Jagdschneisen im Mais: Nützlich und notwendig – Leitfaden für neue Wege in der …

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), der Deutscher Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) haben heute die Broschüre „Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft – Probleme und Maßnahmen“ veröffentlicht. Die Information basiert auf einem Modellvorhaben, das in den Jahren 2008 bis 2010 auf Initiative des BMELV durchgeführt wurde. Hintergrund sind die jüngsten Entwicklungen im Energiepflanzenanbau. Oftmals wird die Bejagung des Schwarzwilds durch größer werdende Produktionsflächen und eine starke regionale Konzentration im Maisanbau erschwert.

Ziel des Modellvorhabens war es, auf Grundlage der sich verändernden jagdlichen Rahmenbedingungen in der Agrarlandschaft neue Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Schwarzwildstrecke erhöht und gleichzeitig die Wildschäden gesenkt werden können und welche ackerbaulichen und jagdlichen Maßnahmen dabei hilfreich sind. In sechs Bundesländern wurden dafür Bejagungsschneisen in Maisschlägen angelegt und deren Zweckmäßigkeit nach ökonomischen, jagdlichen und naturschutzfachlichen Aspekten ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass Schwarzwild auf den Schneisen deutlich effektiver erlegt werden konnte. Zugleich konnten dadurch Wildschäden im Feld gemindert, teils sogar ganz vermieden werden.

Mit konkreten Empfehlungen für die Praxis, denen die wissenschaftlichen Auswertungen und praktischen Erfahrungen aller Beteiligten zu Grunde liegen, ist die Broschüre ein hilfreicher Leitfaden für Landwirte und Jäger. Die Infobroschüre ist online auf www.jagdnetz.de abrufbar.

Einzelne Druckexemplare können kostenfrei direkt beim DJV bezogen werden (DJV-Service und Marketing GmbH, Koblenzer Straße 149a, 53177 Bonn, info@djv-service.de).

Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Landespflanzenbörse auf Blumendorf ein voller Erfolg – 8.000 Euro für den Rothirsch

blumendorf_2012Die Organisatoren der Landespflanzenbörse auf Schloss Blumendorf haben eine positive Bilanz gezogen. Am Naturerlebnistag von Landwirtschaftskammer und Landesjagdverband am Sonntag haben über 8.000 Besucher  teilgenommen. Viele von ihnen nahmen heimische Bäume, Sträucher und Gehölze gegen eine kleine Spende mit. So kamen knapp 8.000 Euro für den Naturschutz zusammen von diesem Geld wollen die Stormarner Jäger Biotopmaßnahmen für das Rotwild umsetzen.

minifische 265_580

Bei der Landespflanzenbörse erfolgte die erste Biotopmaßnahme: Rainer Wiegand CDU, Gastgeber Martin Baron von Jenisch, Landesjagdverbandspräsident Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, MdB Christel Happach-Kassan von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Kammerpräsident Claus Heller pflanzten den traditionellen Erinnerungsbaum (v.li.).

Text und Foto: Isa-Maria Kuhn/ Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Jugendbläserfreizeit September 2012

Ihr werdet Natur- und Jagdhornklänge, Spiel, Spaß und kameradschaftliches Miteinander gemeinsam erleben, wie viele es schon von den vorangegangenen Freizeiten kennen gelernt haben. Anfänger sind herzlich willkommen, bei Bedarf wird eine Schnuppergruppe aufgemacht.

Weitere Informationen unter hier!

 

Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Boksee/Kreis Plön: Wildunfall endet für eine 27-Jährige tödlich

Boksee/Kreis Plön (ots) - Montagabend stieß gegen 22 Uhr eine 27-jährige Fahrerin auf der Bundesstraße 404 in Höhe Boksee mit ihrem Fiat Punto aus Richtung Segeberg kommend mit einem Reh zusammen.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kam sie aufgrund der Kollision in den Gegenverkehr, wo sie dann mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen prallte.

Die junge Fahrerin wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass sie noch in der Nacht in der Uniklinik ihren schweren Verletzungen erlag.

Der 25-Jährige Opel Astra Fahrer, der noch versuchte auszuweichen, wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Seine 20-jährige Mitfahrerin musste schwer verletzt in eine Kieler Klinik verbracht werden.

Um den genauen Unfallhergang festzustellen, wurde noch in der Nacht über die Staatsanwaltschaft Kiel ein Sachverständiger hinzugezogen.

Die B 404 war für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen über 1 Stunde voll gesperrt.

 

Weitere Informationen und wie man sich richtig bei einem Wildunfall verhält finden sie hier.

img_5801
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Odin und Thor sind flott & fit – Erste Jungtiere werden so früh wie nie wieder …

Die letzten Nachzügler, wie „Fips“ aus Hamburg oder „Uwe“ von der Ostseeküste wurden erst eingeliefert und werden noch einzeln in der Quarantäne versorgt, während die ersten Tiere bereits wieder ausgewildert werden können. Nach weniger als zwei Monaten in der Seehundstation Friedrichskoog, können die ersten der 151 Jungtiere, die sich derzeit in der Seehundstation befinden, wieder in die Freiheit entlassen werden.

Insgesamt wurden bisher 158 Tiere zur Aufzucht in der Station aufgenommen – ein neuer Rekord, der bei der Bestandsentwicklung und der Geburtenrate der letzten Jahre zu erwarten war. Durch die weitere Optimierung der Aufzucht können die ersten Tiere nun so früh wie nie wieder ausgewildert werden.

Am 11. Mai wurde „Odin“ vom Seehundjäger Ark Boysen auf der Hallig Langeness gefunden. Der erste Heuler der Saison hat nun das Mindestgewicht von 25 kg überschritten und gehört zu den ersten Tieren, die die Seehundstation Friedrichskoog nach erfolgreicher Aufzucht wieder verlassen können.

Am Mittwoch, den 18.07.2012, um 11:30 Uhr wird mit dem Verladen begonnen. Mit dem Boot von Axel Rohwedder geht es hinaus ins Wattenmeer, um die jungen Seehunde im Bereich des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer über Bord zu setzten. Alle Jungtiere sind mit einer Flossenmarke sowie einem Transponder markiert und haben zur leichteren Wiedersichtung in den ersten Wochen nach der Auswilderung eine weiße Farbmarkierung auf dem Kopf, um sie von den anderen Jungtieren auf der Sandbank unterscheiden zu können.

Die meisten der im Sommer 2012 geborenen Seehunde wurden bereits von den Muttertieren entwöhnt. Die Hauptgeburtenzeit liegt im Juni, die Tiere werden anschließen vier bis sechs Wochen gesäugt.  Diese Tiere sind allein überlebensfähig und lernen nun, selbständig Fisch zu fangen. Bei der Sichtung eines solchen Jungtieres gilt:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.
  • Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden.
  • Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe bedarf und in die Seehundstation gebracht werden muss.

Hier erfahren sie mehr zur Tierschutzarbeit der Seehundjäger und der Seehundstation Friedrichskoog.

Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Liebesrausch gefährdet Straßenverkehr

Von Ende Juli bis Mitte August erreicht die Paarungszeit des Rehwildes ihren Höhepunkt. Blind vor Liebe überqueren die Wildtiere Straßen und Wege – es besteht akute Gefahr durch Wildunfälle.

Flintbek, 25.07.12: Liebestolle Rehe verlieren während der sogenannten Blattzeit – der jagdliche Ausdruck für die Paarungszeit des Rehwildes – häufig den Blick für die ihnen drohenden Gefahren. Hormongesteuert Rehböcke überqueren auf der Suche nach paarungswilligen Ricken und unwillkommenen Konkurrenten scheinbar achtlos Straßen und bringen damit Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Die Landespolizei registrierte allein im vergangenen Jahr 11.816 Unfälle mit Wild. „Die mit Abstand häufigste Ursache ist dabei der Unfall mit Rehen“, erklärt Marcus Börner, Pressesprecher des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Wildunfälle werden oft unterschätzt. So erreicht ein nur 20 Kilogramm schweres Reh bei einer Kollision mit einem 70 km/h schnellen Pkw ein Aufprallgewicht von fast einer Tonne. Die Dämmerungsstunden sind besonders gefährlich. Aber auch bei hellem Tageslicht muss mit querenden Wildtieren gerechnet werden. Ist eine Kollision nicht mehr zu vermeiden, sollten Autofahrer das Lenkrad gerade halten und nicht versuchen auszuweichen, denn die Folgen könnten noch verheerender sein. Ist es zum Crash gekommen, muss der Fahrzeugführer die Unfallstelle sichern und umgehend die Polizei informieren. Sie entscheidet dann, wie weiter verfahren wird. Lebt das angefahrene Tier noch oder ist es gar verletzt geflüchtet, wird der zuständige Jäger gerufen. Er veranlasst dann die Nachsuche mit speziell ausgebildeten Jagdhunden, um das Tier von seinen Qualen zu erlösen.

abb_1_wildunfallzahlen_webDer jagdliche Ausdruck „Blattzeit“ leitet sich aus der Tradition ab, mit Hilfe eines Buchenblattes die Fieplaute eines paarungswilligen Rehs zu imitieren und somit brunftige Böcke anzulocken.

abb_2_klein
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Gewehrkugel trifft Autofahrer – War es ein Jäger? Und wie gefährlich ist die Jagd wirklich?

Wie heute in den Kieler Nachrichten zu lesen ist, wurde auf der B 76 zwischen Plön und Preetz ein Autofahrer tragischer weise von einer Gewehrkugel getroffen. Woher das Projektil stammt, ist jedoch bisher unklar. War es ein gezielter Anschlag oder ein verirrtes Büchsenprojektil?

Doch wie gefährlich ist die Jagd wirklich?

Hier mal einige Zahlen aus dem Jahr 2008:

In Deutschland gibt es 24.4 Millionen Führerscheininhaber und ca. knapp 5.000 Verkehrstote (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die  Wahrscheinlichkeit  für  Autofahrer  im  Straßenverkehr  ums  Leben  zu  kommen, liegt bei 0,02 Prozent (P= 0,0002).

In Deutschland 348.000 gibt es Jagdscheininhaber und 3 Tote durch Schusswaffen (Quelle: Bundesgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften).

Die Wahrscheinlichkeit für Jäger auf der Jagd ums Leben zu kommen liegt bei 0,009 Prozent (P= 0,000009).

Fazit: Setzt man diese Zahlen ins Verhältnis – d.h. die Wahrscheinlichkeit im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken oder bei der Jagd tödlich zu verunglücken – dann ist es für Führerscheininhaber 22 mal gefährlicher, am Straßenverkehr teilzunehmen als für Jäger, mit der Waffe umzugehen.

In Deutschland gibt es 800.000 Mitglieder im Deutschen Alpenverein (DAV), 48 starben beim Bergwandern (Quelle: Deutscher Alpenverein DAV).

Die  Wahrscheinlichkeit  beim  Bergwandern  ums  Leben  zu  kommen  liegt  demnach bei P= 0,00006 (0,006 Prozent).

Fazit: Setzt man diese Zahlen ins Verhältnis, d.h. die Wahrscheinlichkeit beim Bergwandern tödlich zu verunglücken oder bei der Jagd tödlich zu verunglücken, dann ist es für Bergwanderer 7 mal gefährlicher zu wandern als es für Jäger ist, mit der Waffe umzugehen.

Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Antrittsbesuch des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Dr. …

Am 19. Juli trafen sich in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes in Flintbek der für Jagd zuständige Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Dr. Robert Habeck, der zuständige Staatssekretär Dr. Ulf Kämpfer, der Leiter der Obersten Jagdbehörde Johann Böhling, der LJV-Präsident Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, der LJV-Vizepräsident Hans-Werner Blöcker, der LJV-Geschäftsführer Andreas Schober und der LJV-Pressereferent Marcus Börner zu einem ersten Kennenlernen und Gedankenaustausch.

Eingehend hob Dr. Baasch hervor, dass dies unter seiner Amtszeit der erste Besuch eines Ministers in der LJV-Geschäftsstelle sei und damit die Möglichkeit bot, die Arbeit der Geschäftsstelle und des Wildtierkatasters einmal Vor-Ort vorzustellen. Anschließend wurden unter anderem Themen wie die Verwendung bleifreier Munition, die Auswirkungen des Urteils zur Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften, die Liste der jagdbaren Arten und die aktuellen Jagd- und Schonzeiten diskutiert. Es wurde vereinbart, diese konstruktiven und in der Sache orientierten Gespräche fortzuführen und themenspezifisch zu intensivieren. IMG_0417_580
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Brückenschlag zwischen Süd und Nord: Der Bayerische Jagdverband (BJV) und der …

Die Jäger im Süden und Norden der Republik rücken näher zusammen. Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands, und Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJVSH), haben bei einem Treffen in Hamburg ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Es ist der Startschuss zu einer vertieften Zusammenarbeit der Jägerinnen und Jäger auf dem Gebiet des Jagdwesens. Ziel ist eine gemeinsame Förderung des Jagdwesens in allen Belangen, die zugleich die Jagd in Schleswig-Holstein und in Bayern betreffen. Dabei stehen neben dem Informations- und Gedankenaustausch insbesondere gemeinsame Wildforschungsprojekte im Mittelpunkt.

Die beiden Jagdverbände liegen in den Kernfragen eng zusammen. Wie eng, das soll ein gemeinsames Statement zum Tierschutz und der Jagd dokumentieren. Dabei geht es unter anderen um gemeinsame Positionen zu den Drückjagden, Schonzeiten und der Mitverantwortung der Grundeigentümer. Geplant ist außerdem eine Veranstaltung mit dem ADAC zum Sachstand bzw. zur Weiterentwicklung der ökologischen Anbindung von Grünbrücken sowie den Möglichkeiten, das Wild entlang der Straßen zu vergrämen.

Ein weiteres gemeinsames Schwerpunktthema ist die zunehmende Belastung der Wiesen, Felder und Gewässer durch überwinternde Gänse. In einer bayerisch-schleswig-holsteinischen Arbeitssitzung – geplant für November 2012 – sollen deshalb die Auswirkungen der ständig wachsenden Gänsepopulationen auf den Naturschutz, die Landwirtschaft und den Tourismus erörtert werden sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für die Jagd.

baasch_vocke
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Umweltministerin Rumpf stellt den Jahresbericht 2011 zu Jagd und Artenschutz in …

Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (6. Dezember) den neuen Jagd- und Artenschutzbericht für Schleswig-Holstein vorgestellt: "Der Jahresbericht stellt seit 1997 die Aktivitäten des Artenschutzes und der Jagd zwischen Nord- und Ostsee in all ihrer beeindruckenden Vielfalt vor", sagte sie. So werde ein breites Spektrum von zumeist ehrenamtlich durchgeführten Naturschutzprojekten vorgestellt, die mit finanzieller Förderung des Landes Schleswig-Holstein ermöglicht wurden.
Diese Projekte standen auch im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder, denn die globale Waldvernichtung stelle eine große Bedrohung der Biodiversität sowie eine Gefährdung der Rohstoff-, Wasser- Boden- und Klimaschutzfunktionen dar, erläuterte die Umweltministerin. "In Europa ist besonders die Bedeutung alter Wälder hervorzuheben. Sie stellen die Kontinuität dieser Standorte sicher und haben eine große Bedeutung als Gen-Ressource", sagte Frau Rumpf.
Weitere Schwerpunkte neben den Wäldern sind die Schleswig-Holstein prägenden Grünlandlebensräume und bei der Jagd der Bereich der Jagdgebrauchshundearbeit.
Daneben werden auch die Ergebnisse des Waldverbissgutachtens der Schleswig-Holsteinischen Landesforstanstalt vorgestellt, das die Problematik überhöhter Wildbestände für den Wald eindrucksvoll verdeutlicht.

Außerdem werden Bestandsentwicklungen verschiedenster Arten anschaulich erläutert. Der Bogen reicht hier von der Haselmaus über die Seehunde, die zurzeit einen Bestandshöchststand erreicht haben, bis zu den stark gefährdeten Lachseeschwalben, der grünen Mosaikjungfer sowie der Kuckucks-Lichtnelke. Sehr erfreulich sei insbesondere seit den 1980er Jahren die Aufwärtsentwicklung beim Seeadler mit zuletzt 63 Brutpaaren und 86 jungen Adlern, die flügge wurden. Wermutstropfen waren allerdings Fälle von Vergiftungen einzelner Tiere, denen zumindest fahrlässiges, vielleicht sogar vorsätzliches Verhalten zugrunde lag. Vor diesem Hintergrund werden im neuen Bericht auch erste Ergebnisse der Kieler Erklärung zum Schutz der Greifvögel bekannt gemacht. Die Erklärung wurde 2008 vom Landesjagdverband, der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. und dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume unterzeichnet.
Weitere Projekte wie zum Beispiel die Arbeit der Artenagentur, der Stiftung Naturschutz, sowie der Arbeitsgemeinschaft Geobotanik in Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. und der Schrobach Stiftung vervollständigen das Gesamtbild im Jahresbericht.

Auch die Streckenstatistiken der jagdbaren Tierarten werden weiter fortgeführt. "Hier zeigt sich der Einfluss der letzten beiden Extremwinter, die gerade beim Niederwild zu starken Bestandseinbrüchen geführt haben. Anderseits zeigen gerade die Jagdstrecken beim Schalenwild bisher nicht erreichte Spitzenwerte", sagte Juliane Rumpf. Sie lobte das an diese Entwicklungen angepasste Bejagungsverhalten der Jägerschaft in Schleswig-Holstein.
Als auffällig schätzte sie die wieder stark gestiegene Jagdstrecke bei Waschbär und Marderhund ein. Die starke Vermehrung dieser "Neubürger" gehe trotz jagdlicher Bemühungen weiter. Umweltministerin Rumpf betonte, dass beide Arten wegen ihrer potentiellen Gefährlichkeit für bedrohte Vogel- und Niederwildarten besonders aufmerksam beobachtet würden.
Beachtung verdiene auch die weiter voran schreitende Verbreitung des Schwarzwildes in Schleswig-Holstein, die sich auch in kontinuierlich hohen Abschlusszahlen spiegele. So sei im abgelaufenen Jahr erstmals die Marke von 16.000 Stück überschritten worden.

Der "Jahresbericht 2011 – Jagd und Artenschutz" kann telefonisch oder per e-Mail kostenlos angefordert werden. (0431/988-7146 oder broschuere@mlur.landsh.de )

Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Feldhasenpopulation auf stabilem Niveau

Ostern kann kommen: In Schleswig-Holstein ist die Feldhasenpopulation auf stabilem Niveau. 18 Hasen wurden im Vorjahr durchschnittlich auf einem Quadratkilometer gezählt. Durchschnittlich 18 Hasen auf einem Quadratkilometer hat der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV) im vergangenen Jahr gezählt. Das sind genauso viele wie 2010. Obwohl der Feldhase überall im Land heimisch sei, schwanke die Zahl je nach Region deutlich. Besonders viele Feldhasen je Quadratkilometer lebten in der Marsch. Dort zählten die Jäger 28 Hasen pro Quadratkilometer (2010: 25 Hasen). Im Hügelland waren es 15 (16) und auf der Geest 14 (15), wie LJV-Präsident Klaus-Hinnerk Baasch sagte. feldhasejunghasenk-h volkmar
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Polizei und Landesjagdverband warnen anlässlich der Zeitumstellung erneut vor Wildwechsel

Die Umstellung der Uhren von der Winterzeit auf die Sommerzeit in der Nacht von Samstag, den 24. März, auf Sonntag, den 25. März, birgt Gefahren für Mensch und Tier im ländlichen Straßenverkehr. Die spätere Morgendämmerung nach der Umstellung geht mit dem Wildwechsel und dem frühen Berufsverkehr einher. Um eine vorsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise in wildreichen Zonen bitten deshalb die Landespolizei und der Landesjagdverband die Fahrzeugführer auf allen Straßen des Landes. Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, warnt vor dem Verhalten der Wildtiere: „Rehe sind besonders gefährdet, weil sie in beständiger Verhaltensweise von ihren nächtlichen Einständen auf Futtersuche auf Grünlandflächen, Raps- und Getreidefeldern gehen. Auch Reste von Streusalz an den Randstreifen können sie an die Straßen locken, weil es für Wildtiere eine hochwertige Nahrungsergänzung darstellt.“

Bei einem Wildwechsel kommt es häufig zu Unfällen. Für die Tiere enden diese meist tödlich, die Fahrzeuginsassen kommen oft mit dem Schrecken davon, einige werden leicht, wenige schwer verletzt, in Ausnahmefällen können diese Art Verkehrsunfälle für den Menschen tödlich verlaufen.

Die Landespolizei registrierte allein im vergangenen Jahr 11.816 Unfälle mit Wild.

Die Polizei weist die Fahrzeugführer darauf hin, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen innerhalb der Wildwechselzonen unbedingt einzuhalten sind, denn nur dadurch ist es möglich, angemessen bei einem Wildwechsel zu reagieren.  Jürgen Börner, Sprecher des Landespolizeiamtes:  „Sollte es tatsächlich zu einem Wildwechsel kommen, sollten die Autofahrer auf ihrer Fahrspur bleiben, um einen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug oder ein Abrutschen in den Graben zu vermeiden.“ Lässt sich ein Unfall jedoch nicht verhindern, muss die Unfallstelle unverzüglich abgesichert werden. Das tote Tier sollte mit Schutzhandschuhen von der Straße an den Fahrbahnrand gelegt werden. Jeder Wildunfall ist meldepflichtig und der Polizei mitzuteilen. Sie entscheidet dann, wie weiter verfahren wird. Sollte das angefahrene Tier noch leben oder gar verletzt geflüchtet sein, wird der zuständige Jäger gerufen. Er veranlasst dann die Nachsuche mit speziell ausgebildeten Jagdhunden, um das Tier von seinen Qualen zu erlösen.

Quelle

img_5808
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

„Bundesprogramm Wiedervernetzung“ nun als Druckversion – Ministerium veröffentlicht …

Nach dem Beschluss eines deutschlandweiten Programms zum Bau von Querungshilfen durch das Bundeskabinett Ende Februar 2012 liegt nun das „Bundesprogramm Wiedervernetzung“ in gedruckter Form vor. Darin sind 93 Konfliktstellen an bestehenden Straßen benannt, die prioritär entschärft werden müssen. In dem 30 Seiten umfassenden Bericht wird zudem die Bedeutung der Vernetzung von Lebensräumen für den Erhalt der biologischen Vielfalt thematisiert. Herausgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Insbesondere der DJV und weitere Naturschutzverbände sowie der ADAC haben sich für die Umsetzung des Programmes stark gemacht. Der DJV hat seit 2001 maßgeblich die Entwicklung eines bundesweiten Konzeptes von Lebensraumkorridoren vorangetrieben. Die daraus resultierende Karte war eine entscheidende Grundlage für das Bundesprogramm Wiedervernetzung. Die Zerschneidung der Landschaft durch das dichte Verkehrsnetz und die zunehmende Verkehrsdichte engen die vorhandenen Lebensräume von Tieren und Pflanzen immer stärker ein. Der Tod von jährlich hunderttausenden Tieren auf Deutschlands Straßen, genetische Verarmung – wie sie bereits in Schleswig-Holstein an einer Rotwildpopulation nachgewiesen wurde – und die Verhinderung der Wiederausbreitung seltener Arten wie zum Beispiel Luchs, Wildkatze oder Fischotter sind oft die Folge. Der Bau von Querungshilfen, wie Grünbrücken oder Ottertunnel, ist eine Maßnahme, dem entgegenzuwirken. Die Broschüre „Bundesprogramm Wiedervernetzung – Grundlagen – Aktionsfelder – Zusammenarbeit“ kann im Jagdnetz heruntergeladen werden oder über das BMU direkt bestellt werden. Informationen zu den Holsteiner Lebensraumkorridoren gibt es hier.
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Neuer Waldzustandsbericht Schleswig-Holstein zeigt nur geringe Veränderungen bei allen Baumarten

Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (6. Dezember) den aktuellen Waldzustandsbericht für Schleswig-Holstein präsentiert. "Der Waldzustandsbericht erscheint dieses Jahr erstmals in neuer Form. Grund ist der Beitritt zur Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt. Das forstliche Umweltmonitoring wird daher im Wissenschaftsverbund für die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Sachsen-Anhalt gemeinsam durchgeführt", erläuterte die Umweltministerin. Der Waldzustandsbericht als jährliche Erhebung dient der Information über die Entwicklung des Gesundheitszustands der Wälder in Schleswig-Holstein. Umweltministerin Rumpf stellte fest: "Die aktuellen Ergebnisse für die Hauptbaumarten Eiche, Buche, Fichte und Kiefer liegen im Trend der vergangenen Jahre." Der Gesundheitszustand der schleswig-holsteinischen Wälder sei weiterhin eher labil und kein Grund zur Sorglosigkeit. Gerade im abgelaufenen Jahr hätten die teilweise extremen Wetterlagen den Bäumen erheblichen Stress bereitet, der sich auch in den Ergebnissen der Erhebung zeige. So liege die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten über alle Altersstufen wie 2010 bei 20 Prozent. Über 60 Jahre alte Bäume wiesen mit 26 Prozent einen etwas höheren als den Durchschnittswert auf, dafür schnitten die unter 60 Jahre alten Bäume mit nur zehn Prozent besser ab. Die Buchen zeigten im abgelaufenen Jahr wieder eine sehr starke Fruchtbildung (Fruktifikation) wie zuvor 2009, wodurch sie einen erheblichen Teil ihrer Blattmasse einbüßten. Dadurch stieg die mittlere Kronenverlichtung der älteren Buchen auf 33 Prozent an, die jüngeren Buchen waren hier lediglich mit vier Prozent betroffen. Die älteren Eichen, deren Kronenzustand stark von Insekten- und Pilzbefall beeinflusst wird, zeigten hingegen einen konstanten Verlichtungswert bei 25 Prozent. Bei den Nadelbäumen wurden bei den Fichten erhebliche Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Beständen ermittelt. So lag der Kronenverlichtungswert älterer Fichten bei 33 Prozent, bei jüngeren Bäumen nur bei 15 Prozent. Nicht ganz so starke Unterschiede hingegen bei den Kiefern, wo ältere mit 19 Prozent nur etwas höhere Ergebnisse als jüngere mit 13 Prozent aufwiesen. Der Waldzustandsbericht ist im Landwirtschafts- und Umweltportal veröffentlicht und kann im Internet eingesehen und heruntergeladen werden unter: www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Wechsel in der Geschäftsführung des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein

schober_kl1Andreas Schober wird neuer LJV-Geschäftsführer in Schleswig-Holstein Flintbek, 18.01.2012: Andreas Schober (44) wird neuer Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein (LJV). Als studierter Jurist mit 2. Staatsexamen war er seit 1999 als selbstständiger Anwalt im saarländischen Dillingen tätig. Schober ist passionierter und leidenschaftlicher Jäger. Seine Jägerprüfung machte er bereits 1984  bei der Vereinigung der Jäger des Saarlandes. Der engagierte Jäger ist auch Schweißhundführer und führt derzeit einen Bayerischen Gebirgsschweißhund. Seit 2000 ist Schober Ausbilder und Prüfer im Fach Jagdrecht innerhalb der Jägerprüfung und auch als Referent im Bereich des Jagdrechts aktiv. Von 2002 bis 2010 war Andreas Schober Kreisjägermeister der Kreisgruppe Saarlouis und Kreisjagdberater. Von 2006 bis 2008 war er stellvertretender Landesjägermeister und von 2008 bis 2011 Landesjägermeister der Vereinigung der Jäger des Saarlandes. Seine Tätigkeit beim Landesjagdverband Schleswig-Holstein beginnt am 1. April 2012. Holger Behrens, der die Geschäftsstelle des LJV über Jahrzehnte leitete, hat ab 1. Juli 2011 mit dem LJV eine Altersteilzeitregelung getroffen – danach wird er dem LJV bis Ende 2012 noch zur Verfügung stehen. Herr Behrens wird am 1. Juli 2012 die Geschicke der LJV-Geschäftsführung in die Hände von Herrn Schober übergeben.
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Wiesenweihe – Jäger sichern Überleben des Greifvogels Von Wolfgang Runge

Das Überleben der Wiesenweihe ist eine Erfolgsstory im Naturschutz: Eine gezielte Suche der Nester und deren Schutz sichern den Bestand der Greifvögel. Dabei arbeiten Jäger und Bauern eng zusammen.     busard cendre_w2e9337_louis marie prau Flintbek (dpa/lno) - Rund hundert Jäger werden ab Mai wieder wochenlang durch Schleswig-Holsteins Kornfelder pirschen. Gewehr und Jagdhund lassen sie dann jedoch zu Hause, denn sie sind in Sachen Tierschutz unterwegs, erklärt Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV). Die Jäger suchen die verborgenen Nester (Horste) der Wiesenweihe (Circus pygargus). Damit sorgen sie für den Erhalt der schleswig-holsteinischen Population des seltenen Greifvogels, wie es im Sachbericht der Universität Kiel zum Artenschutzprojekt Wiesenweihe heißt. Früher war der schlanke Vogel aus der Familie der Habichte charakteristisch für Feuchtwiesen und Niedermoore. Doch feuchte Wiesen, mit Röhricht bewachsene Verlandungszonen von Seen und Teichen oder Moor- und Heideflächen zum Brüten findet die Wiesenweihe kaum noch. So ist sie heute eine der seltensten Greifvogelarten Deutschlands: Auf kaum mehr als 500 Brutpaare wird der Bestand zwischen Flensburg und Garmisch geschätzt. Einer ihrer Verbreitungsschwerpunkte ist Schleswig-Holstein. Rund 50 Paare brüten hier, sagt Baasch. Aus der Wiesenweihe ist jedoch in fast ganz Westeuropa eher eine Ackerweihe geworden. Da der Vogel seinen natürlichen Lebensraum zum Brüten – Schilf oder Röhricht – kaum noch findet, weicht er auf Getreidefelder aus, selbst wenn diese intensiv genutzt, offen und monoton sind, erklärt Baasch. Das stellt der Wiesenweihe einerseits große Lebensräume zur Verfügung. Gleichzeitig lauert dort aber auch der größter Feind der Bodenbrüter: Der Mähdrescher. Seinen Messern fallen jeden Sommer zahlreiche Jungvögel zum Opfer, denn manche Getreidesorten werden geerntet, bevor der Nachwuchs flügge ist. Und so beginnt jedes Jahr im Mai ein Wettlauf der Jäger mit dem Mähdrescher. Denn nur wenn man weiß, wo sich ein solches Nest befindet, kann es auch geschützt werden, sagt Schleswig-Holsteins oberster Jäger. Dabei ist es nicht einfach, die unscheinbaren Nester der Wiesenweihe aufzuspüren. Zwar gibt es einige Standorte, an denen Wiesenweihen regelmäßig brüten, allerdings nicht an exakt der gleichen Stelle. Zudem wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Landesteile von den Vögeln besiedelt, an denen vorher keine Wiesenweihen waren. «Diese sind natürlich besonders schwer zu finden», sagt Baasch. Da Wiesenweihen gesellig sind, liegen manchmal mehrere Nester auf engem Raum beieinander. Entsprechend kann man sie in ihrem schleswig-holsteinischen Hauptverbreitungsgebiet an der Westküste teilweise mit mehreren Paaren auf einem Acker entdecken. Ist der Wiesenweihen-Nachwuchs gefunden, muss das Nest gesichert werden. Dazu wird das Getreide auf einer Fläche von 50 mal 50 Metern um das Nest herum zunächst nicht geerntet. Wenn die Jungen dann in der ersten Augustwoche flügge geworden sind, kann das Feld wieder ganz normal gemäht werden. Die Landwirte bekommen für ihre Hilfe eine finanzielle Entschädigung. «Die Kooperation klappt hervorragend», sagt Baasch sichtlich erfreut. Wiesenweihen sind zierliche Greifvögel. Sie werden maximal 50 Zentimeter lang mit einer Flügelspannweite von bis zu 116 Zentimetern. Die Männchen wiegen so viel wie eine Straßentaube, die Weibchen sind schwerer und bringen bis zu 450 Gramm auf die Waage. Sie bauen ihr Nest aus trockenem Gras, Schilf und kleinen Zweigen meist direkt auf dem Boden. Es misst 35 – 40 Zentimeter Durchmesser, in seltenen Fällen bis zu 80 Zentimeter. Das Brüten der Eier sowie das Füttern und die Bewachung der Küken übernimmt bis etwa 14 Tage nach dem Schlüpfen fast ausschließlich das Weibchen. Das Männchen versorgt sie in dieser Zeit mit Nahrung. Die Jungvögel können mit 35 Tagen bereits gut fliegen. Etwa im Alter von 50 Tagen beginnen sie selbst mit der Jagd. Weitere Infos unter: http://www.wildtier-kataster.uni-kiel.de/pages/projekte/arte...
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment

Ehrenamtliche Betreuung für das Naturschutzgebiet „Kudensee und Umgebung“ übertragen

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat die Betreuung für das Naturschutzgebiet „Kudensee und Umgebung“ auf den Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV) und den Landessportfischerverband (LSFV) übertragen. Die Unterzeichnung des Betreuungsvertrages fand am 27. März beim Lokalen Bündnis Dithmarschen in Hemmingstedt statt. Er beginnt 2012 und gilt zunächst für 3 Jahre, im Regelfall verlängert er sich dann um weitere 6 Jahre. Bei der Unterzeichnung anwesend waren Herbert Häger, Marcus Börner und Hans Koczorowski vom LJV, Boie Lorenz von LSFV, der Bürgermeister der Gemeinde Kuden, Dieter Gätje, Reimer Stecher von der unteren Naturschutzbehörde, Dr. Inken Mauscherning und Walter Denker vom Lokalen Bündnis Dithmarschen sowie Dr. Thomas Holzhüter und Andrea Kühl vom LLUR. Herr Koczorowski wird künftig die Aufgabe des Schutzgebietsbetreuers übernehmen, unterstützt wird er von Manuel Laursen (LSFV) aus Hochdonn. Das Naturschutzgebiet „Kudensee und Umgebung“ ist sowohl als EG-Vogelschutzgebiet als auch in Teilen als Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet ausgewiesen und damit Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000. In Schleswig-Holstein wurden insgesamt 46 EG-Vogelschutzgebiete und 271 FFH-Gebiete von der Europäischen Kommission benannt. Der Kudensee ist einer der letzten nicht trockengelegten Marschseen Dithmarschens. Bereits 1938 wurde der See als Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Kudensee“ mit rund 83 ha dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt. Mit der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Kudensee und Umgebung“ von 1992 wurde das NSG auf 246 ha erweitert. Der See mit seinem Röhrichtsaum, sowie den im Süden und Westen angrenzenden Spülfeldern und Feuchtgrünlandflächen dient als Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet vieler z. T. gefährdeter Vogelarten. Durch geeignete Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen werden die verschiedenen Lebensräume des Kudenseegebietes erhalten und gesichert. So wurden bereits in den 1980er Jahren umfangreiche Vernässungsmaßnahmen vorgenommen, um die Verlandung des Sees zu minimieren. Zu den Aufgaben im Rahmen der Betreuung gehört es, die Entwicklungen im Schutzgebiet zu dokumentieren, den Naturschutzbehörden notwendige Maßnahmen vorzuschlagen, diese ggf. nach Genehmigung durch die Naturschutzbehörde auszuführen und die Öffentlichkeit über das Schutzgebiet zu informieren. Über die geleistete Arbeit wird dem LLUR jährlich Bericht erstattet. Die Betreuung von Naturschutzgebieten hat bereits eine lange Tradition in Schleswig-Holstein. Insgesamt werden jetzt 159 Naturschutzgebiete, 6 Landschaftsschutzgebiete und der Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“, sowie 32 NATURA 2000-Gebiete von 40 Naturschutzvereinen, einer Einzelperson, den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und der öffentlichen Hand (Kreise, Städte, Gemeinden) betreut. Das Land Schleswig-Holstein beteiligt sich zu 75 % an den Ausgaben, die im Rahmen der Betreuung anfallen. So wurden 2011 rund 850.000 Euro als Zuwendungen an die betreuenden Vereine gezahlt. Nähere Informationen zu den Natura 2000-Gebieten erhalten Sie im Landwirtschafts- und Umweltportal auf der Internetseite www.natura2000-sh.de. foto betreuungsbertragung kudensee2
Posted in Landesjagdverband | Leave a comment