Immer mehr Wölfe und andere Wildtiere fallen dem Straßenverkehr zum Opfer – Jägerschaft …

Der vor einigen Tagen bei Reinbek im Straßenverkehr verunglückte Wolf ist bereits der zweite überfahrene Wolf im Kreis Stormarn innerhalb eines guten Jahres. Das Schicksal teilen in Schleswig-Holstein weit über zehntausend andere Wildtiere pro Jahr. Die Jäger im Land fordern einen Ausbau der Grünbrücken zum Schutze der Verkehrsteilnehmer und unserer Wildtiere.

Flintbek/Hoisdorf: „Viel wird über den Neubürger Wolf diskutiert. Wenn er aber nach Schleswig-Holstein kommt, ist sein Schicksal meistens der Tod im Straßenverkehr“ sagt Hendrik Löffler, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft Stormarn. Innerhalb eines guten Jahres sind im Kreis Stormarn nun bereits zwei Wölfe überfahren worden. „Die Wölfe sind aber nur ein prominentes Beispiel für mehr als zehntausend Wildtiere die pro Jahr alleine auf den Straßen in Schleswig-Holstein zu Tode kommen“ so Löffler weiter.

Auch die Statistik der Versicherungswirtschaft spricht eine deutliche Sprache. So wurden laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. im Jahr 2012 ca. 258.000 versicherte Wildunfälle registriert. Tendenz steigend. Da bei Verkehrsunfällen mit Wildtieren auch Menschen gefährdet sind, ist Handlungsbedarf gegeben.

Um Wildunfällen entgegenzuwirken setzt sich der Landesjagdverband Schleswig-Holstein seit Jahren für den Ausbau von Grünbrücken im Land ein. „Durch den Bau von Grünbrücken und deren Einbindung in die umgebende Landschaft können wichtige Wanderachsen für Wölfe aber auch andere Wildtiere wie z.B. den Rothirsch wieder hergestellt werden, die heute durch Verkehrsnetze zerschnitten sind“ erläutert Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein. Unter den zerschnitten Lebensräumen leidet insbesondere das Rotwild, da gerade Hirsche von der Verinselung ihrer Lebensräume durch genetische Verarmung der Bestände besonders betroffen sind.

Die Jägerschaft fordert die Landesregierung entsprechend auf, das am 29.02.2012 von der Bundesregierung beschlossene Bundesprogramm zur Wiedervernetzung aktiv zu nutzen und zum Schutze der Verkehrsteilnehmer und unserer heimischen Wildtiere verstärkt in den Bau von Grünbrücken und Unterführungen zu investieren. „Wir haben bereits vor 5 Jahren eine Übersicht von Konfliktpunkten erarbeitet und der Landesregierung notwendige Punkte für Wiedervernetzungsmaßahmen vorgeschlagen“, so Baasch. „Leider wurde von unseren knapp 20 Vorschlägen für Wildquerungen nur die Grünbrücke über die A 24 bei Gudow bislang realisiert. Hier muss die Landesregierung dringend aktiv werden und nacharbeiten“, fordert Baasch.  

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Warming Up 2014 – Ergebnisse

Siegerehrung mit Ansprache des Landesobmannes

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Spitzentreffen der Verbände in Rendsburg

verbaendeEnde April trafen sich in Rendsburg die Spitzen der berufsständischen Verbände, die im Juli vergangenen Jahres gemeinsam die „Hörnumer Erklärung“ verabschiedet hatten, zum zweiten Mal zu einem offenen und konstruktiven Gedankenaustausch. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die berechtigten Interessen der Verbandsmitglieder mit dem gebotenen Nachdruck gegenüber der Politik deutlich zu machen. Zudem dient das Bündnis aus Landwirten, Fischern und Jägern der gegenseitigen Unterrichtung, der Abstimmung von Standpunkten und der Durchführung gemeinsamer Aktionen.

Foto: Paul Wagner, Muschelfischer, Holger Ortel, Präsident des Deutschen Fischereiverbandes, Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes, Dr. Peter Breckling, Generalsekretär des Deutschen Fischereiverbandes, Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Peter Ewaldsen, Geschäftsführer Muschelfischerei, Lorenz Marckwardt, Vorsitzender des Landesfischereiverbandes, Andre de Leeuw, Muschelfischer, Klaus Dahmke, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Bauernverband.
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Jägerpräsident im Amt bestätigt

Landesjägertag 2014 bestätigt die Präsidiumsmitglieder im Amt

Knapp 170 delegierte Jägerinnen und Jäger trafen sich am 26. April zum Landesjägertag 2014 im Conventgarten in Rendsburg. Im Rahmen der Delegiertenversammlung stand am Vormittag neben den üblichen Vereinsregularien auch die Wahl von Teilen des Präsidiums an. Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, der nun 8 Jahre das Amt des Präsidenten inne hatte, stellte sich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung und wurde mit großer Mehrheit für das Amt des Präsidenten wiedergewählt. Auch sein Stellvertreter, Vizepräsident Hans-Werner Blöcker, wurde im Amt bestätigt. Zum Schriftführer wählte die Versammlung den bisherigen Beisitzer, Jörg Sticken einstimmig. Herbert Häger und Thomas Carstensen können ebenfalls ihre Arbeit im LJV-Präsidium fortsetzten. Sie wurden als Beisitzer im Amt bestätigt.

Dr. Baasch dankte den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen. So sei eine kontinuierliche Arbeit des LJV-Präsidiums sichergestellt.

Der Nachmittag war geprägt von Diskussionen rund um die aktuellen jagdpolitischen Gesetzgebungs- und Verordnungsverfahren des Landes. Bedauerlicherweise musste Umweltminister Dr. Habeck aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Auch die verantwortlichen jagd- und umweltpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen von SPD, GRÜNEN und SSW fanden nicht den Weg zum Landesjägertag und stellten sich der offenen Diskussion mit den delegierten Vertretern von über 16.500 Jägerinnen und Jägern des Landes Schleswig-Holstein.

Bild: Das neue LJV-Präsidium (v.l.n.r. Jörg Sticken, Hans-Wilhelm Schlüter, Jan-Wilhelm Hammerschmidt, Hans-Werner Blöcker, Herbert Häger, Hans-Jürgen Langbehn, Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Thomas Carstensen)

 

 

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Seehundjäger: Unersetzliche Partner im Robbenmanagement des Landes Schleswig-Holstein

Kranker HeulerUmweltminister Dr. Habeck und der Landesjagdverband stehen hinter der Arbeit ihrer ehrenamtlichen Seehundjäger.

Flintbek/Tönning: Die knapp 40 ehrenamtlichen Seehundjäger im Dienste des Landes Schleswig-Holstein sind unersetzliche Partner im Robbenmanagement. Ohne ihr ehrenamtliches Engagement wäre eine flächendeckende Betreuung des Nationalparks und  der Ostseeküste nicht möglich. Regelmäßig, so wie heute in Tönning, treffen sich diese Seehund-Experten, zur Weiterbildung, um das Robbenmanagement an den Küsten zu besprechen und aktuelle Themen zu diskutieren.   

„Unsere Seehundjäger – in Dänemark heißen sie Ranger und in Holland Seehundretter – jagen keine Seehunde. Das dürfen sie auch nicht. Aber wir Jäger haben eine Verantwortung für diese Tierart, die wir sehr ernst nehmen. Unsere Seehundjäger kümmern sich um die verwaisten, verletzten und manchmal auch totkranken Seehunde“, erklärt Marcus Börner vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein. Seehundjäger haben entlang der Küsten unter anderem die Aufgabe, tote Seehunde einzusammeln. Doch nicht immer, wenn sie gerufen werden, sind die Tiere tot. Oft klingelt das Telefon, wenn verhaltensauffällige Tiere – meist sind es kranke oder verwaiste Heuler – an den Stränden gefunden werden. Dann entscheidet der speziell ausgebildete Seehundjäger aus Tierschutzgründen, ob das Tier gute Chancen hat, allein zu überleben oder ob es den Transport in die Seehundstation nach Friedrichskoog schaffen würde. Doch manchmal sind die Tiere so geschwächt und krank, dass der Seehundjäger die Entscheidung treffen muss, die Qualen und das Leiden der Tiere zu beenden.

Nicht jedem ist dies so recht. So wird von einigen Personen seit Wochen eine sehr emotionale, unsachliche und mit ungerechtfertigter Polemik geführte Diskussion in der Öffentlichkeit geführt. Den Seehundjägern wird darin die Kompetenz abgesprochen, diese Entscheidung zur Minderung des Tierleidens treffen zu können.


Seehundjäger werden von den Tierärzten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Wissenschaftlern der Nationalparkverwaltung, Mitarbeitern der Seehundstation Friedrichskoog und des Umweltministeriums regelmäßig geschult. Ihnen wird von den Tierärzten, Wissenschaftlern und anderen Seehund-Experten eine hohe Sachkunde bescheinigt.

Die regelmäßigen Sektionen der Tiere, die von Seehundjägern getötet werden mussten, belegen eindrucksvoll, dass sie in der jeweiligen Situation richtig entschieden haben, um den todkranken Seehunden weiteres Tierleid zu ersparen.

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Neue Jagd- und Schonzeiten für Schleswig-Holstein

img 8076Am 11. März 2014 hat Minister Dr. Robert Habeck die neue Landesverordnung über jagdbare Tierarten und über die Jagdzeiten unterzeichnet. Sie tritt aber erst am Tage nach ihrer Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt, also praktisch mit Beginn des Jagdjahres 2014/15, in Kraft.

In der nächsten Ausgabe des Jägers werden wir ihnen mit Unterstützung der Obersten Jagdbehörde eine lesbare Übersicht der neuen Jagd- und Schonzeiten als Karte, die sie als Gedächtnisstütze in den Jagdschein einlegen können, beilegen. Wer so lange nicht warten kann oder will, kann die Übersicht auf der LJV Homepage unter www.ljv-sh.de runterladen.

Eine wesentliche Änderung ist bereits im Mai zu beachten. Das Schmalreh hat nun eine Schonzeit bis zum 31. August bekommen.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein wir die Verordnung nun eingehend – auch in rechtlicher Hinsicht – prüfen.

LJV

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Kreisjägerschaft Plön: Durchblick für Ostseeschule Blekendorf

Lernort NaturFür die Schüler der Ostseeschule Blekendorf war die Aufregung groß, als der Obmann für Naturschutz und Begrünung der Kreisjägerschaft Plön und Förster Thorolf Wellmer am 11. Februar 2014 drei hochwertige Ferngläser offiziell an die Wald- und Naturkunde AG der Schule überreichte. Die Gläser sind eine Spende des Hegeringes II, der schon lange und erfolgreich eine Patenschaft mit der Ostseeschule pflegt. Endlich können die Schüler mit leistungsstarken Gläsern die Tiere und Vögel des Schulwaldes genauer beobachten. Damit sorgen die Jägersleute bei ihren Patenkindern einmal mehr für den Durchblick! Die Ferngläser wurden schon von der „Wald“ – AG freudig erwartet und werden ab sofort regelmäßige Verwendung im Unterricht finden.

„Unser Landesjagdverband Schleswig-Holstein ist ein anerkannter Naturschutzverband, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Natur zu bewahren, aber auch Rückzugsräume zu schaffen, in denen bedrohte Arten eine Chance zum Überleben haben“, erklärt Wellmer. „Dass diese Arbeit sehr wichtig ist, müssen wir Jäger den Kindern in der Region vermitteln. Die Naturbeobachtung ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung."

Thorolf Wellmer
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KJS Kiel on Tour

Auch in diesem Jahr ist das Info-Mobil wieder mit der Kieler Jägerschaft beim Kids-Festival auf der Wiese neben dem Seehundbecken auf der Kiel-Line vertreten. Die Kinder und Eltern haben tausend Fragen und können an Schautafeln, Fühlkästen und Tierpräparaten ihr Wissen testen.

Helfer werden noch zahlreich benötigt. Motivierte melden sich bitte zur Schichteinteilung bei mir unter  jk@kjs-kiel.de

Wir starten am Samstag, den 10. und am Sonntag, den 11.05.2014 um 10 Uhr. Über zahlreiche Zusagen würde ich mich sehr freuen.

Julia Kirschning
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Afrikanische Schweinepest aktuell in Polen bei Wildschweinen nachgewiesen – Land appelliert …

Nachdem die afrikanische Schweinepest in dieser Woche erstmals in Polen im Grenzgebiet zu Weißrussland bei zwei verendeten Wildschweinen nachgewiesen wurde, steigt die Gefahr einer Weiterverbreitung in der EU. Die Erkrankung tritt auch in Russland, Weißrussland und der Ukraine auf und bedroht Millionen von Haus- und Wildschweinen. Das Virus kann in rohem Fleisch und geräucherten oder gepökelten Fleischprodukten monatelang überleben. Die Erkrankung kann durch achtlos weggeworfene tierische Lebensmittel auf Wildschweine und Hausschweine übertragen werden.

Aus Nicht-EU Ländern dürfen keine tierischen Lebensmittel eingeführt werden. Auch aus Litauen oder Polen sollte kein Schweinefleisch oder Erzeugnisse daraus , z.B. durch Berufskraftfahrer und Reisende mitgeführt werden.

Das Land appelliert eindringlich, Lebensmittel des persönlichen Bedarfs nur in den dafür vorgesehenen geschlossenen Mülltonnen an Park- und Rastplätzen der Autobahnen und Bundesstraßen sachgerecht und sicher zu entsorgen.

Daneben wurden aktuell für Landwirte und Jäger Merkblätter erstellt, die die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen die Einschleppung des Virus zusammenfassen. Diese sollten unbedingt beachtet werden.

Das Land wird in diesem Jahr ein Monitoring im Sinne eines Frühwarnsystems an erlegten und verendeten Wildschweinen auf Afrikanische Schweinepest durchführen.

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Minister Habeck will Jagdrecht für Seehunde beibehalten

seehund mbSchleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat die Forderung von Tierschützern zurückgewiesen, Seehunde aus der Liste der jagdbaren Arten zu streichen. Das Jagdrecht erlaube in einigen Bereichen ein strengeres Schutzregime als das Naturschutzrecht, sagte Habeck am Mittwoch in Kiel. «Zum Beispiel wird Wilderei als Straftat mit empfindlicher Strafandrohung geahndet», erklärte der Minister. Seehunde seien seit 1974 streng und gut geschützt. Das werde über internationale Konventionen, EU-Richtlinien, Gesetzgebungen von Bund und Ländern sichergestellt.

 Ihre Betreuung werde durch rund 40 qualifizierte, speziell geschulte und vom Land beauftragte Seehundjäger gewährleistet. «Die Seehundjäger heißen zwar Jäger, aber sie jagen keine Seehunde.

Vielmehr kümmern sie sich ehrenamtlich um die gestrandeten, verletzten oder todkranken Tiere», erklärte Habeck. «Sie entscheiden, ob ein Seehund am Ort zu belassen ist, in einer Seehundstation behandelt oder getötet wird, weil er höchstwahrscheinlich bald sterben wird.»

Durch langjährige Erfahrung hätten sie einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit gesunden und kranken Seehunden. Sie würden die Tiere lieben: «Es fällt keinem Seehundjäger leicht, schwer kranke Seehunde zu töten, aber wenn es darum geht, sie von ihrem Leiden zu erlösen, ist das ihre Aufgabe», sagte Habeck. Regelmäßige Untersuchungen der Tierärztlichen Hochschule Hannover hätten immer wieder ergeben, dass die Seehundjäger die richtigen Entscheidungen über den Gesundheitszustand von Seehunden getroffen hätten, erklärte der Minister.

 

Mehr zum Tierschutz der Seehundjäger.

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KJS Plön unterstützt Schulprojekt in Lütjenburg

Lernort NaturDas Hoffmann-von-Fallersleben-Schulzentrum in Lütjenburg hat für einen anschaulichen und praktischen Schulunterricht an Gymnasium und Gemeinschaftsschule alles direkt vor seiner Tür: ein kleiner Teich, ein Wäldchen und eine Streuobstwiese. An Ideen fehlt es nicht, dieses Kleinod optimal zu nutzen, aber leider am Geld. Malte Puck, Mitglied der Kreisjägerschaft Plön, und seine Frau, Anne Puck, beide engagierte Lehrer am Schulzentrum wandten sich an den Vorstand und warben um Geldmittel für die Realisierung der Projekte „Grünes Klassenzimmer“ und „Anlage eines Naturlehrpfades“. Mit dem Bau eines befestigten Stegs und dem Bau einer Terrasse, der Anlage von Wildhecken und anderen Maßnahmen, welche die beiden mit ihren Schülerinnen und Schülern durchführen, soll die Attraktivität der  Außenanlagen für einen naturnahen und handlungsorientierten Unterricht gesteigert werden. Der Vorstand ist nach Besichtigung der Anlage begeistert und unterstützt das Projekt mit 500 Euro. In Zukunft ist eine engere Zusammenarbeit geplant. Im kommenden Jahr werden für zwei Informationstage rund um den Lebensraum und die Lebensweise des Wildes stattfinden. Die Anlage wird bestens in die Präsentation der Jäger hineinpassen.   

Josefine von Hollen
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Für zwei Tage Jägerlatein an der Schule am Selenter See

Lernort NaturMitte November stand der Jägerwagen des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein zwei Tage auf dem Schulhof der Schule am Selenter See in Selent. Thorolf Wellmer und Josefine von Hollen von der Kreisjägerschaft Plön nahmen sich die Zeit ca. 340 Schülern von der ersten bis zur achten Klasse etwas über das heimische Wild zu erzählen. Gemeinsam mit den Biologielehrern der Schule – allen voran Frau Kerstin Stahl – wurden Arbeitsunterlagen für die verschiedenen Klassenstufen erarbeitet. Als Schwerpunktthema wählten die Lehrkräfte den Lebensraum und die Unterscheidungsmerkmale des Rotwildes, Damwildes und Rehwildes aus. Die Schülerinnen und Schüler sollten anhand des Geweihs bzw. des Gehörns die Wildarten erkennen lernen. Ebenso erfuhren sie, wie die Tiere aufgrund ihrer Größe oder anderer besonderer Merkmale wie z.B. der Wedel beim Damwild oder die Schürze beim Rehwild zu erkennen sind. Nach den Ausführungen am Jägerwagen wurde im Unterricht das Thema nochmals vertieft und die richtigen Antworten für die Arbeitsunterlagen gemeinsam erarbeitet. Thorolf Wellmer, der seit Jahren im Kreis Plön viel mit Schulklassen arbeitet, lobte die enge Zusammenarbeit mit den Lehrern sowie die gute Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen. Auch in den Pausen hatten die beiden Jäger keine Ruhe. Der Jägerwagen war stets umlagert. Kein Wunder, da die vielen Präparate wie Fuchs, Uhu, Wiesel und vieles mehr immer wieder Anlass für eine Erklärung oder eine interessante Information boten. Das erfolgreiche Projekt wird im nächsten Jahr mit einem neuen Thema wieder aufgegriffen – da sind sich Lehrer und Jäger einig.

Josefine von Hollen
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Konzert des Deutschen Hornensembles in Bad Segeberg: Klassik-Echo-Preisträger treten in der …

Stolz sind sie, die Landwirtschaftkammer Schleswig-Holstein, die Segeberger Rotarier und die Kreisjägerschaft Segeberg, dass es ihnen gelungen ist, Deutschlands beste Hornbläser als Dozenten für ein Seminar und Konzert nach Bad Segeberg zu bekommen. 60 Teilnehmer haben sich für dieses Seminar angemeldet und der Höhepunkt findet am 8.März um 20.00 Uhr in der Marienkirche statt. Das „Deutsche Hornensemble“ nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise durch 4 Jahrhunderte Hornmusik sowie eine musikalische Reise durch verschiedene europäische Länder. Die Interpreten gehören nicht nur zu den Besten der Besten in Deutschland, sie alle haben einen ausgezeichneten Namen und ihr Können findet durch das Engagement in vielen großen Europäischen Orchestern einen Widerhall, der ihre Klasse geradezu unterstreicht.

Jeder Solist ist ein Perfektionist, ein Spezialist und ein Könner der Hornmusik. Zusammen bilden sie das Deutsche Hornensemble und wo sie dozieren und auftreten, sind die Seminare bereits nach kurzer Zeit ausgebucht und die Konzerte überdurchschnittlich gefüllt.

Wer sich für Hornmusik interessiert, wird in der Marienkirche in Bad Segeberg einen schönen Abend erleben können.

Oliver Kersken moderiert und führt die Besucher gekonnt durch das Programm, denn er ist international ein gefragter Musiker und bekannt für großartige alte Musik. Anerkennende Auszeichnung war die Verleihung der Klassik Echo 2002.

Dass Hornmusiker der Spitzenklasse rar sind, beweist Christoph Moinian. Solohornist der Mecklenburgischen Staatskapelle und der Cappella Coloniensis beim WDR. Als Gast in Barockorchestern von Amsterdam und Toronto begründete Moinian seinen internationalen Ruf.

Joaquim Palet spielte in verschiedenen großen Orchestern, so z.B. bei der Neuen Düsseldorfer Hofmusik und dem Gewandhausorchester. Zudem ist er Solohornist am Staatstheater Oldenburg.

Stefan Oetter ist in Schleswig-Holstein kein Unbekannter, gehörte er doch zu den Teilnehmern der ersten Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals. Seine Ausbildung erhielt Stefan Oetter an der Clara-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf. Seit Jahren gehört er als „Künstler der Alten Musik“ auf dem Natur- und Ventilhorn zu den gefragtesten Solisten für die verschiedenen großen Orchester, wie z.B. dem Mahler-Chamber-Orchestra.

Als Gast tritt dann noch Lars Mechelke auf, der als tiefer Hornist bei den Nürnberger Symphonikern beschäftigt ist.

Alle fünf Solisten sind ein Garant für ein interessantes Hornkonzert in der Segeberger Marienkirche. Die Nachwuchs-Hornisten des vorgeschalteten Horn-Lehrganges kommen ebenfalls zu Gehör, denn das Konzert gehört mit zum Seminarprogramm.

Der Reingewinn dieses Benefizkonzertes fließt ausschließlich in ein AIDS-Waisen-heimprojekt in Namibia. (www.aids-waisenheim-haven.de)

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Kein Tierschutz ohne Seehundjäger

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Seehundjäger leisten einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz an der schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeküste. Der Landesjagdverband steht hinter der Arbeit seiner ehrenamtlichen Seehundjäger.

 

„Abballern“, „Mörder“ und „Lusttöter“, das alles müssen die knapp 40 ehrenamtlichen Seehundjäger im Dienste des Landes Schleswig-Holstein über sich ergehen lassen.

 

Seehundjäger haben entlang der Küsten unter anderem die Aufgabe, tote Seehunde einzusammeln. Doch nicht immer, wenn sie gerufen werden, sind die Tiere tot. Oft klingelt das Telefon, wenn verhaltensauffällige Tiere – meist sind es kranke oder verwaiste Heule – an den Stränden gefunden werden. Dann entscheidet der speziell ausgebildete Seehundjäger, ob das Tier gute Chancen hat allein zu überleben oder ob es den Transport in die Seehundaufzuchtstation nach Friedrichskoog schaffen würde. Doch manchmal sind die Tiere so geschwächt und krank, dass der Seehundjäger die Entscheidung treffen muss, die Qualen und das Leiden der Tiere zu beenden. „Niemandem fällt es leicht, eine solche Entscheidung zu treffen. Wer schon einmal vor einer solchen Entscheidung stand und seine geliebte Katze oder seinen Hund von einen Tierarzt hat töten lassen müssen, weiß wovon ich spreche“, so Andreas Schober, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

 

Nachdem diese Entscheidung aus Tierschutzgründen nun auf der Insel Sylt gefällt werden musste, stehen die Seehundjäger in der Kritik. „Es gibt keine andere, sinnvolle Alternative“, so Schober. Wie wertvoll die Arbeit der Seehundjäger ist, zeigt sich darin, dass allein im vergangenem Jahr 155 Seehunde in der einzigen Seehundaufzuchtstation des Landes in Friedrichskoog aufgepäppelt und wieder ausgewildert werden konnten.

 

Darüber hinaus werden die toten Seehunde veterinärmedizinisch untersucht. Diese Untersuchungen im Auftrag des Tierschutzministeriums belegen, dass bislang alle Tiere, die von Seehundjägern erlöst wurden, krank, nicht überlebensfähig und ihnen damit längeres Leid erspart werden konnte.

 

Darüber hinaus sind seit Beginn der Seehundzählungen 1975 noch nie so viele Tiere erfasst worden, wie im letzten Jahr. Der Bestand im Wattenmeer beträgt demnach 39.400 Seehunde.

 

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Nächste Landespflanzenbörse erst 2015

Die Landwirtschaftskammer und der Landesjagdverband Schleswig-Holstein haben sich darauf verständigt, der Landespflanzenbörse nach 25 Jahren mal eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Da die hohen Sturmschäden zu einem Engpass an Pflanzen bei den Baumschulen geführt haben und die Mitarbeiter der Kammer in der Sturmaufbereitung gebunden sind, nutzen wir die Zeit, um Konzept der Landespflanzenbörse in diesem Jahr grundlegend zu überarbeiten, so dass die Veranstaltung in 2015 voraussichtlich auf Gut Görtz stattfinden kann.

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Achtung! Hegeringleitertagungen 2014

Die Hegeringleitertagungen finden statt am 01. Februar 2014 in Bad Bramstedt für die Kreisjägerschaften südlich des Nord-Ostsee-Kanals außer der Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord
 und am 08. Februar 2014 in Lürschau für die Kreisjägerschaften nördlich des Nord-Ostsee-Kanals sowie die Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord.

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Jagdminister Robert Habeck stellt Jagd- und Artenschutzbericht 2013 vor: „Der Artenschutz …

Bericht Jagd ArtenschutzDer Rückgang der Biodiversität ist in Schleswig-Holstein weiterhin ein Problem, auch wenn sich durch Naturschutzarbeit einzelne Erfolge beim Erhalt von Pflanzen-und Tierarten zeigen. Das machte Umweltminister Robert Habeck heute (2. Dezember 2013) bei der Vorstellung des Jagd- und Artenschutzberichtes 2013 in Kiel deutlich. „Der Erhalt von Biodiversität verlangt große Anstrengungen. Aber sie eine unserer Lebensgrundlagen, und ohne Artenvielfalt wäre unsere Heimat arm. Wenn Arten aussterben, sind die Folgen für das Ökosystem unabsehbar. Deshalb sind wir gehalten, Pflanzen- und Tierarten zu schützen“, sagte Habeck. „Dem Engagement von Naturschützern, Jägern und Landwirten ist es zu verdanken, dass wir auch Erfolge sehen - trotz des Verlustes von Grünland und Biotopen, trotz des starken Maisanbaus und der Gülleausbringung.“

Zu diesen Erfolgen zählen beispielsweise die Entwicklung bei Kranich, Seeadler und Trauerschnäpper. So hat sich der Brutbestand bei Kranichen von 2005 (knapp 200 Brutpaare) auf etwa 420 im Jahr 2013 erhöht. Ein entscheidender Faktor ist hier etwa die Renaturierung von Feuchtgebieten. Auch bei den Seeadlern verlief die Entwicklung positiv: Gab es 2003 noch 39 Brutpaare, waren es 2013 schon 73. Beim Trauerschnäpper, einem Singvogel, dessen Bestandsentwicklung in Europa in den letzten beiden Jahren negativ verlief,  zeigten Maßnahmen aus dem Artenhilfsprogramm Wirkung: In geeigneten Wäldern werden seit 2009 spezielle Nistkästen ausgebracht. Die Brutbestände konnten deutlich erhöht werden; die Zahl der Brutpaare stieg im Projektgebiet von 85 im Jahr 2009 auf 215 im Jahr 2013.

Allerdings zeigt sich bei einigen Arten weiterhin ein gravierender Negativtrend. Hierzu zählen nach wie vor die Wiesenvögel, die Schleiereule und der Graureiher Bei vielen Niederwildarten wie Feldhasen und Fasanen sind die Jagdstrecken – ein Indikator für den Bestand der Tiere - seit Jahren negativ. „Der veränderte Lebensraum durch den Wandel in der Landwirtschaft ist für viele Arten eine Gefahr. Dem entgegenzuwirken ist eine Daueraufgabe“, sagte Habeck. Bei den Fasanen hat sich beispielsweise die Jagdstrecke seit dem Jagdjahr 2003/04 von rund 16.600 auf rund 8.400 im Jagdjahr 2012/2013 fast halbiert.

Ganz anders ist die Entwicklung  bei den Schalenwildarten (Rot-, Dam-, Reh- und Schwarzwild). Hier steigen die Jagdstrecken von Jahr zu Jahr. So erhöhte sich die Jagdstrecke beim Schwarzwild  seit dem Jagdjahr 2000/01 von knapp 5.800 auf mehr als 14.700 Tiere im Jahr 2012/13. 1980/81 hatte sie noch bei knapp 1.600 Tieren gelegen. Diese Wildarten profitieren offensichtlich vom Landschaftswandel. Sie verursachen auch Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft.

Problematisch sind die hohen Zahlen der Wildunfälle mit den großen Schalenwildarten. 2012/13 wurden 12.818 Tiere (Rot-, Dam-, Sika-, Reh- und Schwarzwild) getötet. Im Jahr davor fielen 12.703 Tiere dem Verkehr zum Opfer. „Hier gilt es vor allem in der dunkeln Jahreszeit, als Autofahrer besser aufzupassen“, sagte Habeck.

Eckpfeiler für den Artenschutz sind  – neben dem hohen ehrenamtlichen Engagement – in Schleswig-Holstein das Artenhilfsprogramm und der Vertragsnaturschutz. 2013 flossen in beide Programme zusammen etwa 7,8 Millionen Euro (davon 4,3 Millionen EU-Kofinanzierungsmittel).

Als Beispiel für Vertragsnaturschutz nannte Habeck das Pilotprojekt „Greening für Bienen“.  Hier stellen Landwirte Blühstreifen für Imker zur Verfügung. Die Honigbiene gilt als Indikatorart für den Zustand der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Findet sie nicht genügend Nahrung, ist das Angebot an Blütenpflanzen auch für viele andere Insekten und damit auch für insektenfressende Vögel nicht mehr ausreichend. Auch im Pflanzenartenschutz konnten Erfolge erzielt werden. Beispiel ist etwa der vom Aussterben bedrohte Kriechende Sellerie, der durch gezielte Neuansiedlungen auf Naturschutzflächen gestützt wurde.  

Der Jahresbericht 2013 – Jagd und Artenschutz kann telefonisch oder per e-Mail kostenlos angefordert werden. (0431/988-7146 oder Broschuere@melur.landsh.de) . Er steht außerdem auf der Homepage des Umweltministeriums zeitnah zum Download zur Verfügung.

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9. Landeshubertusmesse im Dom von Ratzeburg

IMGP0598Rundherum von Wasser umgeben, auf dem höchsten Punkt der nördlichen Altstadtinsel Ratzeburgs, ragt der Dom als die älteste romanische Backsteinkirche Norddeutschlands weit über die Dächer der Stadt. Angestrahlt von vielen Lampen luden er und die gastgebende Kreisjägerschaft Lauenburg am Samstag, 16. November 2013 um 18:00 Uhr, ca. 700 Besucher in seine Mauern, darunter Persönlichkeiten von Rang und Namen. Die Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn und ihr Team schufen nach monatelangen Vorbereitungen ein organisatorisches, optisches und akustisches Meisterwerk für alle Teilnehmer.

Als oberster Repräsentant des Landes besuchte der Präsident des schleswig-holsteinichen Landtages, Herr Klaus Schlie mit seiner Gattin, ebenso wie der Präsident des Landesbauernverbandes, Herr Werner Schwarz und der Präsident des Landesjagdverbandes, Herr Dr. Baasch mit Gattin den Gottesdienst.

Zu dieser alle zwei Jahre stattfindenden Landeshubertusmesse hatten sich weit über achtzig Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Landesgebiet Schleswig-Holsteins, aus Hamburg und Niedersachsen angemeldet, nicht nur, um gemeinsam zu musizieren, sondern um das jagdliche Brauchtum und „St. Hubertus“, den Schutzpatron der Jagd zu würdigen und den Schöpfer im Geschöpfe zu ehren. Nach einem ganztägigen Probenseminar im Oktober 2013 im Schießleistungszentrum Kasseedorf wurde intensiv am Freitagabend und am Samstag im Dom für den Auftritt geprobt, um aus vielen Individualisten einen einheitlichen Klangkörper zu formen. Dieses gelang wieder einmal eindrucksvoll dem musikalischen Leiter, Herrn Michael Mull aus Lübeck. Im Dialog zu den Hörnern begleitete Frau Ulrike Meyer-Borghardt die Bläser an der neu renovierten Rieger-Orgel.

Nach dem imposanten Einzug der 86 Bläserinnen und Bläser in Begleitung von Domprobst Gerd-Axel Reuß begrüßte das Bläsercorps „Herzogtum Lauenburg Nord“ mit dem „Fürstengruß“ die Gottesdienstbesucher und Akteure.

Die Hubertuslegende wurde von dem Schauspieler, Vorleser und Rezitator Clemens von Ramin mit seiner unnachahmlichen sonoren Stimme vorgetragen.

IMGP0593Die unterschiedlichen Stücke der jagdmusikalischen Umrahmung des Gottesdienstes entstammen überwiegend der französischen „Grande Messe de St. Hubert“. Neuere Kompositionen und Arrangements erlauben das Zusammenspiel von Parforcehörnern und der Orgel, welches es in früherer Zeit nicht gab. Hierfür verdient gemacht hat sich Prof. Uwe Bartels, der eine Reihe von Bearbeitungen historischer Werke vorgenommen und auch Neukompositionen für eine Messe geschaffen hat. Zu dem Choral „Die Ernt ist jetzt zu End“ hat Michael Mull einen Satz für Parforcehörner geschrieben.

Nach dem stimmgewaltigen „Introitus“, bei dem den Zuhörern beinahe das Blut in den Adern gefror, folgten einige virtuose Solopartien im „Kyrie“, „Sanctus“ und im „Gebet der Jäger“. Michael Mull hat mit sehr viel Einfühlungsvermögen das Maximum aus den Musikern herauskitzeln können.

Hochkonzentriert folgten sie begeistert seinem zum Teil ausladenden und motivierenden Dirigat und kamen daraufhin zu persönlichen Höchstleistungen. Der Kulminationspunkt wurde in der Interpretation der „Glocken“ erreicht. Dieses Stück veranlasste spontan die Zuhörer zu Beifallsstürmen, worauf Domprobst Reuß die Gemeinde bat, die Kräfte bis zum Schluss zu sparen.  

Die ausdrucksstarke Predigt von Domprobst Reuß hatte u.a. das Zitat von Albert Schweitzer zu Inhalt:

“Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will.“

„Albert Schweitzer sei einer der ersten gewesen, die uns eingeschärft haben: Wir haben nur ein Leben und nur eine Erde, deren Teil wir sind und die es Wert ist, in ihr und auf ihr zu leben.

Jagd ist seit Jahrtausenden elementarer Bestandteil des Menschseins.
Die Bewirtschaftung eines Jagdreviers ist nicht nur Leidenschaft und Vergnügen, sondern auch notwendiger Ausgleich zu einem anstrengenden Alltag, Erholung pur sozusagen. Dies schließt die Hege und Pflege des Tierbestandes und Reviers mit ein, so dass unsere heutige Kulturlandschaft auch künftig Erholungsraum für Mensch und Tier bleibt.

Für uns alle ist wichtig, dass wir uns als Teil der großen Schöpfung Gottes begreifen und erleben, damit wir es bewahren und die Grundlagen unseres Lebens nicht rücksichtslos ausbeuten und zerstören, denn, wir haben nur diese eine Erde!“

IMGP0546Der Dankgottesdienst der Jäger um den „Hubertustag“ herum ermuntert immer wieder aufs Neue Menschen die mit Natur und Jagd verbunden sind, die besondere Atmosphäre eines mit den Gaben der Natur geschmückten Gotteshauses zu besuchen und dem stimmungsvollen Wechsel zwischen gesprochenem Wort und rauer Urwüchsigkeit der Parforcehörner zu lauschen. Tiefe Ergriffenheit, Spontanbeifall und begleitende Tränen der Rührung waren den beseelten Besuchern dieses Landeshubertusmesse nicht peinlich.

Bericht und Fotos von Rolf und Evi Grothkopf
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Kreisjägerschaft Eutin – Ferienpassaktion

Lernort Natur„Mit Jägern auf dem Abendansitz“

Heute, am letzten Tag im Juli, sollte es endlich soweit sein. Im Rahmen der Ferienpassaktion stand ein Abendansitz mit Jägern bevor. Hierzu trafen sich 24 Kinder und fast genauso viele Jäger des Hegerings Eutin am Tierheim.

Hegeringleiter Rudolf Stein begrüßte alle Anwesenden recht herzlich und erläuterte den Kindern das Verhalten in Wald und Feld, und auf dem Ansitz. Nun erfolgte die Aufteilung, und der Aufbruch in die entsprechenden Reviere begann. Die Rückkehr sollte, in Abhängigkeit des Anblicks von Wild, nach eigenem Ermessen stattfinden.

Nach Einbruch der Dunkelheit trafen so nach und nach die einzelnen Gruppen wieder ein, um in gemütlicher Runde bei Apfelsaft und Grillwurst die Beobachtungen und Erlebnisse ihren Freunden und Eltern mitzuteilen. Jeder hatte etwas Besonderes und auch Außergewöhnliches zu berichten. Ob mit dem Auge oder dem Fernglas - aufregende Anblicke (Wild sehen) wurden ausführlich besprochen.

So wurde noch eine kurze Zeit am Lagerfeuer verweilt, bis sich doch die Aktivitäten des Tages bemerkbar machten. Der schöne sonnige Tag, die frische Luft und die Bewegung, sowie die Aufregung am Sitz forderten ihren Tribut. Mit einem „Tschüss“ in die Runde und einem „Auf Wiedersehen“ an die Jäger verabschiedeten sich die Kinder. Für die Jäger war es ein schöner Abend und alle freuen sich auf die Veranstaltung im nächsten Jahr, wenn es dann wieder heißt: „Mit Jägern auf dem Abendansitz“.

Ralf Appel
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Baum des Jahres 2013 – der Wildapfel

Lernort Natur; Baum des Jahres; WildapfelAm 9. November setzte die Natur-Jugendgruppe des Hegeringes IV in der Kreisjägerschaft Plön einige Exemplare des Baumes des Jahres 2013, nämlich Wildapfelbäume.
Unter der fachkundigen Anleitung des Hegeringleiters Christoph Keller und des Naturschutzbeauftragten des Hegeringes IV, Thorolf Wellmer, wurden knapp zwei Meter hohe Jungbäume in der Nähe des Hochsitzes der Jugendgruppe bei leichtem Nieselregen eingepflanzt.


Der Apfel spielt in sehr vielen Kulturen eine wichtige Rolle in der Mythologie, erklärt Förster Wellmer dazu. So gilt er auch als Symbol der Liebe, der Sexualität, der Fruchtbarkeit und des Lebens, der Erkenntnis und Entscheidung sowie des Reichtums. Der Apfel taucht in zahllosen Märchen auf und spielt in Mythologien und Ritualen eine große Rolle. Bei den Babyloniern war es Ischtar, die mit dem Symbol des Apfels verehrt wurde, bei den Griechen Aphrodite und bei den Germanen Idun. Der Apfel trägt zum einen das Leben in sich, aber auch den Tod: Schneewittchen wird mit einem Apfel in einen komaähnlichen Schlaf versetzt (… aus dem sie bekanntlich ja aber schließlich wieder wachgerüttelt wird).


Und augenzwinkernd ergänzte der Obmann für Naturschutz und Begrünung in der Kreisjägerschaft Plön, wenn man auf die Ähnlichkeit von Eltern und Kindern hinweisen möchte, heißt es doch auch, „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.


Und der Waidmann ergänzte weiter: „In der christlichen Geschichte ist die Vertreibung aus dem Paradies ebenfalls mit dem Apfel verbunden. Und was der Adamsapfel ist, wußten Sie ja schon, oder? Auch was der Reichsapfel ist? Na, dann muß ich's ja jetzt nicht noch erläutern … Und die Äpfel der Hesperiden? Ja, sogar der Trojanische Krieg begann mit einem Apfel. Der Apfel kommt ebenfalls in vielen Hochzeits- und Liebesbräuchen vor und ist dabei auch Fruchtbarkeitssymbol in Liebesorakeln. Er steht für das Weibliche (obwohl es der Apfel heißt), die Birne fürs Männliche – das mag ja vielleicht an der Form liegen…“
Durch die Pflanzung des kleinen Wildapfelhaines haben die Kinder und Jugendlichen der Natur-Jugendgruppe des Hegeringes IV in der Kreisjägerschaft Plön so oder so auf jeden Fall zu einer weiteren biologischen Vielfalt und damit zur Biodiversität in unserer Landschaft beigetragen.


Alle Kinder und Jugendlichen der Natur-Jugendgruppe des Hegeringes IV in der Kreisjägerschaft Plön, sowie ihre Ausbilder und Betreuer, wünschen Ihnen eine schöne und gemütliche, und wenn es sich einrichten läßt auch einigermaßen besinnliche Vorweihnachtszeit sowie einen fleißigen Weihnachtsmann. Vielleicht bringt er ja auch Äpfel mit …

Weitere Infos unter:  http://www.KJS-Ploen.de/Naturschutz.html

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