Fortbildungsseminar für Jagdhornbläser 2014
Fortbildungsseminar für Jagdhornbläser
zum 9. Mal in Rendsburg
Das Fortbildungsseminar 2014 – ausgeschrieben für Pless-, B-Parforce- und Es-Hörner – war mit knapp 100 Teilnehmern weit vor Meldeschluss ausgebucht, sodass einige Teilnehmer ein nahe gelegenes Hotel in Anspruch nehmen mussten. Der Ruf und Erfolg des Seminars geht inzwischen über Schleswig-Holsteins Landesgrenzen hinaus – so kamen auch viele Bläser aus Hamburg und Niedersachsen. Die Zusammensetzung der Übungsleitercrew war vielfältig und fand bei den Bläsern große Anerkennung. Studierte Hornisten, erfahrene Corpsleiter, Wertungsrichter auf Bundesebene, Musiklehrer einer Forstschule, Musikpädagogen, sowie ein Professor der Musik gaben den Teilnehmern ihr fundiertes Wissen weiter. Die Übungsleiter waren teilweise von weither angereist, so kamen Christine Bogner und Ludger Holtmann aus Hessen. Günter Lunemann (NRW) kannten schon viele Teilnehmer, denn er war schon das achte Mal dabei und begeistert in seinen Kursen immer aufs Neue seine Bläser. Naturhornbläser Professor Uwe Bartels und Ludolf Reßmeyer kamen aus Niedersachsen. Aus Schleswig-Holstein waren Michael Mull (Musikschule Lübeck), Dr. Gregor Steidle (Kiel) und Tim Hasenkamp (Hartenholm) angereist.
Die Seminarteilnehmer wurden in acht Kleingruppen eingeteilt. Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn hatte sich viel Mühe gegeben, nicht nur den Wünschen aller gerecht zu werden – sondern auch den Leistungsstand zu berücksichtigen. In allen acht Übungsgruppen wurde großer Wert auf die Basisarbeit gelegt, denn diese kommt bei den meisten Übungsabenden zu kurz. Hierbei hatte jeder Übungsleiter seine eigenen Tricks. Sei es, dass nur auf dem Mundstück geblasen wird, um die Lippen zu sensibilisieren oder auch mit einem kleinen Spiegel den eigenen Ansatz zu überprüfen. Stütze und Atmung sind ein wichtiger Bereich, der nicht oft genug verbessert werden kann.
Zur Vorbereitung des erstmaligen Kombiwettbewerbes am 11. Mai auf Gut Görtz wurden Kürstücke aus dem Pflichtprogramm ausgearbeitet. Für die immer beliebter werdenden Kategorien der Solo-und Duovorträge des Wettbewerbes wurde im Seminar „Solo/Duo“ trainiert. Zusätzlich gab es eine Fortbildung für Corpsleiter, die eine besondere Anforderung an die Teilnehmer stellte.
In den vier Übungsgruppen für die ES-Hörner waren verschiedene Schwerpunkte gesetzt. So wurde die Intonation in der Kleinformation geübt, eine spezielle Bass-Gruppe eingerichtet und die Stopftechnik verfeinert. Überall legten die Übungsleiter wiederum viel Wert auf die Basisarbeit, die die Bläser weiterbrachte. Damit die Teilnehmer die Methode nicht nur eines Ausbilders kennen lernten, wurden die Übungsleiter gewechselt, was das bisherige Wissen der Teilnehmer erweiterte.
Es wurde viel geblasen in diesen Tagen, selbst nach dem Abendbrotessen am Samstag war noch nicht Schluss. Erstmalig am Seminar wurde Einzelunterricht angeboten. Hier konnten sich Bläser bei den acht Übungsleitern anmelden, um spezielle Probleme ihrer Blastechnik zu beheben. Das Angebot war schnell ausgebucht. Eine gute Idee von der Seminarleitung!
Natürlich kam der Spaß auch nicht zu kurz, denn am „grünen Abend“ wurde noch viel gefachsimpelt und auch weitere Bläserbekanntschaften geschlossen. Für die gute Stimmung sorgte nicht zuletzt mit der guten Verpflegung in altbekannter Weise das Team um Herrn Schlüter vom Jugendfeuerwehrzentrum.
Der Präsident des LJV Herr Dr. Baasch ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss des Seminars dem Team um Landesbläserobfrau M.-R. Wargenau-Hahn und ihrer Stellvertreterin Renate Meyer für die hervorragende Organisation zu danken. Nachdem die Übungsleiter eine kleine musikalische Kostprobe gaben, stellte der Präsident fest, dass ihm jedes Mal das Herz aufgehe, wenn er jagdliche Klänge höre. Jagdliches Brauchtum werde mit der Jagdmusik in besonderer Weise gepflegt. Auch die Jugendarbeit trage Früchte, denn auf diesem Seminar waren auch einige Jugendliche erschienen, obwohl für die Jugend eine Bläser-Freizeit vom 12. – 14. September 2014 im Wildpark Eekholt geplant ist.
Erfreulich war auch, wie Frau Wargenau-Hahn betonte, dass sehr viele Es-Hornbläser gekommen waren – über ein Drittel der gesamten Teilnehmerschaft. Die Gemeinschaft der „B“ und „Es“ Hornbläsern ist der Landesbläserobfrau ein ganz besonderes Anliegen, denn allen gemein ist die Faszination der Jagdhornmusik. Das zeige, dass die Bläserfamilie in Schleswig-Holstein zusammenwachse.
Zum Schluss bedankte sich die Landesbläserobfrau bei ihrer Stellvertreterin Frau Meyer für die konstruktive Zusammenarbeit, den Übungsleitern für ihre Geduld und das fundierte Wissen , dem Cateringteam für die schmackhafte Bewirtung mit einer „süßen Glasschale“, auf die unsere kreative Bläserin Gunda Mohr ein Jagdhorn graviert hatte. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr vom 27. Februar – 1. März 2015 freuen sich schon jetzt alle Interessierten.
Jörn Neupert
Für die Schüler der Ostseeschule Blekendorf war die Aufregung groß, als der
Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat die Forderung von Tierschützern zurückgewiesen, Seehunde aus der Liste der jagdbaren Arten zu streichen. Das Jagdrecht erlaube in einigen Bereichen ein strengeres Schutzregime als das Naturschutzrecht, sagte Habeck am Mittwoch in Kiel. «Zum Beispiel wird Wilderei als Straftat mit empfindlicher Strafandrohung geahndet», erklärte der Minister. Seehunde seien seit 1974 streng und gut geschützt. Das werde über internationale Konventionen, EU-Richtlinien, Gesetzgebungen von Bund und Ländern sichergestellt.
Das Hoffmann-von-Fallersleben-Schulzentrum in Lütjenburg hat für einen anschaulichen und praktischen Schulunterricht an Gymnasium und Gemeinschaftsschule alles direkt vor seiner Tür: ein kleiner Teich, ein Wäldchen und eine Streuobstwiese. An Ideen fehlt es nicht, dieses Kleinod optimal zu nutzen, aber leider am Geld. Malte Puck, Mitglied der Kreisjägerschaft Plön, und seine Frau, Anne Puck, beide engagierte Lehrer am Schulzentrum wandten sich an den Vorstand und warben um Geldmittel für die Realisierung der Projekte „Grünes Klassenzimmer“ und „Anlage eines Naturlehrpfades“. Mit dem Bau eines befestigten Stegs und dem Bau einer Terrasse, der Anlage von Wildhecken und anderen Maßnahmen, welche die beiden mit ihren Schülerinnen und Schülern durchführen, soll die Attraktivität der Außenanlagen für einen naturnahen und handlungsorientierten Unterricht gesteigert werden. Der Vorstand ist nach Besichtigung der Anlage begeistert und unterstützt das Projekt mit 500 Euro. In Zukunft ist eine engere Zusammenarbeit geplant. Im kommenden Jahr werden für zwei Informationstage rund um den Lebensraum und die Lebensweise des Wildes stattfinden. Die Anlage wird bestens in die Präsentation der Jäger hineinpassen.
Mitte November stand der Jägerwagen des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein zwei Tage auf dem Schulhof der Schule am Selenter See in Selent. Thorolf Wellmer und Josefine von Hollen von der Kreisjägerschaft Plön nahmen sich die Zeit ca. 340 Schülern von der ersten bis zur achten Klasse etwas über das heimische Wild zu erzählen. Gemeinsam mit den Biologielehrern der Schule – allen voran Frau Kerstin Stahl – wurden Arbeitsunterlagen für die verschiedenen Klassenstufen erarbeitet. Als Schwerpunktthema wählten die Lehrkräfte den Lebensraum und die Unterscheidungsmerkmale des Rotwildes, Damwildes und Rehwildes aus. Die Schülerinnen und Schüler sollten anhand des Geweihs bzw. des Gehörns die Wildarten erkennen lernen. Ebenso erfuhren sie, wie die Tiere aufgrund ihrer Größe oder anderer besonderer Merkmale wie z.B. der Wedel beim Damwild oder die Schürze beim Rehwild zu erkennen sind. Nach den Ausführungen am Jägerwagen wurde im Unterricht das Thema nochmals vertieft und die richtigen Antworten für die Arbeitsunterlagen gemeinsam erarbeitet. Thorolf Wellmer, der seit Jahren im Kreis Plön viel mit Schulklassen arbeitet, lobte die enge Zusammenarbeit mit den Lehrern sowie die gute Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen. Auch in den Pausen hatten die beiden Jäger keine Ruhe. Der Jägerwagen war stets umlagert. Kein Wunder, da die vielen Präparate wie Fuchs, Uhu, Wiesel und vieles mehr immer wieder Anlass für eine Erklärung oder eine interessante Information boten. Das erfolgreiche Projekt wird im nächsten Jahr mit einem neuen Thema wieder aufgegriffen – da sind sich Lehrer und Jäger einig.
Seid mal ehrlich, welcher junge Mensch möchte nicht mal aller Welt zeigen, was er kann und was er gelernt hat? 
Der Rückgang der Biodiversität ist in Schleswig-Holstein weiterhin ein Problem, auch wenn sich durch Naturschutzarbeit einzelne Erfolge beim Erhalt von Pflanzen-und Tierarten zeigen. Das machte Umweltminister Robert Habeck heute (2. Dezember 2013) bei der Vorstellung des Jagd- und Artenschutzberichtes 2013 in Kiel deutlich. „Der Erhalt von Biodiversität verlangt große Anstrengungen. Aber sie eine unserer Lebensgrundlagen, und ohne Artenvielfalt wäre unsere Heimat arm. Wenn Arten aussterben, sind die Folgen für das Ökosystem unabsehbar. Deshalb sind wir gehalten, Pflanzen- und Tierarten zu schützen“, sagte Habeck. „Dem Engagement von Naturschützern, Jägern und Landwirten ist es zu verdanken, dass wir auch Erfolge sehen – trotz des Verlustes von Grünland und Biotopen, trotz des starken Maisanbaus und der Gülleausbringung.“
Unter dem Motto „schlau werden wie ein Fuchs“ trafen sich am 02. September auch bei regnerischem Wetter pünktlich um 08:00 Uhr auf dem Gut Kluvensiek 5 Schulklassen mit insgesamt 110 Schülern der Schulen Schacht-Audorf, Bredenbek und Felde.