Waldspaziergang trotz Regen.

Lernort Natur; Klassenlehrerin mit Klasse 2bDie Klasse 2b der Grundschule am Wasserquell hält an ihrem Naturprogramm fest.

Versprochen ist versprochen und wird durch den Regen nicht gebrochen. Nach erfolgreichen Naturausflügen mit der ersten Klasse hatte der Jugendobmann der Kreisjägerschaft Oldenburg Hans-Peter Lafrentz der damaligen 1b der Grundschule am Wasserquell in Oldenburg angeboten, die Klasse bis zum Ende der Grundschule zu begleiten. So trafen sich nach Pfingsten Jäger und Kinder in Begleitung der Klassenlehrerin Kerstin Mark zu einem Waldspaziergang in Grammdorf. Während der Ausflüge im vergangenen Jahr wurden der Klasse bereits erste Grundkenntnisse über heimische Sträucher, Getreidearten und Tiere im Bruch und in den Grammdorfer Wiesen vermittelt. Letzte Woche stand der Wald auf dem Stundenplan. Im Laufe des Spaziergangs durch das Farver Jagdrevier sammelten die Kinder ihnen bekannte Früchte und Äste, beobachteten Tierspuren und bauten ihr Wissen auf dem bereits Gelernten aus.

Auch die Spiel- und Verhaltensregeln in der Natur standen auf dem Programm.

Gerade in der Brut- und Setz-Zeit sei es besonders wichtig, Waldwege nicht zu verlassen, und Hunde an der Leine zu halten, erkannten die Kinder. Auch Fragen über die Jagdpraxis wurden beantwortet. „ Durch die Begleitung der Klasse über die vier Grundschuljahre hinweg ist es uns durchaus möglich, bleibende Eindrücke und Informationen über die heimische Landschaft und deren Nutzung außerhalb des Klassenraums zu übermitteln“, begründet Hans-Peter Lafrentz das Projekt. Mit umfangreicheren, für die ganze Schule konzipierten Veranstaltungen wir der Lernort Natur erreichen Jäger und Schule einen größeren Kreis von Kindern, die teilweise wenig Berührungspunkte mit der Natur genießen. Aufgrund des starken Regens wurde nach 2,5 Stunden der Naturunterricht mit Schautafeln, einem Naturquizz und der Verteilung von Informationsmaterial ins Haus eines der Schüler verlegt.

Im Anschluss verabredeten sich Schüler und Jäger für den nächsten Ausflug in der dritten Klasse.

Sylvaine Mody

Jagdinfowagen auf der Lütjenburger-Grundschule,

Lernort Natur; JagdinfowagenAußenstelle Seekrug

Unzählige Kinder hatten ihre Eltern, Großeltern und Freunde mit in ihre Lütjenburger-Grundschule, Außenstelle Seekrug, gebracht. Am 27. April fand hier der lange erwartete Orientierungstag statt. Das Fest wurde erstmals und hauptsächlich vom neu gegründeten Schul-Förderverein Seekrug e.V. und von der Gemeinde organisiert.

Ein riesiger Flohmarkt, Pony-Reiten, die Cheerleader aus Lütjenburg, eine spannende Schatzsuche, total süüüüße Schafe, eine Filmvorführung des selbstgedrehten Schulfilms (vorab gedreht von den Viertklässlern im Rahmen eines Projektes mit der Schul-Praktikantin Sophie Liebau), Kinderschminken – und das wunderschöne Wetter!!!, wurden von fetziger Musik vom Plattenteller umrahmt. Lecker Kaffee und Kuchen waren von den Flohmarktteilnehmern gespendet worden. Der Erlös aus dem Verkauf, knapp 500 €, ging an den Förderverein.

Der Jagdinfowagen fiel dennoch allen ins Auge. Hier wartete nämlich die örtliche Jägerschaft mit zahlreichen Präparaten der bei uns heimischen Tierarten und auch Neozoen (das sind neu in unseren Biotopen eingesiedelte Tierarten; Anm. d. Verfassers), sowie informativen Großplakaten über die Lebensgewohnheiten unserer Wildtiere auf. Der Hegeringleiter des Hegeringes IV in der Kreisjägerschaft Plön erarbeite mit und half vielen interessierten Kindern und Eltern bei den auszufüllenden Fragebögen.

„Wir wollen mit dieser Jagdinfo-Aktion die jungen Menschen an die Umwelt, sowie die Hege und Pflege unseres Wildes heranführen und sie für die Zusammenhänge in der Natur interessieren“, erläuterte Keller.

Sein Jagdkamerad, der Förster Thorolf Wellmer, unterstützte ihn dabei nach Kräften. Er hatte als zusätzlichen Augenöffner seine drei weißen Frettchen mitgebracht. Auch durch deren großartige Lebhaftigkeit bedingt, fiel es den Seekrüger-Kindern genauso schwer, unter den Dreien Frieda, Freya und Franzi zu unterscheiden.

Den insgesamt etwa 300 Mitmachern jedenfalls hat dieser Tag eine große Freude und Spaß gemacht. Wir fanden, das war SPITZE!!! Und beim näxten Mal sind wir wieder mit dabei!

Weitere Infos unter: www.KJS-Ploen.de/Naturschutz.html.de
Thorolf Wellmer

Den Jägeralltag erleben

Lernort NaturBis zum Sonnenaufgang war es um fünf Uhr morgens noch etwas mehr al eine halbe Stunde, und die 17 Kinder der 4. Klasse der Grundschule Gelting guckten beim Treffpunkt „Zum weißen Hirsch“ in Rundhof noch etwas verschlafen. Jugendobmann Hans Bernhold hatte zu einem frühen Ansitz in den Revieren des HR II eingeladen. Doch ihre Unternehmungslust erwachte sofort, als sie sich in neun Gruppen aufgeteilt mit den Jägern zu ihrem Ansitzort aufmachten. Der Wetterbericht hatte für den 08.Mai nach sonnigen Tagen etwas Regen voraus gesagt und so fing dieser Morgen auch an. Nach ein paar Schauern war aber Schluß. Der morgendliche Ansitz sollte den Kindern vor allem die Tiere unserer Heimat zeigen, die vornehmlich nachtaktiv waren, und die sie sonst nicht zu Gesicht bekamen. Es war schwer, beim Anblick des Wildes Ruhe zu bewahren: Rudel von Dam- und Sikawild, Rehe, Fuchs, Hasen, Seeadler, Bussard, Graugänse. Das Klopfen des Spechtes, das Rufen des Buchfinks, das Quäken der Stockenten. Viele Laute, die mit Hilfe der Jäger zugeordnet wurden. Alles wurde notiert. Das Jagdgewehr der Jäger einmal aus der Nähe zu sehen, war vor allem für die Jungen besonders interessant. Kein Gender, Jungen sind Jungen und Mädchen sind Mädchen!  

Für 08.30 Uhr war Frühstück auf dem Reiterhof der Familie Lausen in Stangheck geplant. Das hieß rechtzeitig abbaumen. Beim Frühstück, über das sich alle mit Heißhunger her machten, berichteten die Jungen und Mädchen über ihre Erlebnisse, ihre Begeisterung war an den Mienen abzulesen. Hans Bernhold freute sich, daß alles so gut mit Hilfe der Jäger geklappt hatte und dankte Frau Lausen für das gute und reichliche Frühstück. Die Kinder jedoch hatten einen praktischen Teil des Jägerlebens kennengelernt.

Volkmar Gronau                                                                                                                                                  
als Jäger auch dabei. Wie auch bei allen anderen Berichten. Aber nun ist Schluss nach 15 Jahren als Obmann für die Öffentlichkeitsarbeit.

Jugendarbeit in der Kreisjägerschaft Stormarn

Lernort Natur,  KindertagDie Kreisjugendobleute Britta Pfennig und Sönke Niemeyer-Reeckmann der Kreisjägerschaft Stormarn haben mit Hilfe der Jugendobleute der Hegeringe einen gemeinsamen Naturerlebnistag für Kinder organisiert und durchgeführt. Dieser fand am 11.05.2013 auf dem Hof Mönkenbrook bei Bargteheide statt. Es hatten sich insgesamt 40 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 16 Jahren dazu angemeldet. Um 14 Uhr ging es nach einer Begrüßung durch die Stormarner Bläsergruppe mit einer Rally los. Die Rally rund um Natur und Jagd führte an insgesamt 7 Stationen vorbei. Die Kinder wurden in Tiergruppen, wie z.B. die Fuchsgruppe oder Waschbärengruppe eingeteilt und bekamen einen erfahrenden Gruppenführer mit an die Hand. Nun mussten die Kinder die verschiedenen Stationen ablaufen und lernten dabei vieles über die Natur, Umwelt, die Jagd und nicht zu vergessen über unsere Wildtiere. An den Stationen waren zahlreiche Helfer, die den Kindern abwechslungsreich und spannend viel über Flora und Fauna erzählten z.B. die verschiedenen Bäume und Sträucher erklärten, ihnen die Hundearbeit näher brachten, das Jagdliche Brauchtum vermittelten, oder ihnen die heimischen Wildtiere mit Hilfe des Infomobils näher erläuterten. Ein Höhepunkt war natürlich einmal wieder der Nistkastenbau, wo jedes Kind seinen eigenen Nistkasten zusammenhämmern durfte und diesen abends mit nach Hause nehmen durfte. Bei herrlichem Sonnenschein saßen die Kinder mit ihren Gruppenführern im Gras und füllten den Laufzettel mit über 30 Fragen, über Natur und Jagd aus. Alle Kinder waren voller Interesse und wissbegierig, etwas über die Jagd und Natur zu erfahren. Vor allem die Jagdhunde weckten große Neugier, auch bei den etwas schüchternen Kindern. Nach einer erfolgreichen Rallye, die ungefähr drei Stunden dauerte, wurde der Tag gemütlich bei Grillwurst und Apfelschorle abgeschlossen und alle Kinder, Helfer und auch Eltern waren ganz begeistert über den erfolgreichen und wunderschönen Tag.

Für die kleineren Kinder war der Tag nun vorbei und als Präsent erhielten sie ihren eigenen Nistkasten sowie eine große Tüte mit einem Tiermemorier, Malbuch, Stundenplan und vielen weiteren kleinen Überraschungen rund um die Jagd und Natur.

Für die Kinder über 10 Jahre folgte nun noch ein weiterer Höhepunkt. Diese durften die Jäger auf einen Abendansitz begleiten. Es wurde viel Wild gesehen und die Kinder waren mit voller Begeisterung dabei und haben viel über die Wildtiere und die Jagd gelernt und einigen sagten sogar zum Schluss „Ich will auch mal Jäger werden!“ und mit diesem Satz, denke ich, haben wir schon in der Jugendarbeit viel erreicht!

Kreisjugendobmann
Sönke Niemeyer-Reeckmann

Zwergenland-Kinder auf Exkursion mit dem Förster

Lernort Natur; ZwergenlandO, was wurde da den großen angehenden Schulkindern das Warten lang … endlich, mit dem neuen Sozialmobil der Stadt Lütjenburg ging es am 16. Mai, am Donnerstag früh zum ‚Goldentüffel’ in Haßberg. Dort begrüßte uns auch gleich der Förster Thorolf Wellmer mit einem frisch-frohen Jagdhornsignal an einem Rapsfeld, das in gelber Pracht blühte. Gemeinsam wanderten wir im Kossautal zum Gut Neudorf. Was gab es da alles am Weg und daneben zu entdecken. Uralte Eichen und Buchen, gewaltige Stubben von vor vielen Jahren gefällten Bäumen, Ringelnatterbabies, Enten und Gänse, und und und

Die gaaanz dicke Eiche konnten wir alle zusammen kaum umarmen, soooo alt und weise ist die schon. Und in den großen, alten Buchen-Stubben paßten wir sogar alle zusammen hinein. Ein umgestürzter Baumriese lud so ganz nebenbei auch zu einem ‚Ausritt’ in die wunderschöne Landschaft ein…

Unter einer weit ausladenden Kastanie, die zu unserer großen Freude schon ihre Frühlings-Kerzen für uns ausgetrieben hatte, machten wir alle unsere verdiente Frühstückspause.

Und daraufhin durften wir nebenan unter der sachkundigen Anleitung unseres Waidmanns, den Jagdinfo – Wagen der Jägerschaft ansehen. Das war vielleicht spannend! Fast alle bei uns hier vorkommenden Wildtiere waren da als Präparate oder Trophäen zu bestaunen. Und die vielen Singvögel erst – die begeisterten uns auch. Den Kuckuck hat na klar fast jeder schon einmal gehört, aber nun haben wir ihn auch gesehen. Genauso Amsel, Drossel, Fink und Star…

Nebenbei bemerkt – außen am ‚Wildwagen’ hatte eine Singdrossel ganz mutig ihr Nest gebaut und war dort schon fleißig am Brüten – wir haben sie wirklich auch so gut wie gar nicht gestört…

Erschreckt hörten wir dann vom Förster auch die Geschichten zu den kapitalen Dam – Hirschen, die sich mit ihrem Geweih in nachlässig abgebauten Zäunen und Pferdekoppel – Litzen verfangen hatten und deshalb eines qualvollen Todes sterben mussten.

Auf vorbereiteten, großformatigen Informationstafeln zeigte uns dann der Jägersmann noch die Lebensräume und -bedingungen der wichtigsten bei uns heimischen Wildarten. Und dann hieß es leider auch schon wieder zurückmarschieren.

Bevor wir zum Nienthal zurückfuhren, hatte Herr Wellmer noch ganz tolle Urkunden für jeden vorbereitet, die er uns allen persönlich überreichte.

„Wenn ich groß bin, will ich auch Förster werden!“ war heute denn auch ein häufiger gehörter Ausruf der Zwergenland – Kinder.

Vielen Dank für den schönen Waldvormittag und wir kommen gerne mal wieder!!

Weiter Infos unter:  http://www.kjs-ploen.de/naturschutz.html
Wellmer Thorolf

Fakten statt Vorurteile – Landesjagdverband Schleswig-Holstein startet Aufklärungskampagne

LJV 2 1Die Jagd spielt in einem landwirtschaftlich geprägten Land wie Schleswig-Holstein seit jeher eine große Rolle. Anders, als einige Menschen glauben, ist die Akzeptanz zur Jagd in der Bevölkerung ausgesprochen hoch. Über 80 Prozent der Deutschen befürworten in einer repräsentativen Umfrage das jagdliche Handwerk.


Trotzdem ist vielen Menschen, speziell jüngeren, kaum bewusst wie umfangreich und komplex die Aufgaben der Jäger sind. In einer Aufklärungskampagne möchte der Landesjagdverband Schleswig-Holstein den Menschen die Natur und die Jagd näher bringen und anhand plakativer Beispiele erklären, warum Jagd auch heute noch notwendig ist. „Leider wird oft vergessen, dass der Mensch Teil der Natur ist und er diese nach seinen Wünschen gestaltet. Einige Tier- und Pflanzenarten profitieren, andere sind auf dem Rückzug. So vielfältige Ziele wie der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Förderung von Biogas oder die Prävention von gefährlichen Tierseuchen und Wildschäden haben ebenso mit Jagd zu tun wie leckeres Wildbret“, sagt Marcus Börner vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein.


Bestes Beispiel dafür ist die gegenwärtige Wildschweinpopulation. Es ist davon auszugehen, dass sich diese in den kommenden Jahren noch einmal deutlich erhöhen wird. Bedingt unter anderem durch den stetig zunehmenden Ausbau von Maisflächen für Biogasanlagen hat sich die Wildschweinpopulation im Land zwischen den Meeren bereits in Regionen ausgebreitet, die bis vor wenigen Jahren für die Schwarzkittel, wie sie der Jäger auch nennt, aufgrund des Nahrungsangebotes und der Landschaft vollkommen unattraktiv waren.

Während sich viele Menschen ab Mitte dreißig über die Notwendigkeit der Jagd bewusst sind, fehlt den jüngeren mitunter das Verständnis. Nach dem Motto „Fakten statt Vorurteile“ wird der Landesjagdverband Schleswig-Holstein daher in der Zeit vom 18. Juli bis zum 15. August rund 40.000 Imagekarten mit diversen Motiven in 110 Szenelokalen, Kinos und Restaurants in den Städten Kiel, Lübeck und Flensburg als kostenlose Edgar Freecards auslegen.

„Mit dieser Aktion möchten wir das Thema Jagd vor allem an die jüngere Zielgruppe heran tragen, die häufig sehr wenige Berührungspunkte mit der Natur hat. Die Motive unserer Karten sind klar, die Botschaften nachvollziehbar. Und so kann sich jeder eine objektive Meinung bilden und sich von den Aufgaben der Jäger ein Bild machen“, sagt Marcus Börner.

Insgesamt 13 verschiedene Karten werden herausgegeben. Die originellen Motive weisen dabei nicht nur auf die Wildschweinpopulation, sondern auch auf die Verdrängung von vom Aussterben bedrohten Arten und zahlreichen anderen Fakten zum Thema Jagd hin.

Weitere Informationen zu der neuen Kampagne finden Interessierte auch im Internet unter www.jagd-fakten.ljv-sh.de

Schwarzwildgatter Segeberger Heide

Durch die Veränderungen der Kulturlandschaft, wie z.B. immer größer werdende Maisanbauflächen, ist die Population des Schwarzwildes in Schleswig-Holstein signifikant gestiegen. Eine tierschutzgerechte Bejagung des Schwarzwildes einerseits und die gesetzliche Verpflichtung den Jagdgebrauchshund entsprechend auf seinen Einsatz vorzubereiten andererseits, lassen keinen Zweifel an der Notwendigkeit ein Schwarzwildgatter der Jägerschaft in Schleswig-Holstein zur Verfügung zu stellen.

Für diese Ausbildung hat der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten AöR im Frühjahr 2011 ein Schwarzwildübungsgatter im Segeberger Forst (Kreis Segeberg) eröffnet. Das Gatter besteht aus einem 3 Hektar großem Übungsgatter und einem 2,5 Hektar großem Ruhegatter. Derzeit stehen dort zwei Keiler und drei Bachen für die tierschutzgerechte Ausbildung von Jagdgebrauchshunden zur Verfügung.

Ziel ist es, Jagdhunde auszubilden, die Schwarzwild suchen, finden, vier bis fünf Meter Abstand halten, verbellen und die Sauen in Bewegung bringen. „Wir wollen keine aggressiven Hunde auf der Jagd haben. Wenn die Hunde zu leichtsinnig sind, ist das nicht mit dem Tierschutz vereinbar. Außerdem steigen für den Hundeführer möglicherweise die Tierarztkosten oder der Hund kommt womöglich zu Tode, wenn die Hunde zu leichtsinnig sind“, so Gattermeister Uwe Kemmerich.

Nach dem System der Stufenausbildung und den Ausbildungsleitlinien der Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter (http://www.ljv-brandenburg.de/documents/leitlinien_08_2011.pdf) werden hier die Jagdhunde unter kontrollierten Bedingungen an das wehrhafte Schwarzwild herangebracht und ausgebildet.

img 1404Die Hunde gehen einzeln ins Gatter. Begleitet werden sie vom Hundeführer/in und einem Gattermeister. Maximal eine Viertelstunde wird gearbeitet, das heißt der Hund muss die Sauen in dem drei Hektar großen eingezäunten Arbeitsgatter suchen, finden, verbellen, in Bewegung bringen und mindestens drei Minuten dranbleiben. Wenn er von den Sauen ablässt und von seinem Hundeführer wiederholt geschickt werden kann, wird das als gute Arbeit akzeptiert. Bis zu sechs Hunde können an einem Übungstag nacheinander arbeiten.

Über die Wintermonate ist Pause im Gatter. Anfang März nimmt Gattermeister Uwe Kemmerich mit seinem Team die Arbeit mit den Jagdhunden wieder auf. Ab Anfang Januar werden Termine vergeben. Aufgrund der großen Nachfrage wird eine Warteliste geführt.

Pro Jahr werden ca. 70 Übungstage angeboten, die von etwa 450 Hunde und ihren Führern wahrgenommen werden.

Neben der Einarbeitung der Jagdhunde werden auch regelmäßig Bauchbarkeitsprüfung Schleswig-Holstein (BP 3) mit Verhalten am Schwarzwild sowie Gehorsamsfächern durchgeführt.

Interessenten zwecks Terminabsprache wenden sich an: Uwe Kemmerich

Landeshubertusmesse – zusätzliche Probe

                                hubertushornklein 

     9. L A N D E S H U B E R T U S M E S S E

         des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e. V.

am 16. November 2013

im Ratzeburger Dom.

 

Anreise und Probe der Teilnehmer/innen am 15.11.2013

Achtung unbedingt den Meldeschluss 09. August einhalten!!!

Anmeldung ( siehe Mitteilungsblatt 06/2013)

 

Z u s ä t z l i c h e g e m e i n s a m e P r o b e

unter der Leitung von Michael Mull

am 03. Oktober 2013 von 11.00-17.00Uhr

auf dem Schießsportzentrum Kasseedorf

23701 Kasseedorf, Ochsenhals

Für die Organisation wird um eine

verbindliche Anmeldung bis zum 21. September 2013 gebeten.

 Die Seminargebühr von 10,00 Euro ist vor Ort zu entrichten.

Es entstehen zusätzlich Kosten von 10,00 Euro für die Verpflegung

Mittagessen und Kaffee/Kuchen,

 

Name/Vorname:………………………………………………………………………..

Straße:……………………………………………………………………………………..

.

PLZ:………………Wohnort:…………..…………………………………………..

Tel./Fax……………………………………………………………………………………

                     mobil:………………………………..email…………………………………………….

In bin Mitglied der Bläsergruppe………………………………………………..

KJS:……………………………………………………………………………………………..

 

Mandi-Rose Wargenau-Hahn, Pommernweg 9, 24972 Steinbergkirche,

Tel. 04632/7515 Fax: 04632/876374, e-Mail:  landesblaeserobfrau1@gmx.de

Weitere Termine:

Samstag, 21. September 2013 um 14.00Uhr

Kreisbläserobleutetagung in der Gaststätte „Doppeleiche“ in Hohn

Bundesbläserwettbewerb 2013 in Kranichstein

Bundesmeisterschaft im Jagdhornblasen in Kranichstein

 1Hohner-Harde-Kranichstein kl 

Die Bläsergruppe „Hohner Harde“ aus Schleswig-Holstein errang auf Bundesebene der 5. Platz.

Zwei Wochen nach dem Landeskürwettbewerb in Schleswig-Holstein fand am 9. Juni 2013 der Bundesentscheid im Jagdhornblasen im Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt statt.

Sechs Corps aus Schleswig-Holstein hatten sich qualifiziert, doch nur drei wollten die lange Reise und das zusätzliche Üben auf sich nehmen, um sich dem Wettbewerb zu stellen. Aber die Gruppen fahren nicht nur wegen des Blasens dorthin, sondern sie haben während des Wochenendes auch viel Spaß, was Lohn für die harte Arbeit vorher ist und den Zusammenhalt fördert. Die „Holmer Überläufer“ aus der KJS Pinneberg mussten kurzfristig absagen, weil ihr Leiter erkrankt war – schade, denn sie mischen immer „oben“ mit. So fuhren nur die Gruppe „Dänischer Wohld“ KJS Eckernförde und die „Hohner Harde“ KJS RD-West nach Kranichstein.

Auf dem Bundeswettbewerb wird in den Kategorien “A“ (nur Pless-Hörner) und „G“ (gemischte Hörner) geblasen. Insgesamt hatten sich 44 Gruppen gemeldet – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Vor 25 Jahren kamen noch 70 Gruppen! An dem Wetter kann es nicht gelegen haben, denn so gut sind die Vorhersagen noch nicht, als dass es bei der Anmeldung schon bekannt wäre. Der Wettergott scheint es aber in diesem Jahr nicht so gut mit den Bläsern zu meinen. Denn die „A“ Corps wurden auf eine harte Probe gestellt, trotz kurzer Unterbrechungen traten sie teilweise in strömendem Regen auf. Alle Achtung! Die Organisatoren hätten zumindest im Wartebereich der Bühne zum Schutz ein Zelt aufstellen können, denn   Süddeutschland hatte schon lange unter einer Schlechtwetterperiode zu leiden. Die beiden Schleswig-Holsteiner Gruppen hatten Glück, sie konnten ihre vier Signale und ein Kürstück im Trockenen vorbringen. Bei der mit Spannung erwarteten Siegerehrung strahlte die Sonne. Das Ziel die magische Grenze von 900 Punkten (Maximum 975) zu überschreiten und damit unter die Top-Ten zu kommen schaffte das Bläsercorps „Dänischer Wohld“ dieses Mal noch nicht, aber es kommt ja ein nächster Wettbewerb! Besser erging es der Bläsergruppe „Hohner Harde“. Sie fährt seit 1975 alle zwei Jahre zum Wettbewerb und war jetzt das 20. Mal dabei – ein beachtenswerter Einsatz. In dieser langen Zeit hat sie immer wieder neue Bläser aufgenommen und zur „Bundesreife“ gebracht. So auch dieses Mal. Ihr Leiter Jens Wittern konnte mit 948 Punkten den fünften Platz auf Bundesebene entgegennehmen. Der Sieger in „G“ (gemischte Hörner: Pless- und Parforcehorn) KJV Groß-Gerau aus Hessen hatte mit 957 P nur 9 Punkte mehr erreicht. Hieran sieht man, wie eng die Leistungsdichte an der Spitze ist. Zweite Plätze: KJS Krefeld 954 P; Hameln Pyrmont 954 P. Vierter: HR Harsewinkel 951 P. In der Kategorie „A“ (nur Plesshorn) siegte Hubertus Gießen 962 P; zweiter Duderstadt 955 P; dritter Hameln Pyrmont 953 P.

Alle Ergebnisse des bundeswettbewerbes 2013

Der nächste Bundeswettbewerb wird wieder in zwei Jahren ausgetragen, er soll erstmalig in einem anderen Ort als Kranichstein stattfinden, doch der steht noch nicht fest.

Jörn Neupert

Referent für Öffentlichkeistarbeit im Bläserwesen

 

2aHohnerHardeÜben

3aKranichstein2013 kl

4aKranichstein2013 kl

Hauskatzen – drohende Gefahr für die heimische Vogelwelt

Jägerschaft begrüßt Sterilisationsaktion im Kreis Nordfriesland

 

Verwilderte Hauskatzen oder sogenannte „Freigänger“ – also Katzen, die sich außerhalb der Wohnung frei bewegen können – sind eine große Gefahr für viele heimische Vogelarten und Kleinsäuger. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. begrüßt deshalb die Aktion zur Sterilisierung von Katzen im Kreis Nordfriesland.

Flintbek: „Eine einzelne freilaufende Katze erbeutet durchschnittlich 200 Kleinsäuger und Vögel pro Jahr, so das wissenschaftliche Fazit im Fachmagazin „Nature Communications““, erklärt Thomas Carstensen, Mitglied des Präsidiums des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. Bei geschätzten 75.000 verwilderten Katzen seien das 15 Millionen Tiere im Jahr, rechnet der Jäger vor. Vogelschutzorganisationen weisen zudem daraufhin, dass von den in Deutschland gehaltenen 7 Millionen Hauskatzen 6 Millionen Tiere Freigänger sind, die dann noch einmal 1,2 Milliarden Vögel und Kleinsäuger im Jahr töten. Angesichts dieser Zahlen müsse man sich fragen, was Winterfütterung und Nistkästen in Städten und Dörfern da nützten, gibt Carstensen zu bedenken.

Diesem Problem versucht der Kreis Nordfriesland gemeinsam mit den Tierärzten Herr zu werden, in dem die unkontrollierte Vermehrung der Katzen eingeschränkt werden soll. So können Katzenbesitzer beim Ordnungsamt ihrer Amts- oder Stadtverwaltung Gutscheine für eine Kastration einholen. Die Operation des kleinen Lieblings kostet dann nicht mehr wie üblich 125 Euro sondern nur noch 75 Euro. Im Jahr 2012 nutzten bereits 443 Katzenhalter diese Aktion. „Diese Art der Geburtenkontrolle wird sich nachhaltig auf die verwilderte Katzenpopulation auswirken“, begrüßt Carstensen die nordfriesische Aktion, „nicht nur die Vogelwelt wird so künftig besser geschützt, auch die finanzielle Belastung der Tierheime und Kommunen verringert sich.“

Carstensen bedauert, dass die Jägerschaft allein in Nordfriesland jährlich mehr als 1.000 Katzen, die in freier Wildbahn leben und jagen, töten muss. „Das tut keiner gern. Es muss aber sein“, erklärt der Jäger. Katzen sind erfolgreiche Jäger, die sich in der Natur stark vermehren können. Junghasen, Fasanenküken, Singvögel, Maulwürfe und Mäuse gehören zu ihrem Beutespektrum. „Die Sterilisation der Katzendamen könnte einen hervorragenden Beitrag leisten, unsere heimischen Wildtiere besser zu schützen“, betont Carstensen, „diese erfolgversprechende Maßnahme sollten auch in anderen Kreisen Schule machen.“

Hauskatzen – drohende Gefahr für die heimische Vogelwelt

Jägerschaft begrüßt Sterilisationsaktion im Kreis Nordfriesland

 

Verwilderte Hauskatzen oder sogenannte „Freigänger“ – also Katzen, die sich außerhalb der Wohnung frei bewegen können – sind eine große Gefahr für viele heimische Vogelarten und Kleinsäuger. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. begrüßt deshalb die Aktion zur Sterilisierung von Katzen im Kreis Nordfriesland.

Flintbek: „Eine einzelne freilaufende Katze erbeutet durchschnittlich 200 Kleinsäuger und Vögel pro Jahr, so das wissenschaftliche Fazit im Fachmagazin „Nature Communications““, erklärt Thomas Carstensen, Mitglied des Präsidiums des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. Bei geschätzten 75.000 verwilderten Katzen seien das 15 Millionen Tiere im Jahr, rechnet der Jäger vor. Vogelschutzorganisationen weisen zudem daraufhin, dass von den in Deutschland gehaltenen 7 Millionen Hauskatzen 6 Millionen Tiere Freigänger sind, die dann noch einmal 1,2 Milliarden Vögel und Kleinsäuger im Jahr töten. Angesichts dieser Zahlen müsse man sich fragen, was Winterfütterung und Nistkästen in Städten und Dörfern da nützten, gibt Carstensen zu bedenken.

Diesem Problem versucht der Kreis Nordfriesland gemeinsam mit den Tierärzten Herr zu werden, in dem die unkontrollierte Vermehrung der Katzen eingeschränkt werden soll. So können Katzenbesitzer beim Ordnungsamt ihrer Amts- oder Stadtverwaltung Gutscheine für eine Kastration einholen. Die Operation des kleinen Lieblings kostet dann nicht mehr wie üblich 125 Euro sondern nur noch 75 Euro. Im Jahr 2012 nutzten bereits 443 Katzenhalter diese Aktion. „Diese Art der Geburtenkontrolle wird sich nachhaltig auf die verwilderte Katzenpopulation auswirken“, begrüßt Carstensen die nordfriesische Aktion, „nicht nur die Vogelwelt wird so künftig besser geschützt, auch die finanzielle Belastung der Tierheime und Kommunen verringert sich.“

Carstensen bedauert, dass die Jägerschaft allein in Nordfriesland jährlich mehr als 1.000 Katzen, die in freier Wildbahn leben und jagen, töten muss. „Das tut keiner gern. Es muss aber sein“, erklärt der Jäger. Katzen sind erfolgreiche Jäger, die sich in der Natur stark vermehren können. Junghasen, Fasanenküken, Singvögel, Maulwürfe und Mäuse gehören zu ihrem Beutespektrum. „Die Sterilisation der Katzendamen könnte einen hervorragenden Beitrag leisten, unsere heimischen Wildtiere besser zu schützen“, betont Carstensen, „diese erfolgversprechende Maßnahme sollten auch in anderen Kreisen Schule machen.“

Jagdbare Arten haben größere Chancen zu überleben

Wildtierarten, die dem Natur- und Artenschutzrecht unterstellt werden und von der Liste der jagdbaren Arten gestrichen werden, haben nicht zwangsläufig bessere Chancen ihr Überleben zu sichern, stellt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V., fest. Bestes Beispiel dafür sei die Bekassine. 1976 wurde die charismatische Vogelart in die Obhut des Naturschutzes gelegt und aus dem Jagdrecht gestrichen. Die Naturschutzverbände feierten dies als großen Erfolg. Heute – fast 40 Jahre später – kommt die Ernüchterung: Trotz Millionenetats des NABU und anderer Naturschutzverbände sind die Brutbestände der Bekassine in Schleswig-Holstein von 10.000 Brutpaaren auf unter 1.000 zusammengebrochen. Keine Erfolgsstory und doch kürt der NABU die Bekassine zum Vogel des Jahres 2013.

Wie erfolgreich sich allerdings bedrohte Tierarten entwickeln können, die dem Jagdrecht unterliegen und damit dem Schutz und der Fürsorge der Jägerschaft unterstellt sind, zeigt sich beispielsweise beim Seeadler. Der Seeadler war in Schleswig-Holstein fast ausgestorben und heute finden sich wieder über 60 Brutpaare dieser landestypischen Art an den Seeufern des Landes. „Jagd bedeute vor allem Hege“, betont Dr. Baasch, „mit dem Vorurteil, das eine Tierart, die im Jagdrecht aufgeführt ist, nicht geschützt werden kann, muss endlich aufgeräumt werden.“ So gehöre auch der Seeadler zwar zu den jagdbaren Arten, sei aber streng geschützt. Das sei kein Widerspruch, sondern vernünftig, so der Präsident weiter.

Die Naturschutzverbände können nur gemeinsam mit den Jägern, die stets vor Ort sind, einen effektiven Artenschutz überhaupt sicherstellen. Für den Schutz der Bekassine hat Dr. Baasch auch gleich einen Vorschlag: „Eine Schutzmaßnahmen für die Bekassine wäre sicherlich, für eine intensive Regulierung von Raubsäugern, den natürlichen Feinden der Bekassine, in den Brutgebieten zu sorgen.“

Fazit für den Präsidenten des Landesjagdverbandes ist, dass die Naturschutzverbände endlich mit der unsinnigen Forderung aufhören sollen, einzelne Arten aus dem Katalog der jagdbaren Tiere zu streichen. Das bringe keinen Vorteil für die Art, das Gegenteil sei der Fall. Zeit und Energie sollten weniger in Klientelpolitik als vielmehr in konkreten Artenschutz vor Ort investiert werden, so Dr. Baasch abschließend.

Jagdbare Arten haben größere Chancen zu überleben

Wildtierarten, die dem Natur- und Artenschutzrecht unterstellt werden und von der Liste der jagdbaren Arten gestrichen werden, haben nicht zwangsläufig bessere Chancen ihr Überleben zu sichern, stellt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V., fest. Bestes Beispiel dafür sei die Bekassine. 1976 wurde die charismatische Vogelart in die Obhut des Naturschutzes gelegt und aus dem Jagdrecht gestrichen. Die Naturschutzverbände feierten dies als großen Erfolg. Heute – fast 40 Jahre später – kommt die Ernüchterung: Trotz Millionenetats des NABU und anderer Naturschutzverbände sind die Brutbestände der Bekassine in Schleswig-Holstein von 10.000 Brutpaaren auf unter 1.000 zusammengebrochen. Keine Erfolgsstory und doch kürt der NABU die Bekassine zum Vogel des Jahres 2013.

Wie erfolgreich sich allerdings bedrohte Tierarten entwickeln können, die dem Jagdrecht unterliegen und damit dem Schutz und der Fürsorge der Jägerschaft unterstellt sind, zeigt sich beispielsweise beim Seeadler. Der Seeadler war in Schleswig-Holstein fast ausgestorben und heute finden sich wieder über 60 Brutpaare dieser landestypischen Art an den Seeufern des Landes. „Jagd bedeute vor allem Hege“, betont Dr. Baasch, „mit dem Vorurteil, das eine Tierart, die im Jagdrecht aufgeführt ist, nicht geschützt werden kann, muss endlich aufgeräumt werden.“ So gehöre auch der Seeadler zwar zu den jagdbaren Arten, sei aber streng geschützt. Das sei kein Widerspruch, sondern vernünftig, so der Präsident weiter.

Die Naturschutzverbände können nur gemeinsam mit den Jägern, die stets vor Ort sind, einen effektiven Artenschutz überhaupt sicherstellen. Für den Schutz der Bekassine hat Dr. Baasch auch gleich einen Vorschlag: „Eine Schutzmaßnahmen für die Bekassine wäre sicherlich, für eine intensive Regulierung von Raubsäugern, den natürlichen Feinden der Bekassine, in den Brutgebieten zu sorgen.“

Fazit für den Präsidenten des Landesjagdverbandes ist, dass die Naturschutzverbände endlich mit der unsinnigen Forderung aufhören sollen, einzelne Arten aus dem Katalog der jagdbaren Tiere zu streichen. Das bringe keinen Vorteil für die Art, das Gegenteil sei der Fall. Zeit und Energie sollten weniger in Klientelpolitik als vielmehr in konkreten Artenschutz vor Ort investiert werden, so Dr. Baasch abschließend.

Landeskürwettbewerb im Jagdhornblasen

1konzertsiegerehrungAm 26. Mai 2013 findet der Landesbläserwettbewerb im Jagdhornblasen mit einer Hubertusmesse in der Marseille-Kaserne in Appen statt.

Flintbeck:Am Wahltag wird es bei den Jägern laut, denn am Tag der Kommunalwahlen treffen sich ca. 500 Bläser aus allen Teilen Schleswig-Holsteins, aus Niedersachsen, Bayern und aus Dänemark in Appen, bekannt durch „Appen musiziert“, dessen Initiator Rolf Heidenberger Schirmherr des Wettbewerbes ist. Die Bläser werden ab 8:15 Uhr auf zwei Bühnen ihre musikalischen Spitzenleistungen als Märsche, konzertante Stücke oder Jagdsignale zu Gehör bringen.

Etwas Besonderes sind die jugendlichen Jagdhornbläser, die in einer eigenen Wertungsklasse im Solovortrag und in der Gruppe ihr Können unter Beweis stellen. Durch ihre Teilnahme zeigen sie, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit die Jagdkultur doch noch von Interesse ist.

Ein herausragendes Highlight ist der gemeinsame Hubertusgottesdienst, der von allen teilnehmenden Bläser/innen mit dem Fürstengruß um 13:30 Uhr begonnen wird. Er ist ein Teil des Kürwettbewerbes für die Parforcehorngruppen in Es. Der Klang der Hörner dieser Messe soll dem Waidmann Mahnung sein, besonnen über Leben und Tod der ihm anvertrauten Kreaturen zu walten und so im Geschöpf den Schöpfer erkennend das Wild zu ehren.

Diese Art von Wettbewerbsgestaltung im Landesjagdverband Schleswig Holstein ist bundesweit einmalig, was auch der Zuspruch aus anderen Bundesländern zeigt.

Den Zuschauern wird nicht nur Musikalisches geboten. Die Imker werden einen Stand aufbauen, ein weiterer Stand wird über die Situation des Wolfes in SH Auskunft geben, im Infomobil der Kreisjägerschaft wird über das heimische Wild berichtet. Eine Rettungshundestaffel wird in der Pause eine Vorführung geben, sodass man hautnah erleben kann, wie verschüttete Menschen wiedergefunden werden können. Natürlich ist für das leibliche Wohl reichlich gesorgt.

Am Schluss bei der Siegerehrung gegen 14.30 Uhr hoffen alle Bläser neben aller Freude viele Bekannte wiedergetroffen zu haben auch auf eine gute Platzierung.

 

Weitere Informationen:

Jörn Neupert, Pressereferent der Landesbläserschaft                                                                                       

Mobil: 0174/48649342

e-Mail: janc.neupert@t-online.de

Warming-up-Schießen 2013

…wieder ein toller Schießtag der Jägerinnen

Es gibt den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – doch beim Warming-up-Schießen muss es heißen: „Und jährlich schießen gut gelaunte Jägerinnen“.

Die Ausschreibung war kaum raus, da trudelten bereits die Meldungen ein. Alle denkbaren Bereiche, von Jungjägerinnen, die vor wenigen Tagen die Prüfung bestanden haben, über „gestandene“ Jägerinnen, die seit ihrer Jägerprüfung kaum oder gar nicht auf dem Schießstand waren, bis hin zu Schützinnen, die bereits Bundesmeisterschaften geschossen haben, waren alle vertreten. Eine breite Palette, die mit Gästen aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie der Hansestadt Hamburg abgerundet wurde. Bei fast 100 Meldungen wurde eine gute Logistik gefordert, die dank der guten Zusammenarbeit mit der Kreisjägerschaft Flensburg, allen voran Hans-Peter Stöcken, hervorragend gemeistert wurde.

Schon die Vorgespräche liefen super. Meine Ideen für die „etwas anderen Disziplinen“, die jedes Jahr für Abwechslung und viel Spaß sorgen, waren von Hans-Peter Stöcken bereits in Heimarbeit durchdacht und gebastelt worden. So präsentierte er nicht nur einen selbst gebauten Biathlonstand sondern auch einen eigens gezimmerten Holzgalgen, an dem ein Flugzeug mit einem Nagel am Bug hing, für die Disziplin  „Vogelpicken“.

Der Biathlonstand hatte 5 nebeneinander in Holz gefräste Minilöcher (ca. 2 cm Ø), die rücklings von entsprechend kleinen Klappscheiben abgedeckt wurden und mit dem Luftgewehr zu beschießen waren. Michael Klinger, Inhaber der Firma Edding-Jagd in Flensburg, erklärte sich sofort bereit, hierfür ein präzises Luftdruckgewehr mit entsprechenden Kartuschen kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Am Wettbewerbstag war die Stimmung wieder von Beginn an spitze und es wurde, wie in den Vorjahren, geklönt, gelacht sowie Adressen ausgetauscht. Der begehrteste Mann war am frühen Morgen der Wirt, der radelnder Weise mal die Brötchen auf einem Tablett und mal Kaffee von seinem Krug zum Schießstand fuhr, was von Einigen ein wenig beschmunzelt wurde.

Die Disziplin „Biathlon“ wurde – wie wir es von den Wintersportlern kennen – im Liegen geschossen. Eine knifflige Sache, die eine hohe Konzentration erforderte, obgleich der Puls nicht durch zusätzliches Laufen erhöht war.

Für das „Vogelpicken“ wurde das bereits erwähnte Flugzeug per Hand hochgezogen und losgelassen, so dass es auf eine Zielscheibe zuflog. Dort, wo der Nagel feststeckte, wurde die Punktzahl abgelesen. Es war unglaublich! Diese Disziplin, die sehr gut für einen Kindergeburtstag geeignet ist, wurde von allen Teilnehmerinnen mit unendlich viel Ehrgeiz und großer Begeisterung ausgeführt sowie von Lachsalven begleitet, wenn der Wind das Flugzeug ins Schlingern brachte.

Doch gab es natürlich auch rein jagdliche Disziplinen. Für das Flintenschießen wurde ein anspruchsvoller, aber dennoch machbarer Parcours aufgestellt. Wie in den Vorjahren wurde auf (Roll-) Hasen, Fasane und Enten gejagt, die mal von hinten über die Köpfe hinweg und mal von vorn auf die Schützinnen zuflogen. Die hier eingeteilten Aufsichten haben mit Tipps geholfen, wie man die einzelne Wurftaube am besten beschießt und konnten dadurch zu dem einen oder anderen Treffer beitragen. Es gab keine Schützin, die ohne getroffene Tontaube vom Stand ging.

Beim Büchsenschießen wurde bei der ersten Disziplin eine Drückjagd nachgestellt. Hier musste die Schützin von einer mobilen Leiter freihändig auf den laufenden Keiler schießen. Eine Disziplin, die nicht nur den „Ungeübten“ sondern auch einigen „alten Hasen“ Schwierigkeiten bereitete.

Der zweite Büchsenstand zeigte einen Keiler von vorn; eine Disziplin, die bei einer Drückjagd nicht ungefährlich ist. Dieser Keiler musste angestrichen, mit einem Schuss zwischen die beiden Lichter, gestreckt werden. Hier trafen alle Teilnehmerinnen sicher.

Auf dem dritten Kugelstand wurde zur beginnenden Bockjagd die von allen bekannte Rehwildscheibe beschossen. Es waren sich alle einig – besser kann man sich nicht auf die Jagd vorbereiten.

Die gute Stimmung begleitete den ganzen Tag. Doch ohne die versierten, hoch motivierten und gut gelaunten Aufsichten, die mit ihrem Fachwissen für diese Veranstaltung wiederholt ehrenamtlich zur Verfügung standen und teilweise weite Anreisewege hatten, wäre so eine Veranstaltung nicht möglich. Ein Dank den Aufsichten Burkhard Bürger, Uwe Danger, Reimer Egge, Hans Jörg Faden, Klaus Groth, Hans-Jürgen Hamann, Kersten Krause, Hermann Nottelmann, den Aufsichten der Kreisjägerschaft Flensburg sowie Michael Klinger, Inhaber der Firma Edding-Jagd. Ein Dank an Editha Seedler und Petra Göltzer für die Auswertung sowie Anne Knosher und Andrea Kehrer für die Gestaltung des Preistisches.

Ein Dank an die Kreisjägerschaft Flensburg, allen voran Hans-Peter Stöcken, für einen hervorragend vorbereiteten Schießstand und gut organisierten Ablauf, dem Kreisjägerschaftsvorsitzenden Peter Hahn, dem Kreisschießwart Jürgen Drießen und ein Dank dem Landesobmann für das jagdliche Schießen und Schießleiter Frank Schmidt.

Ein weiteres Dankeschön der Firma Edding-Jagd und allen weiteren Sponsoren (s. Liste), die wiederum mit wertvollen Preisen und Jagdeinladungen zu einem reich bestückten Preistisch beigetragen haben, so dass auch in diesem Jahr keine Teilnehmerin mit leeren Händen nach Hause ging.

Diesen Dank gab der Landesobmann Frank Schmidt anlässlich der Siegerehrung, die vom Jägerbläsercorps Streichmühle und einigen Teilnehmerinnen unter der Leitung von Mandi-Rose Wargenau-Hahn begleitet wurde, an alle Helfer weiter.

Auch wenn auf Grund anderer Termine kein Vertreter des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume anwesend sein konnte, ließ es sich der Leiter der Obersten Forst- und Jagdbehörde, Johann Böhling, nicht nehmen, eine Bockeinladung in den Landesforsten der Siegerin dieses Tages auszusprechen. Diese Einladung überreichte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Andreas Schober, der extra zur Siegerehrung gekommen war, an Anja Reese aus Loop.

Der große Zuspruch zeigt, dass wir mit dem Warming-Up-Schießen für „Ladys“ auf dem richtigen Weg sind. Insofern auf ein Neues! Nach dem Motto: Nach dem Wettbewerb – ist vor dem Wettbewerb habe ich schon wieder neue Ideen und ich freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Monika Schultka

 

 

Einen Dank allen Sponsoren und Unterstützern!

  • Edding-Jagd, Michael Klinger, 24939 Flensburg
  • Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
  • Kreisjägerschaft Flensburg
  • Oberste Forst- u. Jagdbehörde des MELUR, 24106 Kiel
  • Flensburger Pokalvertrieb, Margitta Albertsen, 24941 Flensburg
  • Huberta Jagd, Natascha Gummersbach, 24819 Todenbüttel
  • Koops Natur & Jagd, Klaus Koops, 23552 Lübeck
  • Waffen Schrum GmbH & Co., Kirsten Schrum, 25782 Tellingstedt
  • Das Mobile Schießkino, Horst Rieger, 24819 Todenbüttel
  • Schmidt`s Augenblick, Dörte Schmidt, 24326 Ascheberg
  • Autohaus Estorff GmbH & Co. KG, Claus-Henrick Estorff, 24306 Plön
  • Die Fasanerie, Fam. Stankus, 24601 Wankendorf
  • Waffen-Behrendt, Ralf Behrendt, 25524 Itzehoe
  • Landesverein für Innere Mission, Eiderheim, 24220 Flintbek
  • Büchsenmacherei Harry Bälder, 24635 Rickling
  • Büchsenmacherei Schönkirchen, 24232 Schönkirchen
  • Club für jagdliches Schießen, 24640 Hasenmoor
  • Gärtnerei Fester, Kurt Fester, 24214 Gettorf
  • Waffen Reinhardt GmbH, Andreas Reinhardt, 23701 Eutin
  • Kappelner Werkstätten, Dieter Hansen, 24376 Kappeln
  • Schießstand Warder, Patrick Quast, 24646 Warder
  • Schießlehrer Jörg Biehl, 24988 Oeversee
  • Hans-Werner Blöcker, 24321 Helmstorf
  • Jan-Wilhelm Hammerschmidt, 24601 Stolpe
  • Frauke Lepping, 24211 Honigsee
  • Peter Rogowski, 24211 Preetz
  • Monika Schultka, 24223 Schwentinental

      Sponsoren vermittelt über Huberta Jagd:
      Blaser Jagdwaffen GmbH, 88316 Isny
      Deutscher Landwirtschaftsverlag, 80797 München
      Mauser Jagdwaffen GmbH, 88316 Isny
      Drywalker

      Sponsor vermittelt über Jörg Biehl
      Firma Manfred Alberts GmbH, 51674 Wiehl-Bielstein