Monthly Archives: August 2025

Junge-Jäger-Schießen in Heede: Die Ergebnisse

Am 09. August 2025 fand in Zusammenarbeit mit der Redaktion Unsere Jagd das diesjährige Junge-Jäger-Schießen auf dem Schießstand Heede statt. Bei bestem Wetter standen vor allem der Austausch und die Vernetzung der Jungjägerinnen und Jungjäger im Mittelpunkt.

Für das Event wurde der Schießstand in einen praxisnahen, jagdlich orientierten Parcours umgebaut. Neben den jagdlichen Disziplinen war auch für ausreichend Raum für Gespräche und gute Stimmung gesorgt – der Spaß kam definitiv nicht zu kurz.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Organisatoren, dem Team des Schießstands Heede unserem Premiumpartner FRANKONIA sowie den großzügigen Sponsoren, die dieses gelungene Event möglich gemacht haben.

Die Ergebnisse des Schießens finden Sie hier:

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Kooperation neu denken – Chance für einen gemeinsamen Neuanfang mit der Stiftung Naturschutz

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein (SNSH) arbeiten seit vielen Jahren in zahlreichen Bereichen eng zusammen – von der Bewirtschaftung der sogenannten PRONatur-Flächen, über die Betreuung von Naturschutzgebieten im Auftrag des Landes bis hin zu Projekten wie dem Rotwildmanagement oder der Schaffung von Lebensraumverbünden.

Um diese Zusammenarbeit zu strukturieren, wurde 2021 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Diese regelte unter anderem den Informationsaustausch bei der Ausweisung von Eigenjagdbezirken (EJB) der Stiftung und die Einbindung lokaler Jägerinnen und Jäger in das Wildtiermanagement.

In der letzten Präsidiumssitzung im Juni 2025 wurde besprochen, diese Vereinbarung fristgerecht zu kündigen. Die Kündigung wurde inzwischen ausgesprochen und tritt – gemäß der vereinbarten Laufzeit – zum Ende des Jahres 2026 in Kraft.

Warum die Kündigung?
Die Entscheidung bedeutet keinen Bruch mit der Stiftung, sondern ist Ausdruck des Wunsches, die Zusammenarbeit auf eine neue, zeitgemäße und für beide Seiten vorteilhafte Grundlage zu stellen. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass in verschiedenen Punkten Nachjustierungen nötig sind – etwa beim Informationsfluss, bei der Beteiligung der örtlichen Jägerschaft und bei jagdlichen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, eine künftige Vereinbarung zu schaffen, die diese Aspekte klarer und verbindlicher regelt.

Gesprächsrunde
Zuletzt fand am 11. Juli dieses Jahres hierzu ein gemeinsames Gespräch zwischen dem LJV, der Stiftung Naturschutz und Frau Dr. Juliane Rumpf in ihrer Funktion als Vorsitzende der Stiftung statt. Eingeladen waren auch alle interessierten Kreisjägerschaften, die Gelegenheit hatten, ihre Fragen und Anregungen direkt einzubringen. Diese Gesprächsrunde diente als Auftakt für einen offenen Austausch – weitere Gespräche werden folgen, um die künftige Zusammenarbeit gemeinsam zu gestalten.

Arbeitskreis Stiftungsfragen – Motor für den Neuanfang
Um den Prozess aktiv zu gestalten, hat das erweiterte Präsidium im LJV bereits im Oktober 2023 den Arbeitskreis Stiftungsfragen ins Leben gerufen. Dieses Gremium wird sich in den kommenden Monaten intensiv mit einer Neufassung der Kooperationsvereinbarung befassen und diese mit der Stiftung diskutieren.

Mitglieder des aktuellen Arbeitskreises sind Lothar Brandt (Vorsitzender), Andreas Peter Ehlers, Tobias Christer, Dr. Heinz Roling, Hans Wörmcke und Lutz Henne.

Der Arbeitskreis ist über die zentrale E-Mail-Adresse stiftung@ljv-sh.de jederzeit erreichbar und steht auch für Vor-Ort-Termine bei Kreisjägerschaften, erweiterten Vorständen oder Hegering-Zusammenkünften zur Verfügung, um den aktuellen Stand zu erläutern und Fragen zu beantworten.

Blick nach vorn
Bis Ende 2026 gilt die bestehende Kooperationsvereinbarung weiterhin. Gleichzeitig wollen wir die Zeit nutzen, um im Dialog mit der Stiftung Naturschutz eine tragfähige, zukunftsorientierte Grundlage für die nächsten Jahre zu erarbeiten. Die Kündigung ist damit nicht das Ende, sondern der Startschuss für einen konstruktiven Neuanfang – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit im Sinne von Natur-, Arten- und Jagdschutz weiter zu stärken.

Lothar Brandt

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Aktuelles zu Myxomatose beim Feldhasen aus dem Tierfund-Kataster

Aus gegebenem Anlass (Myxomatose: Erste Fälle bei Feldhasen in Schleswig-Holstein bestätigt) werden wir hier regelmäßig über den Stand informieren, wie er sich aus den Daten unseres Tierfund-Katasters ergibt.

Wir bitten allen Jäger und Jägerinnen aufmerksam auf verendete Feldhasen insbesondere im Elberaum und Dithmarschen zu achten und Funde im Tierfund-Kataster mit Foto zu melden. Nutzen Sie hierzu einfach die Tierfund-Kataster APP!

Download unter:

Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.duf.totfund&hl=de

App Store von Apple: https://apps.apple.com/de/app/tfk/id551640662

Die folgenden Abbildungen zeigen den Stand vom 11.08.2025:

Meldungen zum Feldhasen (Lepus europaeus) aus dem Tierfund-Kataster (TFK) in Schleswig-Holstein. Nur Todesursachen ‚vermutlich Krankheit‘ und ‚unbekannt‘. Angaben zu Myxomatose auf Basis von Fotos oder Anmerkungen der Melder

Meldungen von Feldhasen im Tierfund-Kataster TFK aus Schleswig-Holstein vom 1.7.2025 bis zum 10.08.205. Nur Todesursachen ‚vermutlich Krankheit‘ oder ‚unbekannt‘. Verdacht auf Myxomatose durch Foto vermutet oder nach Angabe der Melder

 

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Hegeringschießen HR 9 – 2025

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Waschbär: Gefahr für heimische Ökosysteme

1. August 2025 (DJV) Berlin. Waschbären gefährden heimische Ökosysteme. Was tun mit dem Einwanderer aus Nordamerika? Der Deutsche Jagdverband klärt in einem Frage-Antwort-Papier auf.

Sind Waschbären für heimische Arten eigentlich schädlich? Ist es nicht besser, sie zu kastrieren statt zu jagen? Und steigert deren Bejagung nicht die Vermehrung? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das neue Frage-Antwort-Papier des Deutschen Jagdverbands (DJV). Der DJV räumt mit Mythen rund um den maskierten Kleinbären auf und stellt klar: Waschbären bedrohen seltene heimische Arten! Dies untermauert ein aktueller Faktencheck der Goethe-Universität Frankfurt.

Invasiver Kleinbär weit verbreitet

Für das Jahr 2023 haben 69 Prozent aller Jagdreviere Waschbärvorkommen gemeldet. Dabei ist der Kleinbär besonders im Nordosten Deutschlands und in Hessen verbreitet: Dort kommt er in über 90 Prozent aller Reviere vor. Das Problem: Er bedroht die biologische Vielfalt immens. Auf dem Speiseplan steht vieles: Obst, Kleinsäuger, Insekten, Amphibien oder Vögel. Gerade für Arten, die bereits gefährdet sind, kann der zusätzliche Beutegreifer zum bestandsbedrohenden Faktor werden. Das bestätigt auch der Faktencheck des ZOWIAC-Projekts der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Besonders Amphibien und Reptilien gefährdet

In Deutschland hat der Waschbär seit einiger Zeit Amphibien-Laichgewässer als Nahrungsquelle entdeckt und gefährdet lokale Bestände von Fröschen und Kröten. Dabei sind schon ohne Räuberdruck viele Amphibienarten durch zunehmende Trockenheit und Verlust von Gewässern vom Aussterben bedroht. Auch die seltene Europäische Sumpfschildkröte bedroht der Waschbär: Er gräbt deren Eier aus und frisst Jungtiere. Ähnlich ergeht es verschiedensten Vogelarten wie Mauersegler, Regenpfeifer oder Uhu.

Jagd ist unerlässlich für Eindämmung

Freilebende Waschbären kastrieren? Ist keine Lösung! Dies scheitert allein schon daran, dass invasive Arten, einmal gefangen, in der EU nicht wieder ausgesetzt werden dürfen. Besonders wichtig für die Eindämmung ist stattdessen die Fangjagd – belegen Daten aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD). Es ist das umfangreichste Monitoringprogramm der Jägerschaft für viele Säugetiere. 40 Prozent der Waschbären aus der Jagdstatistik werden demnach mit Fallen gefangen.

Verbote der Fangjagd wie in Berlin sind daher kontraproduktiv für den Artenschutz. Der DJV fordert stattdessen die staatliche Förderung der Fangjagd durch Jäger, beispielsweise für Lebendfallen zum Management von gebietsfremden invasiven Arten wie den Waschbären.

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Invasive Nutria hat ihr Vorkommen verdoppelt

Über ein Drittel der Jagdreviere melden bundesweit ein Vorkommen. Spitzenreiter sind Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. In Städten wie Bremen und Hamburg ist die Situation noch dramatischer.

(Berlin, 5. August 2025) Die südamerikanische Nutria breitet sich weiter in Deutschland aus: Die invasive Art kam 2023 in über einem Drittel (35 Prozent) der teilnehmenden Jagdreviere vor, eine Verdopplung gegenüber 2015. Das hat negative Folgen für den Hochwasser- und Artenschutz: Das Nagetier untergräbt Flussufer ebenso wie Deiche und vernichtet Schilfgürtel – wichtige Kinderstuben für Vögel, Fische oder Amphibien. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat diese und weitere Ergebnisse heute veröffentlicht und fordert die Aufnahme der Nutria ins Bundesjagdgesetz sowie ein Bekenntnis der Politik zur Fangjagd. Die Art steht auf der Liste der gebietsfremden invasiven Arten Europas.

Daten aus über 23.000 Jagdrevieren ausgewertet

Die Jagdstrecken der Landkreise in Schleswig-Holstein von 2014 bis 2023 sind massiv angestiegen und lassen Rückschlüsse auf die Populationsentwicklung zu. (Quelle Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein)

Grundlage der Auswertung sind Daten von bundesweit über 23.000 Jagdrevieren aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD). Das entspricht mehr als einem Drittel der forst- und landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands. Daten aus Bayern liegen nicht vor, die schleswig-holsteinischen Werte stammen aus dem Jahr 2020. WILD ist das bundesweit größte Monitoringprogramm der Jägerschaft, unter anderem für zahlreiche Säugetiere.

Die meisten Vorkommen im Norddeutschen Tiefland gemeldet

In der Tieflandregion Norddeutschlands gibt es anteilig die meisten gemeldeten Nutria-Vorkommen im Jahr 2023: Nordrhein-Westfalen liegt mit 60 Prozent vorn, gefolgt von Niedersachsen (55 Prozent) und Sachsen-Anhalt (50 Prozent). Von 2015 bis 2023 ist die Zahl der gemeldeten Vorkommen vor allem in zwei Bundesländern stark gestiegen: In Niedersachsen um das 2,5-fache und in Nordrhein-Westfalen um das 2-fache. Die großen Fließgewässer Rhein, Ems, Weser und Elbe sowie deren Nebenarme bieten den Tieren ideale Lebensgrundlagen.

Explosionsartige Zuwächse im urbanen Raum

Im Stadtstaat Bremen meldeten zuletzt 93 Prozent der Reviere die Anwesenheit der Nutria, eine Steigerung um das 6-fache gegenüber 2015. Bremen steht symbolisch für eine starke urbane Besiedlung durch die Nutria, die auch in Hamburg zu beobachten ist – mit einem Wert von 74 Prozent im Jahr 2023. Durch unerlaubte Fütterung, klimatische Vorteile und jagdliche Einschränkungen sind Nutrias mittlerweile besonders häufig in städtischen Bereichen vorzufinden, wo sie auch tagaktiv werden und ein großes Vermehrungspotenzial haben.

In den meisten Bundesländern hat die Nutria mittlerweile eine Jagdzeit oder es gibt besondere Genehmigungen für eine Entnahme. Für die Saison 2023/24 weist die Jagdstatistik fast 117.500 Tiere aus – ein neuer Rekord. Fast drei Viertel der Nutrias kamen zusammen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zur Strecke. Nahezu jedes zweite Tier (44 Prozent) aus der Jagdstatistik wird mit der Falle gefangen. In Bremen liegt der Wert sogar bei knapp zwei Dritteln und in Niedersachsen bei über der Hälfte.

Weitere Informationen zur Nutria gibt es auf jagdverband.de. Am Niederrhein hat die Nutria innerhalb von wenigen Jahren über 90 Prozent des Schilfs vernichtet. Das Projekt „Lebendige Röhrichte“ zeigt, wie eine Wiederbesiedlung gelingen kann.

Die Verbreitungskarte der Nutria in Schleswig-Holstein der Jahre 2015 und 2020 zeigen, wie sich die Art schnell ausbreitet. In diesem Jahr erfolgt die nächste Erfassung der Nutria-Verbreitung in Schleswig-Holstein. (Quelle Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein)

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