen dem Äser des Wildes entwachsen, damit vorher definierte waldbauliche Ziele erreicht werden können.

Die öffentliche Hand hat in Sachen Waldumbau laut DJV eine Vorbildfunktion: Bund, Länder und Kommunen müssen in ihren Wäldern zeigen, wie sich wissenschaftliche Erkenntnis in die Praxis umsetzen lassen. Der Rationalisierungs- und Kostendruck der Forstwirtschaft hat allerdings seit den 1990er Jahren zur Streichung von bundesweit 70 Prozent der Stellen in Forstbetrieben geführt.

DJV-Broschüre: Lösungsansätze im Forst-Jagd-Konflikt

DJV-Forderungspapier: Spannungsfeld Wald, Wild und Mensch

9. Juni 2020 (DJV) Berlin

Der Beitrag Forst-Jagd-Konflikt lösen erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Allgemein, Landesjagdverband | Kommentare deaktiviert für Forst-Jagd-Konflikt lösen

Erstes Heuler Quartett im Aufzuchtbereich

Die Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat begonnen und die ersten Heuler wurden in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 17. Mai wurde ein junger Seehund auf der Insel Amrum gefunden und der zuständige Seehundjäger gerufen. Bei dem Tier handelte es sich um eine erst ca. einen Tag alte Frühgeburt, die noch das lange weiße Embryonalfell trug. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den geschulten und erfahrenen Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufzucht- und Rehabilitationseinrichtung für Robben in Schleswig-Holstein.

Der Heuler brachte bei der Einlieferung 7,5 kg auf die Waage, war gesund und munter und wurde zunächst im Quarantänebereich versorgt. Zur Erinnerung und Dank an den im vergangenen Sommer verstorbenen Sylter Seehundjäger Claus Dethlefs, der sich zusammen mit seiner Familie sein Leben lang für die Seehunde eingesetzt hat, wurde der Lütte auf den Namen „Claus“ getauft. Er hat sich sehr gut entwickelt, wiegt nun 10 kg, hat einen großen Teil des Embryonalfells verloren und ist sehr aktiv. Anfang Juni konnte er zusammen mit Mieke, die am 18.05.2020 auf Pellworm gefunden wurde, in den Aufzuchtbereich umziehen. Heute folgen Britta und Miriam, die beide auf Eiderstedt gefunden wurden und die das Heuler Quartett vervollständigen. Im Aufzuchtbereich befindet sich außer ihnen noch ein Kegelrobbenjungtier aus dem Frühjahr, das demnächst ausgewildert werden kann. Weitere zehn Heuler werden in der Quarantäne versorgt.

Die Hauptgeburtenzeit der Seehunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig. In der freien Wildbahn sollte ein großer Abstand zu den Meeressäugern eingehalten werden, um Störungen zu vermeiden.

Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

1. Seehunde nicht anfassen.
2. Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
3. Seehundjäger, Seehundstation Friedrichskoog oder Polizei benachrichtigen.

Der vom Land Schleswig-Holstein bestellte, speziell geschulte Seehundjäger beurteilt die Situation vor Ort und entscheidet über die weitere Vorgehensweise. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Robben zu bergen.

Die Seehundstation ist seit dem 06.01.2020 für Aus- und Umbauarbeiten für Besucher geschlossen. Der Tierbereich und die Tierversorgung sind hiervon nicht beeinträchtigt und laufen unverändert weiter. Eine Teilwiedereröffnung ist im Verlauf des Sommers geplant.

Aufgrund der Corona Pandemie wurde auf den üblichen gemeinsamen Presse Termin verzichtet. Bildmaterial kann im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Heuler zur Verfügung gestellt werden. Eine Einzelterminvereinbarung zu den täglichen Fütterungszeiten um 11:00h und 15:30h ist ebenfalls möglich.

Der Beitrag Erstes Heuler Quartett im Aufzuchtbereich erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Allgemein, heuler, Landesjagdverband, seehund, seehundjäger, tierschutz | Kommentare deaktiviert für Erstes Heuler Quartett im Aufzuchtbereich

WILD-Portal bietet jetzt digitale Jagdstatistiken

Ab sofort bietet der Deutsche Jagdverband (DJV) digitale Jagdstatistiken von 1996/97 bis 2018/19 im WILD-Portal an. Auf der Internetseite www.wild-monitoring.de können Nutzer auf bundesweite Auswertungen aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) zugreifen. Aktuelle Jagdstatistiken und Trends für verschiedene Arten lassen sich in Form von Karten, Diagrammen und Tabellen darstellen. Die digitalen Daten orientieren sich am kürzlich veröffentlichten WILD-Jahresbericht 2018. Im Fokus stehen Schalenwildarten wie Reh-, Rot- und Schwarzwild sowie invasive Arten, wie Waschbär, Nutria und Nilgans.

Nutzer können die Ergebnisse über Filter individuell zusammenstellen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Grafiken herunterzuladen – beispielsweise für Präsentationen oder weiterführende Fragestellungen. Insgesamt lassen sich im Portal Informationen zu Vorkommen, Besatzdichte und -entwicklung sowie Jagdstatistik von 20 Tierarten recherchieren.

Der DJV stellt über das WILD-Portal seit 2019 WILD-Ergebnisse digital zur Verfügung. Die Daten werden analog zum jährlich erscheinenden WILD-Jahresbericht regelmäßig erweitert. Jäger, Behörden und Interessierte können mit wenigen Klicks Auswertungen nach Region, Besatzdichte oder Wildtierart filtern und ansehen. Der Wissensschatz der Jäger wird so allgemein zugänglich gemacht.

Quelle DJV

Der Beitrag WILD-Portal bietet jetzt digitale Jagdstatistiken erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Allgemein, Besatz, Bestand, der länder deutschlands, informationssystem, Landesjagdverband, Monitoring, Wild, Wildtier, Wildtier-Kataster | Kommentare deaktiviert für WILD-Portal bietet jetzt digitale Jagdstatistiken

Merk­blatt zu Nacht­sicht­vor- und Nacht­sichtauf­sät­zen

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat ein Merk­blatt zu Nacht­sicht­vor- und Nacht­sichtauf­sät­zen veröffentlicht. In dem Merkblatt werden die wichtigsten Punkt zum Einsatz von sogenannten Dual-Use-Geräten und Single-Use-Geräten erläutert. Das Merkblatt steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung:

Merk­blatt zu Nacht­sicht­vor- und Nacht­sichtauf­sät­zen

Der Beitrag Merk­blatt zu Nacht­sicht­vor- und Nacht­sichtauf­sät­zen erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Allgemein, aufsatzgerät, Landesjagdverband, nachticht, vorsatzgerät, waffenrecht | Kommentare deaktiviert für Merk­blatt zu Nacht­sicht­vor- und Nacht­sichtauf­sät­zen

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest

Situation bei Wild- und Hausschweinen:

Wildschweine: Im Mai 2020 ereigneten sich die meisten neuen ASP-Fälle in Ungarn und Polen (Tabelle). Unter den Fällen in Polen waren auch wieder zahlreiche im Westen des Landes, jedoch nicht näher an der deutsch-polnischen Grenze als frühere Funde. Russland und Südkorea meldeten weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen.

Hausschweine: Im Mai 2020 meldete Rumänien 29 Ausbrüche bei Hausschweinen. Mit Ausnahme von drei kommerziellen Be­trieben handelte es sich um Kleinhaltungen. In einer Haltung wurde ASP-Virus in gefrorenem Schweinefleisch nachgewiesen. Polen meldete im Mai keinen weiteren Ausbruch bei Hausschweinen. Aus der Ukraine wurde ein Ausbruch in einem Betrieb mit 150 Tieren gemeldet. Die Lage in Weißrussland ist mangels verfügbarer Daten nach wie vor schwer einzuschätzen. Die ASP hat nun auch Indien erreicht. Am 19. Mai 2020 wurden elf ASP-Ausbrüche aus den nordöstlichen Bun­desstaaten Assam und Arunachal Pradesh gemeldet. Diese grenzen an Myanmar bzw. auch an China, wo das ASP-Virus seit Monaten kursiert. In den elf betroffenen Betrieben mit insgesamt 11.000 Tieren war bereits seit Januar 2020 eine erhöhte Sterblichkeit beobachtet worden. Aus China, den Philippinen und Vietnam wurden im Berichtszeitraum weitere Ausbrüche gemeldet. In China wurden mittlerweile 1,2 Millionen Schweine getötet.

Kommentar:

Weltweit breitet sich die ASP weiter aus und überschreitet immer wieder neue Landesgrenzen. Mit Indien sind nun 13 Länder in Asien von ASP betroffen (China, Mongolei, Vietnam, Kambodscha, Südkorea, Nordkorea, Laos, Myanmar, Philippinen, Ost-Timor, Indonesien und Papua-Neuguinea). Als Ursache für die überregionale Verbreitung werden Fahrzeug- und Personenkontakte, die Verfütterung von Speiseabfällen und Tiertransporte vermutet. In der EU einschließlich der Ukraine und Moldawien hat sich die Anzahl der an ADNS gemeldeten ASP-Fälle bei Wildschweinen im Vergleich zu den Vormonaten in etwa halbiert. Allerdings ist die Anzahl Fälle, die nach Redaktionsschluss des Radar Bulletins im März und April gemeldet wurden, um mehrere Hundert Tiere gestiegen, so dass damit gerechnet werden muss, dass auch im Mai die Anzahl betroffener Wildschweine deutlich höher liegen wird. Im Berichtszeitraum meldeten auch Namibia und Südafrika weitere ASP-Ausbrüche. Im Radar Bulletin wird auf das ASP-Geschehen in Afrika üblicherweise nicht näher eingegangen, weil dort der ASP-Infektionszyklus grund­sätzlich anders ist und nicht unmittelbar mit dem aktuellen Geschehen in Europa und Asien zusammenhängt. Dennoch kursiert auch in Afrika das ASP-Virus.

Folgen für Deutschland:

Die kürzeste Distanz eines bestätigten Falles in Polen zur deutschen Staatsgrenze beträgt zwar nach wie vor etwa 10,5 km, dennoch ist die Gefahr einer ASP-Einschleppung nach Deutschland weiterhin hoch. Von zentraler Bedeutung ist daher vor allem die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und die Früherkennung. Das ASP-Virus ist extrem lange in der Umwelt haltbar, vor allem in Blut, Fleischprodukten und Kadavern. Schweine- oder Wildschweinefleisch aus betroffenen Gebieten dürfen nicht nach Deutschland mitgebracht wer­den. Jäger, Förster und Landwirte werden gebeten, aufgefundenes Fallwild an die zuständige Behörde zu mel­den, beispielsweise über die kostenfreie App tierfund-kataster.de. 

Quellen/Links: Friedrich-Loeffler-Institut, GOV.UK, KVG, FAO, OIE-Wahis, ProMED, ADNS, PAFF, EMPRES-i

Der Beitrag Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Afrikanische, Allgemein, ASP, Landesjagdverband, Schwarzwild, Schweinepest, Wildschwein | Kommentare deaktiviert für Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest

Jagd in Zeiten von Corona: Was Jäger aktuell wissen müssen

Die Jagdausübung in Schleswig-Holstein ist trotz Corona-Pandemie grundsätzlich weiterhin möglich und vorgesehen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. hat seinerseits diese Maßgaben mit Blick auf die Auswirkungen für die jagdliche Praxis überprüft. Für uns Jägerinnen und Jäger sind dabei folgende Grundsätze von besonderer Bedeutung:

Die Einhaltung der behördlichen Abschusspläne ist zu gewährleisten. Inländischen Jägern ist die Fahrt ins Revier uneingeschränkt möglich, ausländische Jäger dürfen nur nach Deutschland einreisen, wenn Sie Jagdpächter oder Eigenjagdbesitzer sind.

Erlaubt sind sämtliche Formen der Jagd, die Jagdhundeausbildung, Jungwildrettung und notwendige Revierarbeiten. Seit 18. Mai ist außerdem die Jungjägerausbildung wieder gestattet, sofern dafür ein Hygienekonzept erarbeitet wird und das Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten wird.

Bei allen Tätigkeiten sind die Vorgaben zu den Kontaktbeschränkungen und gegebenenfalls die Anforderungen an die Organisation von Veranstaltungen einzuhalten. Diese ergeben sich aus der Ersatzverkündung der Landesverordnung zur Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung vom 16.05.2020.

Dabei haben Jägerinnen und Jäger folgendes zu beachten:

  • Bei allen Handlungen ist der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren.
  • Gesellschaftsjagden sind Veranstaltungen im Sinne des § 5 der Corona-Bekämpfungsverordnung (Stand:18.05.2020) und mit bis zu 50 Teilnehmern zulässig. Sie unterliegen den besonderen Anforderungen an die Hygiene und erfordern die Erstellung eines Konzeptes nach § 4 Absatz 1 der Corona-Bekämpfungsverordnung.

Trotz der Lockerungen gilt das grundsätzliche Kontaktminimierungsgebot. Außerdem sind weiterhin keine Veranstaltungen erlaubt (Turniere, Wettkämpfe oder sonstige Events). Zudem gilt bei der Ausübung von Dienstleistungen das Kontaktverbot. Dies ist insbesondere relevant, wenn die Ausübung von Sport mit einer Dienstleistungstätigkeit verbunden ist, bei der der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann (z.B. bei körperlicher Hilfestellung).

Aufgrund dieser Lockerungen bitten wir darum, sich Ihrer Verantwortung bewusst zu sein, und alle Tätigkeiten im Rahmen der Jagdausübung unter Beachtung der Auflagen sorgsam wiederaufzunehmen.

Bitte beachten Sie mögliche weiterreichende örtliche Restriktionen!

Bitte halten Sie sich strikt an die Vorgaben von Bund, Land und Ihren örtlichen Gesundheitsbehörden. Im Zweifelsfall wählen Sie bitte immer die sichere Option! Gerade in Zeiten von Corona gilt der alte jagdliche Grundsatz: Sicherheit geht vor!

 

Der Beitrag Jagd in Zeiten von Corona: Was Jäger aktuell wissen müssen erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Posted in Allgemein, Landesjagdverband | Kommentare deaktiviert für Jagd in Zeiten von Corona: Was Jäger aktuell wissen müssen