Achtung, Zeitumstellung!

Wildunfälle SH

Eine Stunde entscheidet zwischen Leben und Tod

Am 27.03. werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt und der Berufsverkehr fällt plötzlich wieder in die Dämmerung. Damit steigt die Wildunfall-Gefahr rapide an, weil Reh, Hirsch und Co. besonders in den frühen Morgenstunden aktiv sind. Hinzu kommt: Nach der winterlichen Fastenzeit sind die Pflanzenfresser verstärkt auf Nahrungssuche. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein bittet Autofahrer, in den kommenden Wochen besonders vorsichtig zu fahren. Dies gilt insbesondere für Überlandstraßen im und am Wald.

„Wildtiere kennen keine Zeitumstellung oder Verkehrsregeln“, erklärt Marcus Börner vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein. In den nächsten Wochen heißt es also gerade in der Dämmerungsphase: „Fuß vom Gas“. Heimische Wildtiere benötigten im Frühjahr verstärkt Mineralien, insbesondere für den Fellwechsel, das Geweih-Wachstum und bevorstehende Geburten, so Börner. Wie ein Magnet wirkten deshalb Streusalzreste an Straßenrändern.Zudem seien junge, unerfahrene Rehböcke jetzt auf Reviersuche und überqueren dabei achtlos Straßen.

Die Wildunfallstatistik 2015 des Landes Schleswig-Holstein zeigt insgesamt einen Rückgang der Unfälle mit Paarhufern. 12.022 Rehe, Wildschweine und Hirsche ließen ihr Leben im Jagdjahr 2014/2015 auf schleswig-holsteinischen Straßen. Vor 10 Jahren waren es noch fast 16.000 Paarhufer.

Osterhasen-Bestand seit 14 Jahren stabil

Im Frühjahr 2015 tummeln sich bundesweit etwa 11 Mümmelmänner pro Quadratkilometer. Trotz leichter Schwankungen sind die Bestände des Feldhasen seit Beginn der bundesweiten Erfassung im Jahr 2002 stabil geblieben. 

Durchschnittlich 11 Feldhasen haben Jäger und Wissenschaftler pro Quadratkilometer auf Deutschlands Feldern und Wiesen im Frühjahr 2015 gezählt. Dies geht aus aktuellen Monitoring-Daten hervor, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht hat. Ausgewertet haben Wissenschaftler die Daten aus rund 450 Referenzgebieten im Rahmen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD). Vorsichtige Hochrechnungen ergeben: In Deutschland leben derzeit rund 3 bis 3,5 Millionen Feldhasen – auf 25 Bundesbürger kommt also ein Osterhase. Die Bestände des Feldhasen sind seit Beginn der bundesweiten Erfassung im Jahr 2002 trotz leichter Schwankungen stabil. 

Zuwachsraten durchweg positiv

Um Entwicklungstrends besser einschätzen zu können, zählen Jäger und Wissenschaftler zwei mal jährlich auf denselben Flächen und ermitteln die Nettozuwachsrate. Erfreulich: Von Frühjahr bis Herbst 2015 lag diese im Bundesschnitt bei 16 Prozent und damit vergleichsweise hoch. Spitzenreiter waren das Südwestdeutsche Mittelgebirge und die Norddeutsche Tiefebene mit 21 Prozent Zuwachs. Auch die sonst eher mit geringen Feldhasenbesätzen ausgestatteten Mittelgebirgsregionen konnten Zuwächse von bis zu 15 Prozent erreichen. Die Auswertung der Herbst-Zählergebnisse ergibt eine Besiedlungsdichte von 12 Feldhasen pro Quadratkilometer Offenlandfläche.

Lebensraum verbessern

„Maßgeblich für den Feldhasen sind Lebensraum, Witterung und Fressfeinde“, sagte DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning. Nasskaltes Wetter im Frühjahr setze den Junghasen ebenso zu wie viele Fressfeinde oder mangelhafte Habitate. Dazu gehören auch Lebensräume mit stark befahrenen Straßen: Nach aktuellen DJV-Erhebungen beträgt der Anteil der Verkehrsopfer an der Jagdstatistik bundesweit mehr als ein Viertel. In Brandenburg werden sogar drei von vier Tieren, die in der Jagdstatistik erscheinen, im Straßenverkehr getötet. 

Arten- und strukturreiche Felder und Wiesen tragen zum Erhalt einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten bei. Leider ist der Anteil vielfältiger Brachflächen in den letzten Jahren stark zurückgegangen – unter anderem durch den Wegfall von Subventionen und den Boom nachwachsender Rohstoffe. Krautreiche Randstreifen fehlen zunehmend, da Felder zu größeren Flächen zusammengelegt werden. „Für Feldhase und Co. brauchen wir mehr produktionsintegrierte Maßnahmen in der landwirtschaftlichen Fläche, etwa Blühstreifen mit Wildkräutern“, so Dr. Böhning. Solche ökologischen Trittsteine müssten wirtschaftlich wesentlich attraktiver gestaltet werden für Landwirte. Hier sei die Politik gefragt.

Bläserseminar 2016 -Jugendfeuerwehrzentrum "platzt aus den Nähten"

Bläserseminar2016 1

Das Seminar für Jagdhornbläser in Rendsburg erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Schon nach kurzer Zeit war es ausgebucht. Die knapp 100 Teilnehmer reisten aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen an. Zwei Drittel der Bläser hatten sich für Pless- und Parforcehörner in B und ein Drittel für die Es-Hörner angemeldet. Der Tagungsort – das Jugendfeuerwehrzentrum Rendsburg – war bei dieser Anzahl an seine Kapazitätsgrenze gestoßen. Viele Bläser mussten in ein nahegelegenes Hotel zur Übernachtung ausweichen.

Das Programm, das die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn zusammengestellt hatte und von neun Übungsleitern angeboten wurde, war vielfältig. Zum Einen stand die Basisarbeit im Focus. Erstmals gab es für „ES“- und Plesshörner einen Anfängerkurs und ebenfalls zum ersten Mal wurde für Ventilhörner ein Kurs eingerichtet, der sehr gut angenommen wurde. Schon nach kurzer Zeit konnten die „Ventilhörner“ das große Halali von Haydn zu Gehör bringen. Durch diese Basisarbeit erhoffte man sich eine Stärkung der heimischen Bläsercorps. Zum Anderen wurde natürlich für die Fortgeschrittenen eine breite Palette von Kursen angeboten, die alle mit der Basisarbeit – Atemtraining, Technik und Tonbildung – begannen. Diese Arbeit kommt in den Gruppen zu Hause meist zu kurz, denn sie ist mühevoll aber notwendig. Hier einige neue Anregungen zu erhalten, war sehr hilfreich. Es wurden neue Stücke erarbeitet, die dann in den heimischen Gruppen zu Innovationen führen sollten. Weil die Gruppestärke gering war, konnten die Übungsleiter speziell in den Kleinformationen auf die Schwächen der einzelnen Bläser eingehen. Besonders interessant war das Thema „Interpretation“: hier ging es in die Feinheiten – das Zusammenspiel und das Aufeinanderhören. Der einzelne Teilnehmer merkte selbst, dass das Stück am Ende einen „schönen“ Klang bekommen hatte. Bei den „Es“-hörnern durften u.a. natürlich die Themen „Bass“ und Stopfen, die viel Übung erfordern, nicht fehlen.

Damit das alles gelingen konnte, war eine große Zahl an qualifizierten Übungsleitern eingeladen. Bundesrichter im jagdlichen Blasen Günter Lunemann (NRW) und Orchestermusiker Michael Mull (SH) waren schon zum zehnten Mal dabei. Weiterhin kamen die Berufsmusiker Hans Rastetter (HH) und Ludolf Reßmeyer (NDS). Musikpädagogin Meike Unger (NDS) war mit ihrem Sohn Karl, der Waldhorn studiert, angereist. Klaus Vagt (NDS) beigeisterte die „B“-Hörner in seinem Unterricht. Die „ES“-Hörner wurden u.a. unterrichtet von dem langjährigen Bläsergruppenleiter Falk Porzig(NDS) und dem studierten Hornisten Dr. Gregor Steidle(SH) – ein begnadeter Bläser, was er auf dem „grünen Abend“ eindrucksvoll unter Beweis stellte.

In diesem Jahr waren die bläserischen Beiträge an dem schon erwähnten „grünen Abend“ am Samstag besonders beeindruckend. Die verschiedenen Seminargruppen gaben sehr gute Kostproben ihrer Arbeit zu Gehör. Der Höhepunkt war das Waldhornquartett der Übungsgruppenleiter Michael Mull, Hans Rastetter, Meike und Karl Unger. Sie spielten u.a. passend zum Abend „Fidele Grünröcke“.Um den Ruf nach Zugaben nicht ins uferlose laufen zu lassen und das Publikum zu beruhigen, bliesen sie zum Schluss sehr einfühlsam eine Hornvariation von „Der Mond ist aufgegangen“.

Wieder einmal sei ganz herzlich dem Team des Jugendfeuerwehrzentrums für hervorragende lukullische Betreuung gedankt. Dieses Zentrum ist „Gold wert“.

Der Seminartermin im nächsten Jahr steht schon fest: 17. – 19. Feb. 2017

Jörn Neupert

Wildtier ohne Grenzen? – Rotwild in Schleswig-Holstein

RotwildseminarIm Rahmen der diesjährigen Outdoormesse in den Holstenhallen Neumünster vom 8.-10. April. Hat der Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein eine Veranstaltung rund um das Thema Rotwild in Schleswig-Holstein geplant.

Das Rotwild ist unsere größte heimische Schalenwildart. Traditionelle Einstandsreviere sind in Schleswig-Holstein die größeren Waldgebiete im Lauenburgischen und in der Segeberger Heide. Aber es gibt auch in Nordfriesland und Dithmarschen Rotwildvorkommen entlang alter Fernwechsel, sogar bis nach Dänemark findet genetischer Austausch statt. Welche aktuelle Entwicklung gibt es und welche Bedeutung hat das Rotwild für unsere Landschaft? Dieses Seminar beschäftigt sich mit dem Rotwild in Schleswig-Holstein. Von der Verbreitung, der Populationsentwicklung, dem Wildtiermanagement bis hin zur Entwicklung in Dänemark.

Das Seminar findet am 8. April von 9-10 Uhr in den Holstenhallen Neumünster statt. Die Seminarleitung hat der Vorsitzendes des Schalenwildausschusses, Hans-Albrecht Hewicker übernommen.

Weitere Details zum Programm entnehmen sie bitte der angefügten Datei.

Anmelden können sie sich unter:

Bildungszentrum für Natur

Hamburger Chaussee 25

24220 Flintbek

Telefon: 04347 704-787

Fax: 04347 704-790

E-Mail:  anmeldung@bnur.landsh.de

Oder direkt online unter  http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/BNUR/Service/Veranstaltungen/Anmeldung/anmeldung_node.html?cms_number=2016-09&cms_titel=2016-09%3A%20Wildtier%20ohne%20Grenzen%3F%20-%20Rotwild%20in%20Schleswig-Holstein&cms_date=08.04.2016

Regierungskoalition macht sich stark für mehr Marder auf Dachböden und in Autos

Wolfgang Heins klGeplante Änderungen im Landesjagdgesetz sind praxisfern und nicht durchdacht. Naturschutzpraktiker fordern mehr Augenmaß bei der Gesetzesänderung von der Regierungskoalition.

Die Zerrspiele um das Landesnaturschutz-, Landeswald- und Landesjagdgesetz gehen weiter. Mit dem aktuellen Änderungsantrag der Regierungsfraktion – SPD, GRÜNEN und SSW – wird die Debatte um die von Minister Dr. Habeck (GRÜNE) eingebrachte Novellierung weiter angefacht. Zwar haben die drei Parteien mit ihrem Änderungsantrag wesentliche Forderungen von Naturschutz- und Nutzerverbänden umgesetzt und damit den Habeckschen Änderungswünschen eine Absage erteilt, dennoch sind einige neu eingebrachte Änderungen der Regierungskoalition wenig durchdacht und praxisfern.

Die Änderung von Landesnaturschutz-, Landeswald- und Landesjagdgesetz werden der Öffentlichkeit als modernes Naturschutzrecht präsentiert. Viele Naturschutzpraktiker und wertorientierte Naturnutzer, wie der Landesjagdverband sehen das allerdings differenzierter. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat lange und hart dafür gekämpft, dass ein allgemeines Betretungsrecht – wie vom Umweltministerium ursprünglich geplant – nicht realisiert wird. „Die Verhinderung des allgemeinen Betretungsrechtes in der freien Feldflur ist ein wichtiger Punkt zur Sicherung der Existenz unseres Niederwildes“, so Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes, der hierdurch eine starke Beunruhigung und Gefährdung der Lebensräume von Hasen, Fasanen, Rebhühnern und anderen Bodenbrütern gesehen hat.

Der Landesjagdverband ist aber im höchsten Maße empört über die nun beabsichtigte Herausnahme der völlig ungefährdeten Mauswiesel und Hermeline aus der Liste der jagdbaren Arten. „Durch diese Maßnahme würde der Einsatz bestimmter Fallen praktisch unmöglich gemacht“ so Wolfgang Heins. „Damit wird dem Artenschutz ein Bärendienst erwiesen!“ Gerade in Schutzgebieten ist die Fallenjagd unverzichtbar. Wer Bodenbrüter schützen will, benötige jede Möglichkeit, das Raubwild in Grenzen zu halten, so Heins weiter.

„Zwar wurden Mauswiesel und Hermelin von den meisten Jägern ohnehin seit vielen Jahren nicht mehr intensiv bejagt“, erläutert Andreas Schober, Geschäftsführer im LJV, „künftig wäre aber auch die Jagd auf Marder faktisch nicht mehr möglich“.

Hintergrund:

Beim Einsatz von Fallen kann nicht ausgeschlossen werden, dass in seltenen Fällen aufgrund der Bauart auch einmal ein Hermelin oder Mauswiesel gefangen wird. Bislang war dies kein Problem, da beide Arten als jagdbare Art galten. Nunmehr würde der Beifang eines Hermelins oder Mauswiesels für den Jäger ggf. eine Straftat bedeuten. „Dies hat weitreichende Konsequenzen“, meint Andreas Schober. Die Befürchtung des Landejagdverbandes: Das Einstellen der Jagd auf den Marder führt perspektivisch zwangsläufig zu einem steigenden Marderbesatz. Unter dem raffinierten Prädatoren leiden dann nicht nur die Kleinsäuger und bedrohte Singvogelbestände auch der Bürger wird unmittelbar betroffen sein, da dem allerseits bekannten Dachboden- und Automotorraumbewohner nicht mehr effektiv nachgestellt werden kann.

Jäger unterstützen Wolfsmonitoring

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 „Den Wölfen auf der Spur“ – Wolfsbetreuer des Landes Schleswig-Holstein starten Fotofallenprojekt

Die Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein starten ein neues Fotofallenprojekt, um mehr Kenntnisse über Wölfe im Land zu gewinnen und besser informieren zu können. Dazu sollen in den kommenden Monaten 114 Wildkameras oder Fotofallen aufgestellt werden. Der Datenschutz wurde dabei berücksichtigt und mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) im Rahmen abgestimmt.

„Die Debatte über Wölfe in Schleswig-Holstein wurde und wird intensiv geführt. Wir wollen mit dem Projekt möglichst umfangreiche Informationen über Wölfe im Lande erhalten, um die Öffentlichkeit mit Hilfe der Daten breit informieren zu können. Mit Kameras in Wäldern ist aber aus Datenschutzgründen sehr sensibel umzugehen – in der Natur sollen sich die Menschen ja frei bewegen können. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem ULD Leitlinien erarbeitet, die vollumfänglich berücksichtigt werden“, sagte Staatssekretärin Silke Schneider. Sie bedankte sich zugleich bei den ehrenamtlichen Wolfsbetreuern für ihr großes Engagement: „Es ist vorbildlich, mit wie viel Herz und Sachverstand sie dabei sind.“

Die Idee für das Wildkamera-Projekt kommt von den rund 70 ehrenamtlichen Wolfsbetreuern. Ziel ist es, dem gestiegenen Informationsbedürfnis gerecht zu werden. So äußerten vor allem die Halterinnen und Halter kleiner Nutztiere – insbesondere  von Schafen – den  Wunsch, zeitnah über das Auftreten von Wölfen in den verschiedenen Regionen des Landes informiert zu werden. Darüber hinaus sind auch die Berichtspflichten gegenüber der EU zur Entwicklung der Wolfsvorkommen im Lande gestiegen.

Um dem gerecht zu werden, entstand im Kreise der Wolfsbetreuer die Idee, nicht nur anhand eines sogenannten passiven Monitorings (z.B. Nachweise im Rahmen von Nutztierrissen, Kotproben usw.) Daten zur Besiedlung Schleswig-Holsteins durch den Wolf zu erarbeiten, sondern auch aktiv entsprechende Informationen zu gewinnen. Aufgrund der besonderen Mobilität des Wolfes und seiner speziellen Lebensweise eignen sich hierzu vor allem Wildkameras oder Fotofallen, die automatisch Fotos machen, wenn Tiere in den Bereich eines Sensors der Kamera gelangen.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens stellten die Wolfsbetreuer bei „Bingo! – die Umweltlotterie“ einen Antrag zur Beschaffung von Fotofallen der neuesten Generation. Damit die angeschafften Fotofallen möglichst effizient eingesetzt werden können, wurden die teilnehmenden Wolfsbetreuer im Februar diesen Jahres im Rahmen einer speziellen Schulung mit dem Umgang und der Aufstellung der Geräte vertraut gemacht.

Gemeinsam mit dem ULD wurden zu den datenschutzrechtlichen Fragen Leitlinien entwickelt, die einen rechtskonformen Einsatz der Fotokameras ermöglichen und den Rechten der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf den Datenschutz umfänglich Rechnung tragen:

     • Alle Fotofallen sollen so aufgehängt werden, dass eine Erfassung personenbezogener Daten vermieden wird. Fotofallen sollen bevorzugt in nicht-öffentlichen Bereichen aufgehängt werden, die nicht betreten werden dürfen (z.B. in Naturschutzgebieten oder an Querungshilfen wie Grünbrücken).

    • Da Wölfe bevorzugt nachts unterwegs sind, sollen die Fotofallen so eingestellt werden, dass Fotos möglichst nur nachts aufgenommen werden.

    • Im unmittelbaren Umfeld aller Fotofallen werden gut sichtbar Warnschilder angebracht, die vor den Kameras warnen. Alle Fotofallen und ihre Gehäuse sind mit dem Landeslogo, einer individueller Nummer, einer Kontakt-Telefonnummer und dem Einsatzzweck („Wildtiermonitoring“) beschriftet.

    • Alle Fotofallenstandorte werden auf der für jedermann zugänglichen Website www.wildkamera-sh.de lagegenau bekannt gegeben.

    • Die interessantesten Ergebnisse der Fotofallen und alle Wolfsbilder – soweit sie den Schutz des Wolfes nicht gefährden – werden zeitnah auf der oben genannten Website online gestellt.

    • Bilder von Personen, die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch noch erfasst werden, werden beim Auslesen der Speicherkarten sofort endgültig gelöscht.

Das ULD hat dem Projekt der Wolfsbetreuer mit dieser Verfahrensweise einen vorbildlichen Umgang mit Fotofallen bescheinigt. Es wurde mit dem ULD verabredet, regelmäßig über die gemachten Erfahrungen zu berichten und das oben genannte Prozedere gegebenenfalls anzupassen. Sollten einzelne Fotofallen trotz aller Bemühungen doch einmal als störend empfunden werden, wird gebeten, dies über die Wolfshotline des Landes (0151-40146585) mitzuteilen.

Jäger unterstützen das Wolfsmonitoring

Über 60% der anerkannten Wolfbetreuer in Schleswig-Holstein sind Jägerinnen und Jäger. Für ein möglichst umfassendes Monitoring sind sie aber auf die vielen Ohren und Augen der 22.000 Jagdscheininhaber im Lande angewiesen. Doch wie können wir die Wolfsbetreuer unterstützen?

  • Alle Hinweise (Sichtbeobachtungen, Losung- und Rissfunde etc.) an Wolfsbetreuer weitergeben, aber bitte keine Gerüchte streuen! 
  • Meldewege bei Hinweisen einhalten – nicht nur an den Hegeringleiter  melden, sondern immer auch an den Wolfsbetreuer (Wolfshotline 0151-40146585)!
  • Unterstützen sie das Fotofallenprojekt: Jäger haben vor Ort den Verdacht, dass ein Wolf vor Ort sein könnte. Da der Einsatz von Fotofallen ja datenschutzrechtlich immer heikel ist, keiner etwas falsch machen möchte, zudem die zielgerichtete Wolfserfassung nicht einfach ist und letztlich gute Kameras auch nicht bei jedem vorhanden sind, machen die Jäger vor Ort und die Wolfsbetreuer am besten gemeinsame Sache. Jäger ruft Wolfsbetreuer bei Verdacht an, der kommt raus und beide gemeinsam suchen den bestgeeigneten Platz für die Fotofalle. Die Betreuung und auch das Auslesen können dann am besten auch mal gemeinsam erfolgen. Davon profitieren beide und es werden keine zusätzlichen privaten Kameras eingesetzt (das wird das ULD gerne hören).

 

Jagdveranstaltungsbörse – Austausch und Einladungen zur Jagd in Norddeutschland und in Dänemark

Treffpunkt: Jagdveranstaltungsbörse auf der OUTDOOR jagd & natur
vom 8.-10. April 2016 in den Holstenhallen Neumünster

Danmarks Jægerforbund und der Landesjagdverband Schleswig-Holstein haben angeregt den jagdlichen Austausch zwischen Dänemark und Norddeutschland noch stärker zu ermöglichen.

Dänischen Jägern wird angeboten, an Jagden in Norddeutschland teilzunehmen, und umgekehrt wird deutschen Jägern angeboten, an Jagden in Dänemark teilzunehmen. Auf Wunsch der beiden Verbände übernehmen wir im Rahmen der OUTDOOR 2016 für Dänemark und Norddeutschland gerne die Initiative der Jagdveranstaltungsbörse.

Wir bitten Jäger und Jagdveranstalter auf beigefügter Liste Jagden, die sie ihren deutschen bzw. dänischen Kollegen anbieten möchten, einzutragen. Gleichzeitig können die eigenen Wünsche für einen Jagdaustausch mit den Jagdkollegen aus dem Nachbarland genannt werden.

Auf der OUTDOOR 2016 in Neumünster wird es einen Treffpunkt zwischen den Ständen des Danmarks Jægerforbund und des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein geben. Dort können interessierte Jäger die Informationen der angebotenen Jagden ansehen und notieren und den Kontakt aufnehmen. Im besten Fall können im Gegenzug die eigenen Wünsche von Jagden im Austausch erfüllt werden. Während der Messe können auch weitere Jagdangebote eingetragen werden.

Kommen Sie zur Messe, lernen Sie Jäger aus Dänemark / Norddeutschland kennen und starten Sie den Austausch!

Bitte tragen Sie für den Aushang hier Ihre Veranstaltung(en) in bei beigefügte Liste ein.

Rückmeldungen bitte senden an:
Holstenhallen Neumünster GmbH
OUTDOOR 2016
Justus-von-Liebig-Straße 2-4
24537 Neumünster
outdoor-messe@holstenhallen.com

Frei-Wild: Jagdgatter nicht mehr zeitgemäß

Jagdgatter in unserer Landschaft sind nach Auffassung des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein nicht mehr zeitgemäß. 

Im Streit um Jagdgatter in Schleswig-Holstein schlagen die Wogen hoch. Aus Sicht der Jägerschaft des Landes ist die Nutzung von Jagdgattern nicht mehr zeitgemäß und ist mit den Grundsätzen einer naturnahen Jagd nicht vereinbar.

Aus diesem Grund habe der Landesjagdverband Schleswig-Holstein die Regelung zur Abschaffung der Jagdgatter mit einer 15-jährigen Übergangsfrist bei der Änderung des Landesjagdgesetzes im Jahre 1999 mit unterstützt.

„Für uns beinhaltet die Jagd immer frei lebende Wildtiere in freien Lebensräumen“, so Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein. Wildtiere sollen sich ihre Lebens- und Rückzugsräume in unserer Kulturlandschaft selber suchen können. Ihnen muss aber auch die Möglichkeit gegeben werden, dass sie in ihren Lebensräumen nicht unnötig gestört und vertrieben werden. Doch gerade in diesem Punkt beabsichtigt die Landesregierung mit der Änderung des Landesnaturschutzgesetzes einen weiteren gravierenden Einschnitt.

Ebenso, wie es in den Wäldern bereits seit Jahren möglich ist, soll nun auch für die offene Landschaft das Freie Betreten eingeführt werden. Das heißt,  dass nun Feldhase, Rebhuhn und Co. in ihren Lebensräumen auf Äckern und Weiden ständig von Querfeldeingehern gestört werden könnten. „Wir verurteilen diese geplante Gesetzesänderung aufs Schärfste und appellieren zum Schutz unserer Wildtiere an Politik und Gesellschaft, die bisherige gute Regelung des Wegegebotes zur respektieren und bei zu behalten“, so Heins.

10 Jahre Bläser-Fortbildungsseminar in Rendsburg

Seminar2015Gruppe-klein

Hier zeigen die Bläser die Vielfalt der Hörner, die sie in dem Seminar benutzten – angefangen mit dem Alphorn, den großen Parforcehörnern in „B“ und “Es“, den kleinen Fürst-Plesshörnern mit und ohne Ventil und einer schwedischen Birkenholzlure.

Im Jahr des Hornes (2015) feiert das dreitägige Fortbildungsseminar für Jagdhornbläser in Rendsburg sein zehnjähriges Jubiläum. In den vergangenen Jahren war es immer voll besetzt. So auch in diesem Jahr, wo lange vor Meldeschluss die Listen für die über 80 Bewerber geschlossen werden mussten, weil keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr vorhanden waren und man schon in ein nahegelegenes Hotel ausweichen musste.

Damit nur in kleinen Gruppen gearbeitet wird, hatte die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn neun Übungsleiter eingeladen, darunter waren die Bundeswertungsrichter Günther Lunemann (NRW) und Olaf Hanspach (Sachsen), Therese Stoll (Sachsen) und Ludolf Ressmeyer (NDS). Sie trainierten die Pless- und Parfocehörner in „B“. Verantwortlich für den „Es“-Hornbereich waren Jan Haufe (Sachsen) und Ludger Holtmann (Hessen). Günther Raschke (NDS) hatte sich bei den „Es“-Hörnern besonders dem Bass verpflichtet, der einzige Ausbilder aus Schleswig-Holstein Dr. Gregor Steidle verfeinerte bei seinen Bläsern u.a. die Stopftechnik mit besonderem Feingefühl. In allen Gruppen wurde viel Wert auf die Basisarbeit gelegt. Denn ohne eine vernünftige Atemtechnik und Ansatzübungen nützt das Lernen der anspruchsvollsten Stücke nichts. Es klingt einfach nicht.

Uwe Bartels (NDS) hatte sich einem besonderen Instrument gewidmet – dem Alphorn. Für ihn ist das Alphorn die Königin der Blasinstrumente. In einem Schnupperkurs, für den sich sehr viele Bläser angemeldet hatten, brachte er es fertig, dass am Ende jeder ein paar schöne Töne dem Alphorn entlocken konnte, sodass die Lust auf „mehr“ gegeben war.

Die meisten Übungsleiter sind schon öfter beim Bläserseminar in der Jugendfeuerwehrschule am Nord-Ostsee-Kanal dabei gewesen, doch Uwe Bartels ist der Einzige, der bei allen zehn Seminaren beteiligt war. Von den teilnehmenden Bläsern kam Peter Kroll aus Hohenwestedt zum 10. Mal zum Seminar.

Die Teilnehmer reisten aus ganz Schleswig-Holstein an, aber auch aus Hamburg und Niedersachsen hatten sich Bläser angemeldet. Auffallend war, dass bei den „Es“ Hörnern zweidrittel der Teilnehmer aus nur drei Gruppen kamen, sodass zu hoffen ist, dass der Übungsgewinn direkt in die Gruppen zu Hause übertragen wird.

Neben nur bläserischem Training standen auch allgemeine Themen auf dem Programm. Die Corpsleiter trafen sich in einer Extragruppe, um sich Anregungen für ihre heimischen Ausbildungsabende zu holen und auch zu hören, welche Probleme es in anderen Gruppen gibt. Aufschlussreich war die Diskussion über die verschieden Aktionen, neue Mitglieder zu bekommen.   Prof. Bartels gab in seinem Seminar Anregungen zur Planung eines Konzertes – es muss spannend aufgebaut sein, die Zuschauer müssen auch ihnen schon bekannte Stücke zu hören bekommen – sein Motto: überlasse nichts dem Zufall!

Ein Instrumentenbauer war angereist, um Tipps zur Instrumentenpflege zu geben, wenn

z. B. ein Hornzug klemmt oder Ähnliches. Sehr gerne wurde eine Kurzmassage zur Entspannung angenommen, die den gesamten Sonnabend angeboten wurde und zu der die Bläser kurz aus ihrer Gruppe entschwinden durften. Am letzten Seminartag, dem Sonntag konnten die Bläser ihre Themen noch einmal frei wählen. Beliebt war das Angebot des Einzel- bzw. Duounterrichtes, bei dem der Referent sich natürlich ganz speziell den Problemen des einzelnen Bläsers widmen konnte. Neben dem erlernen neuer Stücke in „Es“ und „B“ wurde die Wettbewerbsvorbereitung – „Feinheiten“ der Jagdsignale angeboten, zu dem sich sehr viele entschieden. Das zeigt, dass die Basis und Gemeinsamkeit des jagdlichen Blasens nach wie vor die jagdlichen Signale sind, mit denen man sich in Wettbewerben messen kann.

Bei allem Lernen und Üben kam natürlich der Spaß nicht zu kurz. An dem „grünen Abend“ am Samstag brachten die Bläser in „B“ und „Es“ in vielen spontanen und launigen Kurzbeiträgen bläserisch und verbal ihre Dankbarkeit für den Einsatz und die Mühe zum Ausdruck, die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn und ihr Team in den letzten zehn Jahren in die Durchführung der Seminare gesteckt haben. Hier fand ein Vortrag der Übungsleiter auf ihren „Es“-Hörnern besonderen Beifall. Für die harmonische Stimmung sorgte nicht zuletzt das Team von Herrn Schlüter vom Jugendfeuerwehrzentrum mit der guten Verpflegung – wie in allen Jahren zuvor.

Auf zum 11. Fortbildungsseminar 2016 – vom 19. bis 21. Februar in Rendsburg!

Jörn Neupert

Hegeringleitertagungen 2016

Die Hegeringleitertagung für die Kreisjägerschaften nördlich des Nord-Ostsee-Kanals, sowie die Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord, findet am 06. Februar 2016 in Lürschau bei Schleswig statt.

Die Hegeringleitertagung der Kreisjägerschaften südlich des Nord-Ostsee-Kanals, außer der Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord, findet am 13. Februar 2016 im Holsteinischen Haus in Nortorf statt.

Schleswig-Holstein hat gewählt!

LJV Präsidium

Nach dem Rücktritt des gesamten LJV-Präsidiums wurde heute ein neues Präsidium gewählt. So haben 183 Delegierten aus 20 Kreisjägerschaften gewählt: v.l.n.r. Wolfgang Heins (Präsident), Andreas-Peter Ehlers (Vizepräsident), Axel Claußen (Vizepräsident), Peter Stodian (Schatzmeister), Jörg Sticken (Schriftführer), Henning Höper (Beisitzer), Herbert Häger (Beisitzer), Otto Witt (Beisitzer) und Hendrik Löffler (Beisitzer)

Nachweis von Staupe bei Füchsen in Schleswig-Holstein: Auf Impfschutz bei Hunden achten

Anlässlich des Nachweises von Staupeinfektionen bei mehreren Füchsen in Schleswig-Holstein rät das Landwirtschaftsministerium Hundebesitzern, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten. Der lückenlose Schutz wird gewährleistet, wenn Welpen und Jungtiere im impffähigen Alter eine Grundimmunisierung erhalten und regelmäßig nachgeimpft werden. Dies teilte das Ministerium heute (11. Januar 2016) mit. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Seit Ende November 2015 waren bei Untersuchungen im Landeslabor bei fünf Füchsen aus dem südlichen Landesteil Staupeinfektionen nachgewiesen worden. Es handelte sich um tot aufgefundene oder verhaltensauffällige Tiere. Es sind die ersten Staupe-Nachweise in Schleswig-Holstein bei Füchsen seit 2009. 2012 wurde zuletzt bei einem Steinmarder Staupe nachgewiesen
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Staupeinfektionen auch in anderen Landesteilen auftreten.

In den letzten Jahren wurde in anderen Regionen eine Zunahme von Staupefällen beobachtet. Hier spielen Wildtiere als Virusreservoir, die Impfmüdigkeit von Hundehaltern und auch der Ankauf von infizierten Hunden aus dem Ausland eine Rolle.

Füchse werden als sogenanntes Virusreservoir des Staupevirus angesehen, d.h. ein Teil der Füchse ist infiziert, erkrankt aber nicht. Füchse finden sich durch das reichhaltige Nahrungsangebot und der schnellen Lern- und Anpassungsfähigkeit immer häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen an. Daher können sich Hunde durch Füchse in ihrer näheren Umgebung oder auch beim Waldspaziergang infizieren. Insbesondere Jagdhunde tragen ein höheres Risiko der Ansteckung; für sie gilt die Impf-Empfehlung besonders.

Die klinischen Symptome (Verlust der natürlichen Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder auch Aggressivität) der zentralnervösen Form der Staupevirusinfektion  können denen bei einer  Tollwutinfektion ähneln. Auch wenn Deutschland frei von Wildtollwut ist, sollte insbesondere bei den beschriebenen Veränderungen des  Verhaltens aber auch bei kranken oder tot aufgefundenen Füchsen eine diagnostische Abklärung durchgeführt werden.
Wer einen kranken oder toten Fuchs findet, sollte den Revierinhaber oder die örtlichen Jäger verständigen. Wie immer gilt für alle Laien: Weder lebende noch tote Wildtiere sollten angefasst werden.

Hintergrund

Die Staupe ist eine durch das Canine Staupevirus hervorgerufene hochansteckende Erkrankung bei Hunden, Füchsen, Waschbären, Marder, Wiesel, Frettchen, Dachsen und Wölfen. Das Virus ist eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt, aber für Menschen ungefährlich.
Übertragen wird das Virus durch Speichel, Nasen- und Augensekret, sowie Kot und Urin infizierter Tiere. Auf direktem Wege durch gegenseitiges Belecken oder Tröpfcheninfektion sowie indirekt über verunreinigtes Futter, Wasser oder die Umgebung.

Das Krankheitsbild der Staupe ist vielschichtig. Es können Erscheinungen einer Lungenentzündung (Husten, Atembeschwerden), einer Magen-Darmerkrankung (Durchfall, Erbrechen), zentralnervösen Ausfallserscheinungen (Verlust der Scheu, Krämpfe, Bewegungsstörungen) oder Hautveränderungen (Ausschläge, übermäßige Verhornung) auftreten. Diese können gleichzeitig oder zeitversetzt nacheinander vorkommen. Je nach Verlaufsform und Schwere des Krankheitsverlaufs liegt die Sterblichkeit zwischen 30 und 80 Prozent. Besonders gefährdet sind Jungtiere durch die Ansteckung an Alttieren, die das Virus in sich tragen und ausscheiden, aber nicht selbst erkrankt sind.

[MELUR]

Jäger und Angler kaufen Westensee

Nach einer Vorbereitungszeit von zwei Jahren haben der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. (LJV), vertreten durch Herrn Hans-Werner Blöcker und Herrn Hans-Jürgen Langbehn sowie der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV), vertreten durch Herrn Peter Heldt und Herrn Matthias Winkelmann am 10.12.2015 gemeinsam als „Naturerlebnis Westensee“ Ge-sellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) eine 278 ha große Teilfläche des Westensees gekauft.

Ein Schwerpunkt der künftigen gemeinsamen Nutzung wird in der Umweltbildung für Jugendliche und Erwachsene bestehen. Selbstverständlich wird die Seefläche, wie schon seit Jahrzehnten, auch weiterhin zum Angeln und zur Aus- und Fortbildung von Mitgliedern genutzt.

Die Verbände sehen Umweltbildung und Kenntnisse über die Naturkreisläufe als grundlegend an, um sachgerecht die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie den Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer zu sichern. Hingegen sind Ideologien schädlich, die naturwissenschaftlichen Tatsachen entgegenstehen. Sie verunsichern die Menschen und bringen Naturinteressierte gegeneinander auf, die mehr für die Natur erreichen könnten, wenn sie zusammenarbeiteten.

LJV und LSFV haben sich seit langer Zeit für eine Zusammenarbeit entschieden. Ihre Mitglieder wissen, wie man die Natur verträglich nutzt und wie man sie zu ihrer Erhaltung schützt. Die 39.000 Mitglieder des LSFV, davon 4.500 Kinder und Jugendliche, sowie die 16.000 Mitglieder des LJV, davon 2.000 Kinder und Jugendliche, bilden nun über die neue Gesellschaft eine noch festere Ein-heit. Sie können voneinander lernen und profitieren. Anglern und Jägern ist es besonders wichtig, Kindern und Jugendlichen die heimische Natur wieder näherzubringen und ihnen aufzuzeigen, wie man die Lebensmittel Fisch und Wild sinnvoll nutzen kann.

Der Westensee, der zentral in Schleswig-Holstein und in einer reizvollen Landschaft liegt, bildet für diese Kooperation ein bestmögliches Umfeld.

Jagd- und Artenschutzbericht 2015

Jagd- und Artenschutzbericht 2015 des Landes Schleswig-Holstein in Kiel vorgestellt. Der Bericht ist seit 1997 eine Sammlung von Daten und Fakten rund um die Jagd, den Natur- und den Artenschutz.  

Flintbek: Bereits seit 19 Jahren wird alljährlich der Jagd- und Artenschutzbericht des Landes Schleswig-Holstein vom zuständigen Ministerium (MELUR) unter Mitwirkung u.a. des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein erarbeitet und vorgestellt. Die diesjährige Bilanz zeigt nicht nur langfristige Trends und Entwicklungen bei den Wildtierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, sondern stellt auch neben den jagdlichen Themen einzelne Artenschutzprojekte und Bestandsentwicklungen vor.

Die Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ist ein wesentlicher Bestandteil nationaler und internationaler Biodiversitätsstrategien und damit ein Grundbestandteil der Naturschutzpolitik. „Die aktuellen Jagdstrecken vor allem bei den Schalenwildarten, zeigen deutlich, wie nachhaltig und umsichtig die Jagd im Land zwischen den Meeren ausgeübt wird. Unsere Jägerinnen und Jäger zählen unsere Wildbestände und entnehmen der Natur nicht mehr, als dort von selber nachwachsen kann“, erläutert Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Leider finden wir im Niederwildbereich auch negative Bestandsentwicklungen wie z. B. beim Wildkaninchen und auch regional bei den Fasanen.  „Hier muss der zuständige Minister mit gezielten Artenhilfsmaßnahmen bis hin zu Wiederansiedlungen die ehrenamtliche tätige Jägerschaft unterstützen“, fordert Baasch. Alleinige Maßnahmen wie eine Bejagungseinschränkung sind kontraproduktiv.

Neben vielen Erfolgen in der Jagd und beim Artenschutz offenbart der Bericht auch politische Fehlentwicklungen in der Landesregierung. Der Artikel zum Rotwild und die Ausbreitung dieser Art in den letzten 10 Jahren zeigen sehr deutlich, dass Wildtiere keine Grenzen kennen. „Die ministeriellen Vorgaben, wo Rotwild vorkommen darf und wo nicht, sind damit seit Jahren von der Realität überholt und gehören abgeschafft“, appelliert Baasch an Minister Habeck. Wild müsse sich in dieser enggewordenen Kulturlandschaft sein Lebensraum selbst suchen dürfen.

Bedauerlich ist, dass einzelne Tierarten nun aus der Statistik herausgenommen wurden, so dass das Ministerium bspw. keine Angaben mehr zur Bestandsentwicklung bei den Rebhühnern macht. Auch zu anderen jagdbaren Wildtierarten, die von den Jägerinnen und Jägern   ganzjährig geschont und betreut werden, sucht man nach verlässlichen Zahlen im Jagd- und Artenschutzbericht vergebens.    

Während die Verwendung der Jagdabgabemittel im Bericht transparent aufgeschlüsselt wird, hätten weitere Daten und Fakten zu den verwendeten Mitteln im Natur- und Artenschutz den Bericht sicherlich komplettiert und abgerundet.

Darüber hinaus werden im Bericht zahlreiche Artenschutzprojekte für bedrohte Tierarten vorgestellt. Zu nennen sind hier u.a. die Aktivitäten für den Rotmilan, die Seeadler und den Fischadler.  Diese störungsempfindlichen Tierarten werden nun aber durch das geplante freie Betretungsrecht der Wildtierlebensräume erneut gefährdet. Mit der aktuell im Landtag diskutierten Novelle des Landessnaturschutzgesetzes soll diese Regelung eingeführt werden und damit bestünde die deutliche Gefahr der Verschlechterung der Lebensräume.

Waffenrechtsverschärfung verhindert Terror nicht

DJV fordert Jäger auf, Kritik bei der EU-Kommission zu äußern

(Berlin, 01. Dezember 2015) Die Europäische Kommission bittet um Rückmeldung zu den Änderungsvorschlägen der Feuerwaffenrichtlinie. Diese sollen eine Antwort auf die furchtbaren Terroranschläge in Paris sein. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bedauert die Tragödie in Frankreich und drückt den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. Der Verband betont aber auch, dass die geplante Verschärfung des Waffenrechtes nicht geeignet ist, weiteren Terror zu verhindern, sondern lediglich Einschränkungen für Legalwaffenbesitzer bedeutet. Aus diesem Grund fordert der DJV alle Jägerinnen und Jäger auf, ihre Rückmeldung direkt an die Kommission zu geben: bit.ly/1kTV7aO „Es ist wichtig, dass wir Jäger aufzeigen, wo die Vorschläge zu weit gehen und es ist wichtig, dass wir dies unverzüglich tun“, sagt Helmut Dammann-Tamke, DJV-Präsidiumsmitglied und zuständig für Waffenrecht. „Es verhindert weder Terrorismus noch organisierte Kriminalität, wenn zukünftig regelmäßig die Gesundheit von Sportschützen und Jägern überprüft wird.“ Der DJV weist darauf hin, dass auf der Internetseite der Kommission formulierte Standardantworten nicht gewertet werden. Deshalb sollte jeder seine Kritik in eigene Worte fassen.

Der DJV hat bereits vergangene Woche den Bundesinnenminister angeschrieben und eine Stellungnahme zu den geplanten Verschärfungen der Feuerwaffenrichtlinie abgegeben. Darüber hinaus hat sich der DJV gemeinsam mit dem europäischen Dachverband der Jäger (FACE) sowie mit dem Forum Waffenrecht zu den geplanten Änderungen kritisch geäußert. Am kommenden Freitag werden in Brüssel die Außenminister der Länder zusammen kommen, um erneut Maßnahmen für den Kampf gegen den Terrorismus und die Verbesserung der Inneren Sicherheit zu diskutieren. Zwar ist die Feuerwaffenrichtlinie noch nicht Bestandteil der Tagesordnung, könnte aber auch zur Diskussion stehen.

Was soll geändert werden?

      Warum lehnen wir das ab?

1. Regelmäßige medizinische Tests von Legalwaffenbesitzern

  • vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohungslage haben medizinische Checks von Legalwaffenbesitzern nichts mit der Sache zu tun
  • Legalwaffenbesitzer sind rechtstreue, mündige Bürger, die verantwortungsvoll mit dem Privileg des Waffenbesitzes umgehen
  • Statistiken belegen, dass Straftaten zum allergrößten Teil mit illegal besessenen Waffen verübt werden (mehr als 95%)

2. Verbot bestimmter halbautomatischer Waffen (Kategorie B7)

  • Jäger nutzen halbautomatische Waffen mit Magazinbeschränkung (2+1) legal im Rahmen der Jagdausübung
  • das Verbot dieser legalen Waffen ändert nichts an der Vielzahl von illegalen halbautomatischen und automatischen Waffen, die in Europa in den Händen von Kriminellen am Markt sind ( http://bit.ly/Terrorwaffen)

3. Verbot des Online-Handels von Waffen und Waffenteilen

  • Jäger nutzen das Internet, um im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Waffen zu kaufen und zu verkaufen
  • dies geschieht ausschließlich an erwerbsberechtigte Personen, die sich entsprechend ausweisen müssen
  • der legale Handel von Waffen und Waffenteilen im Internet hat nichts mit dem illegalen Handel zu tun
  • organisierte Kriminelle kaufen nicht im legalen gewerblichen Online-Handel ein
  • es gibt einen großen Online-Schwarzmarkt (Darknet), der nicht von Google auffindbar ist und nicht systematisch überwacht werden kann

4. Zeitliche Beschränkung der waffenrechtlichen Erlaubnis

  • Wer in Deutschland die Jägerprüfung absolviert hat und zur Jagd gehen möchte, hat das Bedürfnis, eine Waffe zu besitzen
  • das Bedürfnis wird mit dem Lösen des Jagdscheines bestätigt und erneuert
  • mit Prüfung des Bedürfnisses (mindestens im 3-Jahres-Rhythmus) geht in Deutschland die behördliche Zuverlässigkeitsprüfung einher
  • keine weitere Bedürfnisprüfung nötig, die über das gesetzliche Maß hinausgeht

Beeindruckende Landeshubertusmesse in Bad Segeberg

2015HubertusGruppeinternet

In diesem Jahr wurde nun schon zum 10. Mal eine Landeshubertusmesse gefeiert. 1997 begann in der Nikolaikirche in Kiel die Tradition, dass alle zwei Jahre in unterschiedlichen Kirchen und Regionen eine Landeshubertusmesse geblasen wird. Die bisherigen Austragungsorte waren danach Rendsburg, Lübeck, Meldorf, Bad Segeberg, Itzehoe, Eutin, Husum und Ratzeburg. Jetzt kamen die Bläser aus ganz Schleswig-Holstein, aus Niedersachsen und Hamburg wieder nach Bad Segeberg. Genau vor 10 Jahren hatten sie sich schon einmal hier zu einem Hubertusgottesdienst getroffen. Sie trafen sich schon einen Tag vorher am Freitag, um unter der Leitung von Michael Mull die einzelnen Stücke in einem Workshop zu vervollkommnen. Einige Neuerungen und Veränderungen, die Professor Uwe Bartels und der musikalische Leiter Michael Mull komponiert bzw. arrangiert hatten, mussten eingeübt werden. Damit dieses alles gelingen konnte, wurden die Bläser von der Jägerschaft Kreis Segeberg und der Kirchengemeinde der Marienkirche unterstützt. In deren Räumlichkeiten konnten die Proben und zum Teil auch die Beköstigung stattfinden.

Die Besucher der Hubertusmesse kamen schon lange vor Beginn des Gottesdienstes, um einen guten Platz zu finden. Sie wurden vor der Kirche von den Bläsern der Kreisjägerschaft Segeberg unter Leitung des Kreisbläserobmannes Rainer Lütt trotz Sturm und Regen mit Jagdsignalen und jagdlichen Märschen begrüßt. Große Schwedenfeuer, die die Segeberger  Jäger angezündet hatten, ließen die Marienkirche in einem romantischen Licht erstrahlen.

Unter dem Signal „Begrüßung“, vorgetragen von der Bläsergruppe Hubertus Leezen-Nahe mit ihrem Leiter Hans Boss, zogen die Parforcehornbläser mit Pastor Erhard Graf feierlich in die Kirche ein. Diese war festlich mit herbstlichem Laub geschmückt. Als Hubertushirsch hatten sich die Jäger einen besonderen Hirsch geholt – den „Gigant“, der 1986 im Duvenstedter Brook bei Hamburg verludet gefunden wurde. Ein 26-Ender- der stärkste Hirsch seit 300 Jahren in Deutschland –  der erst 7 Jahre alt war, also noch viel zu jung, um erlegt zu werden. Der Grund seines Todes wird ein Geheimnis bleiben. Hier könnte man sogar an den Grundgedanken der Predigt von Pastor Graf anknüpfen, der sagte, man könne Gott nicht für alles Missgeschick auf der Erde verantwortlich machen – er habe zwar gesagt: „machet Euch die Erde untertan“ – doch das bedeutet, dass wir damit auch eine Verantwortung für die Natur übernommen haben und uns bemühen müssen, die Probleme selbst zu lösen.

2015HubertusHirschinternet

Die meisten Stücke der Liturgie des Hubertusgottesdienst sind aus dem französischen Messritus der „Grand Messe de Hubertus“  entnommen, doch sind auch zeitgenössische Versionen mit dem „Kyrie“  und dem  „Gebet der Jäger“ einbezogen. Besonders beeindruckend war, dass wie bei den letzten Landeshubertusmessen  Orgel und Bläser zusammenspielten, wie bei dem von M. Mull arrangierten Lied „Die Ernt ist nun zu End“. Hierbei ein harmonisches Zusammenspiel zu erreichen, ist in  großen Kirchen wie der Marienkirche in Bad Segeberg mit einem langen Nachhall für den Dirigenten nicht einfach. Doch es gelang, was einen spontanen Beifall während des Gottesdienstes auslöste. Besonders beeindruckte das Stück „Die Glocken“, bei dem auf den Hörnern das Läuten der Kirchenglocken nachgeahmt wird. Das ging unter die Haut.

Dass die Besucher durch die Messe bewegt waren, kam durch die reichlich bemessenen Spenden zum Ausdruck, die durch jugendliche Bläser am Ende eingesammelt wurden.

2015Plaketten

Dass die Hubertusmesse so einen Zuspruch hatte lag nicht zuletzt an der intensiven Vorbereitung durch die Kreisjägerschaft und den Landesvorstand der Bläser. Die Landesbläserobfrau M.R. Wargenau-Hahn, die alle Fäden in der Hand hatte, dankte beim anschließenden Empfang allen Beteiligten – insbesondere hatten Axel Sprogö und Kathi Teegen von den Segeberger Jägern, die speziell für jeden Teilnehmer zur Erinnerung an die 10. Landeshubertusmesse ein Hornemblem auf eine Birkenscheibe gebrannt hatten.

Nach der Messe ist vor der Messe. In zwei Jahren sind alle in den Schleswiger Dom eingeladen.

Jörn Neupert

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Die Bläser der Kreisjägerschaft Segeberg blsen zut Einstimmung vor der Kirche

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Das Bläsercorps Hubertus Leezen Nahe bläst zum Einzug der ES-Hornbläser die „Begrüßung“

2015HubertusNaheinternet

 

EU-Waffenrecht soll nach Anschlägen verschärft werden

Nach den Anschlägen in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. So wichtig auch konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus sind, die geplanten Schritte treffen die Falschen. Eine Petition hat das Thema aufgegriffen.

Online-Handel tabu: Waffen sollen nur beim Händler zu erwerben sein. (Quelle: DJV)
Online-Handel tabu: Waffen sollen nur beim Händler zu erwerben sein. (Quelle: DJV)

In Folge der Terroranschläge in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. Neben einigen sinnvollen Maßnahmen sollen jedoch auch der Online-Handel von legalen und registrierten Waffen verboten und weitere bürokratische Hürden für zuverlässige und legale Waffenbesitzer errichtet werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert diese Vorhaben, da sie weder ein Mehr an Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bringen, noch den Terrorismus bekämpfen. „Es ist extrem wichtig, konkrete Maßnahmen gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität zu ergreifen“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke, zuständig für Waffenrecht. „Diese dürfen jedoch nicht zuverlässige und gesetzestreue Jäger belasten. Bei jedem einzelnen Punkt sollte sich die Politik fragen: ‚Treffen wir damit Terroristen? Treffen wir damit organisierte Kriminalität?‘“

Seit Kurzem existiert eine Petition auf der Plattform change.org, die sich gegen unsinnige Verschärfungen des EU-Waffenrechts ausspricht und an den Rat der Europäischen Union richtet. Über Nacht hat die Petition bereits 16.000 Mitzeichner erreicht. Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Petition auf.

Weiterhin fordert der DJV die Europäische Kommission auf, den illegalen Waffenhandel innerhalb der EU zu bekämpfen und insbesondere die europäischen Außengrenzen schärfer zu kontrollieren. Dazu kann zum Beispiel auch eine Datenbank für gestohlene und illegal gehandelte Waffen gehören, wie sie etwa „iArms“ von InterPol vorsieht.

Stellenausschreibung für den Bereich der Jugend- und Öffentlichkeisarbeit

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. ist ein anerkannter Naturschutzverband und Träger der Jugendhilfe. Er vertritt als landesweite Dachorganisation rund 18.000 Jägerinnen und Jäger.

Für unsere Geschäftsstelle in Flintbek suchen wir zum 01.04.2016:

Mitarbeiter/in für den Bereich der Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Vollzeitstelle ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Ihre Aufgaben:

Unterstützung der Geschäftsstelle bei allen operativen und strategischen Themen des Verbandes. Schwerpunktmäßig liegt der Tätigkeitsbereich in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit, der internen Fortbildung der Mitglieder sowie dem Aufbau/Weiterentwicklung der Sparte Jugendarbeit im LJV.

Im Detail:

  •     Begleitung der Sparte Jugendarbeit
  •     Unterstützung der ehrenamtlichen Jugendobleute und des Vorstandes der jugendPROnatur
  •     Organisation, Leitung und Begleitung von Kursen und Fortbildungen(insbesondere die Aus- und Weiterbildung der Jugendleiter und Lernort-Natur-Aktivisten)
  •     Mitarbeit und Durchführung von Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit
  •     Bearbeitung von Presseanfragen
  •     Erstellung von Pressemitteilungen und Artikeln
  •     Organisation von Presseterminen
  •     Mitarbeit bei den Verbandsmedien, Bereich Social Media/Online-PR/Verbandszeitung
  •     Mitarbeit im Bereich interne Kommunikation
  •     Eigenständige Bearbeitung von Themen

Ihr Profil:

  •     Sie verfügen über mehrjährige Berufserfahrung (vorzugsweise im Bereich der Jugend- und/oder Öffentlichkeitsarbeit)
  •     Sie haben ein gutes Ausdrucksvermögen in Wort und Schrift
  •     Sie sind sicher im Umgang mit MS-Office-Programmen, PowerPoint, Outlook, elektronischen Medien (CMS, Facebook)
  •     Sie besitzen einen Jagdschein und eine Fahrerlaubnis der Klasse B
  •     Sie haben großes Interesse an Jagd, Naturschutz und Wildbiologie
  •     Sie zeichnen sich durch sicheres Auftreten, gutes Durchsetzungsvermögen, Kommunikations- und Verhandlungsgeschick aus
  •     Sie sind teamfähig, belastbar und zeigen Einsatzbereitschaft sowie Flexibilität
  •     Ihr Handeln wird durch eine systematische und analytische Arbeitsweise geprägt
  •     Sie sind vertrauenswürdig und loyal
  •     Es besteht Ihrerseits die Bereitschaft, auch an Wochenend- und abendlichen Veranstaltungen teilzunehmen

Bitte fassen Sie die einzelnen Dokumente Ihrer Bewerbungsunterlagen zu einer pdf-Datei zusammen und senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen, Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins und der Kennziffer „MJÖ-2016“ bitte bis zum 31.01.2016 an:

Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.

Geschäftsführer: Andreas Schober

Tel.: 04347-9087-0

 A.Schober@LJV-SH.de

Das erweiterte Präsidium beschließt Wahlen durchzuführen

Am 12.11.2015 hat das erweiterte Präsidium des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. auf Antrag von 17 der 20 Kreisjägerschaften in Schleswig-Holstein beschlossen, Wahlen des Präsidiums durchzuführen. Alle acht Präsidiumsmitglieder haben erklärt, zu Beginn der Wahlen ihre Ämter im Präsidium niederzulegen. Die Wahlen sollen nun anlässlich einer außerordentlichen Delegiertenversammlung am 22.01.2016 erfolgen.

Für weitergehende Informationen oder Rückfragen stehen ihnen LJV-Präsident Dr. Klaus-Hinnerk Baasch und LJV-Vizepräsident Hans-Werner Blöcker zur Verfügung.