Schießstand Baumgarten

Michael Furtner

Die Arbeiten an der Wiederinbetriebnahme des Schießstandes Baumgarten der Kreisjägerschaft Eckernförde laufen auf Hochtouren – allerdings nur, weil einige engagierte Mitglieder der Kreisjägerschaft fleißig daran arbeiten, dass dort wieder alles in Ordnung kommt. Am vergangenen Wochenende hatte sich KJS-Vorsitzender Otto Gravert fachkompetente Hilfe aus der Geschäftsstelle in Flintbek geholt: Katalin Brattig hatte sozusagen die Schirmherrschaft über die Pflanzaktion in ihren Händen. Der erweiterte Vorstand und einige Helfer aus den Hegeringen waren pünktlich um 9 Uhr zur Stelle, einige Hundert Pflanzen ebenfalls.

Denn das große Gelände vor dem Schießstand, auch der Knick, sollten bepflanzt werden. Mit von der Partie Hegeringleiter Bernd Vollertsen, seines Zeichen Betreiber der Firma Vollertsen Tannen und Grün. Er hatte nicht nur seinen Trecker mitgebracht, sondern auch die dazugehörende Pflanzmaschine und zwei seiner Angestellten: Pawel Kosdro und Mariusz Migun saßen direkt quasi auf der Pflanzmaschine, Otto Gravert und Jürgen Tams reichten die einzelnen Pflanzen zu, die sofort in der Erde verschwanden.

Und während der Trecker seine Runden auf dem großen Areal vor dem eigentlichen Schießstand drehte, hatten auch die anderen Helfer genug zu tun. Ab und zu musste bei einer Pflanze „nachgearbeitet“ werden, andere setzten Kastanien ein, die den Knick begrünen sollen. Auch die Vorarbeiten für die kommende Woche – da sollen die neuen Zäune aufgestellt werden – waren schweißtreibend: Das Zaunmaterial wurde an Ort und Stelle geschafft.

 „Viele Hände machen der Arbeit ein schnelles Ende“ – unter dem Motto arbeiteten die Jäger am Wochenende und so kamen mehrere hundert Pflanzen in die Erde am Baumgarten. Eine tolle Aktion, vielen Dank an die fleißigen Helfer aus der KJS Eckernförde.

S. EixmannKnick2

Petition zum Schutz der Wildtiere in der Kulturlandschaft

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende und noch einmal ist eure Stimme für den Erhalt der Lebensräume unserer heimischen Wildtiere gefordert.

Die Kreisjägerschaft Rendsburg-Ost e.V. mit Unterstützung des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. rufen zu einer Unterschriftensammlung auf.

Zur Sache:

Die Regierungskoalition in Schleswig-Holstein will ein allgemeines Betretungsrecht der freien Landschaft abseits der Wege in den wichtigsten Lebensräumen unserer Wildtiere im Landesnaturschutzgesetz verankern. Doch eigentlich sind die Förderung von biologischer Vielfalt und der Schutz unserer Kulturlandschaft Ziele des Landesnaturschutzgesetzes.

Im September machten die Nutzerverbände, wie der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, der Bauernverband aber auch Waldbesitzer, Grundeigentümer und viele mehr aus Schleswig-Holstein über die Folgen der freien Betretung von „ungenutzten Grundflächen“ aufmerksam. Gesetzlich wird hierbei nämlich nicht zwischen Stoppel und den artenreichen Stilllegungsflächen, Blühstreifen und Bundbrachen unterschieden. Auch ist unterschlagen worden, dass z. B. aufgescheuchte Rehe, die in den Wintermonaten auf Stoppelfeldern zusammenstehen, Verkehrsunfälle verursachen können und somit zu steigende Kosten für Autofahrer führen.

Mit Ihrer Unterschrift treten Sie für den Schutz der Rückzugsgebiete und gegen ständige Störungen von Wildtieren ein. In der nun freigeschalteten online Petition können Sie unkompliziert Ihre Stimme  >>Hier geht´s zur Online-Petition<< hinterlassen.

Landeshubertusmesse 2015

IMGP059810. Landeshubertusmesse in der St.-Marien-Kirche zu Segeberg am Sonnabend, dem 14. Nov. 2015 um 18.00 Uhr 

In diesem Jahr wird nun schon zum 10. Mal eine Landeshubertusmesse gefeiert. 1997 begann in der Nikolaikirche in Kiel die Tradition, dass alle zwei Jahre in unterschiedlichen Kirchen und Regionen  eine   Landeshubertusmesse geblasen wird. Dazu kommen Bläser aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen schon einen Tag vor der Aufführung zusammen, um  ihr Zusammenspiel in einem intensiven Workshop zu vervollkommnen – das ist in dieser Form einzigartig in der Bundesrepublik und hat bisher in keinem anderen Bundesland eine Nachahmung  gefunden.

Das zehnjährige Jubiläum der Landeshubertusmesse findet in diesem Jahr in Bad Segeberg in der St. Marienkirche am 14. November 2015 um 18.00 Uhr statt. Schon ab 17.30 Uhr blasen die Jagdhornbläser der Kreisjägerschaft Segeberg zur Einstimmung in den Gottesdienst vor oder bei schlechtem Wetter in der Kirche.

Als geistlich – gottesdienstliche Einrichtung des LJV S-H ist die Hubertusmesse   zu einer festen Institution neben den öffentlichkeitswirksamen Landesbläserwettbewerben und den Nachwuchs fördernden Jugendbläserfreizeiten im LJV S-H herangereift.

Sie wird daher als eine Art (Natur-) Dankgottesdienst wahrgenommen und erfreut sich deshalb nicht nur bei Jägern, sondern auch gerade bei Nichtjägern großer Beliebtheit.

Die ausrichtenden  Kirchengemeinden und Kreisjägerschaften, die die Landeshubertusmesse in den letzten Jahren durchführten, waren sich daher der Bedeutung und Verantwortung dieses Ereignisses überaus bewusst. Zumal die Menschen im ländlichen Raum, die mit der Natur und der Jagd besonders verbunden sind, immer intensive Begleiter der Landeshubertusmessen waren.

Die Gottesdienstteilnehmer beeindruckt bei einem solchen Dankgottesdienst immer wieder die besondere Atmosphäre eines naturnah geschmückten Kirchenraumes, sowie der stimmungsvolle Wechsel zwischen gesprochenem Wort und jagdmusikalischer Umrahmung.

Besonderes die opulente Klanglichkeit von ca. 50 Parforcehörnerbläserinnen und -bläsern aus ganz Schleswig-Holstein und Gästen aus Hamburg und Niedersachsen hinterlässt bei vielen Zuhören ein tiefes seelisches Erlebnis, wie vielleicht nur noch bei hohen kirchlichen Festen oder großen Chorkonzerten.

Die sehr unterschiedlichen Stücke der jagdmusikalischen Umrahmung entstammen zu großen Teilen aus dem katholischen Messritus der französischen „Grande Messe de St. Hubert“. Der Heilige Hubertus, der Schutzpatron der Jäger, steht deshalb für alle Hubertusmessen Pate. Auf ihn besinnen sich die Jäger, wenn sie ihm zu Ehren alljährlich um seinen Namenstag herum, dem 3. November, diese Dankgottesdienste feiern.

Seit Neuem werden aber unterschiedliche Kompositionen und Arrangements verschiedener zeitgenössischer Komponisten in den Gottesdienst mit einbezogen, die sich an die liturgischen Stücke der Hubertusmesse anlehnen.

So hat Prof. Uwe Bartels mehrere Stücke z.B. „Das Gebet der Jäger“ und das „Kyrie“ neu arrangiert, bzw. komponiert.  Besonders eindrucksvoll ist hier, wie auch in anderen Stücken,  das Zusammenspiel von Orgel und Bläsern, denn in den meisten Hubertusfeiern kommt die Orgel nicht zu Gehör. Michael Mull, der die musikalische Leitung der Messe übernommen hat, hat zu dem Choral „Die Ernt ist nun zu End“ einen Satz für Parforcehörner geschrieben, die mit Orgelbegleitung  zu hören sein wird.

Jörn Neupert

MELUR-Pilotprojekt Katzenkastration

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Bild: Heins Hess

Katzen sind süße Jäger.

Bekannt ist, dass dieser kleine Räuber sich gern an der heimischn Vogelwelt vergreift. Hinzu kommen auch Amphibien und kleine Säugetiere.  Im Vokus stehen dabei Katzen die ausgesetzte oder wild geboren werden und frei auf Bauernhöfen leben. Der deutsche Tierschutzbund (DTB) schätzt die Zahl der verwilderten Katzen in Deutschland auf etwa zwei Millionen. Hochrechnungen auf Basis zahlreicher Studien belegen, dass verwilderte Katzen und Hauskatzen in Deutschland mindestens 100 Millionen Vögel pro Jahr und 300 Millionen kleine Säugetiere erbeuten. Nicht umsonst listet die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Katze auf Platz 39 der 100 gefährlichsten invasiven Arten. 

Problematisch ist, wennn Katzenhalter die potentiellen Schäden ihrer Tiere ignorieren oder wenn das wilde Vermehren in Stallungen durch Nichtkastration zugelassen wird. Der DJV fordert seit Jahren das Paderborner Modell, das eine Registrierungs- und Kastrationspflicht für Hauskatzen vorsieht. Sind Haustiere einmal registriert, kommt der Halter nicht so leicht aus der Verantwortung. Die Kastration stoppt die ungeplante Vermehrung. Nur so kann der Teufelskreis von mehr und mehr verwilderten Hauskatzen durchbrochen werden. „So lange diese Maßnahme nicht umgesetzt ist, rufen wir alle Jäger dazu auf, verwilderte Katzen fernab von Siedlungen in Kastenfallen lebend zu fangen und im nächsten Ordnungsamt abzugeben“, sagt Dr. Wolfgang Bethe. „Das ist zwar eine Verlagerung des Problems auf Kosten der ohnehin schon unterfinanzierten Tierheime, aber das ist offenbar der Wunsch der Gesellschaft.“  

In Schleswig-Holstein versucht man in einem Pilotprojekt, der Katzenschwemme durch Kastration, Chipkennzeichnung und Erfassung herzuwerden. „Mit diesem Projekt wollen wir dazu beitragen, das Elend von freilaufenden Katzen einzudämmen. Es macht Sinn, von vornherein darauf zu achten, dass Katzenpopulationen nicht zu stark wachsen. Wir appellieren daher an alle Halterinnen und Halter von Katzen, ihre Tiere kastrieren zu lassen“, sagte Staatssekretärin Silke Schneider.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten Kommunen, Land, Tierschutzverbände und Tierärzteschaft mit einem gemeinsamen Projekt zur Kastration von Katzen aufgerufen. Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Halterinnen und Halter von Katzen unter Gewährung von Zuschüssen zu motivieren, ihre Tiere kastrieren und in einer Datenbank erfassen zu lassen, um das Leiden der Tiere unter der teilweise hohen Populationsdichte zu verringern. Freilaufende Katzen wurde zahlreich durch Jäger diesem Projekt zugeführt. Wichtig dabei ist, dass die kastrierte Katze dann wieder in ihr angestammtes Revier kommt um eine Besiedlung durch eine andere nichtkastrierte Katze zu verhindern.

168.000 Euro stehen für die Aktion derzeit bereit. 200.840 Euro wurden für den Probelauf im Herbst 2014 aus dem Fonds aufgewendet. Der Honorarverzicht der Tierärzte kam mit 69.075 Euro hinzu. Die Gelder kamen von Land, Kommunen und vorallem privaten Spendern.

Ungeklärt ist, ob das Projekt Übergriffe auf unsere heimischen Fauna zukünftig verhindern kann. Ein aufweniges Monitoring könnte diese Frage klären.

Landesparcoursschießen &quot;Flinte&quot;

Unbenannt

Landesmeister Aller Klassen:

1. Gröhn Hans Christian (anwesend zum Stechen)

2. Olav Schreiner (nicht anwesend zum Stechen) 

3. Faden Hans Jörg

  

Dammenklasse:

 

1. Anja Reese 

2. Lynn Rehder 3. Solvej Schink

Karolin Klar hat als Gast geschossen und ist daher nicht in der Wertung

  

Offene Klasse:

1. Olav Schreiner

2. Faden Hans Jörg

3. Klink Stefan (anwesend zum Stechen)

4. Velfe Stefan (nicht anwesend zum Stechen)

  

Junioren Klasse

1.Gröhn Hans Christian

2. Malte Breckling (anwesend zum Stechen)

3.Bothmann Marc (nict anwesend zum Stechen, 6xTreffer 2)

4.Mordhorst Thies (nicht anwesend zum Stechen 12xTreffer 2)

  

Alters-Senioren Klasse:

1. Fester Kurt (nicht anwesend zum Stechen 5xTreffer 2)

2. Walter Hartmiut (nicht anwesend zum Stechen 6xTreffer 2)

3.Koops Klaus (nicht anwesend zum Stechen 5xTreffer 2)

4.Bürger Burkhard (nicht anwesend zum Stechen 7xTreffer 2)

uJ Schießen

uJ-Schießen Sieger der Damen

Am Wochenende konnte beim uJ-Schießen in stolze Gesichter geschaut werden. Unsere schleswig-holsteinischen Jungjäger bewiesen hier ihr Können mit der Waffe. Im Stationsbetrieb wurden Leistungen mit der Flinte auf dem Trap, Skeet und Parcourstand abverlangt. Ebenso musste die Büchse beim angestrichenen -, aufgelegten und bewegten Schießen beherrscht werden. Neben einem tollen Mittagessen vom Grill mit frischen Salaten konnte man auf dem Gelände Einblicke in hochwertige Geländefahrzeuge erhalten. Vielen Dank an Uwe Schuldt (Kraftfahrzeuge und Landmaschinen e.K. Hasenmoor).

Am Ende konnten alle bei den zahllosen Preisen zugreifen. Zusätzlich wurde eine Büchse der Firma Waffen-Behrendt verlost.uJDSC 0048 Kopie

 

 

 

RSH-Kindertag mit der KJS Eckernförde und 50.000 Besuchern

Die Kreisjägerschaft Eckernförde e. V.  beteiligte sich aktiv am R.SH Kindertag 2015

DANKE, DANKE, DANKE,

an alle Jägerinnen und Jägern, die sich am 06.09.2015 aktiv beim R.SH-Kindertag 2015 in Eckernförde eingebracht und unterstützt haben und diesen Tag dadurch zu einem gelungenen und wunderschönen Erlebnistag für alle Kinder gemacht haben – DANKELächelnd.

Das war GREEN-SCREEN – aber live. Wir Jägerinnen und Jäger brachten die Natur und die wildlebenden Tiere in das Herz von Eckernförde.

Mehr unter  http://www.kjs-eckernfoerde.de/

Die Landesjagdverbände Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz machen mobil.

Alle Smartphone- und Tabletnutzer haben nun alle Informationen der Landesjagdverbände Schleswig-Holstein (LJV SH) und Rheinland-Pfalz (LJV RLP) in einer jeweiligen App. Vorbei ist das Surfen von den LJV-Homepages zu den Social-Media-Kanälen oder weiter zu anderen Angeboten der LJV.

Über die neuen „LJV SH“ und „LJV RLP“ Apps können Interessierte Fachinformationen, Termine, Fotos und vieles mehr nun auch bequem von unterwegs abrufen. „Wir tragen damit dem generellen Trend Rechnung, nachdem das Internet immer stärker auch mobil genutzt wird“, erklären die Verbandssprecher Marcus Börner, LJV SH, und Günther D. Klein, LJV RLP, unisono. „Bereits jetzt werden unsere Homepage und die übrigen digitalen Angebote zu mehr als 15 Prozent von Besuchern mit mobilen Endgeräten besucht, Tendenz steigend“, fügt Börner hinzu.

Nutzer der App können die aktuellen Informationen zur Jagd in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz direkt mit dem Smartphone abrufen. Zudem finden sie dort Weiterbildungsangebote, Jagdzeiten, Gesetze und Verordnungen der jeweiligen Bundesländer und Ansprechpartner in den jeweiligen Kreisjägerschaften. „Die Apps bieten aber viel mehr“, betont Klein. „Sie können via Facebook- oder Twitter-Button direkt mit dem jeweiligen Verband in Verbindung treten oder sich den Weg zu den LJV-Geschäftsstellen anzeigen lassen.“ „Bei uns haben die Nutzer noch die Möglichkeit, bequem von unterwegs auf unseren Shop zuzugreifen“, so Börner. „Mit den LJV-Apps sind die User stets aktuell informiert und können sich die Zeit auf dem Hochsitz kurzweilig vertreiben, wenn der Anlauf mal länger auf sich warten lässt.“

Die Apps sind kostenlos bei Google Play, Amazon und im iTunes Store (nur LJV SH App) erhältlich. Einfach entsprechende Plattform wählen, LJV SH oder LJV RLP in das Suchfeld eingeben, App installieren und fertig.

 https://play.google.com/store/apps/details?id=com.conduit.app_c58b2ae092684ac98c812e05c28ff2bc.app

  https://itunes.apple.com/de/app/ljv-sh/id947299716?mt=8

 

Ergebnisse Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen

Langsam treffen die Schützen der Bundesmeisterschaft in ihren angestamten Bundesländern wieder ein. Die letzte Woche hat viel Aufregung für die Schleswig-Holsteiner gebracht!

Ausgezeichnete Leistungen konnte die Juniorenklasse, die Kombi Damenklasse und die Kombi Altersklasse zeigen. Sehr haben sich die Junioren Mannschaft hervorgebracht. Weitere Informationen herhalten sie beim DJV.

Naturschutz- und Nutzerverbände zeigen gemeinsam Flagge in Kiel – Herr Habeck, Mainstream …

Jägerdemo; Landtag KielGut 1.000 Jäger, Bauern, Fischer, Imker, Waldbesitzer und Grundeigentümer aus ganz Schleswig-Holstein trafen sich am 1. September 2015 gemeinsam vor dem Landeshaus in Kiel. Zu Land, zu Wasser und aus der Luft demonstrierten sie lautstark für ein ideologiefreies Naturschutz-, Landesjagd- und Landeswaldgesetz. Zeitgleich tagte die Landesregierung und hatte unter anderem ein Paket mit Änderungswünschen des grünen Umweltministers zu diesen Gesetzen auf dem Tisch.   
 
Mit einer Novelle des Landesnaturschutzgesetzes will die Landesregierung Schleswig-Holsteins die biologische Vielfalt fördern und die Natur als Reichtum des Landes schützen“, heißt es in der Pressemitteilung des Landwirtschaftsministers. Jägerdemo, Landtag Kiel

Fakt ist aber, dass die Landesregierung mit den geplanten Änderungen zum Teil den Natur-, Tier- und Artenschutz aufweicht und damit die biologische Vielfalt in Schleswig-Holstein nicht fördert sondern gefährdet.

Freies Betretungsrecht!  
Das Betretungsrecht soll dem bundesweiten Standard (ausgenommen Mecklenburg-Vorpommern) angepasst werden – damit folgt Minister Habeck dem Mainstream und opfert die letzen Wildtierlebensräume in unsere Kulturlandschaft.

Minister Habeck forderte die Demonstranten auf „Lesen Sie das Landesnaturschutzgesetz und nicht die Ausführungen dazu im Bauernblatt“. Das haben wir gemacht!

„Das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung ist allen gestattet“ – so ist es für Schleswig-Holstein geplant.  

Doch was ist eine ungenutzte Grundfläche? Auch wenn Minister Habeck in diesem Zusammenhang von Stoppelfeldern, abgeernteten Äckern und Grünlandflächen außerhalb ihrer Aufwuchszeit spricht, so vergisst er – bewusst oder unbewusst – die stillgelegten und artenreichen Ackerraine, die von Landwirten und Jäger angelegten Buntbrachen und Blühstreifen. Fakt ist, diese Kleinode sind wichtige Bausteine der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. Sie sind als Trittsteinbiotope wesentliche Elemente der Biotopvernetzung. Das alles soll nun zum Zweck der menschlichen Erholung geopfert werden, Herr Habeck?

In diesem Punkt erfolgt Rückschritt für den Natur- und Artenschutz und die Regierung folgt dem Mainstream anderer Bundesländer. Warum?

Auch wenn der Gesetzgeber festlegt „Bei der Ausübung des Rechts auf Betreten der freien Landschaft […] ist jedermann verpflichtet, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen.“ So traut der Gesetz- und Verordnungsgebeger an anderen Stellen den Bürgerinnen und Bürgern diesen umsichtigen und pfleglichen Umgang mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt offenbar nicht zu. Wie sonst lässt sich erklären, dass in 194 Naturschutzgebieten mit fast 60.000 ha Fläche zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt, zur Minimierung der menschlichen Störungen ein striktes Betretungsverbot abseits von Wegen per Verordnungen aus dem selben Ministerium festgelegen werden, welches nun aber für die restlichen Wildtierlebensräume diese Regelung abschaffen will.

Auch die Argumentation im Wald sei das freie Betretungsrecht ja schon Gang und Gäbe und verursache keinerlei Probleme, ist eine Lüge. Auch hier hat der Gesetzgeber zum Schutz einzelner Tierarten die allgemeinen Betretungsrechte eingeschränkt z.B. im Rahmen des Horstschutzes. Wo bleibt da also das Vertrauen der Regierung in den mündigen Bürger, welcher mit Natur- und Landschaft immer pfleglich umgeht?  

Klientelpolitik – Habeck will Jagdverbote auf Flächen von Stiftungen und Vereinen etc. ermöglichen
Jedoch gilt die Anpassung an bundesweite Standards nur für das Naturschutzrecht – die bundesweiten Standards im Jagdrecht, die in den 15 anderen Bundesländern anerkannt sind, gehen Habeck nicht weit genug. Hier will er eine Benchmark setzen! Mainstream gib es offensichtlich nur, wenn es grade in die Argumentation passt.

Was ist geplant? Minister Habeck plant die Befriedung von Flächen aus ethisch-moralischen Gründen, wie sie natürlichen Personen zugestanden wird, künftig auf juristische Personen also Verbände, Vereine, Stiftungen etc. auszuweiten.

Mit einer solchen Regelung würde der Minister die ordnungsgemäße, flächendeckende Jagdausübung und Hege, wie sie im Jagdgesetz verankert ist, gefährden und im schlimmsten Falle völlig zum Erliegen bringen.

Der Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig Holstein betonte, „Jagd ist nicht nur das Töten von Tieren sondern vor allem der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit der Natur und die Hege als älteste Form des Naturschutzes“. Diese Möglichkeit würde er den 17.000 staatlich anerkannten Naturschützern, den Jägerinnen und Jäger im Lande Schleswig-Holstein nehmen. 

Wie geht es weiter?
Das Kabinett hat das Gesetz, wie zu erwarten war und trotz der Lippenbekenntnisse des Ministerpräsidenten Albig – „man würde das Gesetzespaket im Kabinett noch intensiv diskutieren“ – direkt nach der Demonstration durchgewunken. Nun wird sich der Landtag mit den geplanten Änderungen beschäftigen und es bleibt zu hoffen, dass die gewählten Volksvertreter nicht den Fraktionszwang folgen, sondern sich wirklich inhaltlich und intensiv mit der Materie beschäftigen und für den Schutz unserer Wildtierlebensräume entscheiden.

Wir, die Naturschutz- und Nutzerverbände stehen für sachliche Gespräche jederzeit zur Verfügung.     

Was können Sie tun?
Als Jägerin und Jäger in Schleswig-Holstein nutzen Sie die nächsten Wochen, sprechen Sie mit den Landtagsabgeordneten vor Ort, äußern Sie ihre Bedenken per Mail oder Brief, nutzen Sie die öffentlichen Auftritte des Umweltministers und der Volksvertreter.

Zeigen Sie Flagge! – damit wir schützen, was uns als Heimat kostbar ist.

 

Hier gibts des Gesetztesentwurf!

Hier gibt es die Rede von Dr. Baasch anlässlich der DEMO vom 1.9.2016 

Hochsitz statt Tiefschlaf

Unter diesem Motto findet in diesem Sommer eine Aktion der Kreisjägerschaft Plön in Zusammenarbeit mit der Tourismuszentrale statt. Bei diesen abendlichen Schnupper-Ansitzen werden bis zu vier Touristen mit auf den Hochsitz genommen und ihnen so ermöglicht unsere heimische Natur und auch das Thema Jagd ein wenig näher zu bringen. Wir danken allen teilnehmenden Jägern und Revierinhabern die diese tolle Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Stellvertretend hierfür ein toller Zeitungsbericht.

http://www.der-reporter.de/new/?q=ploenpreetz/nachrichten/irgendwo-im-nirgendwo-urlauber-auf-der-pirsch-wildenhorst

Jagd Info Board

Gerade in der heutigen Zeit, wo uns Jägern oftmals viel Kritik durch Politik und Presse entgegen gebracht  wird, ist es umso wichtiger gute Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Dabei einfach mal in die Offensive gehen und neue Wege bestreiten. Mit diesem Jagd Info Board möchte ich das Argument untermauern, dass wir die Fachleute vor Ort in den Revieren sind und nichts zu verbergen haben…im Gegenteil wir informieren und klären auf.

Das Interesse bei der regionalen Presse wurde auch schnell geweckt. Vielen Dank an Kay-Christian Heine für den tollen Bericht.

http://www.probsteier-herold.de/ueber-das-leben-im-unsichtbaren

Könige im Liebesstress

Das Liebesgeflüster beim König der Wälder, dem Rothirsch, kann schon mal etwas lauter werden. Vor allem in kalten Nächten steigt der Hormonhaushalt des prächtigen Tieres dramatisch an.

In Schleswig-Holstein beginnt, etwas früher als in anderen Bundesländern, die Fortpflanzungszeit des westeuropäischen Rothirsches (Cervus elaphus elaphus). In dieser Zeit buhlen die Hirsche um die „Damen“. Dabei wird eine Gruppe weiblicher Tiere vom Platzhirsch gegenüber Rivalen verteidigt. Das sogenannte Röhren signalisiert Nebenbuhlern schon von weitem: „Das sind meine!“ In der Regel reichen das laute Brüllen und die Drohgebärden aus, um Kontrahenten auf Abstand zu halten. Doch bei gleichstarken Tieren kann es zu erbitterten Kämpfen kommen, die manchmal tödlich enden. Jäger können am Klang des Röhrens erkennen, ob es sich um einen jungen oder alten Hirsch handelt.

Rotwild kann bis zu 250 kg Gewicht auf die Waage bringen und in der Brunftzeit ¼ des eigenen Körpergewichtes verlieren. Ursprünglich bewohnte dieses imposante Tier offene und halboffene Landschaften, wie sie beispielsweise auf stillgelegten Truppenübungsplätzen noch zu finden sind. Dazu wandert es viele Kilometer zwischen dem Sommer- und Winterlebensraum und transportiert unbewusst Samen sowie Insekten und trägt somit zur biologischen Vielfalt bei. Oft sind jedoch seine uralten Wanderwege von Siedlungen oder Straßen unterbrochen. Damit dieses „Artentaxi“ trotzdem funktioniert, bedarf es störungsarmer Wanderkorridore und Grünbrücken zwischen den Schwerpunktlebensräumen. Erste positive Beispiele, wie die Grünbrücke bei Kiebitzholm (A21), zeigen, dass dies funktioniert.

Bis der Hirsch in der Brunft sein ausladendes Geweih zeigen kann, muss es unter einer flauschigen und mit Adern durchzogenen Haut heranwachsen. Denn zunächst wird das Geweih im Februar/März vollständig abgeworfen. Bis zum August/Oktober ist es dann wieder zu einem prächtigen Geweih herangewachsen und sogar noch ein kleinwenig größer geworden. Doch auch der prächtige Rothirsch wird mal alt. Dann schwinden die Verästelungen des Kopfschmucks jedes Jahr ein bisschen mehr.

Nach der Brunft stellt sich das Rotwild, wie alle anderen Wildarten auf den Winter um. Dabei wird der Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert, um lebensnotwendige Fettreserven zu sparen. Früher nutzte Rotwild vor allem die Begleitvegetation der Flüsse als Winternahrung. Heute befinden sich hier oft die Siedlungen der Menschen. Durch die intensive Flächenzerschneidung und –versieglung werden vielerorts die notwendigen Lebensräume dieser interessanten Wildarten zerstört.

Aufruf zur Demo

FLAGGE zeigen 2Liebe Jägerinnen, liebe Jäger,

für den 1.9. hat der Bauernverband Schleswig-Holstein zu einer Demonstration vorm Kieler Landtag aufgerufen. An diesem Tag soll der Regierungsentwurf zum Landesnaturschutzgesetz, zum Landesjagdgesetz und zum Landeswaldgesetz vom Kabinett beschlossen werden.

Der Landesjagdverband hat ebenso, wie die anderen Verbände, die geplanten Änderungen zum Gesetzespaket mit einer Stellungnahme vom März 2015 kommentiert (Download unter: http://www.ljv-sh.de/downloads/func-startdown/183/). In den weiteren Gesprächen mit Politik, Verwaltung und Verbänden hat sich gezeigt, dass es bei den wesentlichen Kritikpunkten an den geplanten Änderungen des Landesjagdgesetzes und des Landesnaturschutzgesetzes keinerlei Entgegenkommen gibt.

Vor diesem Hintergrund bitten wir nun alles Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein gemeinsam mit den Landwirten, Waldbesitzern etc. auf die Straße zu gehen und Flagge zu bekennen für unsere Jagd und unsere Wildtiere.

Wir freuen uns Sie alle gemeinsam am 1.9. um 9:30 beim Landeshaus in Kiel begrüßen zu dürfen. Bitte leiten sie diese Information an ihre Jagdkollegen weiter, teilen Sie den Flyer im Anhang auf ihren Facebookseiten und- gruppen, via WhatsApp, Twitter, Xing, LinkedIn usw. – Gegeben Sie der Jagd ein STIMME!!!

Euer Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.

Nordwestdeutsche Meisterschaft

IMG-20150823-WA0011IMG-20150823-WA0016Bei besten Wetter und super Laune konnten die Teilnehmer der Nordwestdeutschen Meisterschaft in Waakhausen ihr Können unter Beweis stellen. Es wurde fair im jagdlichen Wettkampf mit guten und nicht so guten Ergebnissen gekämpft! Insgesamt sind alle gestärkt von Waakhausen zurückgekehrt und können nun letzte Vorkehrungen für die Deutsche Meisterschaft vornehmen.

  „Und wenn es mal nicht so läuft, dann einfach weiter schießen & treffen!“

Uwe Danger

 

Für Menschen, die vom Weidwerk nicht sosehr die Beute als das innere Erleben erwarten.

8a SchmidtArkebekCro-Magnon RothirschDer Künstler Rainer Schmidt hat es verstanden, den Zwiespalt zwischen Vergangener und moderner Jagdpraxis in deinen Bildern zum Ausdruck zu bringen. Dabei zeigen die meisten seiner Bilder nicht die altbekannten jagdromantischen Szenen, sondern auch die Grausamkeit unserer Altvorderen. Die Pflege unserer Jagdkultur in Literatur, Kunst und Musik ist eine besondere Aufgabe für jeden Jäger. Deshalb finden wir auch heute noch zeitlose Bräuche aus der Vergangenheit. Dabei ist es nicht leicht die gegenwärtige Tendenz, die Jagd zu einer rationalen und rein funktionell gesehenen Wildbestandsregulierung abzuwerten, aufzuhalten. Der Künstler begegnet mit seiner Kunst dieser Tendenz und bietet spannende Einblicke in die Jagdkultur.

Gern können Teile seine Werke in unserer Geschäftsstelle besichtigt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Schnell noch letzte Plätze sichern – Junge-Jäger-Schießen 2015

Speziell für Jungjäger_innen haben wir den Schießstand zu einem jagdnahen Parcours umgestaltet. Die Bedingungen sind jagdlichen Situationen nachempfunden und speziell auf Euch zugeschnitten. Ein Rahmenprogramm sorgt für Abwechslung und erfreut auch die begleitende Nichtjäger. Wie auch in den letzten Jahren wird im Innen- und Außenbereich für ihr leibliches Wohl gesorgt. In der Startgebühr sind 10,00 € für ein Essen enthalten.

Bis zum 30.8.15 könnt ihr euch noch anmelden – noch sind einige Plätze frei!

Weitere Information und Onlineanmeldung unter: http://www.ljv-sh.de/veranstaltungen?task=3&cid=258

Information zur Nord-West-Deutschen Meisterschaft und zur Bundesmeisterschaft 2015

Für die Nord-West-Deutsche Meisterschaft in Waakhausen am 22.-23. August 2015 wurden folgende Teilnehmer gemeldet:

Start am Samstag, 22. August 2015:

  • Damenmannschaft
  • Juniorenmannschaft

Start am Sonntag, 23. August 2015:

  • Mannschaft Offene Klasse
  • Mannschaft Altersklasse


Es sind folgende Einzelschützen gemeldet:

  • Hans-Jörg Faden
  • Gerhard Osterloh
  • Uwe Danger
  • Andreas Teiz
  • Wanja Ellerbrock
  • Ingwer (Malte) Breckling
  • Frank Schmidt
  • Hans Wörmcke

Das Startgeld für die Mannschaften übernimmt der Landesjagdverband Schöleswig-Holstein e.V..

Die vorläufige Startliste der Mannschaften und der Einzelschützen kommt per Post für die Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen in Bremgarten vom 02. bis 05. September 2015. Bitte beachten Sie, dass dies unter Vorbehalt geschieht.

 

Die Listen sind aufgrund der vom Bundesobmann für jagdliches Schießen versendeten Rottenpläne erstellt worden. Falls Sie an dem Ihnen zugewiesenen Termin nicht teilnehmen können, muss dies unverzüglich gemeldet werden, ansonsten gilt: Startgeld ist Reuegeld und wird in Rechnung gestellt.

Der Ablaufplan für die Bundesmeisterschaften gestaltet sich wie folgt:

Montag, 31. August 2015:            

  • Training

Dienstag, 01. September 2015:   

  • Training bis 13.00 Uhr
  • Einstellen der Maschinen etc. 13.00 bis 14.00 Uhr
  • Richterbesprechung 14.00 bis 15.00 Uhr
  • Schießen Richter, Gäste u. Offizielle ab 15.00 Uhr

Mittwoch, 02. September 2015:   

  • Eröffnung BM 9.00 Uhr (Begrüßung etc.)
  • Schießen Lang- und Kurzwaffe
  • Einzelschützen ab 9.40 Uhr

Donnerstag, 03. September 2015:

  • Schießen Lang- und Kurzwaffe
  • Damenmannschaft, Seniorenmannschaft und Einzelschützen
  • Siegerehrung DAMEN
  • SCHLESWIG-HOLSTEIN-ABEND in Münstertal, im Gasthaus Sonne ab 19.00 Uhr

Freitag, 04. September 2015:

  • Schießen Lang- und Kurzwaffe Juniorenmannschaft
  • und Mannschaft AK und Einzelschützen
  • Siegerehrung ALTERS-, SENIOREN- UND JUNIORENKLASSE

Sonnabend, 05. September 2015:

  • Schießen Lang- und Kurzwaffe Mannschaft
  • Offene Klasse u. Einzelschützen bis ca. 16.00 Uhr
  • Siegerehrung ca. 17.00 Uhr

Ich wünsche uns allen viel Erfolg und Spaß an den bevorstehenden Wettkämpfen

 

Frank Schmidt

Landesobmann jagdliches Schießen

im Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.

DJV fordert Neubewertung der Wolfspopulation

Dänische Wölfe stammen größtenteils aus dem Baltikum – Mitteleuropäische Flachlandpopulation ist nicht isoliert

(Berlin, 30. Juli 2015) Wissenschaftler aus Deutschland und Dänemark haben jetzt unabhängig voneinander bestätigt, dass bei Wölfen ein genetischer Austausch des deutsch-westpolnischen Vorkommens mit dem nordosteuropäisch-baltischen Vorkommen besteht. Dies ist eine der Kernaussagen des neuen Positionspapiers des Deutschen Jagdverbandes (DJV) zum Wolf. Der DJV fordert deshalb eine grundlegende Neubewertung der hiesigen Wolfsvorkommen hinsichtlich Erhaltungszustand, Herkunft und Wanderbewegungen. Dr. Liselotte Andersen von der Universität Aarhus hat erstmals belegt, dass ein Großteil von 18 in Dänemark nachgewiesenen Wölfen aus Nordost-Polen stammt. Ihr Weg nach Dänemark kann nur über Land, also durch Deutschland, geführt haben. Auf Nachfrage bestätigte die Wissenschaftlerin, dass zwischen 2012 und 2015 sogar insgesamt 40 Wolfsindividuen in Dänemark nachgewiesen werden konnten. Der Anteil der Wölfe aus dem Baltikum sei jedoch noch nicht abschließend bestimmt. Verena Harms, Mitarbeiterin des Senckenberg-Forschungsinstituts in Gelnhausen (Nationales Referenzzentrum für die Genanalyse von Wölfen), bestätigte zudem kürzlich als Sachverständige vor dem Sächsischen Landtag, dass „durchaus Zuwanderungen von Wölfen“ nach Deutschland aus dem Baltikum belegt sind und dass die Mitteleuropäische Flachlandpopulation „eindeutig keine isolierte Population darstellt“.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ergebnisse fordert der DJV die Bundesregierung auf, ein grenzübergreifendes Wolfsmonitoring aufzubauen und genetische Untersuchungen zu vereinheitlichen sowie zu intensivieren. Das derzeitige Erfassungssystem bewertet der DJV als lückenhaft. Mittelfristiges Ziel muss ein internationales Wolfsmanagement sein. Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz betrachten das deutsch-westpolnischen Vorkommen nach wie vor als eine isolierte Population. „Wir sehen das anders. Die Vernetzung der Populationen ist nun mehrfach nachgewiesen, der günstige Erhaltungszustand des Wolfes – bezogen auf das Verbreitungsgebiet von Deutschland über Polen, das Baltikum und darüber hinaus – ist erreicht“, betonte Dr. Armin Winter, DJV-Naturschutzreferent. Der Wolf solle baldmöglichst aus Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie überführt werden. Dies sei eine folgerichtige rechtliche und wildbiologische Konsequenz der dynamischen Ausbreitung des Wolfes.

Der Wolf solle baldmöglichst aus Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie überführt werden

(Quelle: Rolfes/DJV)

DJV-Wolfsposition

Genetikstudie aus Dänemark 2015

Protokoll Sächsischer Landtag

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