Einladung zum Seminar: Lebensräume in der Agrarlandschaft

am Freitag, dem 24. Februar 2017 von 09:00 bis 17:00 Uhr im Schießsportzentrum Kasseedorf

Europaweit sind unsere Landschaften in weiten Teilen landwirtschaftlich geprägt. In Deutschland werden heute über 50% der Fläche landwirtschaftlich genutzt. Die Verantwortung für diese Flächen tragen in einem hohen Maße die Landwirte. Sie formen, gestalten und bewirtschaften Äcker, Weiden, Wiesen und somit auch unersetzliche Lebensräume zahlreicher heimischer Wildtier- und Pflanzenarten. Neben der Zerschneidung der Landschaft durch Verkehrswege und Siedlungen hat die intensive Landwirtschaft vielerorts dazu beigetragen, dass viele der für Agrarlandschaften typischen wild lebenden Tier- und Pflanzenarten selten geworden sind. Doch wie können wir helfen? Welche Maßnahmen sind geeignet und wer bezahlt sie?

Seminarprogramm:

09:00 Uhr Ankommen bei einem Becher Kaffee

09:30 Uhr Begrüßung, Vorstellungsrunde, Organisatorisches Bettina Watermann, BNUR

09:50 Uhr Einführung Christian Meissner, Marcus Börner

10:00 Uhr Artenvielfalt im Ackerbau – Die Praxis des Vertragsnaturschutzes aus Sicht eines Landwirts Otto Witt, Gothendorf

10:30 Uhr Erfahrungen aus den Artenschutzprogrammen zum Rebhuhn Dr. Ulrich Fehlberg, CoNatur Wildtiermanagement, Plön

11:00 Uhr Artenvielfalt im Ackerbau – Wildpflanzen zur Energiegewinnung nutzen Werner Kuhn, Netzwerk Lebensraum Feldflur, Güntersleben

11:30 Uhr Getränkepause

12:00 Uhr Lebensräume aus Jägerhand – praktische Beispiele Christopher von Dollen, Landesjagdverband SH e.V., Hegelehrrevier Grönwohld

12:30 Uhr Mittagspause

13:00 Uhr Gelegenheit zum geführten Rundgang auf dem Gelände: „Artenschutz, Naturerlebnis und Schießstand“

13:45 Uhr Steigerung der Biodiversität in der Landwirtschaft durch angepasste Anbauverfahren Dr. Michael Glemnitz, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Müncheberg

14:15 Uhr Neues aus dem Vertragsnaturschutz Jochen Thun, Landgesellschaft SH mbH, Kiel

14:45 Uhr Getränkepause mit Kuchen

15:15 Uhr Naturschutzberatung für Landwirte – ein Weg zu mehr Biotopschutz Joceline Schleimer, Deutscher Verband für Landschaftspflege e. V., Flintbek

15:45 Uhr Nachfragen, Anregungen, Diskussion Christian Meissner, Marcus Börner

16:30 Uhr Feedback Bettina Watermann

16:45 Uhr Ende der Veranstaltung

Den detaillierten Programmablauf finden Sie im Einladungsfaltblatt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 € zzgl. Verpflegungskosten.
Anmeldung schriftlich mit dem Anmeldeformular an:      
Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume
Hamburger Chaussee 25
24220 Flintbek
Fax 0 43 47 704-790
anmeldung@bnur.landsh.de

 

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Jägersilvester 2017

jgersilvester 2

jgersilvester 1

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Landespflanzenbörse 2017

LPB 2017

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Sozialversicherung: Jäger wollen mitreden!

 

 

Viele Revierinhaber sind unzufrieden mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Der Austritt aus der SVLFG ist weiterhin Ziel der Jagdverbände. Daneben wollen der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) und der Bayerische Jagdverband e. V. (BJV) auch innerhalb der Berufsgenossenschaft einige Punkte zum Wohl der Jäger verändern. Gelegenheit dazu bietet die Wahl der Vertreterversammlung der SVLFG, kurz Sozialwahl. DJV und BJV beteiligen sich mit einer eigenen Liste an der Sozialwahl 2017. Die Revierinhaber werden jetzt von der SVLFG angeschrieben, um die Wahlen vorzubereiten. Die Rückmeldung an die SVLFG ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl und daher enorm wichtig!

 

 

Warum beteiligen sich die Jagdverbände an der Sozialwahl 2017?

 

Neben der grundsätzlichen Frage der Rechtmäßigkeit der Zwangsmitgliedschaft gibt es weitere Punkte. Das sind unter anderem:

 

  • Zunächst mangelt es an der notwendigen Transparenz bei der Festlegung und Verwendung der jährlichen Mitgliedsbeiträge.
  • Leistungen werden häufig verweigert, wenn es sich bei Verletzten um Jagdhelfer oder Hundeführer handelt.
  • Und schließlich bietet die SVLFG kaum Präventionsleistungen für den Bereich der Jagd an.

 

Ziel der beiden Verbände ist jetzt, durch die Beteiligung an der Sozialwahl Vertreter der Jagd in den Gremien der SVLFG zu etablieren, um dadurch besseren Einfluss auf jagdrelevante Entscheidungen nehmen zu können.

 

Unabhängig von der Sozialwahl fordert der DJV weiterhin das Ende der anachronistischen Zwangsmitgliedschaft der Jagden in der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

Liste zugelassen, aber Rolle der Jagdverbände nicht gewürdigt

 

Zur Zulassung der Liste waren Unterschriften von mehr als 1.000 wahlberechtigten Unterstützern erforderlich. Ein Quorum, das DJV und BJV mit 3.585 Unterschriften deutlich übertroffen haben.

 

Anfang Januar 2017 hat der Wahlausschuss der SVLFG die Liste zugelassen. Allerdings wurden DJV und BJV nicht als vorschlagsberechtigte Verbände anerkannt, so dass die Liste nicht Liste „Jagd“ heißen darf, sondern „Freie Liste Jordan, Piening, Schneider, Wunderatsch, Ruepp“. Diese Entscheidung kritisiert Spitzenkandidat und DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hans-Heinrich Jordan als undemokratisch und „Schlag ins Gesicht“ der weit mehr als 100.000 Revierinhaber in Deutschland und generell der 370.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland und kündigt Beschwerde gegen die Entscheidung an.

 

Die Liste Jagd kandidiert in der Gruppe der „Selbstständigen ohne fremde Arbeitskräfte“. Zu dieser Gruppe gehören die meisten Revierinhaber, da sie bei der Jagd keine Angestellten haben. Die vom DJV mit den Landesjagdverbänden und dem BJV aufgestellte gemeinsame Liste umfasst 20 Kandidaten.

 

Für die Beteiligung an der Wahl registrieren!

 

In diesen Tagen versendet die SVLFG an alle „Unternehmer“ Fragebögen zur Erstellung des Wählerverzeichnisses. Bitte füllen Sie diesen Fragebogen unbedingt sorgfältig und korrekt aus und senden ihn innerhalb der angegebenen Frist an die SVLFG zurück! Nur wer den Fragebogen vollständig ausgefüllt zurückschickt, darf im Mai 2017 an der Sozialwahl teilnehmen. Auch Ehepartner sind wahlberechtigt und werden mit dem Fragebogen erfasst. In den meisten Pächtergemeinschaften ist nur ein Ansprechpartner bei der SVLFG benannt. Versichert – und damit walberechtigt – sind aber alle Mitpächter (und deren Ehepartner)! Daher ist es wichtig, dass die Fragebögen vollständig ausgefüllt werden und für die Sozialwahl alle Mitpächter genannt werden.

Die Rückmeldung dient erst der Vorbereitung der Wahl, ist aber für die Teilnahme enorm wichtig. Die Wahl selbst erfolgt als Briefwahl im Mai 2017. Die Wahlunterlagen erhalten die erfassten Wahlberechtigten dann im Mai 2017 wiederum von der SVLFG. Für eine bessere Vertretung der Jagdinteressen in der SVLFG müssen also alle Revierinhaber spätestens jetzt aktiv werden.

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Gut ausgerüstet mit dem Jungjägerpaket

Ein nützlicher Rucksack soll frischgebackene Jägerinnen und Jäger auf ihren ersten Jagdabenteuern begleiten. Das DJV-Jungjägerpaket erleichtert den Einstieg und informiert über die Vorteile einer Verbandsmitgliedschaft.


Jungjäger dürfen sich freuen: Auf der Website www.jungjaegerpaket.de können sie einen nützlichen Jagducksack mit vielen praktischen Begleitern für die ersten Jagderlebnisse bestellen. Dafür haben zwölf Premium-Hersteller der Jagdbranche hochwertige Artikel zur Verfügung gestellt. Zudem umfasst das Paket ein Gutscheinheft mit vielfältigen Vorteilen sowie Informationsmaterialien des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.
Die Idee eines bundesweiten Jungjägerpakets kommt gut an: In weniger als vier Wochen haben Jagdschüler bereits über 1.000 Rucksäcke geordert. Die erste Auflage ist limitiert. Jedes Paket wird personalisiert zusammengestellt: Es enthält passende Infos zur regionalen Verbandsarbeit und informiert über die Vorteile einer LJV-Mitgliedschaft.

Solange der Vorrat reicht ist das Jungjägerpaket für Teilnehmer von Jagdscheinkursen hier kostenlos erhältlich. Die Abgabe ist auf ein Paket je eingeschriebenen Kursteilnehmer begrenzt.

DJV
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Wild Weihnacht

unbenanntEin großes Lagerfeuer flackert vor sich hin, drum herum viele Kinder mit Ihren Eltern, die Stockbrot braten oder ein spezielles Waffeleisen ins Feuer halten um eine leckere selbstgebackene Waffel naschen zu können.

Die Wilde Weihnacht am vierten Adventsonntag im Uhlenkolk zu Mölln war ein voller Erfolg. Eingeladen waren Kinder mit ihren Eltern aus sozialschwachen Familien, aber auch alle Besucher, die beim Spaziergang durch das Naturparkzentrum im offenen Klassenzimmer vorbeischauten. Neben Leckereien vom Wildschwein und Rothirsch gab es Märchenerzählungen, Kerzendrechseln und Sterne basteln für die Lütten. Der Landesjagdverband unterstützte die Aktion mit dem bedrucken von kleinen Jutebeuteln. Die Kinder konnten Feldhase, Rothirsch und Dachs mit den passenden Fährten auf ihren Einkaufsbeutel drucken. Jugendreferentin Iris Comdühr erklärte den kleinen Künstlern allerlei über die Wildtiere und ihre Lebensweisen.

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Wilde Weihnachten – Aktivitäten der KJS

Liebe Jägerinnen, liebe Jäger, liebe Freunde der Natur,

auch in der hohen Zeit der Gesellschaftsjagden finden etliche von uns noch die Zeit sich abseits der Jagd aber im Sinne der Jagd und der Natur zu engagieren.

Am gestrigen Abend fand die Übergabe der Kollekte von der Hubertusmesse aus dem Ratzeburger Dom im Don Bosco Haus in Mölln statt.
Neben der Spendenübergabe lag ein Überläufer auf der Strecke und die Bläsergruppe Nord hat auf eindrucksvolle Weise das Jagdliche Brauchtum den Bewohnern und den Offiziellen des Don Bosco Hauses näher gebracht.
Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang die direkte Nachbarschaft zu unserem Schießstand.
Da kann man nur sagen „weiter so“!

Am kommenden Sontag, dem 18.12.2016 findet auf Initiative von Sebastian Seliger, unserem Schießobmann und Leiter der Lehrrevieres die ersten „Wilden Weihnachten“ von 12:00 – 18:00 im Uhlenkolk in Mölln statt.
Diese Veranstaltung, die sich speziell an sozial schwache Familien mit Kindern richtet, wird nicht nur durch die Aktiven Jägerinnen und Jäger aus dem Lehrrevier auf die verschiedenste Art tatkräftig unterstützt, sondern auch weitere Jäger und Revierinhaber aus unserem Kreise haben sich bereits im Vorwege großzügig gezeigt und diese Aktion mit Geld- und Sachspenden unterstützt.
Da die Aktivitäten für die Kinder im offenen Klassenzimmer im Uhlenkolk stattfindet, sind noch weitere Möglichkeiten vorhanden um sich tatkräftig mit einzubringen, in diesem Falle bitte ich um die direkte Kontaktaufnahme mit Sebastian Seeliger unter 0175 / 6743305.
Schauen Sie gerne vorbei, Spendenboxen stehen auch noch vor Ort und unterstützen Sie auf diese Art die Aktion.

Mit freundlichem Gruß und Waidmannsheil
Andreas-Peter Ehlers
Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg
Vorsitz: Andreas-Peter Ehlers & Bernd Karsten

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Unterordnungskurs für Jagdhunde 2017

Auch in diesem Jahr bietet die Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg wieder einen Unterordnungskurs für die vierbeinigen Jagdhelfer in der jagdfreien Zeit an.

Zielgruppe des Kurses ist u.a.:
– Erstlingsführer, die sich auf die jagdlichen Prüfungen vorbereiten wollen und einen Zugang zu Ihrem neuen Teammitglied suchen.
– Hundeführer, die die Ausbildung ihres Hundes unter Ablenkungssituationen festigen wollen.
– „Alte Hasen“, die Ihren ausgebildeten und bereits jagderprobten Hund eine Abwechslung zum grauen Alltag, Spaß oder nur eine neue Erfahrung bieten wollen.

Der Treffpunkt ist das Gelände des Hundevereins GHSV Ziethen in Ziethen, Mechower Weg hinter dem Ihlensee. Beginn ist ab dem 07.03.2017 bis Ende Mai jeden Dienstag ab 19:00 Uhr (nur bei schneeloser Wetterlage).

Ein kleiner Kostenbeitrag von 5,- pro Abend wird erhoben.

Nähere Information unter 04546 / 808940.
Lars Krieger
Hundeobmann

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Wildkameraprojekt läuft

wildcam 2Das Ziel zehn Schulen für das Wildkameraprojekt zu gewinnen ist fast erreicht. In den letzten Tagen sind weitere Kameras in den Revieren installiert worden. Lehrerin Andrea Frey ließ es sich nicht nehmen und begleitete Jäger Dirk Petersen und Projektleiterin Sonja Graumann ins Revier, um den Schülern von den Wildkameras berichten zu können. Sind die ersten Fotostrecken im Kasten, wird Jäger Petersen zur ersten Auswertung die Schüler in der Kieler Gelehrtenschule besuchen. Der Gegenbesuch der Schüler im Bredenbeker Revier ist fürs Frühjahr geplant.

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Erwischt!

c3rothirsch2511bIn die Falle getappt ist dieser Rothirsch in einem Revier bei Bargteheide. Er wurde von einer Wildkamera erfasst, die im Rahmen des Wildkamera-Projekts des Landesjagdverbandes zum Einsatz kommt. In diesem Projekt erforschen unter anderem  Schüler der Oberstufe des Eckhorst Gymnasiums die Wildtiere in heimischer Feld und Flur. Mittels der Fotos, die die Wildkameras in den Revieren schießen, können die Schüler erheben welche Wildtiere in Ihrer Umgebung heimisch sind und in welcher Populationsstärke sie auftreten. Ableitungen auf Lebensrhythmus, Nahrungsgrundlagen, Vermehrung und die Bedeutung im regionalen Ökosystem sind weitere Erkenntnisse die im kommenden Schulhalbjahr den Biologieunterricht prägen soll.


So wie am Eckhorst Gymnasium läuft das Wildkameraprojekt insgesamt in weiteren neun Schulen. Auf die „Fotostrecken“ dürfen wir gespannt sein.

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Erwischt!

c3rothirsch2511bIn die Falle getappt ist dieser Rothirsch in einem Revier bei Bargteheide. Er wurde von einer Wildkamera erfasst, die im Rahmen des Wildkamera-Projekts des Landesjagdverbandes zum Einsatz kommt. In diesem Projekt erforschen unter anderem  Schüler der Oberstufe des Eckhorst Gymnasiums die Wildtiere in heimischer Feld und Flur. Mittels der Fotos, die die Wildkameras in den Revieren schießen, können die Schüler erheben welche Wildtiere in Ihrer Umgebung heimisch sind und in welcher Populationsstärke sie auftreten. Ableitungen auf Lebensrhythmus, Nahrungsgrundlagen, Vermehrung und die Bedeutung im regionalen Ökosystem sind weitere Erkenntnisse die im kommenden Schulhalbjahr den Biologieunterricht prägen soll.


So wie am Eckhorst Gymnasium läuft das Wildkameraprojekt insgesamt in weiteren neun Schulen. Auf die „Fotostrecken“ dürfen wir gespannt sein.

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Iltisse aus freier Wildbahn (KEINE Zuchttiere!) gesucht!

Für wildbiologische, genetische Untersuchungen werden 10 bis 20 erlegte Iltisse aus Schleswig-Holstein im Balg (gefrostet) oder als Kern (gefrostet) gesucht.

Das Wildforschungsinstitut NRW zahl je Tier aus freier Wildbahn 20 € sowie die Versandkosten (Expressversandschein zur Abholung durch Transporteur vor Ort) für einen Über-Nacht-Transport.

Welcher Jäger in Schleswig-Holstein kann Material für diese bundesweite Untersuchung liefern?

Bei Interesse oder Fragen bitte melden bei

Dr. Waldburga Lutz

Wildlife Research Institute

Pützchens Chaussee 228

53229 Bonn

Tel.: +049 (0)228 9 77 55 25

Fax: +049 (0)228 43 20 23

E-Mail:  waldburga.lutz@lanuv.nrw.de

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Ergänzende Mitteilung zu der Handlungsempfehlung vom 16.11. …

Zwischenzeitlich haben mehrere Landkreise innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches für verschiedene Restriktionsgebiete (Sperrgebiete bzw. Überwachungsgebiete) Anordnungen erlassen, die im Hinblick auf den Einsatz von Jagdhunden nicht eindeutig sind und Fragen aufwerfen.

Nachfolgende Zusammenfassung soll Ihnen einen diesbezüglichen Überblick geben.

Es ist jedoch weiterhin unerlässlich, dass Sie sich vor der Jagd bei Ihrer zuständigen unteren Jagdbehörde entsprechend informieren.

1.)    Drückjagden auf Schalenwild

Es wurde seitens des MELUR mit den Veterinären abgestimmt, dass der Einsatz von Hunden bei Drückjagden zulässig ist, auch wenn die Allgemeinverfügung der Kreisveterinäre eine Anleinpflicht für Hunde generell enthält. Ein Ausfall der anstehenden Drückjagden ist auf Grund der derzeitigen Schalenwildbestände, insbesondere des Schwarzwildes (Gefahr durch Afrikanische Schweinepest) nicht vertretbar. Dennoch ist es unabdingbar, dass sich die Revierinhaber vor der Jagd bei der unteren Jagdbehörde nochmals entsprechend erkundigen und sich das Ergebnis (Ausnahme von der Leinenpflicht für Jagdhunde bei Drückjagden) entsprechend möglichst schriftlich bestätigen lassen.

2.)    Jagden auf Wasserwild und sonstiges Federwild

a.)    Ist durch die Kreise eine entsprechende Anordnung für Restriktionsgebiete erlassen worden, innerhalb der die Jagd auf Federwild (also sowohl Wasserwild als auch sonstiges Federwild) verboten ist, so ist diese Anordnung zwingend zu beachten.

b.)    Seitens des MELUR wurde die dringende Bitte ausgesprochen, dass, soweit es sich nicht um Restriktionsgebiete handelt, dennoch auf die Jagd von Wasserwild freiwillig verzichtet wird.

3.)    Sonstige Jagden auf Niederwild (Hase pp.)

  1. Das Anleingebot gilt für Hunde in Wildvogelrestriktionsgebiete. Sollten in diesen Gebieten Niederwildjagden geplant sein (Hase, Kaninchen pp.), so muss unter den Kreisveterinär- und jagdbehörden abgestimmt werden, wie im Einzelfall zu verfahren ist.
    Dies bedeutet konkret, dass, soweit eine Niederwildjagd geplant ist, sie sich zuvor zwingend mit ihrer Jagdbehörde in Verbindung setzen müssen zwecks Klärung der Frage, ob diese Jagd mit frei laufenden Hunden stattfinden darf.

b.)In Gebieten ohne Restriktionen gelten keine Einschränkungen.

Als Revierinhaber müssen Sie sich daher generell ständig darüber informieren, ob ihr Revier in einem Restriktionsgebiet liegt und entsprechend der obigen Regelung handeln.

Vorstehende Regelung gibt den Kenntnisstand, 23.11.2016, 15:00 Uhr wieder.

Gez.: Andreas Schober, Geschäftsführer

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Seminar für Pless- und Parforcehornbläser in B und ES

2a  BläserseminarDas Fortbildungsseminar für Pless- und Parforcehörner in B und Es findet vom 17.-19. Februar 2017 im bewährten Jugendfeuerwehrzentrum Rendsburg in der Eggers-Str. 22 statt.

Jedes Seminar beginnt mit der Basisarbeit. Es werden neue Stücke für Gruppen erarbeitet – bei den Kleinformationen liegt der Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Basisunterricht für Ventilhörner angeboten. In der Seminareinheit für Corpsleiter/in und die es werden möchten lernt man, eine Gruppe sicher zu leiten und zu fördern.

Bei den ES-Hörnern wird neben der Erarbeitung von Vorträgen in Gruppen- und Kleinformationen ein Schwerpunkt auf die Stopftechnik und den Bass gelegt. Es wird sogar ein Seminar mit Basisunterricht für Anfänger geben.

Am Sonntag gibt es dann noch die Möglichkeit noch nicht erarbeitete gewünschte Themen zu wählen. Die Übungsleiter/innen sind bei der Landesbläserobfrau zu erfahren.

Kosten: Seminargebühr +Verpflegung + Unterkunft = 98,00 €

               Seminargebühr+ Verpflegung ohne Unterkunft ‚= 78,00 €

               Teilnehmer, die nicht Mitglied im LJV- SH sind zahlen 10,00 € extra

Meldeschluss: 7. Januar 2017        

Zur Anmeldung bitte das Anmeldeformular ausfüllen, das beim LJV in 24220 Flintbek, Böhnhusener Weg 6 erhältlich ist oder im Internet  http://www.ljv-sh.de/veranstaltungen heruntergeladen werden kann.

 

Die Anmeldung erfolgt an die Landesbläserobfrau:

Mandi-Rose Wargenau-Hahn, Pommernweg 9; 24972 Steinbergkirche

Email:  landesblaeserobfrau1@gmx.de Fax : 04632/ 87 63 74 Tel. 04632/ 7515

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Handlungsempfehlung Geflügelpest

Handlungsempfehlung Geflügelpest seitens des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V.

  1. Seitens des zuständigen Ministeriums (MELUR) wird derzeit lediglich eine Empfehlung ausgesprochen, freiwillig auf die Wasserwildjagd zu verzichten. Eine Anordnung eines Jagdverbotes auf Federwild generell oder auf Wasserwild wurde bislang durch das MELUR nicht erlassen.
  2. Gleichwohl haben einige Kreise für die Sperrbezirke eigenständige Anordnungen erlassen. Innerhalb dieser wird möglicherweise ein Verbot der Federwildjagd angeordnet (z.B. für Sperrbezirke - Übersicht der Sperrbezirke). Diese Anordnungen der jeweiligen Kreise sind in der Geschäftsstelle des LJV nicht alle bekannt, so dass es unabdingbar ist, dass sich die Jagdausübungsberechtigten vor der Jagd entsprechend bei den zuständigen Behörden (Untere Jagdbehörde und Kreisveterinärbehörde) über eine mögliche Anordnung und ein entsprechendes Verbot informieren.
  3. Das MELUR weist darauf hin, dass Drückjagden auf Schalenwild, insbesondere zur Bejagung des Schwarzwildes, auch in den Restriktionsgebieten unter Einsatz von Hunden aufgrund Abstimmung zwischen der obersten Jagdbehörde und der für die Tierseuchenbekämpfung zuständigen obersten Landesbehörde durchgeführt werden können und auch sollen.
  4. Sofern verendete Wildvögel aufgefunden werden, ist die zuständige Ordnungsbehörde unverzüglich entsprechend zu informieren. Diese ist für die Entsorgung sachlich und fachlich zuständig. Aus seuchenrechtlichen Gründen kann nicht empfohlen werden, dass Kadaver durch die Jäger zu den Untersuchungsstellen verbracht werden, da die Jägerschaft nicht über die entsprechend notwendige Sicherheitsausrüstung und Desinfektionsmittel verfügt. Auch zur Vermeidung einer weiteren Verschleppung der Seuche ist von einem eigenständigen Verbringen aus rechtlichen Gründen dringend abzuraten.

Vorstehende Handlungsempfehlung gibt den Kenntnisstand 16.11.2016, 9:00 Uhr, wieder. Sollten sich Änderungen ergeben, werden wir Sie unverzüglich informieren.

gez. Andreas Schober, LJV-Geschäftsführer

Aktuelle Informationen des Landwirtschaftsministerium zur Geflügelpest in Schleswig-Holstein

Verzehr von Geflügelfleisch (Bundesinstitut für Risikobewertung)

Risikoeinschätzung HPAIV H5N8 (Friedrich-Loeffler-Institut)

FAQ zur Geflügelpest (Friedrich-Loeffler-Institut)

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Änderung des Bundesjagdgesetzes tritt in Kraft – Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt: …

Die Änderung des Bundesjagdgesetzes zur Verwendung von halbautomatischen Langwaffen mit wechselbarem Magazin wird am 9. November 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt am 10. November 2016 in Kraft. Der neue § 19 Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe c lautet: „Verboten ist, mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen“.

Die Änderung war notwendig geworden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in zwei Urteilen vom 7. März 2016 die Verwendung von halbautomatischen Waffen mit austauschbarem Magazin bei der Jagd für unzulässig erklärt hatte. Das Urteil hatte für erhebliche Verunsicherung bei Jägern und Waffenbehörden gesorgt. Der Gesetzgeber hat zügig reagiert und stellt jetzt wieder Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin her.

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich.

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Geflügelpest-Virus H5N8 in Schleswig-Holstein

Bekanntlich wurde in der letzen Woche bei Wasserwild, zuerst im Kreis Plön, nun aber auch schon in anderen Kreisen Schleswig-Holsteins, das hoch infektiöse Geflügelpest-Virus H5N8 festgestellt.

Um der Verbreitung der Seuche keinen Vorschub zu leisten, wurde für Geflügelhalter  eine Aufstallpflicht  durch Anordnung des Ministeriums erlassen.  

Eine seuchenrechtliche Anordnung, die auch auf die Jagdausübung Folgen hätte, wurde bislang nicht erlassen.

Dennoch empfiehlt das MELUR als auch der Landesjagdverband dringend, bis auf weiteres von der Jagd auf Wasserwild Abstand zu nehmen, um auch hierdurch der Verbreitung der Seuche entgegen zu wirken.

 

Weitere Informationen unter:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/V/_startseite/Artikel/161109_gefluegelpest_hotline2.html;jsessionid=4D5162F6A734A7A2669B1EA001985327

 

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Wald- und Wildtiertage in der Grundschule Lütau und Apfel und Kartoffelfest in Basedow

Das Info-Mobil der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg e.V. war ein gern gesehener Gast in der Grundschule Lütau. Alle Kinder der Schule haben sich zwei Tage lang mit dem Wald, seinen Pflanzen und den einheimischen Tieren beschäftigt.
Unter anderem wurde das Zuckerholz in der Lütauer Feldmarkt erkundet. Das Info-Mobil wurde auf dem Schulhof aufgebaut. Die Kinder waren alle sehr an den Präparaten interessiert; besonders toll war für sie, dass die Abwurfstangen in die Hand genommen werden durften.
Am Ende der Wald- und Wildtiertage gab es für die Kinder noch Infomaterial über die einheimische Tierwelt.

kinder_in_luetau

Beim Kartoffelfest des Amtes Lütau in der Gemeinde Basedow waren Besucher am Stand der Kreisjägerschaft trotz des schlechten Wetters zahlreich zu sehen. Viele haben bereits Bekanntschaft mit einem oder mehren Steinmardern gemacht und so drehten sich viele Gespräche um dieses Tier.

infowagen

Auffällig war, dass am Info- Mobil mehr los war. als beim Stand des NABU`s gegenüber.  Es blieb aber genug Zeit für ein sehr nettes Gespräch mit den NABU Leuten und es gab einen angeregten Austausch über viele gemeinsame Themen.

Michael Lange
Hegering X

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Hundeführerlehrgang 2016

Und schon neigt sich das Hundeausbildungsjahr 2016 in der KJS Herzogtum Lauenburg dem Ende zu, viel ist wieder passiert….. Beginnend mit dem Unterordnungskurs für Jagdhunde auf dem Hundeplatz beim Gebrauchshundsportverein Ziethen e.V, wo die Grundlagen wie Sitz, Platz und Beifuß mit und ohne Ablenkung trainiert und gefestigt wurden. Weiterführend und Aufbauend ging es dann mit dem Hundeführerlehrgang für die HZP oder Brauchbarkeitsprüfungen in den unterschiedlichen Revieren im Kreis weiter. Bei dieser Gelegenheit möchten wir, mein Stellvertreter Roland Franz und ich, uns noch einmal recht herzlichen bei allen Revierinhaber bedanken, die es uns Jahr für Jahr möglich machen, dass wir neue und erfahrene Jagdhundeführer mit Ihren jungen vierbeinigen Jagdbegleitern in ihren Revieren ausgebildet werden können.
Auch in diesem Jahr war der Bedarf an Ausbildungshilfe für die anstehenden Prüfungen zahlreich, nur der Durchhaltewille, bzw. die konsequente Ausbildung des jungen Jagdhundes, gepaart mit der kontinuierlichen Ausbildung des Hundeführers, ließ wie immer bei Teilen der Ausbildungsrunde zu wünschen übrig….

Daraus ergibt sich dann auch, dass leider nur ein Viertel der Teilnehmer, die sich am Anfang für die jagdliche Ausbildung Ihres Junghundes interessiert haben, sich bei den anstehenden und für die jagdliche Eignung so wichtigen Prüfungen anmelden. Umso erfreulicher ist es, dass alle, die zur Prüfung aus dem Lauenburgischen angetreten sind, bestanden haben. Sei es bei der Brauchbarkeit auf Schweiß im Raum Müssen, bei der Brauchbarkeit auf der Nachsuche auf Niederwild außer Rehwild im Raum Klempau, beides Organisiert von KJS Herzogtum Lauenburg oder bei andern Verbandsprüfungen.

Öffentlicher Höhepunkt und Abschluss des Hundeführerlehrgangs ist in jedem Jahr der Tag der offenen Tür im Uhlenkolk. Dort bekommt der Lehrgang immer die Möglichkeit Ihre verschiedenen Jagdhunderassen dem interessierten kleinen und großen Publikum etwas näher zu bringen. Diese Vorstellung wird traditionell von dem Bläserkorp Herzogtum Lauenburg Nord unter der Leitung von Uwe Asmuß untermalt und „lautstark“ auf dem Gelände publikumswirksam verkündet.

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Wie in jedem Jahr wurden dann im kleinen Teilnehmerkreis der Lehrgangsteilnehmer inkl. ihrer Partnern bei einem gemütlichen Abend die anstrengenden Ausbildungsstunden und die erfolgreichen Prüfungen bei einem guten Essen und Trinken, untermalt von ein paar Schnappschüssen der Teilnehmern beim Hundeführerlehrgang, in die Erinnerung gerufen. Die Auszeichnung „Hundeführerlehrgang 2016 Lehrgangsbeste/r“ wurde nach langer Zeit wieder einmal einer Frau zu teil, nämlich Catharina Schubert. Auch auf diesem Wege noch einmal herzlichen Glückwunsch.
Zum Abschluss möchte ich/wir uns noch einmal bei den Teilnehmern für den herzlichen Kursverlauf bedanken und allen erfolgreiche und gesunde Jagdjahre mit Ihren vierbeinigen Jagdhelfern wünschen.

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Lars Krieger
Hundeobmann der KJS Herzogtum Lauenburg

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Klimaschutzgesetze bei A20 missachtet: LNV legt Verfassungsbeschwerde ein

Mit Urteil vom 28. April 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in erster und letzter Instanz auf die Klage des Landesnaturschutzverbandes Schleswig-Holstein e.V. (LNV) gegen den Planfeststellungsbeschluss des schleswig-holsteinischen Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr vom 30. Dezember 2015 für die A20-Elbquerung, schleswig-holsteinischer Teil den Beschluss für rechtswidrig erklärt, soweit es das (europäische) Wasserrecht betrifft. Das schriftliche Urteil wurde dem Verband am 5. September 2016 zugestellt.

Gegen dieses Urteil hat der LNV nunmehr Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erhoben. Der LNV rügt, dass das Gericht insbesondere in der Frage des Klimaschutzes seine Entscheidung gefällt hat, ohne den Europäischen Gerichtshof anzurufen. Ein ähnlicher Vorwurf gilt auch für andere Fragen des europäischen Naturschutz- und Umweltrechts.

Hintergrund:
Treten in einem Prozess in der letzten Instanz europarechtliche Fragen auf, deren Beantwortung nicht ein-deutig ist, muss das jeweilige nationale Gericht den Europäischen Gerichtshof im Wege der sogenannten Vorabentscheidung anrufen, wie dies hinsichtlich des Wasserrechts beispielsweise jüngst bei der Weservertiefung geschehen ist. Nach eigener Darstellung des Bundesverkehrsministeriums im Umweltbericht zum Bundesverkehrswegeplan 2030 (dort: Seite 132) ist die geplante A20 das umweltschädlichste Projekt des Bundesverkehrswegeplans 2030 und dies maßgeblich wegen seiner Auswirkungen auf den Klimawandel. Wörtlich:

Die Ergebnisse der monetarisierten Umweltkriterien streuen sehr stark. Der höchste positive Umweltnutzen liegt bei 99,9 Mio. € (Projekt-Nr. A006-G020-BY – Autobahnkreuz Nürnberg Ost) und der niedrigste Wert liegt bei -498,8 Mio. € (Projekt-Nr. A20-G10-NI-SH - Autobahn A20 zwischen AD A28/A20 (Westerstede) und Hohenfelde (A 23) mit A 26). Der negative Nutzen resultiert in der Regel aus den prognostizierten zusätzlichen Luftschadstoffemissionen und CO2-Emissionen. Die Emissionen von CO2 haben in der Regel den größten Einfluss auf die Nutzensumme Umwelt. Insgesamt haben 616 und damit 56 % der bewerteten Straßenprojekte einen positiven Umweltnutzen. 482 und damit 44 % der Projekte haben einen insgesamt negativen Umweltnutzen.

Im Gerichtsverfahren hatte der LNV darauf hingewiesen, dass die Frage der Klimawirksamkeit gerade für den Tunnelabschnitt von besonderer Bedeutung sei, weil der Bau des Tunnels zu einem großen Ausstoß von Klimagasen führe.

Die europäische Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung verlangt bei Vorhaben wie dem Neubau von Autobahnen die Prüfung der "Auswirkungen auf das Klima". Das BVerwG meint, dies umfasse nicht die "Auswirkungen auf den Klimawandel". Dies sei, so das Gericht, so offensichtlich, dass dies nicht in Frage gestellt werden könne. Deshalb, so das Gericht weiter, sei es nicht erforderlich, den Europäischen Gerichtshof anzurufen.

Der LNV ist anderer Auffassung und hofft, dass das Bundesverfassungsgericht das BVerwG zur Anrufung des Europäischen Gerichtshofes veranlasst. Sollte dies geschehen, müsste eine Untersuchung zur Klima-wirksamkeit der A20 erstellt und in die Planfeststellungsunterlagen einbezogen werden. Folge wäre, dass über klimaschutzbezogene Ausgleichsmaßnahmen, bspw. Aufforstungen oder Moorregenerationen, vorge-nommen werden müssten. Auch hierfür wäre eine (weitere) Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

Die sich ggf. hieraus ergebende Verzögerung wäre dann kein Selbstzweck, sondern gäbe allen Beteiligten noch einmal Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob das (Gesamt-)Projekt wirklich durchgeführt werden sollte.

Ansprechpartner: Volkher Looft T. 04342-7880270, Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Mecklenburg T. 0175-7749978

Der LNV ist Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände in Schleswig-Holstein. Er ist gemäß § 41 Landesnaturschutzgesetz und § 3 Umweltrechtsbehelfsgesetz anerkannter Naturschutzverein. In ihm sind 22 Vereine mit rund 175.000 Mitgliedern organisiert.

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