Erbschaften

Sie wollen (Pirsch-)Zeichen setzen, Fährten und Spuren hinterlassen über Ihr Leben hinaus? Dann unterstützen Sie den Deutschen Jagdverband und seine Landesjagdverbände bei ihrem Einsatz für Wild, Jagd und Natur. Mit Ihrem Testament, einem Nachlass oder Vermächtnis bestimmen Sie selbst, was mit Ihrem Vermögen geschieht. Die Informationsmappe „Erbschaften“ gibt einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen und zeigt Beispiele für das Engagement der Landesjagdverbände und des DJV.

Die Informationsmappe „Erbschaften“ des Deutschen Jagdverbandes (DJV) enthält den Erbrechtsleitfaden „Nach dem letzten Halali“ sowie die Broschüre „Ihr Beitrag für Wild, Jagd und Natur“.

Im Erbrechtsleitfaden „Nach dem letzten Halali“ für Jäger und Naturfreunde werden fachkundig und verständlich erbrechtliche Fragen für Jäger und ihre Familien erörtert. Eigene Kapitel sind den Jagdwaffen und der Situation bei Pachtverträgen im Todesfall gewidmet. Zusätzlich enthält der Erbrechtsratgeber verschiedene Mustertexte.

Die Informationsmappe enthält zudem die etwa 30 Seiten starke Broschüre „Ihr Beitrag für Wild, Jagd und Natur“ mit verschiedenen Projekten des DJV und der 15 Landesjagdverbände. Sie soll Jägern und Naturfreunden Möglichkeiten aufzeigen, durch Schenkungen und Vermächtnisse konkrete Einzelprojekte der deutschen Jagdverbände zu unterstützen.

Die Projekte jagdlichen Engagements sind vielfältig: etwa die neu gegründete Norddeutsche Wildtierrettung e. V., die Naturlandgesellschaft der Baden-Württemberger, das brandenburgische Schreiadlerprojekt, ProNatur Schleswig-Holstein oder die Stiftung Lebensraum Thüringen.

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Naturschutztag Schleswig-Holstein 2019

Unter dem Motto „Zukunft trotz Klimawandel“ fand am 24. Oktober 2019 der Naturschutztag Schleswig-Holstein in Neumünster statt. Referentinnen und Referenten aus sozioökonomischer, ökologischer und politischer Sicht beleuchteten die aktuellen Anstrengungen im Kampf um den Klimaschutz.

Während Dietrich Habbe die Veranstaltung mit einer Serie aus Naturfotografien eröffnete, forderte Jessica Strefler (Institut für Klimaforschung, Potsdam) vor dem klimatologischen Hintergrund einen sofortigen CO2-Stopp. Gleichzeitig unterstrich der Minister Jan Philipp Albrecht die Notwendigkeit, die Effizienz erneuerbarer Energien zu fördern.

Obwohl die Salzwiesen, laut Dr. Peter Müller (Aquatische Biologie, Universität Århus) gegenüber dem Klimawandel relativ stabil zu sein scheinen, verdeutlichten die Ergebnisse von Dr. Ommo Hüppop (Vogelwarte Helgoland), dass sich nicht nur die Brutareale diverser Vogelarten nach Norden verlagerten, sondern auch der „mismatch“ zwischen Bruterfolg und Nahrungsangebot besonders für Langstreckenzieher kritisch sei.

Dass Stickstoffüberschüsse in der Landwirtschaft ein großes Problem darstellen, ist bekannt. Aber was die Landwirtschaft dahingehend leisten kann, stellte Prof. Dr. Friedhelm Taube (Grünland und Ackerbau, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) vor. Ein Einhalten der Schutzziele in Deutschland sei langfristig nur möglich, wenn eine Diversifizierung in der Agrarwirtschaft sowie ein Umdenken hin zu „regional statt global“ stattfinde.

Von Ökonomen schon in diesem Zusammenhang lange gefordert, sei eine CO2-Steuer auch in der Landwirtschaft, so Prof. Dr. Dr. Ulrich Schmidt (Institut für Weltwirtschaft). Dieses System habe sich bereits seit 19 Jahren in Schweden bewiesen und sei auch eine effiziente und effektive Lösung für Deutschland.

Auch auf Ebene der Naturschutzverbände wurde ein Wandel in den Schutzforderungen deutlich. Michael Schäfer (Klimachef, WWF Berlin) forderte eine einheitliche Handhabung in der Klimaschutzpolitik sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien.

So sei die Frage nicht „Rotmilan oder Eisbär?“, sondern vielmehr die Aussage Populationsschutz statt Individuenschutz. Hierbei seien neben der Energiewende insbesondere der Ausbau von Wildtierkorridoren, die Wiederansiedlung seltener und heimsicher Wildtierarten sowie die Verankerung im Gedächtnis der Bevölkerung von großer Bedeutung.

Zusammenfassend bot der Naturschutztag eine optimale Plattform für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um die „Zukunft trotz Klimawandel“ voranzutreiben.

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Barsbeker See – Wiesenvogelschutz statt Binsenzucht

Etwa ein Jahr nach den Mulcharbeiten am Barsbeker See fand am 30. Oktober die erste offizielle Begehung statt. Zusammen mit der unteren Naturschutzbehörde, der Stiftung Naturschutz, dem Deich- und Entwässerungsverband, dem LJV und den Betreuern Gerhard Sieck und Manfred Kamp kontrollierten die Beteiligten neben dem Barsbeker See mit seinen Schilf- und Röhrichtbeständen und den Orchideenwiesen ebenfalls die extensiv beweideten Flächen der Stiftung Naturschutz.

In den letzten Jahren hatten sich die Binsenbestände auf den Stiftungsflächen so stark ausgebreitet, dass an einen Rast- oder Brutplatz für Wiesenvögel kaum noch zu denken war. Aus diesem Grund wurden bestimmte Abschnitte dieser Flächen gemulcht.

Obwohl diese Maßnahme zum ersten Mal probeweise durchgeführt wurde, waren bereits deutliche Unterschiede zu erkennen. Die Binsengewächse waren deutlich kleiner, kümmerlicher und lichter im Bestand. Aufgrund dieser positiven Entwicklung ist eine Fortführung der Mulcharbeiten im kommenden Jahr geplant. Unter Berücksichtigung der Eigendynamik soll zukünftig der ursprüngliche Zustand einer häufig überfluteten Landschaft wiederhergestellt werden.

Eine nächste Begutachtung der Flächen ist im kommenden Frühjahr mit allen Beteiligten geplant.

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Umweltbildung aus neuer Perspektive: Ein Steg fürs Hegelehrrevier

Der Steg für die Umweltbildung im Hegelehrrevier ist kurz vor der Fertigstellung. In der kommenden Saison können die Besuchergruppen dann in den Lebensraum Teich eintauchen. Wir freuen uns sehr und bedanken uns bei Bingo! Die Umweltlotterie für die finanzielle Unterstützung. Seit dem 08. Oktober hat der Bau des Stegs im Hegelehrrevier des Landesjagdverbandes begonnen. Schon bald können Kinder, -und Jugendgruppen und natürlich auch Erwachsene direkt vom Steg aus Flugwild, Amphibien, Insekten und Fische beobachten! Der Steg ermöglicht vor allem Kindern eine neue Perspektive und einen einzigartigen Einblick in die heimische Flora und Fauna.

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Damhirsch von Wilderern getötet

Neuwittenbek. Olaf Malmström ist entsetzt: Am Sonnabendmorgen erhielt der Jäger einen Anruf, dass ein verendeter Damhirsch auf dem Weg zum Obstcafé von Gut Warleberg liegen würde. Sofort machte sich Malmström auf den Weg und erkannte: „Das Tier wurde offensichtlich gewildert. Das ist fast unglaublich.“

Seit 1986 hat Malmström einen Jagdschein, 1987 wurde er Jagdaufseher auf Gut Warleberg. „So etwas ist mir in der ganzen Zeit nicht untergekommen“, ist der 51-Jährige noch immer sehr betroffen.

Als Malmström vor Ort eintraf, sah er den starken Damhirschen mitten auf dem Weg auf der linken Körperseite liegen. „Bei der ersten Betrachtung waren keine Verletzungen erkennbar. Beim Drehen des Hirsches auf die andere Seite sah ich eine Schussverletzung, der Ausschuss, kurz hinter dem Schulterblatt nahe des Brustbeines, war ebenfalls sichtbar“, erinnert sich Malmström. „Das war der Grund, unverzüglich die Polizei zu informieren.“ Und nicht nur das: Neben der Polizei wurden auch Hegegemeinschaftsleiter Rolf Martens und Hegeringleiter Lars Malmström (Hegering 9) hinzugezogen.

„Im Beisein der Polizeibeamtin habe ich dann den Brustkorb des Hirsches geöffnet und Lunge sowie Herz entnommen. Im Brustkorb waren nun der Einschuss kurz hinter dem Schulterblatt und der Ausschuss gut zu sehen. Die Lunge wies einen Durchschuss auf, das Herz wurde nicht durchschlagen. Der gesamte Wildkörper war komplett mit Blut gefüllt.“ Diese Fakten lassen für Malmström eine Vermutung zu: „Aufgrund der Ein- und Ausschussgröße sowie dem glatten Lungendurchschuss ist von einem Vollmantelgeschoss auszugehen, das Sportschützen oder Behörden verwenden, denn Jagdgeschosse verfügen als Deformations- oder Zerlegungsgeschosse über eine deutlich größere Reiß- und Splitterwirkung im Wildkörper“, so Malmström.

Olaf Malmström ging noch weiter in seinen Untersuchungen. „Ich habe mit meinem Hund eine Rückwärtssuche gemacht, bis zu 800 Meter war das kein großes Problem. Offenbar ist das Tier auf einem offenen Feld beschossen worden, wahrscheinlich wegen seines imposanten Geweihs.“ Fest steht in dem Zusammenhang auch: „Der Schütze hat gut getroffen, er muss sich auskennen.“

Beim Auffinden war das Wildtier schon in die Totenstarre gefallen, die Temperatur in der Brusthöhle betrug 20-25 Grad Celsius, „Wenn wir die Außentemperatur berücksichtigen, kann von einen Erlegungszeitraum am Freitagabend zwischen 22 und 2 Uhr ausgehen.“ Das bedeutet im Klartext: „Ohne sicheren Kugelfang hat ein Unbekannter im Bereich von Neuwittenbek auf einen Damhirschen geschossen.“ Aufgrund der falschen Munition hat das Tier lange leiden müssen, „Es bleibt ein ungutes Gefühl, wenn man überlegt, dass dort nachts Menschen mit Schusswaffen unterwegs sind“, betont Malmström.

Unverzüglich wurden auch alle Nachbarreviere angerufen – der Umkreis konnte durch die Untersuchungen gut eingegrenzt werden – doch dort konnte ein Schuss komplett ausgeschlossen werden.

Olaf Malmström hat Strafanzeige wegen schwerer Wilderei mit Schusswaffengebrauch gestellt, die Polizei Gettorf hofft auf Hinweise, die unter Tel. 04346/2965000 gemeldet werden können. „Es wäre jetzt gut, wenn Bürger und Anwohner die Augen offen halten und sofort melden, wenn sie Ungewöhnliches bemerken.“

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein verurteilt jede Form der Wilderei aufs Schärfste. Wegen Wilderei wird bestraft, wer illegal Wild erlegt. Gewilderte Tiere sterben oftmals einen qualvollen Tod. Wilderei ist kein Kavaliersdelikt. Nach §292 Strafgesetzbuch werden besonders schwere Fälle der Wilderei mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft.

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ASP-Flyer für Jagdgäste aus dem Ausland

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) hat eine Info-Broschüre speziell für Jagdgäste aus dem Ausland erstellt. Die Broschüre ist in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) verfügbar. Das MELUND bittet darum, dass der Flyer ausländischen Jagdgästen rechtzeitig vor der Jagd zur Verfügung gestellt wird. Die Broschüre ist demnächst auch als Printprodukt verfügbar.

 

DE_Flyer ASP Jagdgäste 14.10.2019

 

ENG_Flyer ASP Jagdgäste 14.10.2019

 

FR_Flyer ASP Jagdgäste 14.10.2019

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Wildunfälle: Die meisten passieren im Oktober

Mitte Oktober beginnt die Damwildbrunft. Damit steigt auch die Gefahr von Wildunfällen. Besonders in der Morgen- & Abenddämmerung ist Aufmerksamkeit geboten. Informationen zur Vermeidung und Maßnahmen bei Wildunfällen enthält der Wildunfall-Flyer des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein: LJV-Wildunfaelle

Im Oktober sterben die meisten Rehe, Hirsche und Wildschweine auf deutschen Straßen. Besonders gefährlich wird es in der Morgendämmerung zwischen 6 und 8 Uhr. Über das Jahr hinweg kommen Rehe am häufigsten unter die Räder – mit 41 Prozent der Unfälle. Überraschend: Hase und Kaninchen landen mit 10 Prozent auf Platz zwei. Es folgen Fuchs (8 Prozent), Wildschwein (6) und Vögel (6). Darunter sind Sing- und Greifvögel, Gänse sowie Enten. Es folgen Marder, Iltis und Wiesel (5). Dies ergab die Auswertung des bundesweiten Tierfund-Katasters (www.tierfund-kataster.de), dass vom Deutschen Jagdverband (DJV) und den Landesjagdverbänden betrieben wird. Wissenschaftler haben insgesamt 19.800 Datensätze aus den letzten 24 Monaten (1. September 2017 bis 31. August 2019) ausgewertet.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben das Tierfund-Kataster 2011 vorgestellt. Ende 2016 hat der DJV das Projekt auf ganz Deutschland ausgeweitet. Erstmals ist es möglich, Wildunfälle nach bundesweit einheitlichen Standards zu erfassen. Bereits über 14.000 Nutzer sind registriert. Sie melden über die kostenlose App oder die Internetseite Tierfunde ortsgenau. Wissenschaftler suchen im zweiten Schritt nach Wildunfallschwerpunkten. Diese können schließlich entschärft werden – für mehr Tierschutz und Sicherheit auf Straßen.

Weitere Infos zur Tierfund-Kataster-App:

Die App des Tierfund-Katasters ist komplett überarbeitet. Nutzer können jetzt eigene Tierfunde auf einer Karte oder als Liste ansehen und direkt bearbeiten. Die App gibt es bei Apple und Google Play. Wie die App funktioniert, erklärt ein Tutorial.

Für Jägerinnen und Jäger:

Hinweisschilder für besonders gefährliche Strecken finden Jägerinnen und Jäger hier: Hinweisschilder

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