OUTDOOR 2026: Vorbestellungen für die Landespflanzenbörse jetzt möglich

Gerade jetzt im Winter sehen wir, wie wichtig eine sinnvolle und nachhaltige Reviergestaltung ist. Mit der Anlage von Biotopen, Hecken und Streuobstwiesen leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Artenschutz und schaffen Lebensräume für Wild, Insekten und Vögel. Auch in diesem Jahr können Sie sich auf der Landespflanzenbörse wieder zahlreiche heimische Baum- und Straucharten sichern. Stieleiche, Pfaffenhütchen, Hartriegel und viele weitere Pflanzen stehen zur Auswahl und eignen sich hervorragend für eine ökologische Reviergestaltung sowie für Haus und Hof.

Ab sofort sind im LJV-Shop zudem Apfel- und Birnbäume im Topf bestellbar. Besonders die Apfelbäume sind vielseitig einsetzbar und ideal für das Revier, Streuobstwiesen oder den eigenen Garten. Ein Versand der Pflanzen ist nicht möglich, die Ausgabe erfolgt ausschließlich per Abholung auf der OUTDOOR Messe in Neumünster.

Die Abholung findet im Rahmen der Pflanzenbörse auf der OUTDOOR Messe vom 17.04.2026 bis 19.04.2026 jeweils von 9:30 bis 17:00 Uhr statt. Bitte bringen Sie zur Abholung Ihre Bestellbestätigung oder Rechnung, digital oder ausgedruckt, mit. Nicht abgeholte Bestellungen können nach Messeende weder nachträglich ausgegeben noch versendet werden. Bestellungen sind bis einschließlich 06.04.2026 möglich.

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OUTDOOR 2026: Veranstaltungsprogramm ist online

Die Vorfreude steigt: das Veranstaltungsprogramm der Messe OUTDOOR JAGD & NATUR in Neumünster ist ab sofort online buchbar. Sie dürfen sich vom 17. bis 19. April 2026 auf ein abwechslungsreiches und hochwertiges Programm rund um Natur, Jagd und Outdoor-Erlebnisse freuen. Ein besonderer Höhepunkt ist unser vielseitiges Angebot, das an allen drei Messetagen mit Veranstaltungen rund um Natur und Jagd vertreten ist. Fachvorträge, praxisnahe Vorführungen und informative Beiträge bieten fundiertes Wissen, aktuelle Einblicke und Gelegenheit zum Austausch mit Expertinnen und Experten. Also – am besten schon jetzt anmelden: Da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt es sich eine frühzeitige Buchung.

Wir freuen uns auf drei spannende Messetage und Ihren Besuch!

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Zahl steigt: Mehr Jäger-Nachwuchs in Deutschland

26. Januar 2026 (DJV) Berlin

Bundesweit gibt es jetzt 467.682 Jägerinnen und Jäger. Das sind 42 Prozent mehr als vor 30 Jahren. Nordrhein-Westfalen liegt ganz vorn – doch pro Einwohner führt ein anderes Bundesland.

In Deutschland gibt es jetzt 467.682 Jägerinnen und Jäger – ein neuer Rekord. Damit haben im zurückliegenden Jahr 42 Prozent mehr Menschen den Jagdschein gelöst als drei Jahrzehnte zuvor. Ganz vorn liegt Nordrhein-Westfalen: Dort leben knapp 100.000 Menschen mit bestandener staatlicher Jägerprüfung. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Bayern mit 83.000 und Niedersachsen mit 70.000. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich der Messe Jagd und Hund veröffentlicht, die ab morgen in Dortmund stattfindet. Grundlage sind Daten aus dem November 2025.

Im Norden ist die Jägerdichte am höchsten

Mit Blick auf die Einwohnerzahl ergibt sich laut DJV-Auswertung ein anderer Spitzenreiter: Pro 1.000 Einwohner leben in Mecklenburg-Vorpommern 10 Jägerinnen und Jäger – Platz 1. Danach folgen Niedersachsen (9) und Schleswig-Holstein (8). Bezogen auf die Jägerdichte liegt Nordrhein-Westfalen mit dem Wert 6 genau im Bundesschnitt. In Verbänden organisiert sind deutschlandweit 7 von 10 Jägern. Laut DJV-Umfrage ist der Jägerinnen-Anteil zwischen 2016 und 2022 um mehr als die Hälfte gestiegen – von 7 auf 11 Prozent. Das Durchschnittsalter der Jägerschaft ist im selben Zeitraum von 57 auf 56 Jahre gesunken.

Ehrenamtlich unterwegs mit staatlicher Prüfung

Jungtiere mit der Drohne vor dem Mähtod retten, Kindern Natur nahebringen oder Arten zählen und schützen: Laut DJV-Umfrage verbringt jeder Jäger im Schnitt rund 40 Stunden pro Monat in der Natur und erledigt viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben ehrenamtlich. Per Gesetz muss er für einen gesunden, artenreichen Wildbestand sorgen oder Wildschäden in Wald und Feld eindämmen – ebenfalls unbezahlt. Grundlage für die umfangreichen Aufgaben ist das Bestehen der staatlichen Jägerprüfung. Für Biotoppflege, Artenschutz sowie Schutz von Wald und Feld investieren Jägerinnen und Jäger insgesamt eine halbe Milliarde Euro jährlich aus eigener Tasche.

Darum wollen Menschen Jäger werden

Intensives Naturerlebnis, aktiver Naturschutz vor Ort und gesundes Fleisch: Das sind laut einer DJV-Umfrage die Hauptmotive für Menschen, die Jägerausbildung anzugehen. Über ein Viertel der Prüflinge hat angegeben, vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd gemacht zu haben. Fast ebenso viele Menschen kommen inzwischen aus der Stadt. Jagdschüler kommen aus allen Berufsgruppen vom Azubi über Handwerker bis zum Beamten. Angestellte machen fast die Hälfte aus.

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Bläserwesen: Termine 2026

Das Jagdhornblasen ist ein wesentlicher Bestandteil des Jagdlichen Brauchtums. Früher wurde sich auf der Jagd mit Hilfe der Jagdhornsignale verständigt. Heute ist es vielfach der modernen Technik gewichen, obgleich es weiterhin eingesetzt wird. Vielen jagdlichen Veranstaltungen verleiht der Hörnerklang eine besondere Note. Die Vielfalt des Jagdhornblasens reicht von einfachen Jagdsignalen bis hin zu mehrstimmigen konzertanten Werken für Pless- und Parforcehörner.

 

Termine 2026

13.-15. Februar Fortbildungsseminar in „B“ und „Es“

19. April Abnahme des Jagdgebrauchshornbläserabzeichens (im Rahmen der Outdoor-Messe)

14. Juni Landesbläserwettbewerb auf Gut Basthorst

  1. September Jahrestagung der Kreisbläserobleute

25.- 27. September Jugend-Bläser-Freizeit im Wildpark Eekholt

 

Save the Date 2027

  1. November 2027 Landeshubertusmesse im Schleswiger Dom

13./14. Juni 2027 Bundeswettbewerb in Eichenzell

 

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Photovoltaik: Neue Broschüre für wildtierfreundliche Gestaltung von Solarparks

Wie kann ich Einfluss nehmen auf den Bau einer Anlage? Von welchen Maßnahmen vor Ort profitieren Wildtiere? Und was ist mit der Jagdpacht? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue DJV-Broschüre. Sie enthält detaillierte Anleitungen und konkrete Praxistipps.

Allein im Jahr 2025 stieg die Leistung von Solarparks um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr, vermeldet der Bundesverband Solarwirtschaft. Einher geht diese Entwicklung mit großen Herausforderungen für die Tierwelt – zum Beispiel mit Blick auf die Zerschneidung des Lebensraums. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat jetzt die Broschüre „Wildtierverträgliche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen – Beteiligung, Planung, Praxis“ herausgegeben. Sie enthält auf 32 DIN-A4-Seiten Tipps für Jägerschaften. Bisher einzigartig: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beteiligung an Planungsverfahren und Stellungnahmen für Solarparks.

Vorgestellt werden zudem konkrete Maßnahmen für die wildtierverträgliche Gestaltung der Anlage. Im Fokus sind Insekten, Boden- und Heckenbrüter oder Säugetiere wie Feldhase und Reh. Im dritten Teil beschäftigt sich die Broschüre mit jagdrechtlichen Fragen – etwa zur Minderung der Jagdpacht.

„Wildtierverträgliche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen“ ist digital auf der DJV-Seite oder kostenfrei als Printexemplar im DJV-Shop erhältlich. Weitere Informationen zum Einfluss von Solarparks auf Wildtiere gibt es im DJV-Positionspapier „Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, Wildtiere und Jagd“, das ebenfalls in der Broschüre abgedruckt ist.

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Wildschutz: Jäger rettet Wildkatze und sorgt für eine kleine Sensation

Durch beherztes Eingreifen konnte Jäger Jan Haberkamm die Wildkatze befreien (Bild Jan Haberkamm)

Durch beherztes Eingreifen konnte Jäger Jan Haberkamm die Wildkatze befreien (Bild Jan Haberkamm)

In Schleswig-Holstein ist erstmals seit Jahrhunderten das Vorkommen einer Europäischen Wildkatze (Felis sylvestris) eindeutig bestätigt worden. Der genetische Nachweis bedeutet die offizielle Rückkehr der streng geschützten Art in das nördlichste Bundesland. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Jäger Jan Haberkamm. Er stieß im Kreis Herzogtum Lauenburg auf ein Wildtier, das sich in einem Wildzaun hoffnungslos verfangen hatte. Durch sein rasches Eingreifen konnte er die Katze unbeschadet befreien.

Am Zaun gesicherte Haarreste wurden anschließend zur Untersuchung weitergegeben. Die Analyse übernahm das Landesamt für Umwelt, das die Proben an das Senckenberg-Institut weiterleitete. Dort bestätigte die genetische Untersuchung eindeutig, dass es sich um eine Europäische Wildkatze handelt. Bereits zuvor war in derselben Region ein Tier per Wildkamera dokumentiert worden. Der Einsatz unterstreicht erneut die Bedeutung der Jägerschaft für den praktischen Naturschutz: Als dauerhaft in der Fläche präsente Akteure erkennen Jägerinnen und Jäger Notsituationen von Wildtieren oft zuerst und handeln unmittelbar.

Die Europäische Wildkatze galt in Schleswig-Holstein als ausgestorben – hauptsächlich durch die massive Zerstörung ihres bevorzugten Lebensraums, der Wälder, im Mittelalter. In den vergangenen Jahrzehnten konnte sich die Art jedoch wieder schrittweise nach Norden ausbreiten. Die Lüneburger Heide wurde zuletzt als nördlichstes Verbreitungsgebiet bestätigt. Die Wildkatze steht europaweit unter strengem Schutz und unterliegt auch dem Schutz des Jagdrechts.

Europäische Wildkatzen lassen sich von wildfarbenen Hauskatzen durch ihren buschigen, schwarz geringelten Schwanz und eine charakteristische Nackenzeichnung mit meist vier dunklen Streifen unterscheiden. Ob das nun gesichtete Tier dauerhaft in Schleswig-Holstein bleibt oder lediglich auf Wanderschaft ist, bleibt abzuwarten.

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Nordfriesland: Notzeit mit sofortiger Wirkung aufgehoben

Auf Grundlage der Allgemeinverfügung des Kreises Nordfriesland vom 09.01.2026 hatte der Kreis Nordfriesland die Notzeit angeordnet. Nun wurde die Notzeit für den Kreis Nordfriesland für beendet erklärt. Die jagdrechtliche Allgemeinverfügung zur Feststellung der Notzeit gemäß § 18 Landesjagdgesetz des Landes Schleswig-Holstein wurde mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Somit gilt das gesetzliche Fütterungsverbot des § 18 des LJagdG für Schalenwild, ebenfalls mit sofortiger Wirkung, wieder.

Die zuvor ausgerufene Notzeit war aufgrund einer außergewöhnlichen Witterungslage mit starkem Frost und flächendeckend vereister Schneedecke für das gesamte Kreisgebiet angeordnet worden. Während der Notzeit war die Fütterung von Wild – insbesondere von Schalenwild – erlaubt, da natürliche Äsung kaum verfügbar war. Mit der Aufhebung der Allgemeinverfügung entfallen diese Sonderregelungen umgehend.

Die jagdrechtliche Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Feststellung der Notzeit gemäß § 18 Landesjagdgesetz des Landes Schleswig-Holstein vom 09.01.2026 finden Sie hier: Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Feststellung der Notzeit

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Silvester & Feuerwerk: Rücksicht auf Wildtiere nehmen

Der Jahreswechsel bedeutet für viele Menschen Freude und Tradition. Für Wildtiere jedoch oft erheblichen Stress. Lärm, Lichtblitze und Rauch durch Feuerwerk können Fluchtreaktionen auslösen, zu Verletzungen führen oder Tiere in gefährliche Situationen treiben.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. schließt sich den wiederholt geäußerten Empfehlungen des Deutschen Jagdverbandes an und bittet darum, beim Abbrennen von Feuerwerk Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen. Besonders sensible Bereiche wie Wälder, Waldränder, Feldfluren, Gewässerränder und naturnahe Grünanlagen sollten gemieden werden.

Zusätzlich stellen Reste von Feuerwerkskörpern eine Gefahr dar: Plastik, Pappe und Metallteile können von Wildtieren aufgenommen werden oder zu Verletzungen führen. Wir appellieren daher, Feuerwerksabfälle im Anschluss vollständig zu beseitigen.

Rücksichtnahme zum Jahreswechsel ist ein einfacher, aber wirksamer Beitrag zum Schutz unserer heimischen Wildtiere.

Wir sagen Weidmannsdank und wünschen einen angenehmen Jahreswechsel!

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Aktion: Deine Weihnachtsspende für unsere Schießstände

Damit wir auch morgen noch sicher schießen können

Die Anforderungen an unsere Schießstände steigen – baulich, technisch und rechtlich. Gleichzeitig hat das Land Schleswig-Holstein den bisherigen Fördertopf von 100.000 € aus dem Landeshaushalt gestrichen. Die Jagdabgabe ist seit Jahren überzeichnet – es fehlt an allen Ecken und Enden Geld, um unsere Stände zukunftsfähig zu machen.

Damit wir Jägerinnen und Jäger auch künftig sicher trainieren, die Jägerprüfung abnehmen und den gesetzlich vorgeschriebenen Schießnachweis erbringen können, müssen wir jetzt selbst handeln.

Mit deiner Weihnachtsspende unterstützt du direkt die Sicherung und Modernisierung von Schießständen in Schleswig-Holstein.

FundraisingBox Logo

Ziel der Aktion

Mit unserer Weihnachtsaktion 2025 wollen wir die Zukunft unserer Schießstände sichern. Die eingehenden Spenden fließen direkt in den Erhalt, die Modernisierung und den Ausbau des jagdlichen Trainingsangebots. So stellen wir sicher, dass Jägerinnen und Jäger auch weiterhin verantwortungsvoll, sicher und weidgerecht üben können – für starke Schießstände und eine starke Jagdgemeinschaft.

Warum wir gerade jetzt deine Unterstützung brauchen:

– Erhöhte Sicherheitsanforderungen und technische Modernisierung
– Notwendige Investitionen, für Lärmschutz und umweltgerechte Infrastruktur bis hin zum laufenden Keiler
– Unerlässliche Trainingsmöglichkeiten für Jägerprüfung & Schießnachweis
– Der Fördertopf des Landes wurde gestrichen
– Die Jagdabgabe reicht schon lange nicht mehr aus

Unsere Schießstände sind die Grundlage verantwortungsvoller Jagd. Ohne sie geht es nicht.

Schießstände – ein knappes und schützenswertes Gut

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Schießstände drastisch zurückgegangen. Wo früher viele kleine Anlagen das jagdliche Üben ermöglichten, stehen heute nur noch wenige zur Verfügung – und gerade diese sind durch steigende gesetzliche Anforderungen wichtiger denn je. Damit unsere verbliebenen Schießstände nicht verloren gehen, brauchen wir Ihre Unterstützung. Nur gemeinsam können wir gewährleisten, dass sichere Trainingsmöglichkeiten auch in Zukunft bestehen bleiben.

Land hat Fördergelder gestrichen –

steigender Druck auf die Finanzierung

Die Anforderungen und Kosten für unsere Schießstände steigen seit Jahren stetig – von moderner Sicherheits- und Lärmschutztechnik bis hin zu den dringend notwendigen Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig hat das Land Schleswig-Holstein die bisherige Landesförderung in Höhe von 100.000 Euro vollständig gestrichen. Damit fällt ein unverzichtbarer Baustein zur Sicherung und Weiterentwicklung der Schießstätten ersatzlos weg.

Hinzu kommt, dass die Mittel aus der Jagdabgabe bereits seit mehreren Jahren massiv überzeichnet sind: Die Zahl der Projekte, Antragsteller und zwingend notwendigen Maßnahmen übersteigt die verfügbaren Gelder deutlich. Es fehlt an allen Ecken und Enden, um unsere Schießstände nicht nur zu erhalten, sondern sie fit für die Zukunft zu machen – für Ausbildung, Schießnachweise und ein sicheres jagdliches Schießen in Schleswig-Holstein.

Warum Schießstände unverzichtbar sind

Schießstände bilden die Grundlage für eine solide jagdliche Ausbildung. Für die Jägerprüfung sind sie unerlässlich, ebenso für den inzwischen vorgeschrieben Schießnachweis und natürlich für regelmäßiges und verantwortungsbewusstes Training. Nur auf dem Schießstand können angehende wie aktive Jägerinnen und Jäger ihre Fähigkeiten kontrolliert und fachgerecht üben und verbessern. So leisten die Anlagen einen entscheidenden Beitrag zu einer sicheren, präzisen und weidgerechten Jagd

Deine Weihnachtsspende für unsere Schießstände!

Damit wir auch morgen noch sicher schießen können.

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Schießwesen: Termine für 2026

Die weidgerechte Jagd verpflichtet uns zu einem sicheren, verantwortungsvollen und tierschutzgerechten Handeln. Wer Wild bejagt, trägt die Pflicht, es mit einem guten und sauberen Schuss zu erlegen. Voraussetzung dafür ist regelmäßiges Üben mit Büchse und Flinte und zwar auf dem Schießstand.

Das jagdliche Schießen auf den Schießständen dient der Ausbildung, Übung und Förderung der Fertigkeiten im sicheren Umgang mit den Waffen, die bei der Jagdausübung geführt werden. Es umfasst das Ausbildungs-, Übungs-, Leistungs- und Vergleichsschießen und ist ein unverzichtbarer Bestandteil der jagdlichen Praxis.

Mit den nachfolgend veröffentlichten Schießterminen 2026 bieten wir allen Jägerinnen und Jägern die Möglichkeit, ihre Schießfertigkeiten zu festigen, zu verbessern und regelmäßig zu überprüfen. Wir laden alle Mitglieder herzlich ein, dieses Angebot im Sinne der Weidgerechtigkeit und Sicherheit zu nutzen:

  • 09. Mai 2026 – Ländervergleichsschießen in Liebenau
  • 22./23. Mai 2026 – 1. Qualifikation zur Bundesmeisterschaft in Westre
  • 05./06. Juni 2026 – Landesparcoursschießen der Mannschaften in Heide
  • 13. Juni 2026 – Junioren Landesmeisterschaft in Altbennebek
  • 26./27. Juni 2026 Landesmeisterschaft aller Klassen (außer Junioren) in Hasenmoor
  • 11. Juli 2026 – 2. Qualifikation zur Bundesmeisterschaft in Kasseedorf
  • 22. August 2026 – UJ-Junge Jäger-Schießen in Heede
  • 02.-05. September 2026 – Bundesmeisterschaften in Liebenau
  • 19./25./26. September 2026 – Landesparcoursschießen Flinte in Hasenmoor

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Gelebtes Brauchtum: Rückblick auf die Landeshubertusmesse 2025 in Kiel

Vor einem Monat war es so weit: Am 15. November 2025 fand die Landeshubertusmesse in Kiel statt. Ort war die St.-Nikolai-Kirche, das älteste Gebäude der Landeshauptstadt und somit ein würdiger und stimmungsvoller Rahmen für diese traditionsreiche Veranstaltung. Seit 1997 wird die Landeshubertusmesse alle zwei Jahre in wechselnden Regionen Schleswig-Holsteins gefeiert. Sie hat sich längst zu einer festen kulturellen Größe entwickelt, die nicht nur innerhalb der Jägerschaft, sondern auch darüber hinaus große Beachtung findet.

Der musikalische Gottesdienst wurde von zahlreichen Bläserinnen und Bläsern aus Schleswig-Holstein sowie Gästen aus anderen Bundesländern gestaltet. Die Parforcejagdhörner erklangen im eindrucksvollen Zusammenspiel mit der Orgel. Bereits vor Beginn der Messe stimmten das Kieler Bläsercorps und die Probsteier Jagdhornbläser mit einem jagdlichen Konzert auf den Gottesdienst ein. Kraftvolle, ursprüngliche Klänge wechselten sich mit ruhigen, getragenen Passagen ab und prägten den liturgischen Charakter der Hubertusmesse.

Heute ist die Landeshubertusmesse ein fester Bestandteil des jagdlichen Brauchtums des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e. V. Gemeinsam mit weiteren landesweiten Veranstaltungen trägt sie maßgeblich zur Pflege musikalischer Traditionen bei und erreicht regelmäßig ein breites Publikum.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden sowie bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern und freuen uns schon jetzt auf die nächste Landeshubertusmesse.

(Bilder: Bernstein Media – LJV SH)

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Fortbildungsseminar für Pless- und Parforcehörner in „B“ und „Es“

Fortbildungsseminar für Pless- und Parforcehörner in „B“ und „Es“ vom 13. – 15. Februar 2026 Jugendfeuerwehrzentrum Rendsburg, P.-H.-Eggers-Straße 22-24

Hier findet jeder Jagdhornbläser/in interessante Themen für sich.

Die Übungsleiter können auf die Teilnehmer/innen eingehen, wenn es um Ansatz- und Atemtechnik oder „schöne Töne“ geht. Die Erarbeitung von Vorträgen in verschiedenen Klassen, das praxisnahe Jagdhornblasen in Einzelbesetzung und das Musizieren in Kleinformationen, auch in Vorbereitung zum Landesbläserwettbewerb am 14. Juni auf Gut Basthorst, stehen bei diesem Seminar mit auf dem Programm.

Bei den Es-Hörnern wird zusätzlich zu den Themen Kleinformation und Gruppenvorträge ein Schwerpunkt auf die Artikulation, Stopftechnik und den Bass und das Erlernen der 2. Stimme gelegt.

Für die gute Unterkunft und Verpflegung sorgt, wie immer, das von allen Seminarteilnehmern geschätzte Team des Jugendfeuerwehrzentrums.

Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten, es stehen nur begrenzte Teilnehmerplätze zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt über das Formular, das am 28.11.2025 auf der LJV-Homepage veröffentlicht wird.

Bitte das Formular ausschließlich an die Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn, Pommernweg 9, 24972 Steinbergkirche,  landesblaeserobfrau1@gmx.de schicken.

Termin 2026

Der Landesbläserwettbewerb findet am 14. Juni 2026 auf dem Gut Basthorst in der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg statt. Die Ausschreibung mit allen Informationen, Meldebögen und Noten finden Sie unter https://ljv-sh.de/lbw-2026

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Jagdpraxis: „Anschuss-Seminar“ mit Dennis Möller

Das Seminar umfasst die Theorie, die rechtlichen Grundlagen der Nachsuche und ab wann Nachsuchenführer angerufen werden sollte.

Anschuss-Seminar

Das Stück steht breit, weniger als 80 Schritt entfernt. Die Auflage ist gut und wird beschossen. Doch das Stück steigt vorne hoch und verschwindet im hohen Gras. Man meint gut abgekommen zu sein, ganz sicher, sauber hinters Blatt. Ein paar Minuten warten, dann abbaumen und auf die Suche gehen. Anschuss gefunden. Hellroter Schweiß, Lungentreffer. Einige Meter weiter liegt das Stück.

Doch was tun, wenn das Stück nicht liegt? Wenn der Anschuss undefinierbar oder nicht vorhanden ist?

Nachsuchenprofi Dennis Möller klärt im Anschussseminar das Vorgehen in der Theorie, die rechtlichen Grundlagen der Nachsuche mit dem eigenen Hund und wann der Nachsuchenführer angerufen werden sollte.

Im Anschluss geht es ins Revier, wo verschiedene reale Anschüsse untersucht werden.

Ein Seminar, das theoretisches Wissen und praktische Anwendung für aktive Jägerinnen und Jäger vermittelt und die eigenen Fähigkeiten weiterentwickelt.

Info: Snacks, Brötchen und Getränke können vor Ort erworben werden.

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Wildbret: Natur pur auf dem Festtagstisch

Ob geschmort, gegrillt oder klassisch gebraten: Wildfleisch aus heimischer Jagd zählt zu den natürlichsten und vielseitigsten Lebensmitteln, die unsere Region zu bieten hat. Wer zu Weihnachten ein festliches Wildgericht auf den Tisch bringen möchte, sollte frühzeitig zugreifen, denn die Nachfrage ist in der Advents- und Festtagszeit besonders hoch. Rezepte und Anbieter gibt es auf wild-auf-wild.de, über die  Waldfleisch-App und somit von Ihren Jägerinnen und Jägern von nebenan.

Ein traditionelles, liebevoll zubereitetes Essen gehört für viele Familien zum Weihnachtsfest einfach dazu. Doch was kommt dieses Jahr auf den Teller? Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein empfiehlt Wildschwein, Reh, Hirsch, Hase oder Fasan, also frisches Wildbret aus regionaler Jagd. Auch wenn heimisches Wild grundsätzlich ganzjährig verfügbar ist, bestimmen Wildvorkommen und Jagderfolg die Mengen. Besonders jetzt lohnt es sich daher rechtzeitig vorzubestellen.

Rezepte, Zubereitungstipps sowie eine Übersicht regionaler Anbieter finden Interessierte auf wild-auf-wild.de und in der Waldfleisch-App. Über die integrierte Suche lassen sich dort lokale Direktvermarkter und Restaurants mit Wildgerichten schnell und einfach finden. Wildbret ist in der Küche ebenso unkompliziert wie klassisches Rind- oder Schweinefleisch. Ob rustikaler Wildschweinbraten, feines Saltimbocca vom Reh oder ein aromatischer Hasenrücken mit Kräuterkruste – Inspirationen für die festliche Küche bietet die Broschüre Wilde Festtagsküche, die online kostenfrei verfügbar ist. Ein weiterer Vorteil: Wildfleisch ist naturbelassen, regional und besonders fettarm. Rehfleisch enthält im Winter lediglich rund 2 Gramm Fett pro 100 Gramm Muskel. Zudem liefert es wertvolle Vitamine der B-Gruppe sowie Mineralstoffe wie Eisen, Selen und Zink.

Heimisches Wildbret erfreut sich großer Beliebtheit: 50 Prozent der Deutschen essen es mindestens einmal jährlich, die Hälfte davon bereitet es sogar selbst zu. In ländlichen Regionen liegen die Werte noch deutlich höher: Knapp zwei Drittel (63 Prozent) essen dort regelmäßig Wild und ein Drittel (34 Prozent) schwingt selbst den Kochlöffel. Wildfleisch ist ein gesundes und natürliches Lebensmittel, sagen insgesamt 7 von 10 Deutschen. Noch deutlich höher fällt die Zustimmung auf dem Land mit einer Drei-Viertel-Mehrheit (77 Prozent) aus. In urbanen Regionen sind es hingegen weniger als zwei Drittel (64 Prozent). In der Jagdsaison 2023/24 haben die Deutschen insgesamt knapp 27.000 Tonnen Fleisch von Wildschwein, Reh und Hirsch verspeist. Das entspricht umgerechnet rund 270 Millionen Wildwürsten. Diese Ergebnisse hat kürzlich das Marktforschungsinstitut Civey im Auftrag des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ermittelt.

5 Tipps für die wilde Festtagsküche

  1. Wegen hoher Nachfrage: Wild jetzt vorbestellen.

  2. Regional kaufen: Jägerinnen, Jäger, Förster oder lokale Metzgereien bieten frisches Wildbret an.

  3. Modern und vielseitig: Wild eignet sich zum Schmoren, Garen, Braten oder Grillen.

  4. Gut haltbar: Wildfleisch lässt sich bis zu ein Jahr einfrieren.

  5. Inspiration pur: Über 400 Rezepte finden Sie auf wild-auf-wild.de und in der Waldfleisch-App.

lecker & gesund | vielfältig & ganzjährig | regional & nachhaltig

Hier finden Sie Ihren Wildbretanbieter:

Infos für Jägerinnen und Jäger:

Mit einer landesweiten Radiokampagne auf dem Sender R.SH möchte der Landesjagdverband Schleswig-Holstein nun zusätzlich Aufmerksamkeit schaffen: Vom 19. bis 29. November laufen insgesamt 30 Radiospots, die die Vorzüge von heimischem Wildbret hervorheben und Verbraucherinnen und Verbraucher inspirieren sollen, regionale Wildspezialitäten auf ihren Festtagstisch zu bringen. Die Kampagne soll dazu beitragen, das Bewusstsein für Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität zu stärken und Lust darauf machen, Wild als natürliches, gesundes und vielseitiges Lebensmittel neu (oder wieder) zu entdecken.

Darüber hinaus profitieren Jägerinnen und Jäger von kostenlosen digitalen Serviceangeboten: Sowohl die Premiumfunktionen der Waldfleisch-App als auch die Nutzung der Plattform „Wild auf Wild“ stehen der Mitgliedern des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Damit unterstützt der Landesjagdverband die direkte Vermarktung von Wildbret und erleichtert zugleich den Zugang zu Verbraucherinnen und Verbrauchern, die regionales Wildfleisch schätzen und gezielt danach suchen.

Exklusiv für LJV-Mitglieder: Premiumfunktionen bei Waldfleisch

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein ist Kooperationspartner von Waldfleisch. Damit erhalten Sie viele Premiumfunktionen kostenlos:

  • Mehr Wildarten: Sikawild, Muffelwild, Gamswild, Dachs, Nutria
  • Mehr Produkte und KG Preise bei Hase, Gans, usw.
  • Suchfunktion bei neuen Produkten
  • Automatische E-Mail-Benachrichtigung an Abonnenten bei neuen Angeboten
  • Eigene Produktbeschreibungen
  • Eigene Produktbilder
  • Stornierte Produkte wieder ins Angebot aufnehmen
  • Erinnerungen für Übergabetermine erstellen
  • uvm.

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Afrikanische Schweinepest: Fallwild-Monitoring als Frühwarnsystem

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine ständige Bedrohung für die Schwarzwild- und Hausschweinbestände in Deutschland. Aktuell sind die Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betroffen. Im Kreis Olpe wurde am 14. Juni 2025 bei einem verendet aufgefundenen Wildschwein die Tierseuche durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.

Fallwild als ASP-Indikator – Monitoring als Frühwarnsystem

In Schleswig-Holstein wird bereits seit vielen Jahren ein Schwarzwild-Monitoring zur Früherkennung der ASP bei Wildschweinen durchgeführt.
Da Fallwild als wichtigster Indikator für die Tierseuche gilt, ist die Untersuchung von Fallwild, Unfallwild und krank erlegten Stücken von entscheidender Bedeutung, um einen Seucheneintrag im Sinne eines Frühwarnsystems frühzeitig zu erkennen.

Im Jagdjahr 2024/2025 wurde in Schleswig-Holstein jedoch nur rund 20 Prozent des gemeldeten Fallwildes auf ASP untersucht – deutlich zu wenig, um eine effektive Früherkennung sicherzustellen. Das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) ruft daher die Jägerschaft auf, sämtliches Fallwild, Unfallwild und krank erlegte Stücke im Landeslabor auf ASP untersuchen zu lassen.

Für jede ordnungsgemäße Meldung einer ASP-Beprobung sowie die Entsorgung von Fallwild erhalten Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro.

Verzicht auf quartalsweise Meldung der Schwarzwildstrecken bei vollständiger Untersuchung des Fallwilds

Würde das Fallwild vollständig auf ASP untersucht, könnte auf die quartalsweise (unterjährige) Meldung der Schwarzwildstrecken, die eine nicht unerhebliche Mehrbelastung für Jägerinnen, Jäger und Jagdbehörden darstellt, verzichtet werden.
Ein wesentlicher Grund für die Einführung der Meldung war, dass der Anteil des beprobten Fallwildes an der Gesamtzahl des Fallwildes zu gering war. Sein Anteil liegt leider nach wie vor auf einem nicht ausreichenden Niveau, um durch die Untersuchung des Fallwilds einen ASP-Eintrag beim Schwarzwild zuverlässig und frühzeitig erkennen zu können.

Weitere Erfolge bei der ASP-Sanierung in Brandenburg und Sachsen

Vor rund fünf Jahren wurden in Brandenburg und Sachsen die ersten ASP-Fälle bei Wildschweinen amtlich festgestellt. Seitdem konnten beide Länder große Erfolge bei der ASP-Bekämpfung erzielen und aktuell weitere Teile der Sperrzonen bis auf schmale Streifen entlang der Grenze zu Polen zurücknehmen.
Die ASP-Bekämpfung funktioniert jedoch nur, wenn neue Fälle durch die Untersuchung allen Fallwilds frühzeitig erkannt werden.

 

ASP-Präventionsmaßnahmen für Jägerinnen und Jäger

Das Ministerium bittet vor Beginn der Jagdsaison, die nachfolgenden ASP-Präventionsmaßnahmen zu beachten.

  1. Untersuchung von Schwarzwild: Lassen Sie jedes aufgefundene Stück Fallwild, Unfallwild oder krank erlegte Stücke im Landeslabor auf ASP untersuchen. Ein größerer Anteil der gesund erlegten Wildschweine sollte ebenfalls getestet werden.
  2. Vermehrtes Fallwild melden: Ein gehäuftes Auftreten von Fallwild oder auffällige Stücke sollten umgehend dem Veterinäramt gemeldet werden.
  3. Entsorgung von Schwarzwild-Aufbruch und Fallwild: Entsorgen Sie Aufbrüche, Schwarten und Zerwirkreste von Schwarzwild sowie Fallwild nicht im Revier oder auf Luderplätzen, sondern an den von den Kreisen und kreisfreien Städten eingerichteten 28 Sammelplätzen – auf diese Weise verhindern Sie eine Weiterverbreitung von Tierseuchen.
  4. Strikte Hygienemaßnahmen: Achten Sie auf eine strikte Trennung zwischen Jagd und Hausschweinehaltung. Säubern Sie Ihre Ausrüstung, Fahrzeuge und Kleidung gründlich nach der Jagd, insbesondere wenn Sie in ASP-gefährdeten Gebieten unterwegs waren.
  5. Vermeidung von Jagdreisen in ASP-Gebiete: Wenn möglich, sollten Jagdreisen in ASP-betroffene Regionen vermieden werden.

Unterstützung der Jägerinnen und Jäger wichtig

Präventive Maßnahmen und schnelle Reaktionen tragen maßgeblich zum Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest bei. Durch Ihre Unterstützung als Jägerin oder Jäger kann ein Eintrag der Tierseuche verhindert und die Wildschweinbestände in Schleswig-Holstein gesund erhalten werden. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Weitere Informationen für Jägerinnen und Jäger zur Afrikanischen Schweinepest:

Informationen der Landesregierung: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/T/tiergesundheit/ afrikanischeSchweinepest.html und https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/W/wald/jagd

Informationen des FLI: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

Quelle MLLEV

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Landesbläserwettbewerb 2026 auf Gut Basthorst

70 Jahre Landesbläserwettbewerbe im Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V.

Feiern Sie uns mit uns das besondere Jubiläum in der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg am 14. Juni 2026 auf dem Gut Basthorst unter dem Motto: Herzoglicher Hörnerklang- Natur- Ton- Tradition. Bei der Ausschreibung ist, neben den üblichen Wertungsklassen, für jeden etwas dabei, ob zu viert als Kleinstgruppe, im Solo, Duo oder Trio. Auf unsere Jugendgruppen wartet wieder eine eigene Wertungsklasse!

Der Wettbewerb findet an zwei Orten auf dem Gut Basthorst statt, sodass genügend Zeit bleibt um die vielen Angebote rund um den Wettbewerb zu erkunden.

Beleben Sie durch ihre Teilnahme diesen Jubiläumswettbewerb. Starten Sie einen Ausflug mit der ganzen Familie.

Waidmannsheil und Hörnerklang
Mandi-Rose Wargenau-Hahn

Bitte lesen Sie sorgfältig die Ausschreibung, bevor Sie die Anmeldebögen ausfüllen. Ausschreibung, Anmeldebögen und Notensätze finden Sie im Folgenden:

Hier finden Sie die Notensätze:

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Projekt „MoorRotwildnis“: Die Rückkehr der Rothirsche als Chance für die Artenvielfalt

Auftaktveranstaltung für das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben »MoorRotwildnis«

Die Rückkehr der Rothirsche: eine Chance für die Artenvielfalt

Das Luftbild zeigt: Rothirsche gestalten auf vielfältige Weise ihren Lebensraum – insbesondere durch Beweidung, Transport von Pflanzensamen und Tritt. Von dem Strukturreichtum profitieren zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Foto: Bioconsult

Sie wandern seit Jahren über die Grenze: Rothirsche aus Dänemark erobern Schleswig-Holsteins Norden. Als größte heimische Pflanzenfresser sind die Hirsche ein Glücksfall für den Naturschutz und gleichzeitig eine Herausforderung für die naturnahe Waldwirtschaft und die Landwirte – Hirsche fressen nicht nur Gras, sondern auch Feldfrüchte und junge Bäume. Was innerhalb der Moore die Lebensräume pflegt und einen sehr positiven Einfluss auf die Biodiversität hat, kann vor allem für Waldbesitzende ein ernstes Problem werden und zu massiven finanziellen Schäden führen. Wie sich die Rückkehr der Hirsche naturschutzfachlich sinnvoll und gleichzeitig landnutzungsverträglich gestalten lässt, will die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gemeinsam mit starken Partnern – den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein – im neuen Projekt »MoorRotwildnis« entwickeln.

Im Fokus des vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Vorhabens steht die Entwicklung innovativer Naturschutzkonzepte. Rothirsche sind mehr als nur majestätische Tiere – sie helfen Lebensräume zu vernetzen und Vielfalt zurückzubringen. Sie können auf ihren Wanderungen innerhalb einer Nacht viele Kilometer zurücklegen – und dabei Pflanzensamen über große Distanzen transportieren. So vernetzen sie Lebensräume, bringen verloren gegangene Naturprozesse wieder in Gang und tragen dazu bei, dass gefährdete Pflanzenarten neue Standorte erobern. »Rothirsche können Lebensräume miteinander vernetzen, als Artentaxi seltene Pflanzen verbreiten und wichtige ökologische Dynamiken wieder anstoßen – wenn wir es schaffen, ihre Präsenz klug zu steuern und es gelingt, Schäden in der Land- und Forstwirtschaft zu vermeiden «, sagt Marcus Meißner, Wildtierbiologe und Projektleiter bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Doch nicht nur die Ökosysteme profitieren: Auch die Rothirsche selbst sind auf gut vernetzte Lebensräume angewiesen, um ihre genetische Vielfalt zu erhalten. Die Rothirschpopulation bringt wiederum neue Herausforderungen mit sich. Die Tiere leben großräumig – nicht nur im Moor, sondern auch in Feld und Wald. Im Projekt sollen zwischen Naturschutz und Landnutzung abgestimmte Managementstrategien entwickelt werden.

Das Projekt »MoorRotwildnis« setzt deshalb auf ein umfassendes Maßnahmenpaket:

  • Monitoring und Telemetrie liefern erstmals belastbare Daten zu Bestand, Wanderbewegung und Verhalten.
  • Lebensraumgestaltung und Besucherlenkung sollen helfen, Konflikte zu vermeiden und sensible Bereiche zu schützen.
  • Wissenschaftliche Begleitung durch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel untersucht die Auswirkungen der Rothirsche auf Artenvielfalt und Landschaftsentwicklung.

»MoorRotwildnis« ist ein gemeinsames Vorhaben der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten A.ö.R., der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Gefördert wird es im Rahmen des E+E-Programms durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

 

Projektnehmer:

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

www.stiftungsland.de (Ansprechpartner: Marcus Meißner, 0431-21090 421, marcus.meissner@stiftungsland.de)

Projektpartner:

Schleswig-Holsteinische Landesforsten A.ö.R.

www.shlf.de (Ansprechpartner: Jens-Birger Bosse)

Christian-Albrechts-Universität Kiel, Institut für Natur- und Ressourcenschutz, Abteilung Landschaftsökologie, www.landscape-ecology.uni-kiel.de (Ansprechpartner: T. Donath, H. Reck)

Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.

www.ljv-sh.de (Ansprechpartner: Marcus Börner)

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Rebhuhn in Schleswig-Holstein: Sorge um den einst typischen Feldvogel

Das Rebhuhn (Perdix perdix) war über Jahrzehnte ein vertrauter Anblick in der schleswig-holsteinischen Agrarlandschaft. Doch die Besätze des einst weit verbreiteten Feldvogels sind dramatisch eingebrochen. Nach den harten Wintern der späten 1970er Jahre erholte sich die Population nur kurzzeitig – seit den 1990er Jahren ist sie auf einem äußerst niedrigen Niveau stabil geblieben.

Aktueller Besatz und Verbreitung

Die jüngste landesweite Erfassung des Wildtier-Katasters Schleswig-Holstein aus dem Jahr 2023 zeigt:
In 903 Jagdbezirken wurden Rebhühner gemeldet, 783 Datensätze konnten zur Berechnung der Brutpaardichte genutzt werden. Auf einer Gesamtfläche von rund 3.950 Quadratkilometern wurden 843 Brutpaare festgestellt – das entspricht einer mittleren Dichte von nur 0,2 Paaren pro km². Der Gesamtbesatz in Schleswig-Holstein wird derzeit auf rund 3.200 Brutpaare geschätzt. Gegenüber 2022 ist damit zwar ein leichter Zuwachs zu verzeichnen, insgesamt bleibt die Art jedoch stark gefährdet.

Besonders hohe Dichten finden sich noch in Teilen der nördlichen Schleswiger Geest, der Goosharde, in Norderdithmarschen und Wagrien. Große zusammenhängende Flächen ohne Vorkommen liegen dagegen im Osten Eiderstedts, in der Holsteinischen Schweiz sowie westlich von Hamburg.

Ursachen und Trends

Die langfristige Entwicklung stellt Grund zur Sorge dar: Zwischen 2008 und 2023 gingen in 88 % der erfassten Gebiete die Rebhuhndichten zurück. Nur in 8 % der Flächen wurden Zunahmen beobachtet. Der dramatischste Rückgang fällt in den Zeitraum 2009 bis 2011 und steht im Zusammenhang mit dem Wegfall großflächiger Ackerbrachen infolge geänderter EU-Agrarregeln. Die Fläche solcher Brachareale sank damals von rund 45.000 ha auf unter 10.000 ha – mit verheerenden Folgen für die Art. Inzwischen scheint sich die Population auf sehr niedrigem Niveau leicht zu stabilisieren. Diese Entwicklung könnte mit dem erneuten Anstieg der Brachflächen auf über 10.000 ha zusammenhängen.

Perspektiven für den Schutz

Das Rebhuhn ist ein Symboltier für eine strukturreiche, insektenreiche Kulturlandschaft. Erfolgversprechend sind Maßnahmen, die Blühflächen, Brachen und halboffene Weidelandschaften schaffen und mit einem gezielten Prädatorenmanagement kombiniert werden. Solche Lebensräume bieten Insekten als Nahrungsgrundlage für die Küken und Rückzugsräume für Altvögel.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein setzt sich gemeinsam mit Landwirtinnen, Landwirten und Naturschützern dafür ein, dass entsprechende Agrarumweltprogramme auch in der kommenden Förderperiode gestärkt und landesweit umgesetzt werden. Nur mit vereinten Kräften kann es gelingen, das Rebhuhn in Schleswig-Holstein zu erhalten.

Weiter Infos finden Sie auf den Seiten 111–113 des Jahresberichts zur biologischen Vielfalt 2024:

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Brauchtum: Die Zeit der Hubertusmessen in Schleswig-Holstein beginnt

Wenn die Tage kürzer werden und der Herbst das Land in goldenes Licht taucht, beginnt in Schleswig-Holstein die Zeit der Hubertusmessen – ein fester Bestandteil jagdlicher Kultur und Ausdruck tief verwurzelter Verbundenheit mit Natur, Wild und Land. Bald erklingen dann wieder Hörner, Jagdsignale und festliche Klänge. Diese besonderen Gottesdienste zu Ehren des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jägerinnen und Jäger, sind fester Bestandteil des jagdlichen Brauchtums in Schleswig-Holstein. Überall im Land kommen Jägerinnen und Jäger, Jagdhornbläsergruppen und -corps, Reiterinnen und Reiter sowie viele Freunde des ländlichen Lebens zusammen, um die Tradition der Hubertusmessen zu genießen.

In stimmungsvoller Atmosphäre, begleitet von Jagdhornbläsergruppen, wird bei diesen Messen Dank für die Natur, das Wild, die Jagd und die Gemeinschaft ausgesprochen. Sie bieten nicht nur Jägerinnen und Jägern, sondern auch allen Naturfreundinnen und -freunden Gelegenheit, innezuhalten und die Verbundenheit von Mensch, Tier und Natur zu feiern.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Hubertusmessen in Schleswig-Holstein, die dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein gemeldet wurden:

Hinweis:
Die Liste wird fortlaufend ergänzt, sobald weitere Termine gemeldet werden. Besucherinnen und Besucher sind bei allen Veranstaltungen herzlich willkommen.

Liste der mitgeteilten Hubertusmessen im LJV-SH e.V. 2025
bei vielen HM findet eine halbe Stunde vorher  ein Vorkonzert der örtlichen Bläsergruppe in der Kirche statt
Datum Uhrzeit Name der Kirche Adresse der Kirche Bläsercorps Kreisjägerschaft / Verein
19.10.2025 18.00Uhr St. Michaeliskirche Eutin Schloßstr. 2, 23701 Eutin Freischütz Eutin Eutin
24.10.2025 19.00Uhr St. Johannis Kirche Hauptstr. 22, 23714 Neukirchen Diana Plön Eutin
25.10.2025 17.00Uhr Kirche Sülfeld Am Markt 16, 23867 Sülfeld Diana Plön Segeberg
26.10.2025 19.00 Uhr Vicelinkirche An der Kirche 2, 2382o Pronstorf Diana Plön Segeberg
26.10.2025 18.00Uhr Ratekau Hauptstr.10, 23626 Ratekau Freischütz Eutin Eutin
26.10.2025 17:00 Uhr Heiligen Geist Kirche, Barmstedt Kirchenstrasse ,Barmstedt Jagdhornbläsergruppe Bullenkuhlen Pinneberg
01.11.2025 19.00Uhr ev. Kirche zu Dänischen Hagen Kirchenstr. 5, 24229 Dänischenhagen Eckernförder Parforcehornbläserkreis Eckernförde
01.11.2025 18.00Uhr Vicelinkirche zu Neumünster Hinter der Kirche 1, 24534 Neumünster Angeliter Parforce Neumünster
01.11.2025 19.30Uhr Meldorfer Dom Klosterhof 19, 25704 Meldorf Parforcehornbläser Rendsburg – Schleswig Dithm. Nord/Süd
02.11.2025 18.00Uhr St. Petri Kirche Petriweg 1, 24354 Rieseby Eckernförder Parforcehornbläserkreis Eckernförde
02.11.2025 17.00Uhr Martin Luther Kirche Kirchenweg 4, 25917 Achtrup Bläserkorps Südtondern Nordfriesland
02.11.2025 17.00Uhr St. Marienkirche Kirchplatz 5, 23795 Bad Segeberg Diana Plön Segeberg
02.11.2025 17.00Uhr St. Antoniuskirche Neukirchen i.H. An der Kirche 18a,23779 Neukirchen i.H. Freischütz Eutin Oldenburg i.H.
02.11.2025 17.30Uhr St. Marien zu Sörup Schulstr. 1, 24966 Sörup Angliter Parforce Flensburg
02.11.2025 17.00Uhr Alt-Rahlstedter Kirche Pfarrstr.aße 19, 22149 Hamburg Ahrensburger Parforcehornbläser Hamburg
02.11.2025 17.30Uhr Hamdorfer Kirche Dorfstr. 15, 24805 Hamdorf Parforcehorbläser Rendsburg -Schleswig Rendsburg-Ost
07.11.2025 19.00Uhr Nikolai Kirche Markt 25, 24306 Plön Diana Plön Plön
07.11.2025 18.00Uhr St. Aegiden Kirche Lübeck Aegidienhof 1-3, 23552 Lübeck Lübeck Lübeck
07.11.2025 18.00Uhr Catharinen Kirche Dorfstr. 1, 24259 Westensee Parforcehornbläser Rendsburg-Schleswig Nordeutscher Jagd- u. Rennverein zu Kiel
08.11.2025 18.00Uhr St. Fabian- und St. Sebastian Kirche Alt Rensefeld 24, 23611 Bad Schwartau Lübeck Lübeck
08.11.2025 19.00Uhr Auf dem Erlenhof-Aukrug- Innien Itzehoer Str. 26, 24613 Aukrug Parforcehornbläser Rendsburg _Schleswig Rendsburg-West
09.11.2025 17.00Uhr Kirche Sarau Am Kirchplatz 1, 23719 Glasau Diana Plön Segeberg
09.11.2025 17.00Uhr Kreishubertusmesse Ratzeburger Dom Domhof 18, 23909 Ratzeburg Lübeck Freischütz /Eutin Herzogtum Lauenburg
09.11.2025 18.00Uhr Heiligen-Geist-Kirche Wacken Hauptstr. 36, 25596 Wacken Parforcehornbläser Wilstermarsch Steinburg
09.11.2025 18.00Uhr St. Laurentius Kirche Dorfstr. 5, 24969 Großenwiehe Angeliter Parforce Flensburg
09.11.2025 18.00 Uhr St. Marien-Kirche Delve Süderstr. 6, 25788 Delve Parforcehornbläser Rendsburg Schleswig Dithm. Nord/Süd
09.11.2025 18:00 Uhr St. Nikolaikirche  zu Hollingstedt Lahmenstraat 1, Hollingstedt Es-Geflüster und Treenebläsern Schleswig

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Myxomatose beim Feldhasen: Empfehlungen für die Durchführung von Treibjagden

Die Myxomatose ist eine durch das Myxomavirus (MYXV), ein Pockenvirus, verursachte Erkrankung, die ursprünglich vor allem Wild- und Hauskaninchen betraf. Inzwischen tritt sie zunehmend auch bei Feldhasen (Lepus europaeus) auf. Das Virus stammt aus Südamerika und wurde in den 1950er-Jahren durch den Menschen nach Europa eingeschleppt. Das klassische Myxomavirus ist in Schleswig-Holstein seit Jahrzehnten in Wildkaninchenpopulationen verbreitet. Regelmäßige Ausbrüche führen dort zu lokalen Besatzeinbrüchen. Einige Wildkaninchenpopulationen haben über die Jahre eine gewisse Resistenz gegen das Virus entwickelt, wodurch die Sterblichkeit abgenommen hat. Seit 2018 wird in Europa eine neue rekombinante Virusvariante („ha-MYXV“ bzw. Toledo-Variante) beobachtet. Sie trat zunächst bei Iberischen Feldhasen (Lepus granatensis) in Spanien auf und verursachte dort eine hohe Sterblichkeit. In Nordrhein-Westfalen wurde diese Virusvariante erstmals 2023 bei heimischen Feldhasen nachgewiesen und breitet sich seit dem Sommer 2024 rasch überregional, wie beispielsweise in Niedersachsen, aus. Die Variante lässt sich mittels PCR-Untersuchung von anderen Myxomatose-Stämmen unterscheiden. 2025 wurde diese Variante (Toledo-Variante) auch erstmals in Schleswig-Holstein beim Feldhasen festgestellt.

Die Inkubationszeit beträgt etwa drei bis neun Tage. Erkrankte Tiere zeigen häufig Apathie, Fressunlust sowie Schwellungen und Pockenläsionen an Sehern (Augen), Löffeln (Ohren), Geäse (Maul und Nase) und im Genitalbereich. Häufig kommt es zu Abmagerung und Sekundärinfektionen. Betroffene Tiere versterben meist an den Folgen dieser Begleiterkrankungen. Bei Wildkaninchen ist es bekannt, dass die überlebenden Individuen Narben zurückbehalten und ggf. erblinden können. Die Übertragung erfolgt überwiegend über Stechinsekten wie Mücken, Flöhe oder Zecken, aber auch durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminierte Oberflächen. Das Virus kann in getrocknetem Pockenmaterial über Monate infektiös bleiben, lässt sich jedoch mit begrenzt viruziden Desinfektionsmitteln sicher inaktivieren. Entscheidend für seuchenhafte Ausbrüche ist weniger die Dichte der Hasenbesätze, sondern vielmehr die Zahl der Überträger – ein mückenreicher Sommer wie 2024 kann die Ausbreitung beispielsweise begünstigen.

Die Myxomatose ist keine Zoonose und für den Menschen ungefährlich. Wildbret sollte dennoch ausschließlich von gesunden, symptomfreien Tieren gewonnen werden, da erkrankte oder abgemagerte Tiere häufig zusätzliche Infektionen aufweisen. Beim Umgang mit Fallwild ist auf Hygiene und Selbstschutz zu achten:

  • Handschuhe tragen,
  • nach Kontakt gründlich Hände waschen
  • und Kadaver sicher sowie auslaufsicher verpacken.
  • Fallwild untersuchen (Kontakt zu Kreisveterinär) lassen und in jedem Fall aus dem Revier entfernen und unschädlich beseitigen.

Nach einem erstmaligen Auftreten der Erkrankung im Revier sollte zunächst beobachtet werden, wie sich die Population entwickelt. Zur Schonung der Besätze sollte grundsätzlich nur der Zuwachs einer Population bejagt werden, der über Frühjahrs- und Herbstzählungen ermittelt werden kann. Zudem wird empfohlen, Treibjagden in betroffenen Gebieten auszusetzen, um Stress und mögliche Virusverschleppung zu vermeiden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt eine Jagdruhe von mindestens vier Wochen nach dem letzten bestätigten Myxomatose-Fall. Derzeit liegen keine Hinweise auf eine generelle Gefährdung der Feldhasenbesätze in Schleswig-Holstein vor. In Spanien wurde bei Iberischen Feldhasen eine Immunitätsdauer von etwa zehn Monaten beobachtet; für den Europäischen Feldhasen liegen hierzu bislang keine gesicherten Daten vor. Erste Antikörperstudien sind in Vorbereitung.

Jägerinnen und Jäger können zur Beobachtung und Eindämmung der Krankheit beitragen:

  • Totfunde oder Kadaver sollten über das zuständige Kreisveterinäramt gemeldet werden. Nur dann ist eine weiterfolgende Untersuchung im Landeslabor kostenfrei. Eine zusätzliche Meldung über die Tierfund-Kataster-App ist sinnvoll.
  • Regelmäßige Feldhasenzählungen helfen, Populationsentwicklungen besser einzuschätzen.
  • Wichtig sind zudem strikte Hygienemaßnahmen, der freiwillige Jagdverzicht in betroffenen Gebieten sowie die Sensibilisierung von Mitjägerinnen und Mitjägern – Wissen und Aufmerksamkeit tragen maßgeblich zum Schutz der Feldhasenbesätze bei.
  • Reviere sollten intensivierte Prädatorenbejagung und die Anlage von Wildäckern („Hasenapotheke“) durchführen.

Empfehlungen für die Durchführung von Treibjagden:

  • Betroffene Reviere sollten nach Bestätigung der Myxomatose im Revier die Durchführung der Treibjagden freiwillig aussetzen.
  • Betroffene Reviere sollten nach Bestätigung der Myxomatose im Revier Totfunde aus dem Revier entfernen.
  • Nicht betroffene Reviere sollten in der Jagdeinladung und bei der Ansprache vor der Jagd alle Jagdgäste für mögliche Totfunde sensibilisieren. Sollten Totfunde gemacht werden, sind diese an die Jagdleitung zu melden, die über den Fortgang der Jagd entscheiden muss. Auf sichtbare Krankheitsanzeichen ist besonders zu achten. Beteiligte Jägerinnen und Jäger sowie Treiberinnen und Treiber sollten über die Krankheit, deren Symptome und die erforderlichen Hygieneregeln informiert werden.
  • Nicht betroffene Reviere sollten in der Jagdeinladung und bei der Ansprache vor der Jagd auf das Mitführen von Einweghandschuhen und auslaufsicheren Beuteln hinweisen für die Aufnahme von Totfunden.
  • Die Myxomatose kann plötzlich und örtlich begrenzt auftreten, sodass benachbarte Reviere unterschiedlich stark oder gar nicht betroffen sind. Um mögliche Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden, ist eine offene und sachliche Kommunikation zwischen den Jagdausübungsberechtigten benachbarter Reviere empfehlenswert.
  • Alle Beobachtungen zu auffälligem Wild, Funden oder Krankheitsanzeichen sollten dokumentiert werden.
  • Hygiene ist wichtig: Schützen Sie sich, andere und das Wild durch saubere Fahrzeuge, Ausrüstung, Stiefel und geeignete Vorsichtsmaßnahmen (Einweghandschuhe, Plastikbeutel, etc.). Jagdhunde sollten nach dem Jagdeinsatz gewaschen werden.

Wir bitten alle Jägerinnen und Jäger aufmerksam auf verendete Feldhasen zu achten und Funde über die Kreisveterinärämter unbedingt beproben zu lassen und zusätzlich im Tierfund-Kataster mit Foto zu melden. Nutzen Sie hierzu einfach die Tierfund-Kataster-App.

Download unter:

Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.duf.totfund&hl=de

App Store von Apple: https://apps.apple.com/de/app/tfk/id551640662

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