Zünftige Sause im Lauenburgischen

Das Jägersilvester erfreut sich Jahr für Jahr steigender Beliebtheit: Über 500 Gäste tanzten am 28. März auf Gut Basthorst (Herzogtum Lauenburg) im übertragenen Sinne ins neue Jagdjahr. Initiator Sebastian Seeliger (JPN) zieht ein positives Fazit.
Beinahe schon legendär… Was 2011 klein und beschaulich im „Gasthof unter den Linden” in Grönwohld als „Jägersilvester in Büttenwarder” begann, hat sich mittlerweile zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Aufgrund der regen Nachfrage wurde das einzigartige Jäger-Event auf das Ruffinsche Gut Basthorst, genauer gesagt in den ehemaligen Kuhstall verlegt. Seinen ursprünglichen Charme und familiären Charakter hat es trotz seiner Größe dennoch nicht verloren. „Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Jäger an einen Tisch setzen, sich kennenlernen und neben Facebook auch ,offline’ vernetzen. Viele tolle Kameradschaften und weitere Events sind aus der Zusammenkunft beim Jägersilvester entstanden.
Und genau dies war mein größter Wunsch: Eine gemeinsame Feier, bei der man sich austauschen und näher kennenlernen kann”, so Organisator Sebastian Seeliger von jugendPROnatur
Das Jägersilvester ist mittlerweile weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt und beliebt. Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet, Dänemark und sogar den Niederlanden gaben sich bei „Lütt un Lütt” ein vergnügliches Stelldichein. Mit über 400 hochwertigen Preisen erreichte auch die Tombola in diesem Jahr einen neuen Höhenpunkt. Als Hauptpreise winkten unter anderem eine Haenel Jäger 10, eine Bockdoppelflinte aus dem Hause Rottweil, eine Eiderheim-Ansitzeinrichtung, ein Meopta Meostar 3-12×56, ein Drückjagd Zielfernrohr Bauer 1-5×24 HD sowie ein Fernglas des Wetzlarer Optikherstellers Minox. Die Erlöse kommen wie immer den Jagd- und Naturschutzprojekten von jugendPROnatur zugute. Eine weitere gut besuchte Attraktion war das mobile Schießkino von Horst Rieger.
Jetzt schon vormerken: Das nächste Jägersilvester findet am 2. April 2016 statt.
Sponsoren
Ein besonderer Dank gilt allen fleißigen ehrenamtlichen Helfern für ihre zuverlässige und tatkräftige Unterstützung, DJ Dominik und seinem Team, der Büchsenmacherei Sebastian Hildebrand sowie den großzügigen Sponsoren: Albrecht Kind, AttraTec, Blaser, C.G. Haenel, Deutscher Landwirtschaftsverlag, Eiderheim, Eurohunt, Fjällräven, F.W. Klever, Gut Grambow Fieldsports, Hagopur, Hans J. Bauer, Hildebrand Metallbau, Hubertus Fieldsports, jagdwelt24, Krieghoff, Leica, Leopold Stocker Verlag, LippeJagd Brinkmann, Lockschmiede, Mauser, Meopta, Minox, Peltor, Rottweil, Ruag Ammotec, Sauer&Sohn Isny, TIRO e.V., Waimex, Weingut Menger, Wildboar Fanatic, Zeiss, LJV
Es war mal wieder soweit, das alte Jagdjahr hatte dem Neuen zu weichen, was in Norddeutschland selbstverständlich nicht ohne eine gebührende Feier vonstattengehen darf. Sebastian Seeliger und sein Team aus Helfern stellten, wie auch schon in den vergangenen beiden Jahren, eine famose Veranstaltung auf die Beine, deren Ruf sicherlich nicht grundlos die Landesgrenzen weit überschreitet.

Inzwischen haben wir die traurige Bestätigung. Nachdem bereits vor wenigen Tagen zwei junge Seeadler und ein Elterntier leblos in der Nähe von St. Michaelisdonn gefunden wurden, ist nun auch der zweite Altvogel tot. Alle vier Tiere werden nun eingehend untersucht, um die Todesursache feststellen zu können.
Bei Nortorf, Kreis Rendsburg-Eckernförde, ist bei der Überprüfung genetischer Proben durch das Senckenberg Institut für Wildtiergenetik, Gelnhausen ein weiterer Wolfsnachweis erbracht worden. Das Ergebnis vom 18. Juni wurde dem nun Umweltministerium mitgeteilt.
Aufgrund der Zeitungsberichte zum diesjährigen Kreisjägertag der KJS-Plön stellte sich ein Redakteur des NDR SH-Magazins die Frage, in welchem Zusammenhang die hohen Bestandszahlen des Damwildes im Kreis Plön, das teilweise nicht Erreichen der Abschusspläne und die Verkürzung der Jagdzeiten stehen. Die Anfrage kam dann direkt vom NDR an mich in meiner Funktion des Obmann für Öffentlichkeitsarbeit. Nach kurzer Planung des Drehtermins und der Absprache mit unserem Kreisjägermeister, konnten wir schnell ein Treffen im heimischen Revier realisieren. Das Team des NDR um A.Schnoor war gut informiert, sympathisch und hat sich absolut professionell verhalten. Wir hatten an dem Morgen auch guten Anblick (alle Aufnahmen in dem Beitrag stammen vom Drehort) und genügend Zeit die Umstände bzw. Problematik zu erklären. Natürlich verspricht man sich persönlich ein noch besseres Abbild seiner Argumentation, aber in der Kürze der Zeit müssen nunmal die Fakten, die Statements beider Seiten und dann noch passende Bilder gezeigt werden. Wir hatten noch den Bezug des angeblich zu hohen Jagddrucks durch uns Jäger, auf die bevorstehende Aufweichung des Betretungsrecht durch Jedermann zu jeder Zeit gesucht, aber diese Argumente fehlten leider. Was man sicherlich sagen kann, ist dass der Bericht ausgewogen und neutral gehalten wurde. Diese neutrale Berichterstattung ist leider bei anderen öffentlich-rechtlichen Sendern in letzter Zeit nicht immer so gewesen. Wir sollten die Chance der fachkompetenten Aussendarstellung immer nutzen, nur so können wir unsere guten Argumente bei der nicht-jagenden Bevölkerung darstellen. [ns]